Tagebuchbloggen, Dienstag, 23.2.2021

Dienstag ist mein Montag. Ich muss früh raus damit ich um sieben im Büro bin.
Ich tu mich wieder schwer, würde liebe bei meiner Familie zu Hause bleiben. Besonders, da der Mittlere heute seinen ersten Schultag seit Mitte Dezember hat. Im Wechselunterricht wird er mit seiner halben Klasse immer abwechselnd einen Tag zu Hause und einen in der Schule sein. Diese Woche Dienstag und Donnerstag, nächste dann Montag, Mittwoch, Freitag und immer so weiter…

Ich bin viel nervöser als er. Ich weiß auch nicht warum ich mich so verrückt mache. Er freut sich einfach nur. Nach abwägen der Situation haben wir uns entschieden, ihn vorerst hinzufahren und abzuholen, statt ihn mit dem Bus fahren zu lassen. Vielleicht ist das übertrieben, vielleicht auch nicht. Ich bin extrem unsicher.

Ich sitze also im Büro und warte darauf, dass der Mann mir mitteilt, dass er ihn heil an der Schule abgegeben hat.

Im Büro ist es gerade ruhig. Ich ändere etwas auf der Firmen-Webseite und stöbere nach passenden Oster-Werbegeschenken für die Kunden.

Ich mache etwas früher Feierabend um den Mittleren abzuholen. Kurz vorher fällt mir ein, dass ich ihm eine unglaubliche Freude machen würde, wenn ich ihm ein geliebtes Käse-Schinken-Croissant mitbringen würde. Die gibt es nur ganz ganz selten, weil es sie in unserem Supermarkt nicht (mehr) gibt; in der Nähe der Schule ist aber der Supermarkt in dem es die gibt und so hole ich schnell welche für uns. (ich liebe die nämlich auch) Da die Sonne so warm lacht, nehme ich auch noch eine Packung Eis mit. Ich habe wirklich ein schlechtes Gewissen nur wegen sowas extra in den Supermarkt zu gehen zur Zeit. Vermeiden wir es doch wo es nur geht und ich gehe nur einmal pro Woche. Aber heute mache ich das einfach mal.

Ich parke das Auto in der Nähe der Schule und stelle mich mit Maske an die Bushaltestelle. Kurz darauf kommt er auch schon mit der Buskindergruppe angelaufen. Völlig verschwitzt, weil zu heiß angezogen, aber strahlend. Er hatte einen tollen Tag. <3 Er freut sich diebisch über das Croissant, futtert es gleich im Auto und erzählt ausgiebig von seinem Tag.

Zu Hause warten der Mann und die Geschwister. Die Tochter ist noch im Unterricht, der Mann sehr vertieft in seine Arbeit. Die Jungs essen zuerst ein Eis auf der Terrasse.  Ich mache Mittag. Auf dem Speiseplan stehen Pellkartoffeln, ich koche aber nur halb so viele wie angedacht, denn es sind auch noch Nudeln von gestern da.

Wir essen und danach gibt es die zweite Runde Eis. Wir müssen die Hörnchen durchschneiden, damit es für alle nochmal reicht.

 

 

Ich gönne mir aber ein ganzes :-)

Es ist nicht so mein Tag heute. Viele Sorgen wegen der Pandemie, Sorgen um den Jüngsten. Ich tingle so umher. Die Kinder wollen gar nicht raus, nur am Tablet was spielen bzw. chattet die Tochter gerade täglich mit ihrer Freundin.

Später gehe ich doch eine kleine Runde durch den Garten. Ich entdecke den Rhabarber der schon aus der Erde lugt. Ich habe ihn letztes Jahr erst gepflanzt und freue mich darauf, dieses Jahr vielleicht ernten zu können.

Während der Mann unseren Kleiderschrank auf dem Dachboden weiter baut, schlumpere ich drinnen so vor mich hin, bemitleide mich selbst, finde alles doof und rassle ständig mit dem Jüngsten aneinander.

Nebenbei backe ich unser Lieblingsbrot. Mieses Foto, hübsch ist es auch nicht, aber es ist das leckerste Brot und bleibt so lange frisch und saftig! Es ist wirklich toll.

Ich schaue mal beim Mann vorbei was der Schrank macht..

bereite Abendessen zu und schaue mit den Kindern die logo-Nachrichten. Danach geht es mit den Jungs ins Bett, wir schauen noch ein-zwei Kinderlieder-Videos und ich lese etwas vor. Dann schlafen sie recht schnell ein und ich mit.

Ich gehe runter ins Wohnzimmer, das unangenehm kalt ist. Unser Feuerholz ist alle bzw. ist es grad tagsüber so warm draußen dass keiner ans Heizen denkt und abends ist es dann extrem kalt. Ich versuche mich auf die Couch zu kuscheln, aber es kommt keine Gemütlichkeit auf. Wir essen etwas Eis, die Tochter tingelt wie immer abends noch um uns rum. Wir gehen recht schnell hoch ins Bett, schauen noch ein Folge Malcolm in the middle und schlafen.

Manchmal läufts und manchmal eben nicht

Während ich an manchen Tagen überhaupt gar nichts auf die Reihe bekomme, das Haus vor Dreck steht, die Kinder nicht auszuhalten sind und ich alles, wirklich alles anzweifle (Ehe, Erziehung, Haushaltsfähigkeiten, Leistung im Lohnjob etc.) gibt es diese anderen Tage an denen einfach alles läuft. Da stehe ich früh auf, die Sonne scheint, der Haushalt geht leicht von der Hand, ich handle den Kindern gegenüber pädagogisch wertvoll und schaffe es sogar, ein spezielles Projekt anzugehen und überhaupt ist die ganze Welt konfettibunt und schön.

Ein Satz. Das war EIN Satz! o.O

Warum das so ist?
Keine Ahnung. Ich kann keinerlei Zusammenhang feststellen.
Dass es so ist, habe ich vor einer Weile tatsächlich akzeptiert und deshalb komme ich durch die weniger schönen Tage ganz gut durch denn ich weiß, dass es auch wieder ganz anders sein kann. Vielleicht morgen schon.

Manchmal ist es sehr nervig ich zu sein.
Aber aussuchen kann ich mir das ja nun leider nicht…

Tagebuchbloggen, 20.2.2021

Der Tag startet wie immer damit, dass die Jungs (zuerst der Mittlere, dann der Jüngste) zu mir ins Bett gekrochen kommen. An Schlafen ist dann nicht mehr zu denken, ich döse nur ein Bißchen vor mich hin. Während der Jüngste nochmal einschläft, fängt der Mittlere an zu Zappeln und zu quatschen und ich stehe dann auch endlich auf.  Der Tag soll ja wunderbar frühlingshaft werden, ich will in den Garten!

Aber zuerst gibt es ein Pancake-Frühstück.


 

Als die Küche von den Frühstücksresten befreit ist, mache ich mir eine Kaffe und schlüpfe in meine heißbeliebten Wintergummistiefeln <3 Fertig für den Garten.

 

Ich sage den Schafen auf dem Nachbargrundstück Guten Morgen. Ich liebe den Anblick.

Der Mann ist heute auch direkt fleißig. Er hat die Säge aufgebaut und sägt und hobelt und schraubt den ganzen Tag. Er baut uns einen tollen Kleiderschrank auf den Dachboden, damit wir da schnellstmöglich einziehen können.

 

Ich bearbeite meine zwei Komposthaufe. Schichte um, siebe und bringe die Erde (da ist viel gekaufte vom letzten Mal dabei und leider sehr wenig entstandener Humus) zu den Hochbeeten und fülle eins damit auf.

In der Sonne ist es richtig warm. Das Arbeiten in dieser Frühlingsatmosphäre macht mich sehr glücklich.

Die Jungs spielen auch ein wenig draußen, was mich sehr freut, waren sie doch irgendwie monatelang nicht im Garten und sowieso viel zu wenig draußen. Ich hoffe, das kriegen wir wieder mal anders hin.

Leider hält das Spiel nicht lange an. Sie streiten zwar nicht so schlimm wie gestern als sie kurz draußen waren, finden aber kein gemeinsames Spiel, sind schnell gelangweilt und der Jüngste kriegt einen Anfall, weil der Mann sägt und es ihm zu laut ist. Er will wieder rein. Sie gehen also wieder an den Legotisch und bleiben dort den Rest des Tages… *seufz*

Aus Spätzle, viel Sahne und viel Käse, gibt es heute also ein ganz leichtes Mittagessen. Ich habe vorher noch nie Käsespätzle gemacht und diese Version aus dem Ofen funktioniert echt super easy. Ich hatte erst Angst, dass es für uns nicht reicht, aber durch den hohen Fettgehalt macht es unglaublich satt und reicht auch noch fürs Abendessen.

(genaues Rezept: 500 g trockene Spätzle in eine Auflaufform, 700ml Wasser dazu, 200 g geriebener Emmentaler und 200 g geriebener Bergkäse unterrühren (etwas Käse zurück behalten), etwas Salz und Pfeffer noch dazu und Röstzwiebeln, wenn man mag (die Tochter verabscheut Zwiebeln, deshalb ließ ich sie weg und stellte sie später nur auf den Tisch und jeder der mochte tat sie sich auf den Teller dazu) und dann den zurückgehaltenen Käse obendrüber streuen; mit Deckel ca. 35 Minuten in den Ofen, dann nochmal ca. 15 Minuten bzw. bis es lecker aussieht, überbacken)

Während die Käsespätzle im Ofen sind, tausche ich die weißen Vorhänge and der Haustür gegen die neuen mit Libellen. Ich wollte keinen neuen Stoff kaufen und hab welche aus dem passendsten genäht den ich hatte und der reicht. Sieht auch schön aus so. :-)

 

Nach dem Essen bleibe ich auch eine Weile drin und setze mich an meine Beetplanung. Das ist ja eine kleine Wissenschaft für sich, wenn man Fruchtfolge beachten will und welche Gemüsesorten zueinander passen.
Ich habe nun einen groben Plan und eigentlich viel zu wenig Platz und sowieso viel zu wenig Sonnenstunden in meinem Garten. Aber ich hoffe, es gibt dennoch eine schöne kleine Ernte. Es macht einfach solchen Spaß.

Nach der Planung gehts ans Praktische. Ich habe vor ein paar Tagen schon Möhrensamen in einem Glas etwas vorkeimen lassen und nun ins Hochbeet gesät. Ein paar Radieschensamen auch.

Es wird dann recht schnell auch kühl im Garten. Der Mann ist noch fleißig am Sägen und läuft ständig zwischen Keller, Garten und Dachboden hin und her. Schade, dass er keine Uhr mit Schrittzähler trägt, da ist heute ordentlich was zusammen gekommen. Bei mir waren es ja schon über 15.000 Schritte (endlich mal wieder, das habe ich letztes Jahr täglich mindestens geschafft, über die kühlen Monate aber überhaupt nicht mehr).

Ich räume noch so ein Bißchen von A nach B und irgendwann ist es Zeit für den Filmabend mit den Kindern.
Erst gibt es noch die Logo-Nachrichten und einen Snackteller (sonst gibt es am Filmabend immer Süßigkeiten und Chips, diese Woche war das alles schon leer und extra einkaufen dafür wollten wir nicht).

Der Mann ist weiter mit dem Schrank beschäftigt, deshalb schaue ich allein mit den Kindern. Erst habe ich gar keine Lust, aber der Film (Die Schlümpfe – das verlorene Dorf) ist wirklich unglaublich lustig, die Kinder lachen sich kaputt (und weinen auch am Ende ein wenig vor Rührung) und auch ich finde ihn richtig zum Lachen.

Nach dem Film leiern sie mir noch zwei Folgen einer Serie ab, danach geht es aber recht stressfrei ins Bett und sie schlafen schnell.

Der Mann beendet auch seine Arbeiten und wir gehen direkt hoch ins Bett. Wir schauen die letzte Folge unserer aktuellen Serie „How to get away with murder“! Sehr krasse Serie, teilweise zwar extrem unrealistisch aber wie liebten die Spannung und die falschen Fährten die immer für den Zuschauer gelegt wurden. Alles in allem eine tolle Serie, sehr modern aber leider kann man sie nicht unbedingt nochmal schauen, weil die Spannung ja dann weg ist. Wir hatten es tatsächlich geschafft uns überhaupt nicht vorher zu spoilern und alles war eine Überraschung.

Es wäre sehr viel beruhigender…

wenn es zwischen all dem Geschrei, dem Gestreite, dem Nicht-Gönnen, dem Ärgern, dem Kloppen, den arroganten Tönen, den Bevormundungen, den Beschuldigungen, dem Diskutieren, dem ErpressenDrohenBestechen, den ins Leere laufenden Ermahnungen, dem nicht Zuhören, dem nicht Einsehen, der Rücksichtslosigkeit, der fehlenden Empathie, der Planlosigkeit, den fehlenden Strukturen und noch all dem anderen Blöden was hier tagtäglich aufläuft,
viel mehr Momente geben würde in denen ich denke „Ach ja, die sind doch toll, wir machen schon alles richtig so und die werden zu großartigen Menschen heranwachsen“ gäbe.

Gibt es aber nicht. Diese Momente sind selten bis gar nicht vorhanden.

Und das schlaucht mich emotional wie nichts anderes und macht mich unendlich traurig.

 

Raus für heute.

#Terrassenkaffee am 19.2.2021

Den #Terrassenkaffe habe ich vor einiger Zeit drüben bei den Instant-Fotos angefangen und es gefällt mir sehr gut einen eigenen kleinen Hashtag zu haben. :-) Nun ja, ich stellte mittlerweile fest, dass auch andere einen Terrassenkaffee pflegen, aber das macht ja nichts.

Ich knippste also mein Foto.

Noch etwas frisch da draußen aber doch frühlingshaft. Es ist gleich halb elf und meine Leistungskurve beginnt schon wieder zu fallen. Ich bin so ein Morgenmensch! Obwohl ich gerade auch nicht sooo leichtfüßig aus dem Bett springe und gern bis sieben/halb acht noch schnuffle. Das Zeitfenster des Schaffens ist also recht knapp und wenn ich jetzt nicht aufpasse und weiter mache, wars das mit mir und dem Tag heute. Ein Bißchen Jammern auf hohem Niveau, ich weiß.

Ein Bißchen was war ja heute auch schon los:
Direkt nach dem Aufstehen habe ich schon die wilden Söhne angedonnert und getrennt, die Küche aufgeräumt (ich schaffe das abends einfach nicht) und mit dem Mittleren die heutigen Schulaufgaben angefangen. Das Schlimmste hatten wir schon geschafft bevor er um 9 Uhr seine Videostunde mit der Lehrerin hatte.
Der Mann verabschiedete sich zum Bürotag außer Haus, die Tochter schaffte es schon sich äußerst pubertär zu verhalten und mich anzugiften (ich komme damit wirklich sehr schwer zurecht gerade) und da ich a) Schokolade nicht im Haus habe und b) bis Ostern Alkohol faste und der auch vormittags um zehn nicht unbedingt passend ist, lenkte ich meine Frustenergie in die Vorbereitungen des Mittagessens.
In der letzten Gemüsekiste war ein Blumenkohl und zufällig stieß ich auf dieses Rezept und hoffe, dass er so gut schmeckt und auch von den Kindern gegessen wird. Die erste Kostprobe meinerseits entschied: noch zu unwürzig. Aber ansonsten ist das Prinzip schon mal nicht schlecht und lässt sich sicher auch auf anderes Gemüse anwenden.
Auf ein anderes Blech legte ich noch, äußerst ansehnliche, Rote Beete-Scheiben.
Ich mag Rote Beete tatsächlich sehr. Am Liebsten sogar roh. Diese hier bekrümelte ich noch mit reichlich Fetakäse und beträufelte sie mit Öl und schob sie auch in den Ofen.
Warum ich nun also schon vor elf Uhr das Mittagessen fertig habe, liegt eigentlich an dem Brot dass ebenfalls gebacken werden musste und ich den Ofen nicht dreimal anschmeißen wollte. Dieses ist es heute geworden. Vorgestern angefangen, gestern den Teig brav gehegt und gepflegt und gefaltet und gezogen und nach einem kühlen Schläfchen über Nacht wurde es gerade gebacken. Aussehen tut es schon mal sehr sehr gut.
Der Terrassenkaffee ist nun alle, in der Küche gibts grad nichts mehr zu brutzeln (dafür gäbe es genug zu fegen) und ich sollte mich nun intensiv noch dem Wohnzimmer widmen. Die Sonne scheint, was wunderbar ist, aber sie entlarvt jeden einzelnen Staubkorn, jede Spinnwebe und jede Schliere an den Fenstern. Ich weiß auch sehr gut ohne Sonne, dass die da sind, trotzdem. Ich schwinge nun also Besen, Staubwedel, Staubsauger und die Füße und bleibe hoffentlich von mies gelaunten Kindern (es gibt zwei Kandidaten die diese von morgens bis abends sehr gut praktizieren können) verschont und freue mich nachher über ein etwas weniger schmutziges Wohnzimmer. Und wenn ich ganz übermütig werde, dann nehme ich mir auch noch den Flur vor.

dies das Ananas

Würde ich regelmäßiger bloggen, gäbe es viel mehr kleine Einträge zu einem Thema.
Wenn die zeitlichen Abstände der Artikel aber so groß sind, werden es ja immer nur Schnipselgeschichten.
Irgendwie doof. Aber so richtig krieg ich das Geblogge nicht routiniert. Wie auch sonst nichts im Alltag.
Außer der Nudelmontag. Der ist fest und bleibt fest. Anker im Alltag. So wichtig, ne?

Draußen ist noch immer Pandemie. Deshalb lernt die Tochter noch immer fleißig am Tablet zu Hause von etwa 8 bis 13 Uhr. Das ändert sich auch in absehbarer Zeit noch nicht.

Der Sohn dagegen wird ab nächster Woche wieder Präsenzunterricht haben. Eine Wahl gibt es nicht. Er wird immer abwechselnd einen Tag zu Hause sein und einen Tag in der Schule. Mit der halben Klasse, Abstand und medizinischer Maske den ganzen Schultag. Ich hätte ihn lieber weiterhin zu Hause aber wie gesagt, eine Wahl gibt es nicht.

Der Jüngste bleibt mindestens so lange zu Hause wie auch nur eins der Schulkinder nicht täglich in die Schule fährt.

Heute und morgen sind hier Faschingsferien. Wir haben Luftschlangen gepustet, alberne Musik gehört und das Haus riecht nach Frittierfett, denn natürlich muss ich Kreppl-Pfannkuchen machen. Weil ich das so will. Es stinkt, es ist zu fettig und es ist einem schlecht danach. Das alles verdränge ich bis nächstes Jahr wieder und bin dann wieder voll euphorisch und traditionsfreudig.

Wetter haben wir auch. Die Minusgrade sind nicht mehr im zweistelligen Bereich wie noch letzte Woche aber es scheint auch nicht die Sonne und heute gab es fiesen Hagel-Eisregen. Heute ist der 15. Februar. Es darf jetzt von mir aus Frühling werden. Muss aber auch nicht. Zwei Wochen Winter sind auch noch völlig O.K. . Aber ab März dann, ja?

Die Gartenfinger jucken nämlich schon wieder ganz ganz doll. Ich stöbere mich durch Gartenvideos und –artikel und haben für ein halbes Vermögen Saatgut bestellt. Ich plane zwei weitere Beete anzulegen und den vergessenen Balkon und die Küchenterrasse mit einzubeziehen. Ich träume von reichen Ernten und vergesse die Rückschläge der letzten Jahre. Es stecken sogar schon ein paar Samen in Anziehtöpfchen. Ich freu mich wirklich aufs Gartenjahr. <3

Ansonsten nichts Neues von hier.  Der übliche Struggle mit den üblichen Themen. Nix wird besser, aber auch nicht schlimmer. Jedenfalls erstmal. Ändert sich ja immer alles wieder mal…

Genug Geschnippselt.

Liest hier eigentlich IRGENDJEMAND mit?

Dann gern mal ein kurzes Piep in den Kommentaren :-)

Fernunterricht, Homeoffice und der ganze Rest

Ich lese so viel jeden Tag in den Sozialen Netzwerken von Eltern über die momentane Situation mit ihren Kindern und den Schulen.

Fast immer läuft es nicht so gut, die Eltern sind gestresst, frustriert und hassen das ganze System.

Ich lese es und es macht mich traurig dass es woander so läuft und ich frage mich, warum wir nur solches verdammtes Glück mit allem haben.

Bei uns läuft das mit den Kindern nämlich eigentlich ziemlich easy. *dreimalaufHolzklopf*

Die Tochter, 5. Klasse, sitzt um 8 Uhr vor ihrem, von der Schule gestellten, Tablet und hat Unterricht nach ihrem normalen Stundenplan. Die Fachlehrer eröffnen den Videochat, erklären einiges, die Kinder können sich melden etc. und sie bekommen Aufgaben die sie dann bearbeiten während der Lehrer weiter online ist. Nach der regulären Zeit beendet der Lehrer die Stunde, es sind Pausen wie sie auch normalerweise an der Schule wären und die nächste Stunde beginnt. Sie haben alle Fächer genau so wie immer. Sogar Sport und Kunst. Im Kunstunterricht malen sie am Tablet, in Sport schickt der Lehrer Tanzvideos und sie sollen die Choreografien üben. Die Tochter macht das auch fleißig und immer wenn ich von oben Getrappel höre, weiß ich, sie hat wieder Sport. Es werden auch genau so Hausaufgaben verteilt wie immer. Wir Eltern haben damit den ganzen Vormittag rein gar nichts zu tun. Genau so, als wäre sie in der Schule. Nach dem Mittagessen macht sie ihre Aufgaben fertig und braucht nur manchmal Hilfe. Ich unterhalte mich später mit ihr über den Tag und wie es läuft und ob sie irgendetwas braucht. Sie ist glücklich und zufrieden, chattet zwischendurch mit ihrer Freundin aus der Grundschule, die leider nur in der Parrallelklasse ist und alles ist eigentlich gut. Sie ist ein tolles Mädchen und ich staune zur Zeit, wie verantwortungsbewusst und fleißig sie ist. <3

Der Mittlere ist in der 2. Klasse. Schon vor dem Fernunterricht hat seine Klassenlehrerin mit Wochenplänen gearbeitet und genau so läuft es auch weiterhin. Er hat einen Zettel der aufgeteilt ist in Deutsch und Mathe (und Sachkunde, aber eher wenig) und in drei Spalten „Leicht“, „mittel“ und „schwer“. Und es gibt eine Spalte für Hausaufgaben, jeweils eine täglich in Deutsch und Mathe. Die Hausaufgaben sind für die Wochentage fest gelegt. Die leichten und mittleren Aufgaben des Wochenplans, sollen sie im Laufe der Woche bearbeiten. Die schweren sind für Kinder, die halt schneller fertig sind. Bisher hat der Mittlere diese Aufgaben noch nie angerührt, weil wir froh waren, wenn er das normale Pensum der Woche schafft. So war es jedenfalls bisher beim Unterricht in der Schule. Durch die Klassensituation, hatte er kaum die Möglichkeit voran zu kommen. Jetzt zu Hause, geht es viel schneller. An den Tagen an denen der Mann da ist, sitzen sie nebeneinander in meinem Arbeitszimmer, der Sohn macht seine Aufgaben und der Mann schaut mal drauf und animiert zum Weitermachen, wenn es plötzlich spannender wird den Radiergummi zu schnitzen. An den Tagen an denen ich da bin, wusle ich gleich nebenan in Sicht- und Hörweite herum und bin immer da.
Einmal am Vormittag hat er einen Videochat mit seiner Lehrerin und 4 anderen Klassenkameraden. Sie hat mehrere Gruppen mit jeweils 5 Kindern gebildet mit denen sie nacheinander jeweils für 30-60 Minuten Unterricht macht. Das ist immer sehr niedlich. :-) In der Zeit ist er allein im Zimmer und die Tür ist zu.
Nach dem Mittagessen machen wir dann meistens die Hausaufgaben für den Tag.
In dieser Woche ist er schon total weit und kann schon morgen, am Donnerstag, die schweren Aufgaben anfangen. :-)

Und der Jüngste? Der ist natürlich auch zu Hause. Und es funktioniert gut, dass er, während die Großen Schule machen, im Kinderzimmer Hörspiele hört und dabei Lego baut. Er kommt nur alle naselang mal und verlang nach Snacks. :-) Er ist da zum Glück sehr pflegeleicht. Da er sich aber auch oft mit seinem Bruder streitet wenn sie zusammen im Zimmer sind, genießt er wohl mal die ruhige Zeit allein am Legotisch.

Montags habe ich frei und der Mann fährt ins Büro (wo er allein ist)
Dienstag und Mittwoch macht er Homeoffice und ich fahre bis 12 Uhr ins Büro. Er kann schon in dieser Zeit arbeiten, aber natürlich nicht so intensiv. Das macht er dann, wenn ich nach Hause komme. Da sucht er sich dann eine ruhige Ecke. Etwa 16/17 Uhr macht er dann Feierabend.
Bisher bin ich Donnerstags auch immer ins Büro gefahren, schließlich arbeite ich drei Tage pro Woche.
Ab dieser Woche werde ich Donnerstags aber Homeoffice machen und der Mann fährt da nochmal ins Büro. Freitags, wenn ich wieder frei habe, kann er nicht fahren, weil da die Kollegin ihren Büro-Büro-Tag hat :-)
Da gerade nicht soviel zu tun ist und ich nicht vor Ort sein muss, geht das gut.
Die Herausforderung wird sein, dass ich zu Hause wirklich arbeite und nicht den Haushalt mache.

Ja, so läuft das bei uns. Es ist leicht und das ist mir auch bewusst und ich bin undendlich dankbar.
Wir haben Glück mit unseren flexiblen Jobs, wir haben Glück mit den Schulen die das sehr gut machen, wir haben Glück mit unseren tollen Kindern die so gut mitziehen, wir haben Glück mit unserer Gesamtsituation, dass uns das Isolieren kaum etwas ausmacht, weil es vorher nicht viel anders war.

Ich empfinde es sogar viel stressfreier die Kinder zu Hause zu haben, als täglich jemanden irgendwohin zu fahren und abzuholen.

Aber mir ist absolut klar, dass wir sehr gesegnet sind mit allem und dass es anderen Familien extrem schlecht geht. Ich hoffe, dass es für diese bald wieder besser wird.

12 von 12 im Januar 2021

Am 12. eines jeden Monats macht man, wenn man mag, 12 Fotos seines Alltags und zeigt sie im Blog oder auf Instagram oder was weiß ich wo. Ein Projekt von Caro.

Es ist Dienstag und somit der erster meiner drei Bürotage in der Woche. Es fiel mir schwer das warme Bett und mein ZuHause zu verlassen und in die kalte Dunkelheit zu gehen, aber es muss ja. Fünf Stunden komplett allein sind ja auch nicht so übel. :-)

Leckere Kaubonbons liegen im Büro rum und ich kann nicht widerstehen. *seufz* Ob ich das mit der Diät und dem Sport jemals wieder hin kriege? Meine tolle Figur von vor einem Jahr ist wieder dahin. *heul*

 

Kurz nach 12 bin ich wieder zu Hause und fange an das Mittagessen vorzubereiten. Gemischtes Ofengemüse.


Als es gestern so richtig kalt war, haben wir Eisbilder vorbereitet, weil wir dachten, es bleibt so. Leider waren heute Morgen Plusgrade und es regnete :-(

Es trudeln mehrere Pakete ein. (nicht nur die zwei) So ist das immer in der Geburtstagszeit. :-) Der Mittlere wird diesen Monat noch unglaubliche 8 Jahre alt!

 


Es ist ein unglaublich ruhiger Nachmittag. Seit Tagen geplant und jetzt doch eher zufällig und spontan, treffen der Mann und ich mich in meinem Zimmer und machen die grobe Finanzplanung für dieses Jahr. Ich staune immer, wie organisiert er bei dem Thema ist, dass er genau weiß was er wo hat und da auch echt gut drin ist.
Wir beschließen, ab jetzt intensiv und bewusst fürs neue Dach inklusive Ausbau zu sparen. Wir könnten das in unter 2 Jahren schaffen. Ich sitze danach noch und erstelle meine monatlichen Finanztabellen neu. Was ich mir verbieten muss, sind diese Schnuddeleinkäufe von Kleinkram den man eigentlich gar nicht braucht. Gut, dass wir das erst am Nachmittag beschließen, vormittags hatte ich da nämlich noch spontan was im Warenkorb *hust*

 


Ich schaffe es endlich die Winterdeko aufzustellen. Die hübschen Eiswindlichter machen wir jedes Jahr. Damals hab ich das das erste Mal bei der lieben Frische Brise gesehen. Und mittlerweile kursiert es an vielen Stellen. :-)


Meine reguläre Tasche die ich immer zusätzlich mit auf die Arbeit nehme und in der ich meine Kalender und mein Klemmbrett usw. transportiere, muss in die Wäsche. Eine Mandarine ist offenbar vor Weihnachten darin gestorben. (R.I.P.) Ich finde diese süße Tasche als Ersatz. Häschen!!!


Irgendwann ist es Zeit für die Einschlafbegleitung. Ich liege beim Jüngsten im Bett und lese und kuschle. Die Bettgehzeit, also bevor wir endlich im Kuschelmodus sind, ist mit den Jungs immer sehr anstrengend. Wir brauchen da unbedingt eine andere Lösung, ein Konzept. Es macht so gerade keinen Spaß.

Ich nicke bei den Jungs mit ein und erwache übellaunig und verfroren. So ist das immer. Ich mache mir eine Wärmflasche (die ist so schön, oder? Hat eine Freundin mal selbst für mich genäht und bestickt) und auch bettfertig.

Der Mann und ich kuscheln uns ins Bett und wollen Lupin weiter schauen. Es ist ganz O.K., aber so richtig catcht es mich nicht. Es spielen gar keine bärtigen Männer mit. Ich vermisse Vikings ziemlich…

           Kurz nach dem Start lässt uns das Internet im Stich. Der Mann fummelt überall rum und als es endlich wieder geht, schlafe ich aber schon so halb und habe keine Lust mehr zu schauen.

Tagebuchbloggen – 8. Januar 2021

Freitag.
Ich liebe Freitage.
Ich wachte (so richtig) etwa viertel nach sieben auf (wie immer eingequetscht zwischen den Söhnen) und stand auch direkt auf. Ich war herrlich ausgeschlafen.
Trotzdem es draußen noch stockdunkel war, war ich hochmotiviert und voller Elan.

Anziehen, fertig machen, Tochter wecken und schon mal anfangen rum zu wuseln.

Relativ gleich begann ich auch einen Hefeteig anzurühren. Heute sollte es süßes Mittagessen geben. Gibt es selten, mag ich auch nicht so (ich bin ein absoluter Süßschnabel, aber zum Mittagessen, muss es irgendwie herzhaft sein) aber das musste heute sein :-)

Nebenher begann ich das Wohnzimmer aufzuräumen. Der Mann stand so etwa halb neun auf, die Tochter saß brav um acht beim Videounterricht und die Jungs spielten und bauten Lego. Der Mittlere hat diese Woche immer erst um 9:45 Uhr seinen Videounterricht (nur eine Stunde am Tag) und ich beschloss, ihn vorher nicht mit den Aufgaben zu nerven. Er kam aber auch von selbst ständig um zu fragen, wie lange es noch sei bis es anfängt. Hätte ich verlangt, dass er um acht an den Aufgaben sitzt, hätte er sich nicht selbst bemüht. Es war perfekt so. Als es Zeit war, kam er runter, hatte seinen Videochat mit Lehrerin und vier weiteren Kindern und machte danach die noch übrig gebliebenen Aufgaben vom Wochenplan. Das lief klasse.

Zwischendurch machte ich ein Foto aus dem Schlafzimmerfenster von unserer Kastanie.

Ich hab mir vorgenommen, jede Woche ein Bild zu machen denn ich liebe es sehr den Kastanienbaum durchs Jahr zu beobachten. :-)

Ich machte mein #Terrassenkaffee bzw. #Terrassentee -Bild. Schon mit Hausputzschuhen an. Es macht echt einen Unterschied ob man mit Schlappen durchs Haus schlurft oder mit festem Schuhwerk.

Ich putzte das kleine Bad und mistete den kleinen Schrank der dort steht aus. Das Wohnzimmer wurde auch gesaugt und ich wischte Staub (war mehr als nötig. *hust*)

Der Hefeteig gelang, ich bastelte einen Dampfaufsatz über einen Topf und formte Hefeklöße Dampfnudeln. Ein wunderbares Rezept, ganz viel Liebe dabei und unendlich lecker.

Die Jungs und ich aßen (meine Diätausnahme diese Woche), sie vergingen fast vor Leckerheit :-) und währenddessen hörten wir die Tochter oben beim Video-Sportunterricht. :-D Sie tanzten wohl alle. Das war ja dann genau ihr Ding.

Die Jungs verkrümelten sich wieder, die Tochter kam zum Essen und ich aktualisierte schnell die Homepage unserer Bücherei. Ein klitzeklitzekleiner Job den ich übernommen habe.

Kein Kind war bereit mit raus zu kommen, deshalb zog ich die geliebten Matsch-Stiefel an und drehte eine große Runde Richtung Nierstein und über die Weinberge zurück.

Das war sehr kalt und nass, tat aber trotzdem gut.

Das Haus stand noch als ich zurück kam und ich wärmte mich mit einem Kaffee etwas auf und nahm mir meinen neuen bzw. überhaupt ersten, Geburtstagskalender zur Hand und trug sämtliche Geburtstage von Freunden, Bekannten und Verwandten ein.

{13.1.2021 Ich hab den Beitrag hier abgebrochen und gespeichert und dann total vergessen. Jetzt krieg ich es nicht mehr zusammen, aber lasse ihn einfach so :-) }

 

Tagebuchbloggen – 7. Januar 2021

Donnerstag

Ich schleiche mich morgens im stockdunkeln wieder raus und fahre ins Büro. Einerseits ist es herrlich dort ein paar Stunden
ganz allein zu sein, andererseits wäre ich viel lieber zu Hause und würde da all die tausend Dinge erledigen, die ich auf meiner Liste habe.

Die Tochter videotelefoniert mich zwischendurch an um etwas zu fragen. Heute läuft es viel besser mit dem Unterricht. Das freut mich.

Pünktlich um zwölf mache ich Feierabend.
Die Stimmung ist gut zu Hause, der Sohn hat viel geschafft und ich komme gerade rechtzeitig um der Tochter bei etwas zu helfen und dann ist sie auch schon fertig.

Ich habe gestern nicht vorgekocht und stelle mich jetzt hin und bereite Ofengemüse zu. Das dauert etwas, deshalb dürfen die Jungs schon ihre Tabletspielzeit nutzen.

Neben dem Gemüse, bearbeite ich die zwei Brotteige von gestern weiter und stelle sie zum gehen beiseite.

Endlich können wir essen. Es ist ein ziemlicher Mix. Fächerkartoffeln, gebackener Romanesco, gedünsteter Brokkoloi, ein paar Tomaten, ein winziges Stück Rinderfilet, Algennudeln und ein Rest Suppe von gestern.

Alle werden satt, stellen ihre Teller in die Spülmaschine und ich räume den Rest in der Küche auf. Der Mann geht wieder an die Arbeit, die großen erledigen die letzten Schulaufgaben und der Jüngste geht Lego bauen.

Als ich fertig bin, will ich mit den Kindern wieder auf eine Spazierrunde raus. Der Jüngste ist noch immer im Schlafanzug und so vertieft ins Lego und will auch gar nicht mit. Da es viel stressiger wäre ihn jetzt zum Anziehen und Mitkommen zu bewegen, gehe ich nur mit den beiden Großen eine Runde. Eine gute Stunde sind wir unterwegs, es ist matschig, kalt und nieselt. Am Ende friere ich sehr und bin froh, als wir wieder zu Hause sind.

Da die Süßigkeiten vom Wocheneinkauf leer sind, hab ich den Kindern versprochen, selbst Schokolade zu machen. Wir schmelzen Kuvertüre, die sich noch im Backschrank fand, und etwas dunkle Schokolade, gießen sie auf ein Backpapier und die Kinder toben sich dann mit der Streuselkiste aus. Wir stellen die Schokolade in den Wintergarten zum Abkühlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischendurch sind auch meine Brote im Ofen. Eine kleine Ladung Wäsche haben wir abgenommen und gefaltet und der Mann hat die neue aufgehangen.

Die Weißbrote sehen toll aus. Leider fällt mir beim Anschneiden auf, dass ich das Salz vergessen habe. Ich merke dann, dass der Ausdruck des Rezepts so doof war und ich es schlicht überlesen habe. Es lässt sich trotzdem gut mit Aufstrich oder Belag essen und ich werde es nochmal backen. Dann mit Salz.

Das Roggenbrot ist wieder richtig toll geworden. Ich war vom Ersten schon so begeistert, weil es einfach tagelang frisch und weich blieb und einfach gut schmeckte. So ein

Brot wollte ich immer.  Die Hälfte vom Roggenbrot und einen Laib der Weißbrote friere ich ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kinder essen zwischendurch getrennt jeder schnell ein Brot zum Abendbrot. Der Mann nascht sich an den Resten vom Mittagessen durch den Abend. Für mich fällt Abendbrot zur Zeit aus :-)

Die Tochter macht noch ihre letzte kleine Englisch-Hausaufgabe. Wir helfen ihr ein klein wenig. Es macht sehr viel Spaß mit ihr Englisch zu lernen und sie ist auch interessiert.

Wir schauen Logo-Nachrichten. Der Mittlere bleibt heute beim Papa unten und spielt mit ihm eine Partie Schach. Ich gehe mit dem Jüngsten hoch und er entscheidet sich für ein Pferde-Sachbuch zum Vorlesen.

Der Mittlere kommt zu uns und will auch mit beim Bruder im Bett schlafen. Wir liegen da also ziemlich gequetscht zu dritt und es dauert aber nicht lang, bis die Jungs schlafen.

Da ist es 21:00 Uhr.

Ich bringe die Küche in Ordung. Etwas, was ich mir verstärkt angewöhnen will. Normalerweise bin ich nach der Einschlafbegleitung platt und müde und fasse nichts mehr an. Die Küche bleibt dann immer ein Schlachtfeld bis morgens, wo ich mich dann ärgere. Seit ein paar Tagen bemühe ich mich und raffe mich auf, abends noch Ordnung zu schaffen. Und dieses Gefühl am Morgen, in eine aufgeräumte, saubere Küche zu kommen,  ist schon toll. Ich hoffe, ich kann mir diese Routine richtig angewöhnen.

Der Mann und ich treffen uns dann auf der Couch und sehr wehmütig starten wir die letzten beiden Folgen „Vikings“.
Auch wenn die Serie ab der vierten Staffel etwas komisch und einfach „anders“ wurde und ich die ersten drei Staffeln viel besser fand; gefällt uns das Ende der Serie eigentlich ganz gut. Das ist schon alles klasse gedreht. Die Serie hat mich allgemein ziemlich stark beeindruckt und mir ganz viel zu denken gegeben und beeinflusst. Wirklich wirklich krass. Besonders zum Thema Glauben habe ich ziemliche Erkenntnis erlangt. Spannend. Ich würde nun am Liebsten wieder von vorn anfangen. :-) Aber mal sehen, ob wir eine andere schöne Serie finden. Jemand eine Empfehlung?

Danach ist es halb zwölf und wir kuscheln uns ins Bett. Ich war so schlau, mir vorher eine Wärmflasche hinein gelegt zu haben. Ich friere nachts immer erbärmlich und trage schon richtig viele Klamotten. Meine Decke ist einfach zu dünn.

Ich schlafe gut, die Jungs liegen irgendwann wieder rechts und links in meinem Arm und kuscheln. :-)