Tagebuchbloggen 6. Januar 2021

Gestern schon meinen Tag verbloggt, heute nun schon wieder.
Eine Gewohnheit wird das sicher nicht, aber so lange es Spaß macht und möglich ist :)

Heute fiel es mir leicht früh aufzustehen. Die Jungs schliefen noch und ich konnte mich gut weg schleichen. Draußen, nass-kaltes Wetter.

Ich parkte noch vorm Büro ein, da rief die Potsdam-Freundin schon wieder an. Heute hatten wir länger Zeit zum Quatschen und sie erzählte und erzählte und wir regten uns gemeinsam über ziemlich dumme Menschen auf.

Ich erledigte eine wichtige Sache, packte dann alle Leergutkästen zusammen und fuhr zum örtlichen Getränkemarkt Wasser kaufen. (wir haben im Büro kein Waschbecken und im kleinen Klo auf dem Gang nur ein Mini-Waschbecken mit zweifelhaftem Wasser; deshalb wird immer stilles Wasser für Kaffee und Tee gekauft)

Zwischendurch fragte ich beim Mann nach, wie es zu Hause aussieht.

Alles nur Spaß. Alle Kinder natürlich zu Hause. ;-) Homeshooling-Witzchen können wir gut.

Ich arbeitet ein Bißchen vor mich hin. Gegen elf telefonierte ich mit dem Mann und der erzählte mir, dass die Tochter den Videounterricht abgebrochen hat, weil sie starke Kopfschmerzen hat und dann lief auch so einige schief, sie verstand was nicht und hatte einen kleinen, emotionalen Zusammenbruch.

Das veranlasste mich etwas früher Feierabend zu machen und nach Hause zu fahren.

Dort schien erst einmal alles wieder ganz gut zu sein. Die Tochter lachte schon wieder, wir planten den Nachmittag und ich machte die vorgekochte Suppe warm.

Diese schmeckte, sehr zu meiner Überraschung, von den Kindern nur dem Jüngsten. Er verputzte einen großen Teller und war sehr zufrieden.

Danach zogen wir uns an und ich ging mit den Kindern eine große Runde bis zum Spielplatz.

 

Auf dem Weg nahm ich mir die beiden Großen einzeln beiseite und wir besprachen, wie das mit der Schule heute lief und was noch zu tun ist.

Die Kinder tobten ein Bißchen, ich stapfte, mit den weltbesten Stiefeln für den rheinhessischen Winter, hin und her um in Bewegung zu bleiben.

Irgendwann merkte ich, dass jede Minute länger die Stimmung kippen würde, außerdem wurde mir kalt. Also Rückweg. Wir kamen gut durchgekühlt mit Frischluft gefüllt zu Hause, in der schon geheizten Stube an. Der Jüngste durfte ans Tablet, der Mittlere an seine Hausaufgaben und ich nahm mich mit der Tochter den Problemen des Vormittags an.

 

Der Mittlere arbeitete ungewohnt schnell und ohne Unterbrechung und sich ablenken zu lassen. War es die Uhrzeit? War es die frische Luft vorher? Man weiß es nicht. Er und ich freuten sich jedenfalls sehr und dann war seine Tabletspielzeit dran.

Die Tochter fing wieder an zu verzweifeln, wir schrieben der Lehrerin, bekamen Antwort, schrieben noch mal. Es war wirklich etwas verzwickt. Wir ließen es dann erst einmal sein.

Gefühlt jeder hat jede Menge Schnee. Wir haben Regen, Matsch und die ersten Schneeglöckchen kurz vorm Blühen.
Ein großer Wäscheberg wartete auf mich. (auf dem Bild ist nicht alles zu sehen) Statt wie sonst auf dem Fußboden, hatte ich heute mal den großen Esstisch zum Zusammenlegen zur Verfügung. Sehr angenehm.

Der Mann machte Feierabend. Die Jungs gingen in die Badewanne; nur um ihr gebautes Legoschiff schwimmen zu lassen. :-) Mir egal, ich bin um jede Gelegenheit der Reinigung dankbar.

Ich machte die restliche Suppe warm und buk Laugenstangen auf.

Abendessen.  Die Jungs hängen mir eine Maschine Wäsche auf während ich mein Essen fürs Büro und die Kinder-Brotdosen richte.

Logo- Nachrichten für alle (wir schauen immer online die Folge von gestern) und ab mit den Jungs ins Bett. Es dauert noch ein Weilchen eh beide Zähne geputzt haben; zwischendrin die Tochter die es dann sehr schwer trifft, dass die Tablet-Abgabe-Zeit schon da ist.

Ich versuche den Jungs vorzulesen, muss dann aber doch nach nebenan zur Tochter. Dringend. Der Mann übernimmt die Jungs, die dann auch recht bald schlafen.

Ich lege mich zur Tochter und aus einem wütenden Etwas wird ganz schnell ein schluchzendes, verzweifeltes kleines Mädchen, und plötzlich geht es gar nicht mehr um das Abgeben des Tablets. *seufz*

Wir reden, kuscheln und am Ende ist alles etwas heller.

Ich esse noch etwas, mache mich bettfertig und jetzt freu ich mich wieder auf Mann, Bett und die Vikings.

wmdedgt – 5. Januar 2021

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?
Fragt Frau Brüllen an jedem 5. des Monats, der da heute nun ist (das erste Mal 2021) und ich bin mal wieder dabei.

Dienstag, erster Arbeitstag für mich nach der Weihnachstpause. *seufz* Es fällt mir unheimlich schwer aus dem gemütlichen Bett, in dem mich von links der Mann und von rechts die zwei Söhne (die irgendwann wieder heimlich reingeschlichen sind) warm kuscheln, zu steigen und mich fertig zu machen. So früh am Morgen sind die Gedanken immer doof und alles ist dunkel und überhaupt. Bäh.

Ich fahre ins Büro, werde vom Inhalt des Emailpostfachs erschlagen und ignoriere dieses erst einmal. Ich seufze vor mich hin, antworte der Freundin, die schreibt, dass sie gut in Sambia angekommen sind und dann ruft die Potsdam-Freundin an und wir schnacken kurz übers Homeshooling unserer Kinder. (ihr Sohn hat seit gestern schon wieder Schule, meine haben noch Ferien und beginnen erst morgen mit dem Fernunterricht).

Dann raffe ich mich doch auf und fange an Emails abzuarbeiten. Ist dann gar nicht so viel wie es auf den ersten Blick aussah. Hauptsächlich Kalendererinnerungen und Weihnachtsgrüße.

Ich wurschtle so ein Bißchen rum.

Um 11 Uhr breche ich doch das Fasten mit einem Apfel. Kurz vorher hatte ich noch überlegt, vielleicht doch ca. 6 Tage durchzuhalten, aber ein plötzlicher Impuls wollte mich diesen Apfel essen lassen. Kein Hunger, kein Appetit; einfach nur so Lust. Auch gut.
Er schmeckte jedenfalls köstlich und ich hoffe, dass ich es schaffe die nächsten Mahlzeiten so zu gestalten, wie ich es mir vorstelle und nicht in alte Gewohnheiten zu verfallen.

Meinen mitgebrachten Götterquark esse ich später auch noch und er macht mit richtig satt.

Nach ein Bißchen Gebastle an der Firmenwebseite mache ich pünktlich um 12 Uhr Feierabend.

Zu Hause erwarten mich freudig die Kinder, der Mann ist beschäftigt aber die Stimmung ist entspannt.
Ich mache den ohne Bohnen-Kartoffel-Topf warm, den ich gestern Abend vorkochte und der mir aber das erste Mal total misslungen ist. Muss an den Kartoffeln gelegen haben, vermutlich waren es mehligkochende und sonst habe ich immer festkochende (ich achte da eigentlich nie drauf). Jedenfalls sind die Kartoffeln toal zerfallen und zerkocht. Es war eigentlich nur noch Matsch. Vielleicht waren sie auch beleidigt, weil ihre Kumpels, die Bohnen fehlten. Der Jüngste wünschte sich nämlich unseren, von allen geliebten, Bohnen-Kartoffel-Topf; aber bitte ohne Bohnen. Es schmeckte wohl trotzdem ganz gut. Da ich aber viel zu viel gekocht habe, mache ich den Rest in drei große Gläser ein. So richtig im Kochtopf einwecken. Hab ich noch nie gemacht; mal schauen ob das was wird.

Der Mann muss weiter arbeiten und verkrümelt sich ins Schlafzimmer.

Ich muss heute dringend mein Zimmer aufräumen. Der Sohn soll dort morgen mit dem Fernunterricht starten. Und es ist sowieso nötig. Wie gefühlt alle zwei Wochen. (dieser Raum zieht Chaos magisch an!!)

Ich prokastiniere (das Wort habe ich zum ersten Mal 2013 bei Twitter gehört; werd ich nie vergessen) und lese mich durch Twitter und Instagram, reiche Snacks, schlichte Streit, etc.

Wäsche von gestern wird aufgehangen und eine neue angemacht. Die Söhne rennen die ganze Zeit in meiner Nähe umher, toben, sind laut … dann tanzen sie. Der Mittlere elegant mit langem Stock. Es dauert nicht lang und der Jüngste hat ihn am Kopf. Tanzrunde vorbei.

 

Ich finde die vier Paar Stiefel in der Dusche die ich gestern nach unserem Spaziergang im Matschewetter eigentlich direkt abbrausen wollte und dann wohl doch vergessen habe. Naja, nun ist der Schlamm fest. Abduschen geht trotzdem noch ganz gut.

Um 14:31 Uhr stürmt die Tochter die Treppe hinunter. Ich hab ihr gesagt, dass ich 14:30 Uhr mit ihr losfahre.
Als sie den Bücherstapel den sie zu Weihnachten bekam ausgelesen hatte, reichte ich ihr noch ein Buch nach, dass ich noch im Schrank hatte. Das sollte ursprünglich der Sohn einer Freundin bekommen; ich entschied mich dann aber für ein anderes. Erst mochte sie es nicht anfangen und druckste herum (sie ist da oft wählerisch; wenn Cover und Klappentext nicht gefallen, mag sie es oft nicht mal anlesen) Höflich nahm sie es dann doch an umd 2 Stunden später mit heißen Wangen zu verkünden, dass sie mit dem Buch fertig sein, es total toll war und sie den nächsten Band gern hätte.

Ich bestellte zwei mal zwischen den Jahren einen Band nach, den sie ebenso verschlang. Die nächsten wollte sie selbst bezahlen. Deshalb bestellten wir im Nachbarort im Spielzeug-Schreibwaren-Buchladen vor und sie wartete geduldig bis heute endlich die Nachricht kam, dass die Bücher abholbereit wären. Wir fuhren also los und sehr gut organisiert konnten wir die Bücher im freien, am Nebeneingang des Geschäfts, annehmen.

Auf dem Rückweg, brachte ich mein Weihnachtsgeschenk auf den Weg zurück. :-( Der Jüngste schenkte mir, vööööölllig uneigennützig, eine Eismaschine. Leider stellte sich beim ersten Versuch (bei dem ich sehr euphorisch und vorfreudig war) heraus, dass sie defekt ist. Ich habe mich so geärgert und war echt traurig. Hoffen wir, dass mit der Retoure alles klappt, dann bestellen wir neu. ICH WILL EIS!

Dann konnte ich mich nicht mehr drücken und räumte mein Zimmer fertig auf. Herrje hab ich Krams. Aber ich liebe den auch sehr!

Später dann Abendessen für die Kinder, Küche aufräumen, abwaschen.
Die Kinder schauen mit dem Mann Logo.
Und dann machten wir es heute mal etwas anders und ich ging mit dem Mittleren zuerst ins Bette, während der Jüngste noch beim Mann unten blieb und spielte.
Ich las vor und kuschelte und der Mittlere quatschte mir ein Ohr ab. Aber es tat ihm gut, glaub ich.

Dann kam aber schon der Jüngste und wollte auch mit mir kuscheln und ich wechselte vom oberen ins untere Bett.
Es dauerte dann noch einen Moment, aber dann schliefen beide.

Ich bereitete noch Brotdosen für morgen vor. Auch wenn die Kinder Fernunterricht haben, haben sie so wie gewohnt das zweite Frühstück am Arbeitsplatz.
Für mich rührte ich noch einen Götterquark für morgen an und packte mir alles für die Arbeit zurecht.

Jetzt werde ich noch duschen gehen und dann same procedure as every evening seit einiger Zeit: mit dem Mann im Bett kuscheln und ein-zwei Folgen Vikings schauen. 3>

Fastentag 4 ?

Eigentlich, wollte ich nur einen oder höchstens zwei Tage auf feste Nahrung verzichten.

Am Samstag, 2. Januar, fing ich also an, entledigte mich sämtlicher Inhalte und hatte absolut kein Problem damit, an diesem Tag nichts zu essen, war ich doch einfach irgendwie froh nach der ganzen Völlerei der letzten vielen Wochen.

Tag 2 war doof. Ich erwachte mit Kopfschmerzen, die den ganzen Tag über nicht so recht verschwanden, hatte unheimlich Appetit (der Mann machte Lasagne und ich später für die Kinder Waffeln; das war Folter) und überhaupt war alles doof. Ich freute mich darauf, am nächsten Tag wieder was zu essen.

Und dann erwachte ich gestern, Montag, an Tag 3 und fühlte mich absolut großartig! Kein Hungergefühl, totale Energie und Motivation und alles war toll. Deshalb beschloss ich, mit an diesem Tag auch nur von Tee und Tomatensaft zu ernähren.

Heute ist also Tag 4, an dem ich eigentlich auf alle Fälle wieder essen wollte, auch meinen Apfel und meine Frühstücksmahlzeit dabei habe, aber irgendwie gar keine Lust zum Essen habe und erstmal nur Tee trinke.
Mmmhh, mal sehen. Ich fühle mich auf alle Fälle sehr gut, auch wenn ich mich darauf freue wieder essen.

launisches kleines Ding

So eins bin ich; und damit geh ich mir selbst manchmal tierisch auf die Nerven.

Als ich heute Morgen aufstand, war alles alles alles doof. Der Kopf schmerzte (lag vielleicht an Fastentag 2), ich sah nur Chaos, die Jungs waren laut und wild und quatschig und streitsüchtig (wie seit langem täglich, mehrmals, quasi ununterbrochen) und überhaupt zweifelte ich alles an was ging.

Im Laufe des Tages beruhigte sich das ungute Gefühl und besonders nach der mittelkleinen Spazierrunde mit den beiden großen Kindern,  mit dem Blick auf den Wartturm, der mir immer sehr gut tut, war ich tatsächlich wieder gut gelaunt, euphorisch, in Planungslaune und überhaupt ist doch alles ganz großartig.

Das gebackene Brot war superlecker (trotz fasten und somit nicht kosten, kann ich das allein sehen und fühlen dass es schmeckt; die Familie bestätigte dies) und wird mein neues Lieblingsbrot. (Rezept HIER , Weizenschrot und Weizenvollkornmehl mit einfachem Weizenmehl ausgetauscht, ging auch), die Kinder waren mit Film, Waffeln und Eis auf der Couch beglückt und ich plante ein Bißchen die Woche, schrieb die Einkaufsliste und jetzt fühlt sich alles wieder rund an. Prima!

Papierkram

Ich liebe Kalender. Besonders am Jahresanfang, wenn sie noch ganz frisch und leer sind, ist es doch ein unglaublich tolles Gefühl in ihnen zu blättern und im Geiste schon an die Dinge zu denken, die in den nächsten Monaten so … Weiterlesen

Hätte

ich mir fürs neue Jahr vorgenommen täglich zu bloggen, hätte ich da ja schon kläglich versagt. Schließlich schreiben wir heute schon den 02. Januar 2021.
Dafür hab ich mir alles andere vorgenommen, was man sich eben so vornehmen kann. Mehr hiervon, weniger davon, endlich reich werden, die Kinder besser erziehen und das zu Hause noch schöner machen. Und ein neues Hobby fange ich natürlich auch noch nebenher an. Ach, und allem voran natürlich endlich ordentlicher, organisierter und verantwortungsvoller zu werden. Ha! Kinderspiel!

Das mit dem organisierter werden, daran arbeite ich seit zwei Tagen. Ich bin dabei sämtliche Fotos von 2020 vom Telefon auf den Laptop und von dort auf eine externe Festplatte zu ziehen. Klingt leichter als es ist. Die Technik hat so ihre Tücken und ich schwöre ich werde mich da jetzt monatlich ran setzen und das erledigen; denn Fotos sind für mich absolutes Heiligtum und deshalb möchte ich die gut gesichert und geordnet haben.

Wenn das geschafft ist, arbeite ich mich weiter durch mein Arbeitszimmer. Ich brauche da Ordnung und Platz um Projekte angehen zu können.

So nach und nach wird dann überall entrümpelt. Hoffe ich. Das habe ich nämlich ständig auf der Liste und schaffe es nie. Wir versinken ind Kinderklamotten und Schuhen und ich nehme mir nicht die Zeit sie zu verkaufen oder zu verschenken oder einfach weg zu werfen, wenn es gar nicht anders geht. (ein klein wenig spielt da natürlich auch die Wehmut mit rein; ich hänge sehr an Dingen und die Erinnerungen die da dran geknüpft sind)

Ich schweife schon wieder ab, eigentlich wollte ich nur erzählen, dass wir ganz langweilig ins neue Jahr gestartet sind. Es gab Filme und Snacks, wir schauten alle unsere Monatsvideos die der Mann immer aus den Fotos zusammenstellt. Der Jüngste schlief irgendwann ein, war aber pünktlich ein paar Minuten vor zwölf wieder wach. Die Stimmung war mittelprächtig, zum ausgelassenen Tanzen und Feiern reichte es irgendwie nicht in diesem Jahr. Highlight war ein ganz wunderbares Paket zum Jahresende, das ich mit den Kindern auspacken durfte. Soviel Liebe! <3

Bis Mitternacht hatte ich es nirgends auch nur einmal knallen hören. Dann stiegen eine Handvoll Raketen in die Luft und kurz darauf krähte draußen nur noch der Hahn. So sehr ich das Böllerverbot befürworte, es sorgte dafür, dass kein richtiges Silesterfeeling aufkam. Aber natürlich überwiegen die Vorteile enorm, deshalb kann es ruhig so bleiben.

Gestern schlonzten wir uns wieder so durch den Tag, ich verzweifelte an dem Fotogesichere, die Kinder sahen zuviel Quatsch und der Mann….. keine Ahnung was der so trieb :-) Am frühen Abend skypten wir mit den Freunden die morgen für drei Jahre ins Ausland gehen. Ein persönliches Treffen war ja leider nicht mehr möglich. Aber sie kommen in einigen Monaten schon wieder zu Besuch.

Heute waren wir dann allerdings ein paar Stunden produktiv. Wir fuhren zum See und harkten Laub und schnitten die Hecke. Und zum Abschluss, sprang ich todesmutig ins sehr sehr sehr kalte Wasser. Doofe Idee. Also, es ist sicher schrecklich gesund und hinterher fühlte man sich auch erstmal großartig aber es war einfach unfassbar kalt und ich brauchte zu Hause eine heiße Dusche und den Sessel am Kaminofen um wieder warm zu werden.

Meine Laune hangelt sich gerade so durch die Tage. Mal hoch, mal tief. Mal super glücklich, mal unzufrieden mit allem. Aber zum Glück macht mir das nichts mehr aus. Geht es mir gut, nehme ich das an und genieße es. Geht es mir nicht so gut, weiß ich, dass es gleich wieder anders aussehen kann und denke an all das Schöne das ich habe und dann halte ich die kurze schlechte Laune sehr gut aus. :-)

Ich verspüre heute das erste Mal seit Wochen (vielen Wochen) Magenknurren. Ich habe mir selbst auferlegt, heute auf feste Nahrung zu versichten. Morgen vielleicht auch noch mal. Mein Körper fühlte sich zuletzt völlig „zugemüllt“ an. Ich habe in allen Bereichen extrem gesündigt, im Dauerzustand. Das muss und soll jetzt ein Ende haben. Ich versuche geduldig mit mir zu sein, aber auch stark. Mal sehen, ob ich wieder zu meiner alten dieser einen Form zurück komme die ich so mochte.

Aber genug gelabert.

Ich wünsche eine Frohes neues Jahr! Auf dass es gefüllt sein wird mit wunderbaren Momenten, viel Lachen und Lieben, Freude, Spaß, Vertrautheit und allem was Euch wichtig ist.

 

 

Es ist Sonntag, glaub ich

Ja doch. Der 27. Dezember. Aber wir sind in dieser Phase, in der wir doch erst einmal überlegen müssen, welcher Tag heute ist.

Ich glaube, ich habe seit Wochen keinen Hunger verspürt. Gefühlt wurde ununterbrochen gegessen. Also, von mir. Unschön für die Hüften, die
sich mehr und mehr runden, auch der Busen, was der Mann wiederum ganz nett findet.

Erst heute haben wir das „Festessen“ bestehend aus Fleisch, Kroketten und Rotkohl nachgeholt. Wir haben einfach drei Tage vom Raclette gegessen, so dass es unsinnig gewesen wäre am ersten Feiertag damit schon anzufangen.

Wir hatten herrliche, stressfreie Feiertage. Ich mag es ab und zu Gäste zu haben und alles dafür vorzubereiten; aber es ist eben auch extrem anstrengend und stressig vorher und hinterher, wenn auch das Treffen geliebter Menschen ganz schön ist. Da das dieses Jahr komplett ausfiel, schlumperten wir  eben die gesamten Feiertage hier zu Hause rum. Aßen, spielten, legten keinen Wert auf das Geschirr mit Goldrand meiner Omi oder nett gemalten Tischkärtchen. Das Wohnzimmer musste nicht aufgeräumt und das Bad nicht geputzt werden. HERRLICH!

Und nun ist diese Zeit zwischen den Jahren die ich eigentlich sehr mag.
Ich habe unfassbar viele Ideen für Projekte im Kopf, es kribbelt überall, wenn ich daran denke, was ich alles schaffen will.
Im Hinterkopf ist direkt das müde Lächeln und das Wissen, das natürlich nicht alles schaffbar ist und dass ich mal nicht übertreiben soll mit den Plänen.

Kenn ich ja. Aus jedem Jahr.
Egal. Pläne schmieden macht Spaß, von Projekten träumen ist toll und wenn auch nur ein Bruchteil davon klappt, bin ich doch froh.

 

Halli Hallo aus der Vorweihnachtszeit

Blog-Blockade oder Unlust oder keine Zeit oder was auch immer.

Halloween und somit der letzte Beitrag,  ist nun schon eine Weile her und der November verging ja irgendwie wie nix.

Eigentlich gehörte der November immer zu meinen weniger gemochten Monaten. Aber dieses Jahr, und das muss ich mir jetzt endlich mal merken damit es mir in den nächsten Jahren nicht mehr davor graut, habe ich gemerkt, dass ich den November eigentlich ziemlich klasse finde.

Denn dann verwandelt sich unser Haus in diese gemütliche Höhle die ich über alles liebe und am Liebsten gar nicht mehr verlassen möchte. Im Kamin brennt ein warmes Feuer und diese Wärme ist einfach um so vieles gemütlicher als sie von den Heizkörpern ausgeht (trotzdem immer froh, dass wir auch diese haben); überall brennen plötzlich Kerzen und auch meine Lichterketten-Leidenschaft kann ich wieder voll ausleben.
Schön war das, dieser Übergang zur Weihnachtszeit.

Und nun sind wir genau in dieser mittendrin und die Kinder und ich und sogar der kleine Grinch-Mann genießen es sehr.

Letzten Freitag erfüllte ich mir den jahrelangen Traum auch endlich einmal alle Plätzchendosen mit den verschiedensten Sorten zu befüllen.

Hat geklappt. Und was muss ich sagen, nach nicht mal einer Woche sind sie so gut wie leer. Die besten Sorten sind weg, nur ein paar Butterplätzchen sind noch da. Und nein, wir haben keine verschenkt. Parrallel zum Plätzchenschwund ist mein Hüftumfang gestiegen. O.K., mach ich mir nichts vor, daran sind nicht nur die Plätzchen der letzten Woche schuld, sondern all die Süßigkeiten seit dem Sommer und das ausgefallenen Sportprogramm. Ich möchte deshalb manchmal ein Bißchen heulen, weiß ja aber, dass nur ich daran schuld bin und auch nur ich es wieder ändern kann. Werde ich auch, wenn mir wieder danach ist. Grad nicht. :-)

Das Virus der die Welt in Atem hält tangiert unser Alltagsleben zum Glück nicht allzustark. Wir waren jetzt vorher auch nicht so die geselligste Familie. Die Kinder gehen in Schulen und Kindergarten (das macht mir auch noch immer Bauchschmerzen), ansonsten verlasse ich dreimal und der Mann zweimal pro Woche das Haus um ins Büro zu fahren, wo wir dann komplett allein sind. Und ein bis zweimal pro Woche gehe ich einkaufen, nur das Nötigste. Bumm. Ende. Wir kommen sehr gut damit zurecht. Die Tage vergehen sehr gut mit Hausaufgaben, spielen, basteln, viel essen und ab und zu kleinen Wanderungen in der Umgebung.

Der Mann und ich genießen es tatsächlich eher, dass es keine Veranstaltungen von all den Einrichtungen gibt. Ist auch mal schön.

Ich lese viel über das Virus und auch viel von Menschen, die damit zu tun haben. Erkrankte, Pflegepersonal, Lehrerinnen und Lehrer; ich höre unsere Bundeskanzlerin wie sie appeliert, ich lese von Leugnern und sehe Menschen, die sich einfach so treffen als wäre nichts. Es macht mir oft ziemlich Angst und ich verzweifle und frage mich, wie das alles nur weitergehen wird, warum manche Menschen so dumm, ignorant und unsozial sind und was noch alles passieren wird….

Wir mummeln uns in unserer Blase ein und lassen die Welt draußen.

Halloween-Woche

Ich LIEBE Halloween. Oh ja.

Als nach der Wende all diese amerikanischen Fernsehserien und Filme kamen in denen Halloween gefeiert wurde, war ich von Anfang an fasziniert. Und von Jahr zu Jahr kam ja dann auch mehr „Halloween-Kram“ in die Supermärkte. Ich fand das immer so toll. Kürbisse! Kürbisse schnitzen, Kürbisgerichte kochen und backen, Gruselfilme schauen und überhaupt fand ich ja schon immer alles mit Hexen und Vampiren toll. *g*

Erst als ich von zu Hause ausgezogen war konnte ich das aber so richtig ausleben. Ich erinnere mich noch, wie ich meine erste Kürbissuppe kochte. Wie ich mir einen Hexenhut bestellte (und Halloweenklopapier *g*) und Gruselessen fabrizierte. Oder wie ich, mangels eines Kürbis, einen Apfel aushöhlte und mit dem typischen Gesicht versah. Da war ich Anfang zwanzig und niemand teilte irgendwie meine Leidenschaft. *seufz*

Jetzt hab ich ja Kinder und kann zum Glück all sowas ausleben. *hihi* Nicht nur Halloween, auch andere Feiertage zelebriere ich gern und meine Kinder zum Glück auch.

Dieses Jahr haben wir besonders viele Kürbisse im Vorgarten, jeden Tag fülle ich die Brotdosen mit Gruselkram und am Samsta, an Halloween, werden wir unsere kleine Party zu Hause feiern. Mit leckerem Essen, Kostümen, Filmen und Nebelmaschine.

 

Totholzhecke

Schon seit Längerem wollte ich eine Totholzhecke, auch Benjeshecke genannt, bei uns anlegen.

Unser Grundstück endet ja hinten an einem kleinen „Abhang“. Es geht also ein Stück runter bis zum Zaun des anliegenden Grundstücks, auf dem Schafe weiden <3. (Ein kleiner Traum wäre übrigens, wenn uns der Besitzer der Weide ein kleines Stück abzwacken würde. Dann könnten wir dort ein paar Gemüsebeete anlegen, eine Treppe dorthin bauen und hätte noch einen kleinen erweitereten Garten mit Sonne, in dem auch was wächst. Leider ließ sich der Besitzer auf Anfrage damals nicht drauf ein.)

Die Kinder spielen ab und zu dort unten. An einer Stelle kann man da nämlich wunderbar runterschliddern. :-) Im Abhangbereich herrst Wildnis. Efeu, Brombeeren, Ahorn- und Kastaniensprößlinge von den heruntergefallenen Früchten unserer Bäume, dazwischen noch ein kleiner Holunder und jede Menge Laub, totes Holz usw. Ich liebe sowas in Gärten. Unser Grundstück reicht aber rechtlich gar nicht bis zum Zaun unten, sondern nur bis etwa zur Hälfte mitten im Gefälle. Und irgendwie hatte ich den Wunsch, dort so eine Totholzhecke zu errichten.

Da wir von der Gartenaktion ja so viele große Äste übrig hatten, war jetzt ein guter Zeitpunkt damit anzufangen. Also los.
Heute, war herrliches Wetter und es schrie förmlich nach Gartenarbeit. Also ließ ich den Haushalt Haushalt sein, seufzte nur einmal tief beim Anblick meines Arbeitszimmers bzw. dem ganzen Chaos das ebendieses ausfüllt, und zog die Arbeitsschuhe an.

 

Aus den dicksten Ästen die wir hatten, machten wir die Stützen und rammten sie mit dem Vorschlaghammer in die Erde. Teilweise gar nicht so einfach und ich werde meine Schultern morgen sicher gut spüren.

Tja und dann schichteten wir einfach alles an Ästen und Zweigen dazwischen, was wir von der Gartenaktion noch rum zu liegen hatten.

 

Ich finde, sie ist richtig toll geworden. Momentan sind es nur etwa 3 Meter, aber wenn wir wieder „Material“ haben, erweitern wir sie immer mehr. Jetzt bietet sie hoffentlich erstmal schon einigen Tieren einen guten Unterschlupf für den Herbst und Winter und ich freue mich sehr darauf zu sehen, wie sie sich entwickelt und auch weiter wächst.