Alltag

Nö.
Diese Woche ist noch etwas turbulent und wir müssen uns alle noch reinfinden.

Die Tochter wurde am Dienstag in die weiterführende Schule eingeschult.
Nur ich durfte sie begleiten und trotz aller Auflagen und allem was nicht stattfinden konnte, war es eine nette kleine Zermonie.

Eltern und Schüler von zwei Klassen (die anderen beiden kamen dann eine Stunde später) saßen mit Abstand auf einer Wiese, der sympatische Direktor hielt eine Ansprache, die Tutoren wurden vorgestellt und dann alle Schüler aufgerufen.
Und wie mein kleines, großes Mädchen dann da nach vorne ging, sich mit aufstellte und später dann mit ihren neuen Klassenkameraden hinter den beiden Tutorinnen ins Schulgebäude lief, sich noch mal umdrehte und mir winkte, da war das schon so ein Mama-Glucken-Moment und exakt so wie am allerersten Schultag, damals, vor 4 Jahren.

Gestern Morgen brachte ich sie zum Bus. Sie muss jetzt eine halbe Stunde früher und an einer anderen Bushaltestelle abfahren. Es standen so viele Schüler dort, viel ältere und das mit den Wurzeln und Flügeln war eher so, das ich meine Flügel ganz fest über sie stülpen wollte. Sie kam aber sicher in der Schule an. Zurück gab es dann allerdings ein kleines Drama. Ein weinendes Häufchen Elend klingelte an der Tür. Sie war in den falschen Bus gestiegen, der Busfahrer war dennoch so freundlich gewesen, sie hier im Dorf abzusetzen. Nie wieder wolle sie Bus fahren. Ach ach… Das ist aber auch etwas schwierig muss ich sagen. Wegen einer Baustelle an der Schule fahren die Busse woanders als normalerweise ab, zwei Busse haben die selbe Nummer und sie war ganz allein und hatte niemanden mit dem sie zurück fahren konnte. Heute hole ich sie deshalb ab und wir schauen uns das mit den Bussen an der Schule mal genau an.

Der Mittlere ist heute den vierten Tag Zweitklässler. Die ersten Hausaufgaben sind ebenso anstrengend wie im ersten Schuljahr. Er lässt sich jede Sekunde ablenken, muss schauen was der Bruder macht, mir was spannendes erzählen oder dringend den Radiergummi anmalen. Konzentrationsspanne wie ein Toasbrot. Man muss wirklich neben ihm sitzen und zu jedem Buchstaben, jeder Rechenaufgabe animieren und erinnern. Er könnte in der Hälfte der Zeit fertig sein. *seufz*

Der Jüngste war drei Tage fröhlich im Kindergarten. Gestern nach dem Abholen kam es mir schon etwas spanisch vor, dass er so ruhig und entspannt war; tat was man ihm sagte. (Rucksack selbst tragen, Brotdose auspacken (sogar ohne Ansage) Hände waschen) Ja, das ist echt ungewöhnlich. Er klagte auch etwas über Kopfschmerzen.

Abends kam er direkt mit zu mir ins Bett und ich merkte, dass da ein kleines Glühwürmchen war. Gegen ein Uhr nachts musste er sich dann übergeben. Allerdings blieb es dabei, er trank dann noch sehr viel und schlief irgendwann zum Glück ein. Heute ist er wieder fit. Vielleicht wars ein kleiner Sonnenstich? Oder doch ein Virus? Wir beobachten das mal.

Ich war gestern im Büro den ganzen Tag äußert motzig und wollte so gern die Ferien zurück. Ich bekam auch höllische Kopfschmerzen und konnte zu Hause nur liegen und Frust-Kaubonbon essen. Solche Kopfschmerzen hatte ich tatsächlich noch nie. Blöd.

Heute nur ein kurzer Abstecher ins Büro. Dann löse ich den Mann zu Hause ab.

Wir sind noch weit von Alltag entfernt. Der Wochenplan steht noch nicht, da verschone ich die Kinder aber noch gern diese Woche.
Der Jüngste hat übermorgen Geburtstag. Geschenke sind zum Glück alle im Haus. Allerdings hat er sehr genaue Vorstellungen seines Kuchens und der Mann ist auch sehr ambitioniert diese zu erfüllen. Allerdings sollte er dann mal langsam mit der Planung beginnen.

Eingekauft müsste auch werdenn. Da sind wir völlig aus dem Rhytmus.

Wenn der Samstag geschafft ist, mach ich drei Kreuze. Ab nächste Woche hoffentlich alles entspannter und geregelter.

 

*uff*

 

Ferienende

Heute startet der Alltag wieder. Zumindest für alle männlichen Mitglieder der Familie.

Wir hatten wunderbare Sommerwochen. Haben viel am Haus geschafft, sind gewandert, haben Unmengen Eis gegessen, waren viel am See, sind brutzelbraun geworden und haben es einfach genossen alles zu können, aber nichts zu müssen.

Heute Morgen musste ich mich dann auch kurz sammeln. Alltag. Brotdosen, Kinder zum Anziehen, Zähne putzen, Losgehen animieren, den Jüngsten zum Kindergarten fahren, den Mann zur Arbeit verabschieden. Möp. Fand ich doof.

Nunja, so ist das wohl nach Ferien. Alles muss sich wieder einpendeln, ich muss wieder ein Gefühl dafür bekommen und vor allem, darf ich mich nicht stressen. Wir haben, auch mit Arbeit, Schule und Kindergarten, einen recht entspannten Alltag mit wenigen Terminen und Verpflichtungen.

Der Mittlere sitzt nun in der zweiten Klasse mit einer neuen Lehrerin und ich bin vermutlich aufgeregter als er. So neue Dinge machen mich, vor allem bei ihm, sehr nervös. Dabei meistert er das alles viel viel besser als ich es mir vorstelle. Jedes Mal. *atmen*

Der Jüngste ist nun Vorschulkind im Kindergarten. Unglaublich. Der spazierte souverän wie immer zum Bauwagen und ich bekam zum Abschied gerade mal einen Flugkuss.

Die Tochter hat heute noch einen ruhigen Tag. Morgen hat sie erst „Einschulung“ an der neuen Schule. Aufregend. Sehr.

Ich gebe mir selbst diese Woche noch zum Zurück-in-den-Alltag-finden. Zuviel Aufregung noch in den nächsten Tagen mit all dem Neuen und am Wochenende dem Geburtstag des Jüngsten.

Ab nächsten Montag, da läuft dann wieder alles „normal“ und rund. Hoffentlich.

Hach, Ferien sind toll. Ich freu mich auf die nächsten.
Aber Alltag hat auch was. Bestimmt.

Sehr viel

Ich habe heute sehr viele Kalorien in Form von sehr viel Schokolade zu mir genommen.

Ich habe heute sehr viel geschwitzt sobald ich mich bewegt habe.

Ich habe heute sehr viele Stoffe gefaltet und ordentlich verstaut.

Ich habe heute sehr viel mit dem Mann geknutscht und gelacht.

Ich habe heute sehr viel mit den Kindern am Tablet gedaddelt.

Ich habe mir heute sehr viel rote Tönung in die Haare schmieren lassen.

Ich habe heute sehr viel nicht gemacht, was ich eigentlich machen wollte.
Aber das ist gar nicht schlimm. :-)

Gewandert

Gestern, Donnerstag, war der noch einzig geeignete Tag für einen längeren Ausflug in den Ferien. Heute war das Auto des Mannes beim TÜV bei der Hauptuntersuchung, morgen bin ich mit den beiden Großen unterwegs und Sonntag, letzter Tag vor Schulbeginn, wollen wir es gemütlich angehen lassen.

Wir schauten erst gestern Morgen spontan nach einer Wanderstrecke und fanden die Burg Breuberg. Sah ganz gut aus. Burg, Wald; das reicht.

Ich bereitete reichlich Proviant vor, verteilte ihn auf die Rucksäcke, packte (zum Glück) noch Regensachen für die Kinder dazu und los ging die Fahrt für 1h 15 Minuten.

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Ich habe sehr gelacht

Seit Montag aktualisierte ich stündlich die Webseiten der Schulen der Kinder um zu erfahren, wie es denn nächste Woche weiter geht. Besonders für die Tochter, die neu auf die weiterführende Schule kommt, ist das ja doch sehr spannend.

Die Grundschule hatte am Montag schon Infos, die IGS dann endlich gestern Mittag.

Dort war dann sehr schön ausführlich zu lesen, wie die Einschulungsfeier der neuen fünften Klassen ablaufen wird.
Klasse 5a und 5b zuerst, dann 5b und 5c. Es ging dann noch weiter im Text über Maskenpflicht und dass nur ein Elternteil mitkommen darf usw und ich fragte mich die ganze Zeit nur, woher ich denn aber wissen soll, in welcher Klasse mein Kind sein wird. Darüber gab es nämlich bisher noch keinerlei Information.

Dann, ganz unten im Text, als P.S.:

„Liebe Schülerinnen und Schüler,

mit der Post von deiner Patin / deinem Paten, welche du vor den Sommerferien erhalten hast, hast du erfahren, in welche Klasse du kommst. Die Farbe des Umschlages steht für die Klasseneinteilung: rot = 5a, grün = 5b, gelb = 5c, blau = 5d“

Ich wette, die Schule bekommt in den nächsten Tagen sehr viele Anrufe.

 

P.S. ;-)
WIR wissen welche Farbe der Umschlag hatte. Ich habe ihn sogar aufgehoben. Aber ich kann mir vorstellen, nicht alle Familien haben dem Umschlag solche Beachtung geschenkt. Hätte man das denn wirklich nicht anders schon vorab vermerken können? Oder einen Hinweis im Brief geben, dass der Umschlag und seine Farbe noch wichtig sein werden?

Ich musste 39,5 Jahre alt werden

.. um das erste Mal unter freiem Himmel zu schlafen.

O.K., ich korrigiere, um das erste Mal eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Denn meine Mutter hat mich als Baby, dick eingemummelt im Kinderwagen, im Winter gern nach draußen gestellt; wo ich dann selig an der kalten Winterluft schlummerte und rote Bäckchen bekam. Aber das zählt ja nicht wirklich.

Auch wenn ich ein Zeltkind bin, unter richtig freiem Himmel hab ich nie geschlafen. Bis letzte Nacht.

Vorletzte Nacht hab ich die Hitze nämlich nicht ausgehalten im Schlafzimmer. Die obere Etage wird doch sehr heiß bei uns (und mir fällt wieder ein, warum wir nicht jetzt schon auf den Dachboden ziehen, obwohl das sehr verlockend ist, da ist es einfach nicht richtig gedämmt und NOCH heißer)

Ich beschloss also letzte Nacht auf der Terrasse zu schlafen.

Nach See, Filmabend und Jungs ins Bett kuscheln, machte ich mir also ein Lager.

Es war schon dunkel, ich ließ die Lichterkette im Wintergarten an. Es war dennoch etwas unheimlich.
Viele Geräusche gibt es da. Die Grillen zirpen, ab und zu blökt ein Schaf von der Wiese hinter unserem Garten, die Hühner des Nachbarn gackern und irgendwas raschelt immer im Garten umher.

Ich sah Sterne am Himmel, aber leider keine Sternschnuppe.

Irgendwann schlief ich wohl ein. Erwachte gegen halb zwei, zog den Stecker aus der Lichterkette und schaute wieder ein Weilchen in den Sternenhimmel. Wieder keine Sternschnuppe.

Ein Tier machte ziemlich nah, ziemlich laute Geräusche. Ich habe keine Ahnung was das war. Ein Eichhörnchen? Sind die nachtaktiv? Ein Marder, Siebenschläfer … ? Es „fauchte“ und „keckerte“ so seltsam. Und es huschte über das Schuppendach des Nachbarn. Ich vertraute darauf, dass es vermutlich vor mir viel mehr Angst hatte als ich, dass es plötzlich auf meine Bettdecke springt und dämmerte wieder weg.

Ich wachte wieder gegen fünf Uhr auf. Da war der Berufsverkehr auf der Bundesstraße schon in vollem Gange. Es wurde hell und die Hähne des Dorfes lieferte sich das übliche Wettkrähen. Ich döste noch etwas und huschte dann kurz vor sechs Uhr zum Mann ins Schlafzimmer. Ich genoss, dass der Straßenlärm dort nicht zu hören war und bedauerte aber, dass die Temperaturen und Luftbewegungen dort dafür umso mehr zu wünschen übrig ließen.

Kurz darauf schlüpfte der Jüngste zu mir.
Schlafen konnte ich eh nicht mehr und da der Mann mir zu brummelte, dass er bis vier Uhr am Laptop gearbeitet hatte, ließ ich ihn schlafen und stand, mit mittlerweile beiden Jungs, auf.

Fazit: Es war herrlich frisch und weitaus besser auszuhalten als im überhitzten Obergeschoss des Hauses. Keine einzige Mücke hat mich behelligt. Dafür halt jede Menge tierische Geräusche und vor allem die Bundesstraße am frühen Morgen.

Ich werde das wiederholen, vielleicht aber nicht heute Nacht. Es sei denn, ich halte es vor Hitze wieder nicht aus.

 

Geseufze

Montag.
Ich seufze, weil die letzte Ferien- und Urlaubswoche angebrochen ist. In einer Woche ist der Mann wieder am Arbeiten (nicht, dass er in seinem Urlaub nicht doch am Rechner sitzen musste; ist halt kein anderer da der seinen Job machen kann während er weg ist), der Mittlere in der zweiten Klasse, der Jüngste im Kindergarten und die Große hat noch einen Tag Schonfrist.

Ich seufze, weil wir bis heute noch keine Info haben, wie der Schulalltag nächste Woche aussehen wird. Weder von der Grundschule, noch von der IGS. Ich aktualisiere täglich die Webseiten der Schulen und bin gespannt. Meine Vermutung: volle Klassenstärken, keine Abstandsregeln und Mundschutzpflicht. Ich werde meine Kinder dennoch weiterhin auf Abstand drillen und Masken mitnehmen und sie davon zu überzeugen versuchen, sie aufzusetzen.

Ich seufze, weil der Mann gerade auf einer Trauerfeier weilt. Einmal natürlich, weil das furchtbar traurig ist, zum Anderen, weil ihn das Vorbereiten und Mithelfen und das Grübeln schon einige Tage Arbeit, viele Telefonate, Zuhören und eine Nachtschicht gekostet hat. Er ist gerade nicht ganz bei uns, im übertragenen Sinne, und ich hoffe einfach, dass das nach heute wieder besser wird.

Ich seufze, weil erlösender Regen erst für Freitag angesagt ist und ich nicht mal daran glaube, dass da allzuviel Wasser vom Himmel fallen wird, so wie es nötig wäre.

Ich seufze, weil mein Zimmer schon wieder aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen. Wenn ich es mal pickobello aufgeräumt habe, dauert es nur wenige Tage bis es wieder aussieht wie vorher. Alles wird „nur mal schnell dort abgelegt“ und bleibt ewig liegen. (jaja, statt hier mitten im Chaos zu sitzen und zu bloggen, sollte ich wohl eher mal anfangen…)

Ich seufze, weil wir noch so viel in den Ferien tun wollten und doch nicht alles schaffen. Aber da will ich gar nicht zu viel seufzen, denn wir haben auch tatsächlich viel geschafft und gemacht und immerhin haben wir ja noch sieben Tage.

Ich seufze, weil die Hüften, die meinen, sich wieder gerundet haben, das Bäuchlein wieder über den Bund hängt und die Arbeitsjeans verdächtig kneift. Da seufze ich sehr laut. Aber, und da zucke ich dann mit den Schultern, was solls? Ich weiß woran es liegt und ich weiß, wie ich das wieder ändern kann. Nach den Ferien gehts wieder los mit regelmäßig Sport und ich schaue wieder was ich esse. Ich weiß wie es geht. Ich kann es. Und an Weihnachten hab ich dann wieder ein Sixpack. :-)

 

Pflaumenkuchen vom Blech

In meinem Elternhaus wurde Pflaumenkuchen sehr geliebt. Mein Vater wünschte sich, sobald die Saison los ging, immer „einen Quadratmeter Pflaumenkuchen“ und bekam ihn auch.

Ich konnte dem gar nicht so viel abgewinnen. Ich mochte als Kind und Jugendliche Hefegebäck nicht so sehr; keine Ahnung warum. Heute mag ich es.

Ich glaube es ist zwei Jahre her, dass ich meinen ersten Pflaumenkuchen gebacken habe. Ich weiß nicht mehr nach welchem Rezept und ob er gut war.

In den letzten Tagen bekam ich wieder Lust darauf. Vielleicht tat auch das ein Dutzend mal Lesen von „Lieselotte versteckt sich“  einen nicht unerheblichen Teil dazu bei.

Nachdem ich am Freitag also die Pflaumen Zwetschgen kaufte, heizte ich gestern Vormittag die Küche extra noch ordentlich ein und buk ein Blech Pflaumenkuchen. Den nahmen wir mit an den See und verspeisten ihn fast ganz am Nachmittag. Zusammen mit einer kompletten Flasche Sprühsahne. 0.0

Er war köstlich. Und weil er so gut geworden ist, wird das nun mein Standard-Pflaumenkuchen-Rezept. Und deshalb möchte ich es auch gern teilen:

Man nehme:

Teig:
500 g Mehl

1 Würfel Hefe (42 g)

70 g Zucker

250 ml lauwarme Milch

8 EL Öl

1 Prise Salz

die abgeriebene Schale einer Zitrone (optional)

Belag:
ca. 1.200 g Pflaumen oder Zwetschgen

Zum Bestreichen:
100 g Zucker
6 EL Wasser

 

–  Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde hineindrücken, die Hefe reinbröckeln, etwas Zucker und die Hälfte der lauwarmen Milch dazugeben

– alles mit etwas Mehl vom Rand verrühren

– den Vorteig an einem warmen Ort gehen lassen

– nun die restliche Milch, den restlichen Zucker, Öl, Salz und Zitronenschale* und das restliche Mehl unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht

Anmerkung: ich denke, man kann auch einfach alles direkt zu einem schönen Teig verkneten und dann gehen lassen, ohne den Schritt des Vorteigs

– Teig nochmals gehen lassen, bis er sich ordentlich vermehrt hat

– den Teig ausrollen und auf eine gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen

– mit Paniermehl bestreuen (ich habs gemacht, kenne aber den Grund dahinter nicht, geht bestimmt auch ohne) und mehrmals mit einer Gabel einstechen

– die Pflaumen oder Zwetschgen aufschneiden, dass die Hälften noch zusammenhängen, den Kern entfernen
– mit der aufgeschnittenen Seite nach oben gleichmäßig in den Teig drücken

– nochmals eine Weile gehen lassen

– in der Zeit den Backofen auf Umluft 180 Grad aufheizen

– Blech in den Ofen schieben und ca. 35-40 Minuten backen lassen

– Zucker und Wasser aufkochen und rühren bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat

– nach dem Backen direkt den kompletten Kuchen, Teigrand und Pflaumen, damit bepinseln (gibt Süße und einen schönen Glanz)

*ich habe mal Zitronenschale abgerieben und in einem Glas mit Zucker gemischt, davon habe ich einen Esslöffel in den Teig gegeben, dafür habe ich von vornherein weniger Zucker genommen, im Originalrezept sind es nämlich 80 g

 

Er war so so lecker. Der Teigrand schön fluffig und leicht und der Kuchen schön durchgesuppt. :-) Kann ich mir auch sehr gut mit Aprikosen vorstellen.

Ich mag übrigens keine Streusel. Deshalb gibt es bei mir Obstkuchen nie mit Streuseln. Ich ess auch Streußelkuchen, wird aber nie meine erste Wahl sein.

es.ist.heiß.

Nunja, im Sommer eigentlich nicht ungewöhnlich. (Oder doch?)

Ich erinnere mich an Zeiten, bevor ich Kinder hatte. Bevor ich überhaupt den Mann kannte.
Damals lebte ich in einer netten Wohnung (ohne Renovierungsbedarf) mit Balkon. Ich war eine zeitlang arbeitslos und ich weiß noch, wie ich Unmengen von diesem Instant-Pfirsich-Eistee trank. In einem großen gelben Plastikbecher. Mit Eiswürfeln. Und so lang ich auf dem Balkon im Schatten und tat nichts. Vermutlich las ich viel, denn Smartphones gab es noch nicht und einen Laptop besaß ich nicht.

Ich erinnere mich auch an die Schwangerschaft mit der Tochter. In Potsdam. Ich war, dank Überstunden, schon lange vor dem offiziellen Mutterschutz zu Hause. Ich riss morgens alle Fenster der Wohnung auf, setzte mich in meinen Sessel, legte die Füße hoch, den Laptop auf dem Schoß und stand nur zum Pipimachen auf oder um mir irgendwas zu essen zu holen. (vornehmlich in einer Schüssel, die ich dann auf dem mächtigen Babybauch balancieren konnte) Es wehte eine frische Brise durch die Wohnung und ich fröhnte dem Onlineshopping und kaufte alles, was man für ein Baby braucht und ganz viel, was man überhaupt nicht braucht. Erstes Kind halt.

Jedenfalls ist es sehr toll wenn es draußen sommerlich heiß ist, man aber wegen nichts auf der Welt das Haus verlassen und sich nicht einmal zwingend bewegen muss. Nur für das Nötigste.

Mit Kindern ist das dann natürlich alles anders. Die sind nun mal da, egal ob Minus zehn oder plus 38 Grad. Meistens macht ihnen große Hitze auch gar nichts aus und sie sind so aktiv wie eh und je und wollen Action. Und außerdem Eis. Sehr viel Eis. Aber dagegen habe ich gar nichts. :-)

Sie wollen auch bei 30 Grad kuscheln und essen wollen sie auch. Und Melone oder Salat oder einfach nur ein Rohkostteller werden da auch nicht als Hauptmahlzeit akzeptiert. Spaghetti, Pizza und Kartoffelbrei werden wie eh und je gefordert. Und Kuchen dürfte ich auch jeden Tag backen.

Auch wenn es schon heißer war und ich sogar hochschwanger solche Phasen ganz gut ausgehalten habe, macht mich die Hitze seit gestern etwas fertig. Im Haus steht die Luft, der Garten ist größtenteils zum Glück schattig, dennoch ist es auch da heiß und jede Bewegung ist anstrengend. Nichts macht Spaß.

Die letzte Nach war auch schlimm. Es  kühlte überhaupt nicht ab. Jeder Fetzen Stoff auf der Haut war zuviel und die zwischendurch eingelegten kalten Beinduschen halfen auch nur kurzzeitig.

Den Entschluss gefasst, heute Nacht draußen zu schlafen. Vielleicht ist das ja ganz angenehm. Im Keller wäre es vermutlich am Besten, aber da eignet sich momentan kein Raum. (Notiz: wenigstens einen Raum mal richtig aufräumen und putzen)

Und jetzt flüchten wir an den See. Der Packstress vorher ist zwar jedes Mal die Hölle, aber die Aussicht ins kühle Nass zu tauchen macht das alles wett.

Vorher heize ich die Küche aber noch um ein paar Grad auf, indem ich ein Blech Pflaumenkuchen Zwetschgenkuchen. Weils so Spaß macht.

Frei wie der Wind

Naja fast.

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt Fahrrad gefahren bin. Es ist auf alle Fälle schon recht lange her, mindestens ein Jahr.

Und seit der Schwangerschaft mit dem Jüngsten hatte ich ja so ein schniekes Elektro-Fahrrad. Das war auch nötig dann später mit zwei Kindern im Anhänger.

Nun ist der Jüngste für den Hänger schon eine Weile viel zu groß, das selbst Fahrrad fahren klappt aber auch noch nicht so gut, dass man längere Strecken fahren könnte. Also laufen wir meist.

Ich sehnte mich in letzter Zeit aber öfter danach, einfach mal mit dem Rad ins Nachbarstädtchen zu düsen um schnell was einzukaufen. Leider waren alle verfügbaren Fahrräder defekt.

Aber nun spendierte der Mann mir für mein älteres, nicht elektrisches, Fahrrad einen Satz neuer Reifen plus Mäntel und so konnte ich heute Morgen direkt eine kleine Tour machen. Pflaumen waren das Objekt der Begierde; oder „Zwetsche“ wie das hier heißt; bzw. weiß ich, dass es da wohl schon einen botanischen Unterschied gibt, aber für mich waren die blauen Dinger seit meiner Kindeheit Pflaumen und vom Blech gabs Pflaumenkuchen; quadratmeterweise.

Jedenfalls düste ich los ins besagte Nachbarstädtchen. Huiiiiii wie war das toll. Fast die ganze Strecke einfach rollen lassen. Kurz Geld holen und ab zum netten Obst-Gemüse-Lädchen. Zum ersten Mal. Und während ich da so anstand, unterhielten sich die drei Damen vor mir und später kam noch ein Herr dazu und trotz Hitze waren alle so gut gelaunt und plauderten im hiesigen Dialekt (den ich ganz gern mag) über dies und jenes und es war irgendwie ein ganz schöner Moment und fühlte sich sehr heimelig an.

Im Lädchen brach mir zuerst der Henkel meines Einkaufskorbs ab *peinlich* und als ich die Zwetschen eingepackt hatte, stand ich noch etwas ratlos ob der Fülle des Angebots herum. Eigentlich brauchte ich nichts weiter, wollte aber auch nicht einfach wieder gehen. Ich packte noch zwei Gurken und sechs Eier dazu und verließ sehr beschwingt den Laden.

Im Supermarkt gab es dann noch diversen Süßkram, Eis und eine Wassermelone. Grandiose Idee, so ne Melone, wenn man mit dem Fahrrad da ist.

Der Rückweg war dann etwas beschwerlicher, was nur teilweise an der Melone lag, hauptsächlich, dass es zurück ins Dorf nun mal leicht aber stetig bergauf geht. Das merkt man dann schon gut in den Beinen. Ich sehe quasi meine Oberschenkelmuskeln wachsen.

Schön war das. So ein Ausflug per Rad. Will ich öfter machen. (Leider passiert es ja zu oft dass solche „will ich öfter machen“-Vorhaben im Sande verlaufen. Hoffen wir mal, dass es nicht so ist)