Tschau Kakao

Dieses Blog gibt es ja nun schon seit ein paar Jahren. Bevor es die Kinder gab fing ich an meine kleinen Gedanken hier rein zu schreiben.

Mit den Kindern kam die wenige Zeit und Lust und Muße fürs Bloggen. Doof eigentlich, es hätte ein tolles Tagebuch über die Jahre mit den Kindern sein können. Doch ich habe es nicht auf die Reihe bekommen. Nicht so, wie ich es immer gern wollte.

Ich liebe es Blogs zu lesen. Einigen bin ich schon seit vielen Jahren treu.
Doch so wie sie, habe ich es nie geschafft hier zu schreiben.

Immer wieder gab es den Versuch des Wiederauflebens, doch nach ein paar Einträgen wurde es wieder weniger und weniger.

In den letzten Tagen habe ich mir dann überlegt, dass das, was ich da bei Instagram mache ja eigentlich mein jetziges Bloggen ist.
Ich zeige Bilder, schreibe kurze Texte. So viel schneller und einfacher als hier. Hierfür muss ich erst Fotos vom Telefon auf den Laptop bringen, sie in den Artikel einfügen, den Text dazu tippen. (das Tippen ist der einzige Vorteil hier, ich bin im 10-Finger-Schreiben auf der Tastatur 100mal besser und schneller als am Smartphone) Dann immer überlegen: lohnt sich das für einen Artikel? Das Abwägen ob das jetzt interessant ist für andere zu lesen…. Eigentlich ist es mir ja egal was andere denken. Ich blogge (und instagramme) nicht für andere sondern ausschließlich für mich. Ist so. Aber beim Bloggen überlegt man ja doch eher mal.

Aber ich habe beschlossen, dass ich das mit dem Bloggen nun wohl endgültig sein lasse.
Hier.

Ich mache einfach auf Instagram weiter. Eigentlich genauso wie bisher. Nur jetzt ohne schlechtes Gewissen dem Blog gegenüber und vielleicht doch mit ein paar mehr Einträgen, mehr Erzählungen aus dem Alltag, mehr Bilder. Ich mag das.

Der Nachteil bei Instagram ist, dass alles auf einen Schlag weg sein könnte. Jemand kann sich einhacken, Instagram kann einen einfach so löschen usw. Dann ist alles plötzlich weg. Das Risiko muss ich jetzt in Kauf nehmen. Der Vorteil, dass ich dort einfach aktiver bin und es mir mehr Spaß macht, überwiegt. Und vielleicht gibt es irgendwann Möglichkeiten seinen Account extern zu speichern. Wer weiß?

Also, wer hier noch liest: Ihr seid herzlich eingeladen mir bei Instagram zu folgen, wenn Ihr es denn nicht eh schon tun. Da es ein geschlossener Account ist, müsst Ihr mir eine Anfrage senden. Es wäre gut, wenn Ihr dann dazu schreibt, dass Ihr vom Blog kommt, dann weiß ich Bescheid :-)

Also, hier erstmal Tschüss und Hallo bei Instagram!

wmdedgt 5. März 2021

Frau Brüllen fragt auch heute: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Deshalb heute etwas ausführlicher.

Freitag. Mein lohnarbeitsfreier Tag, der Mann hat sich auch Urlaub genommen.
Der Mittlere hat heute aber Präsenzunterricht.

Er kommt irgendwann zwischen fünf und sechs zu uns ins Bett, in meinen Arm. Wir schlafen aber noch gut weiter.
Ich liebe es ja so halbwach noch im Bett etwas zu schnuffeln. Das mache ich heute auch zwischen halb sieben und sieben, dann stehe ich auf.

Ich mache mich tagfertig (Zähne putzen, anziehen. Ich bewundere Leute, die jeden Morgen duschen. Dazu hätte ich überhaupt keine Lust).

Mit der Zahnbürste im Mund gehe ich in den Kelle zu meinem Nähkram. Hat der Mittlere nicht irgendwas von Knöpfen gesagt die er mit in die Schule nehmen soll? Ich hole mein Knopfglas nach oben, dann richte ich ihm die Brotdose und eine Flasche Tee.

Fünf vor 8 fahre ich ihn zur Schule. Ich kann mich nicht überwinden ihn zur Zeit mit dem Bus fahren zu lassen, auch, wenn wenige Schüler drin sind. Jedes Risiko das wir vermeiden können, vermeiden wir.

Zu Hause ist der Mann aufgestanden, der Jüngste spielt und die Tochter sitzt im Unterricht.

Ich mache Fotos vom gestern gebackenen Brot.

Es ist so lecker und schön geworden. Ich bin ganz verliebt. Mein einfachstes, liebstes, bestes Brot. (grobes Rezept: 1.000 g Mehl, 800 g Wasser, 150 g aktivierter Sauerteigstarter (dieses Mal Lievito Madre, sonst Roggensauerteig), 20 g Salz. Alles zusammen rühren, 5-6 Stunden ruhen lassen und dabei ca. alle 2 Stunden dehnen und falten; 2 Stunden zusätzlich im Gärkorb oder, wie ich, direkt im Topf/Pfanne worin man backen will, gehen lassen. 1 h backen)

Ich animiere den Jüngsten zum Anziehen, frühstücken und Zähne putzen. Das ist immer etwas schwierig aber heute habe ich Zeit und Nerven und es gelingt ganz gut, so dass wir pünktlich los kommen. Direkt vor der Abfahrt, muss er noch eine Runde mit dem Fahrrad drehen.

Wir haben heute den Termin zur U9. Wir sind zu spät, der letzte Termin dafür wäre im Februar gewesen. Das hatten wir eigentlich schon bei der Terminvergabe geklärt. Was mir nicht gesagt wurde ist, dass danach die Krankenkasse das nicht mehr übernimmt. O.K….. Dann halt nicht. Die Ärztin sieht ihn sich trotzdem einmal an. Er wird gewogen und gemessen und eine Urinprobe wird genommen. Blöderweise habe ich den Zettel vergessen, weil ich es so kannte, dass die Ärzte eine elektronische Meldung ans Jugendamt machen. Nun muss ich nochmal hin, den Zettel unterschreiben lassen. Er hat nun also keine offizielle U9, aber ich kann sagen, dass ich da war und die Ärztin kann bestätigen, dass er gesund und munter ist. :-) (Ärzte, im Speziellen Kinderärzte und ich …. das ist eine nervige Sache)

Zu Hause nascht er ein wenig und darf seine Tages-Tabletzeit nutzen.
Ich räume die Spülmaschine aus und wieder ein. Die Tochter kommt mal kurz aus dem Unterricht zum Hallo sagen.

Obwohl es im Haus, besonders im Wohnzimmer, völlig chaotisch ist, kann ich mich nicht aufraffen irgendetwas zu machen. Absolut nicht. Ich nehme es heute einfach mal an und sitze einfach nur etwas rum. Es ist kalt, das Wetter draußen ist ungemütlich. Ich schaue mir den Wetterbericht für die nächste Zeit an; es wird nicht viel besser demnächst.

Kurz vor zwölf fahre ich wieder los um den Mittleren von der Schule abzuholen.
Mit Maske stehe ich vor der Schule an der Bushaltestelle. Er kommt mit der Buskindergruppe. Er könnte etwas früher los, weil ich ihn abhole, aber diese Routine mit den Buskindern will ich ihm nicht nehmen, falls ich ihn aus irgendwelchen Gründen mal nicht abholen kann. Dann steigt er einfach mit in den Bus.

Er erzählt mir freudestrahlend, dass er schon den kompletten Wochenplan fertig hat, inklusive der heutigen Hausaufgaben! Jippieh! Er hat also ab jetzt Wochenende. Fein.

Zu Hause will der Jüngste direkt Fahrrad fahren. Eigentlich stelle ich mich immer mit raus. Bei ihm muss ich doch noch ein wenig schauen, weil er doch gern mal Blödsinn macht oder ich ihm auch zutraue, dass er einfach verschwindet. Auf die Autos passt er selbst sehr gut auf. Wir wohnen allerdings am Ende einer Sackgasse und so kommt hier selten jemand vorbei. Jetzt möchte ich das Mittagessen vorbereiten und deshalb darf er allein im Wendehammer rumfahren. Ich werfe ab und zu einen Blick aus dem Fenster.

Heute gibt es schnelles Essen. Gnocci mit Tomatensoße.
Als die Tochter um 13 Uhr mit der Schule fertig ist, gibt es Essen.

Der Mann baut schon den ganzen Tag an dem zweiten Kleiderschrank für den Dachboden aka unser neues Schlafzimmer. Der erste ist fertig und ist wirklich ein Meisterstück. Was dieser Mann aus Holz macht, ist der Hammer!

Ich fühle mich noch immer nicht motivierter für den Haushalt.
Der Mittlere nimmt seine Tabletzeit, danach spielen die Jungs in ihrem Zimmer.
Ich lege mich ganz frech einfach mal ins Bett. Mir ist danach. Ich döse ein Bißchen und schlafe wohl auch ein.
Zwischendurch kommt immer mal ein Kind.
Irgendwann wache ich mies gelaunt und mit Kopfschmerzen auf. Ich bleibe noch etwas liegen und lese am Telefon.
Eine Email vom Kindergarten kam. Ab 8.3. öffnen sie für die Vorschulkinder, ab 15.3. wieder für alle.
Wir werden uns mal beraten ab wann wir ihn wieder gehen lassen. Ich hatte immer so nach Ostern im Sinn, aber vielleicht doch schon vorher ? Bei ihm im Naturkindergarten, wo sie den ganzen Tag draußen sind, ist das Risiko vermutlich noch am Geringsten.

Ich muffle die Söhne etwas an, weil das Zimmer wieder mal absolut chaotisch aussieht. Sie sollen bitte aufräumen. Es passiert aber nicht wirklich was. Ich nehme sogar das Tablet mit (auf dem sie ständig Hörspiele hören).

Ich koche mir einen Kaffee. Der Jüngste kommt runter und will Kekse mit hoch nehmen. Ich, immer noch nachmittagsschlafmufflig, möchte das nicht und biete ihm an, dass er sich mit seinen Keksen gern hier an den Tisch setzen kann, ich setze mich dazu und wir plaudern ein Bißchen. Er willigt tatsächlich ein. Der Mittlere kommt auch dazu und wünscht sich einen Kinderkaffee. Wir trinken und ditschen unsere Kekse rein. Das ist sehr nett. :-)

Die Jungs beschließen (statt aufräumen), sich als Ninjas zu verkleiden und raus zu gehen. O.K., ich freue mich zur Zeit über jede Minute die sie draußen verbringen, waren sie doch gefühlt monatelang nicht draußen.

Es fahren also zwei Ninjas draußen Fahrrad und spielen irgendwas tolles. Ich bin mit draußen. Die Sonne ist doch noch mal raus gekommen aber es ist sehr kalt. Trotzdem bin ich froh noch mal draußen zu sein. Die Muffligkeit verfliegt.


Direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite, steht eine Birke. Darunter finde ich viele heruntergefallene Zweige. Ich sammle sie und während die Jungs spielen, binde ich einen Kranz und hänge ihn an die Tür.


Da werde ich demnächst noch irgendetwas frühlingshaftes dran befestigen, obwohl er mir so schlicht eigentlich auch ganz gut gefällt.

Während ich draußen bin, schreibt mir meine Potsdam-Freundin, dass sie einen Impftermin hat. Ich freue mich sehr für sie und hoffe, dass es mit den Impfungen allgemein schnell voran geht, damit diese Pandemie endlich besiegt wird.

Wir gehen wieder rein. Es ist nun schon 18 Uhr. Ich mache für die Tochter zum Knabbern abends Kichererbsen im Ofen. Ich habe sie den ganzen Tag nicht gesehen. Zwischendurch war sie mal da und sagte, dass sie müde sei und schlief dann auch. Ich mache mir zur Zeit etwas Sorgen um sie. Uns allen geht es sehr gut in der aktuellen Situation, aber wenn, setzte es ihr noch am Meisten zu. Der Onlineunterricht jeden Vormittag ist für sie sehr anstrengend. Aber auch am Nachmittag kommt sie kaum aus ihrem Zimmer. Sie ist blass und antriebslos. Ich hoffe, das ändert sich mit dem Frühling bald wieder und auch, wenn sie ab Mitte März wieder in die Schule geht. Ich heiße die Schulöffnungen zwar alles andere als gut, aber  wir haben ja keine Wahl und um etwas Positives daraus zu ziehen, freue ich mich einfach für die Tochter, denn ihr wird es gut tun.

Ich koche mir noch einen Kaffee und ziehe mich in mein Zimmer zurück.


Ich esse heimlich Eis und lese dabei im Internet.
Die Söhne räumen tatsächlich auf. Sogar ohne Streit.

Die Tochter erscheint wieder auf der Bildfläche. Ich bereite einen Stullen- und Rohkostteller für die Jungs zusammen und für die Tochter. Freitag ist Serienabend. Die Jungs schauen zusammen im Wohnzimmer, die Tochter bei sich und wir Eltern werden uns gleich ins Schlafzimmer verkrümeln.

Hallo März

Es ist März!!! *kreisch* *freu* *imKreishüpf*

Jetzt beginnt die wirklich allerschönste Zeit im Jahr für mich. FRÜHLING!
Die nächsten 3 Monate sind für mich wirklich die wunderbarste Zeit im Jahr. Es wird immer wärmer und sonniger, die Natur grünt und blüht, ich bin wieder im Garten, ich lasse Dinge wachsen, ich werkle im Haus herum und alles ist einfach schöner und wärmer und heller. JA!

Im März werde ich:

  • den Geburtstag des Mannes feiern
  • die Tochter auch wieder in die Schule schicken müssen (wie ich gerade erfahren habe)
  • mit dem Jüngsten zur U9 gehen
  • zum Zahnarzt gehen *bibber*
  • die Kinder zum Zahnarzt begleiten
  • vermutlich auf den Dachboden ziehen
  • vielleicht wieder meinen Flow bezüglich Sport und Ernährung finden?
  • Osterpäckchen packen
  • Kompostbeete anlegen
  • Gemüsen vorziehen
  • versuchen positiv zu bleiben

entweder oder

Wir haben ca. 170 qm Wohnfläche. (glaube ich)
Plus Dachboden.
1 riesiges Wohnzimmer, 1 Küche, Flure und Treppen, 3 Schlafzimmer, 2 Bäder, ein Treppenzimmer (wo es zum Dachboden rauf geht) mit Balkon.
Wir haben einen Wintergarten, 2 Terrassen und diverse Kellerräume (7, wenn man es ganz genau nimmt).
Und natürlich einen Garten. Und einen Vorgarten. Und ein Carport.

Und dann habe ich 3 Kinder. 2 davon sind Jungs im wildesten Alter.

Es ist schlichtweg unmöglich alles gleichermaßen in Ordnung zu halten. Ich mache mir da auch eigentlich gar nichts vor. Aber es gibt so Tage, da verzweifle ich doch ein wenig.

Wenn man sich heute nämlich dafür entscheidet nicht allzuviel Zeit im Haus und mit den täglichen Pflichten zu verbringen und gleichzeitig die Söhne das Wohnzimmer zu ihrem Spielbereich erklären, (vermutlich weil man im eigenen Zimmer nicht treten kann) dann sieht es am späten Nachmittag schon mal wüst aus.

Dafür ist der Keller wieder ordentlicher. Und das Carport. Und ich habe meine Gemüseplanung weiter voran getrieben. Mittagessen habe ich auch gemacht, ein Bananenbrot gebacken und gerade sind noch zwei Toastbrote im Ofen.  In meinem Zimmer habe ich auch etwas Luft geschaffen.

Aber ich habe mich nicht darum gekümmert, dass die Küche ordentlich bleibt.
Ich habe nicht den Jungs hinterher geräumt; deshalb kleben Saugnapfpfeile an den Scheiben, Legofiguren, Furzkissen, Edelsteine, von sich geworfene Klamotten und diverse Pappen und was weiß ich noch liegen kreuz und quer, sowie sämtliche Couch-Kissen sind nicht mehr an ihrem Platz.
Ich habe nicht den Flur gefegt nachdem sie mehrfach mit ihren Matschstiefeln durch gelaufen sind.
Ich habe mich keinen Deut um die Wäsche gekümmert, deshalb quillt der Schmutzwäschekorb über und saubere Wäsche hängt auf dem Ständer oder ist gefaltet im Karton, aber noch nicht verräumt.

Es geht niemals alles. Es geht immer nur entweder oder. Oder von allem nur ein Bißchen.

Das ist manchmal nervig, aber auch nicht schlimm.

Ich werde heute noch die Küche aufräumen. Die Jungs werden ihr Chaos halbwegs beseitigen müssen und die Wäsche ist spätestens am Montag dran.

So ist das eben.

Tagebuchbloggen, Dienstag, 23.2.2021

Dienstag ist mein Montag. Ich muss früh raus damit ich um sieben im Büro bin.
Ich tu mich wieder schwer, würde liebe bei meiner Familie zu Hause bleiben. Besonders, da der Mittlere heute seinen ersten Schultag seit Mitte Dezember hat. Im Wechselunterricht wird er mit seiner halben Klasse immer abwechselnd einen Tag zu Hause und einen in der Schule sein. Diese Woche Dienstag und Donnerstag, nächste dann Montag, Mittwoch, Freitag und immer so weiter…

Ich bin viel nervöser als er. Ich weiß auch nicht warum ich mich so verrückt mache. Er freut sich einfach nur. Nach abwägen der Situation haben wir uns entschieden, ihn vorerst hinzufahren und abzuholen, statt ihn mit dem Bus fahren zu lassen. Vielleicht ist das übertrieben, vielleicht auch nicht. Ich bin extrem unsicher.

Ich sitze also im Büro und warte darauf, dass der Mann mir mitteilt, dass er ihn heil an der Schule abgegeben hat.

Im Büro ist es gerade ruhig. Ich ändere etwas auf der Firmen-Webseite und stöbere nach passenden Oster-Werbegeschenken für die Kunden.

Ich mache etwas früher Feierabend um den Mittleren abzuholen. Kurz vorher fällt mir ein, dass ich ihm eine unglaubliche Freude machen würde, wenn ich ihm ein geliebtes Käse-Schinken-Croissant mitbringen würde. Die gibt es nur ganz ganz selten, weil es sie in unserem Supermarkt nicht (mehr) gibt; in der Nähe der Schule ist aber der Supermarkt in dem es die gibt und so hole ich schnell welche für uns. (ich liebe die nämlich auch) Da die Sonne so warm lacht, nehme ich auch noch eine Packung Eis mit. Ich habe wirklich ein schlechtes Gewissen nur wegen sowas extra in den Supermarkt zu gehen zur Zeit. Vermeiden wir es doch wo es nur geht und ich gehe nur einmal pro Woche. Aber heute mache ich das einfach mal.

Ich parke das Auto in der Nähe der Schule und stelle mich mit Maske an die Bushaltestelle. Kurz darauf kommt er auch schon mit der Buskindergruppe angelaufen. Völlig verschwitzt, weil zu heiß angezogen, aber strahlend. Er hatte einen tollen Tag. <3 Er freut sich diebisch über das Croissant, futtert es gleich im Auto und erzählt ausgiebig von seinem Tag.

Zu Hause warten der Mann und die Geschwister. Die Tochter ist noch im Unterricht, der Mann sehr vertieft in seine Arbeit. Die Jungs essen zuerst ein Eis auf der Terrasse.  Ich mache Mittag. Auf dem Speiseplan stehen Pellkartoffeln, ich koche aber nur halb so viele wie angedacht, denn es sind auch noch Nudeln von gestern da.

Wir essen und danach gibt es die zweite Runde Eis. Wir müssen die Hörnchen durchschneiden, damit es für alle nochmal reicht.

 

 

Ich gönne mir aber ein ganzes :-)

Es ist nicht so mein Tag heute. Viele Sorgen wegen der Pandemie, Sorgen um den Jüngsten. Ich tingle so umher. Die Kinder wollen gar nicht raus, nur am Tablet was spielen bzw. chattet die Tochter gerade täglich mit ihrer Freundin.

Später gehe ich doch eine kleine Runde durch den Garten. Ich entdecke den Rhabarber der schon aus der Erde lugt. Ich habe ihn letztes Jahr erst gepflanzt und freue mich darauf, dieses Jahr vielleicht ernten zu können.

Während der Mann unseren Kleiderschrank auf dem Dachboden weiter baut, schlumpere ich drinnen so vor mich hin, bemitleide mich selbst, finde alles doof und rassle ständig mit dem Jüngsten aneinander.

Nebenbei backe ich unser Lieblingsbrot. Mieses Foto, hübsch ist es auch nicht, aber es ist das leckerste Brot und bleibt so lange frisch und saftig! Es ist wirklich toll.

Ich schaue mal beim Mann vorbei was der Schrank macht..

bereite Abendessen zu und schaue mit den Kindern die logo-Nachrichten. Danach geht es mit den Jungs ins Bett, wir schauen noch ein-zwei Kinderlieder-Videos und ich lese etwas vor. Dann schlafen sie recht schnell ein und ich mit.

Ich gehe runter ins Wohnzimmer, das unangenehm kalt ist. Unser Feuerholz ist alle bzw. ist es grad tagsüber so warm draußen dass keiner ans Heizen denkt und abends ist es dann extrem kalt. Ich versuche mich auf die Couch zu kuscheln, aber es kommt keine Gemütlichkeit auf. Wir essen etwas Eis, die Tochter tingelt wie immer abends noch um uns rum. Wir gehen recht schnell hoch ins Bett, schauen noch ein Folge Malcolm in the middle und schlafen.

Manchmal läufts und manchmal eben nicht

Während ich an manchen Tagen überhaupt gar nichts auf die Reihe bekomme, das Haus vor Dreck steht, die Kinder nicht auszuhalten sind und ich alles, wirklich alles anzweifle (Ehe, Erziehung, Haushaltsfähigkeiten, Leistung im Lohnjob etc.) gibt es diese anderen Tage an denen einfach alles läuft. Da stehe ich früh auf, die Sonne scheint, der Haushalt geht leicht von der Hand, ich handle den Kindern gegenüber pädagogisch wertvoll und schaffe es sogar, ein spezielles Projekt anzugehen und überhaupt ist die ganze Welt konfettibunt und schön.

Warum das so ist?
Keine Ahnung. Ich kann keinerlei Zusammenhang feststellen.
Dass es so ist, habe ich vor einer Weile tatsächlich akzeptiert und deshalb komme ich durch die weniger schönen Tage ganz gut durch denn ich weiß, dass es auch wieder ganz anders sein kann. Vielleicht morgen schon.

Manchmal ist es sehr nervig ich zu sein.
Aber aussuchen kann ich mir das ja nun leider nicht…

Tagebuchbloggen, 20.2.2021

Der Tag startet wie immer damit, dass die Jungs (zuerst der Mittlere, dann der Jüngste) zu mir ins Bett gekrochen kommen. An Schlafen ist dann nicht mehr zu denken, ich döse nur ein Bißchen vor mich hin. Während der Jüngste nochmal einschläft, fängt der Mittlere an zu Zappeln und zu quatschen und ich stehe dann auch endlich auf.  Der Tag soll ja wunderbar frühlingshaft werden, ich will in den Garten!

Aber zuerst gibt es ein Pancake-Frühstück.


 

Als die Küche von den Frühstücksresten befreit ist, mache ich mir eine Kaffe und schlüpfe in meine heißbeliebten Wintergummistiefeln <3 Fertig für den Garten.

 

Ich sage den Schafen auf dem Nachbargrundstück Guten Morgen. Ich liebe den Anblick.

Der Mann ist heute auch direkt fleißig. Er hat die Säge aufgebaut und sägt und hobelt und schraubt den ganzen Tag. Er baut uns einen tollen Kleiderschrank auf den Dachboden, damit wir da schnellstmöglich einziehen können.

 

Ich bearbeite meine zwei Komposthaufe. Schichte um, siebe und bringe die Erde (da ist viel gekaufte vom letzten Mal dabei und leider sehr wenig entstandener Humus) zu den Hochbeeten und fülle eins damit auf.

In der Sonne ist es richtig warm. Das Arbeiten in dieser Frühlingsatmosphäre macht mich sehr glücklich.

Die Jungs spielen auch ein wenig draußen, was mich sehr freut, waren sie doch irgendwie monatelang nicht im Garten und sowieso viel zu wenig draußen. Ich hoffe, das kriegen wir wieder mal anders hin.

Leider hält das Spiel nicht lange an. Sie streiten zwar nicht so schlimm wie gestern als sie kurz draußen waren, finden aber kein gemeinsames Spiel, sind schnell gelangweilt und der Jüngste kriegt einen Anfall, weil der Mann sägt und es ihm zu laut ist. Er will wieder rein. Sie gehen also wieder an den Legotisch und bleiben dort den Rest des Tages… *seufz*

Aus Spätzle, viel Sahne und viel Käse, gibt es heute also ein ganz leichtes Mittagessen. Ich habe vorher noch nie Käsespätzle gemacht und diese Version aus dem Ofen funktioniert echt super easy. Ich hatte erst Angst, dass es für uns nicht reicht, aber durch den hohen Fettgehalt macht es unglaublich satt und reicht auch noch fürs Abendessen.

(genaues Rezept: 500 g trockene Spätzle in eine Auflaufform, 700ml Wasser dazu, 200 g geriebener Emmentaler und 200 g geriebener Bergkäse unterrühren (etwas Käse zurück behalten), etwas Salz und Pfeffer noch dazu und Röstzwiebeln, wenn man mag (die Tochter verabscheut Zwiebeln, deshalb ließ ich sie weg und stellte sie später nur auf den Tisch und jeder der mochte tat sie sich auf den Teller dazu) und dann den zurückgehaltenen Käse obendrüber streuen; mit Deckel ca. 35 Minuten in den Ofen, dann nochmal ca. 15 Minuten bzw. bis es lecker aussieht, überbacken)

Während die Käsespätzle im Ofen sind, tausche ich die weißen Vorhänge and der Haustür gegen die neuen mit Libellen. Ich wollte keinen neuen Stoff kaufen und hab welche aus dem passendsten genäht den ich hatte und der reicht. Sieht auch schön aus so. :-)

 

Nach dem Essen bleibe ich auch eine Weile drin und setze mich an meine Beetplanung. Das ist ja eine kleine Wissenschaft für sich, wenn man Fruchtfolge beachten will und welche Gemüsesorten zueinander passen.
Ich habe nun einen groben Plan und eigentlich viel zu wenig Platz und sowieso viel zu wenig Sonnenstunden in meinem Garten. Aber ich hoffe, es gibt dennoch eine schöne kleine Ernte. Es macht einfach solchen Spaß.

Nach der Planung gehts ans Praktische. Ich habe vor ein paar Tagen schon Möhrensamen in einem Glas etwas vorkeimen lassen und nun ins Hochbeet gesät. Ein paar Radieschensamen auch.

Es wird dann recht schnell auch kühl im Garten. Der Mann ist noch fleißig am Sägen und läuft ständig zwischen Keller, Garten und Dachboden hin und her. Schade, dass er keine Uhr mit Schrittzähler trägt, da ist heute ordentlich was zusammen gekommen. Bei mir waren es ja schon über 15.000 Schritte (endlich mal wieder, das habe ich letztes Jahr täglich mindestens geschafft, über die kühlen Monate aber überhaupt nicht mehr).

Ich räume noch so ein Bißchen von A nach B und irgendwann ist es Zeit für den Filmabend mit den Kindern.
Erst gibt es noch die Logo-Nachrichten und einen Snackteller (sonst gibt es am Filmabend immer Süßigkeiten und Chips, diese Woche war das alles schon leer und extra einkaufen dafür wollten wir nicht).

Der Mann ist weiter mit dem Schrank beschäftigt, deshalb schaue ich allein mit den Kindern. Erst habe ich gar keine Lust, aber der Film (Die Schlümpfe – das verlorene Dorf) ist wirklich unglaublich lustig, die Kinder lachen sich kaputt (und weinen auch am Ende ein wenig vor Rührung) und auch ich finde ihn richtig zum Lachen.

Nach dem Film leiern sie mir noch zwei Folgen einer Serie ab, danach geht es aber recht stressfrei ins Bett und sie schlafen schnell.

Der Mann beendet auch seine Arbeiten und wir gehen direkt hoch ins Bett. Wir schauen die letzte Folge unserer aktuellen Serie „How to get away with murder“! Sehr krasse Serie, teilweise zwar extrem unrealistisch aber wie liebten die Spannung und die falschen Fährten die immer für den Zuschauer gelegt wurden. Alles in allem eine tolle Serie, sehr modern aber leider kann man sie nicht unbedingt nochmal schauen, weil die Spannung ja dann weg ist. Wir hatten es tatsächlich geschafft uns überhaupt nicht vorher zu spoilern und alles war eine Überraschung.

Es wäre sehr viel beruhigender…

wenn es zwischen all dem Geschrei, dem Gestreite, dem Nicht-Gönnen, dem Ärgern, dem Kloppen, den arroganten Tönen, den Bevormundungen, den Beschuldigungen, dem Diskutieren, dem ErpressenDrohenBestechen, den ins Leere laufenden Ermahnungen, dem nicht Zuhören, dem nicht Einsehen, der Rücksichtslosigkeit, der fehlenden Empathie, der Planlosigkeit, den fehlenden Strukturen und noch all dem anderen Blöden was hier tagtäglich aufläuft,
viel mehr Momente geben würde in denen ich denke „Ach ja, die sind doch toll, wir machen schon alles richtig so und die werden zu großartigen Menschen heranwachsen“ gäbe.

Gibt es aber nicht. Diese Momente sind selten bis gar nicht vorhanden.

Und das schlaucht mich emotional wie nichts anderes und macht mich unendlich traurig.

 

Raus für heute.

#Terrassenkaffee am 19.2.2021

Den #Terrassenkaffe habe ich vor einiger Zeit drüben bei den Instant-Fotos angefangen und es gefällt mir sehr gut einen eigenen kleinen Hashtag zu haben. :-) Nun ja, ich stellte mittlerweile fest, dass auch andere einen Terrassenkaffee pflegen, aber das macht ja nichts.

Ich knippste also mein Foto.

Noch etwas frisch da draußen aber doch frühlingshaft. Es ist gleich halb elf und meine Leistungskurve beginnt schon wieder zu fallen. Ich bin so ein Morgenmensch! Obwohl ich gerade auch nicht sooo leichtfüßig aus dem Bett springe und gern bis sieben/halb acht noch schnuffle. Das Zeitfenster des Schaffens ist also recht knapp und wenn ich jetzt nicht aufpasse und weiter mache, wars das mit mir und dem Tag heute. Ein Bißchen Jammern auf hohem Niveau, ich weiß.

Ein Bißchen was war ja heute auch schon los:
Direkt nach dem Aufstehen habe ich schon die wilden Söhne angedonnert und getrennt, die Küche aufgeräumt (ich schaffe das abends einfach nicht) und mit dem Mittleren die heutigen Schulaufgaben angefangen. Das Schlimmste hatten wir schon geschafft bevor er um 9 Uhr seine Videostunde mit der Lehrerin hatte.
Der Mann verabschiedete sich zum Bürotag außer Haus, die Tochter schaffte es schon sich äußerst pubertär zu verhalten und mich anzugiften (ich komme damit wirklich sehr schwer zurecht gerade) und da ich a) Schokolade nicht im Haus habe und b) bis Ostern Alkohol faste und der auch vormittags um zehn nicht unbedingt passend ist, lenkte ich meine Frustenergie in die Vorbereitungen des Mittagessens.
In der letzten Gemüsekiste war ein Blumenkohl und zufällig stieß ich auf dieses Rezept und hoffe, dass er so gut schmeckt und auch von den Kindern gegessen wird. Die erste Kostprobe meinerseits entschied: noch zu unwürzig. Aber ansonsten ist das Prinzip schon mal nicht schlecht und lässt sich sicher auch auf anderes Gemüse anwenden.
Auf ein anderes Blech legte ich noch, äußerst ansehnliche, Rote Beete-Scheiben.
Ich mag Rote Beete tatsächlich sehr. Am Liebsten sogar roh. Diese hier bekrümelte ich noch mit reichlich Fetakäse und beträufelte sie mit Öl und schob sie auch in den Ofen.
Warum ich nun also schon vor elf Uhr das Mittagessen fertig habe, liegt eigentlich an dem Brot dass ebenfalls gebacken werden musste und ich den Ofen nicht dreimal anschmeißen wollte. Dieses ist es heute geworden. Vorgestern angefangen, gestern den Teig brav gehegt und gepflegt und gefaltet und gezogen und nach einem kühlen Schläfchen über Nacht wurde es gerade gebacken. Aussehen tut es schon mal sehr sehr gut.
Der Terrassenkaffee ist nun alle, in der Küche gibts grad nichts mehr zu brutzeln (dafür gäbe es genug zu fegen) und ich sollte mich nun intensiv noch dem Wohnzimmer widmen. Die Sonne scheint, was wunderbar ist, aber sie entlarvt jeden einzelnen Staubkorn, jede Spinnwebe und jede Schliere an den Fenstern. Ich weiß auch sehr gut ohne Sonne, dass die da sind, trotzdem. Ich schwinge nun also Besen, Staubwedel, Staubsauger und die Füße und bleibe hoffentlich von mies gelaunten Kindern (es gibt zwei Kandidaten die diese von morgens bis abends sehr gut praktizieren können) verschont und freue mich nachher über ein etwas weniger schmutziges Wohnzimmer. Und wenn ich ganz übermütig werde, dann nehme ich mir auch noch den Flur vor.