Halloween-Woche

Ich LIEBE Halloween. Oh ja.

Als nach der Wende all diese amerikanischen Fernsehserien und Filme kamen in denen Halloween gefeiert wurde, war ich von Anfang an fasziniert. Und von Jahr zu Jahr kam ja dann auch mehr „Halloween-Kram“ in die Supermärkte. Ich fand das immer so toll. Kürbisse! Kürbisse schnitzen, Kürbisgerichte kochen und backen, Gruselfilme schauen und überhaupt fand ich ja schon immer alles mit Hexen und Vampiren toll. *g*

Erst als ich von zu Hause ausgezogen war konnte ich das aber so richtig ausleben. Ich erinnere mich noch, wie ich meine erste Kürbissuppe kochte. Wie ich mir einen Hexenhut bestellte (und Halloweenklopapier *g*) und Gruselessen fabrizierte. Oder wie ich, mangels eines Kürbis, einen Apfel aushöhlte und mit dem typischen Gesicht versah. Da war ich Anfang zwanzig und niemand teilte irgendwie meine Leidenschaft. *seufz*

Jetzt hab ich ja Kinder und kann zum Glück all sowas ausleben. *hihi* Nicht nur Halloween, auch andere Feiertage zelebriere ich gern und meine Kinder zum Glück auch.

Dieses Jahr haben wir besonders viele Kürbisse im Vorgarten, jeden Tag fülle ich die Brotdosen mit Gruselkram und am Samsta, an Halloween, werden wir unsere kleine Party zu Hause feiern. Mit leckerem Essen, Kostümen, Filmen und Nebelmaschine.

 

Totholzhecke

Schon seit Längerem wollte ich eine Totholzhecke, auch Benjeshecke genannt, bei uns anlegen.

Unser Grundstück endet ja hinten an einem kleinen „Abhang“. Es geht also ein Stück runter bis zum Zaun des anliegenden Grundstücks, auf dem Schafe weiden <3. (Ein kleiner Traum wäre übrigens, wenn uns der Besitzer der Weide ein kleines Stück abzwacken würde. Dann könnten wir dort ein paar Gemüsebeete anlegen, eine Treppe dorthin bauen und hätte noch einen kleinen erweitereten Garten mit Sonne, in dem auch was wächst. Leider ließ sich der Besitzer auf Anfrage damals nicht drauf ein.)

Die Kinder spielen ab und zu dort unten. An einer Stelle kann man da nämlich wunderbar runterschliddern. :-) Im Abhangbereich herrst Wildnis. Efeu, Brombeeren, Ahorn- und Kastaniensprößlinge von den heruntergefallenen Früchten unserer Bäume, dazwischen noch ein kleiner Holunder und jede Menge Laub, totes Holz usw. Ich liebe sowas in Gärten. Unser Grundstück reicht aber rechtlich gar nicht bis zum Zaun unten, sondern nur bis etwa zur Hälfte mitten im Gefälle. Und irgendwie hatte ich den Wunsch, dort so eine Totholzhecke zu errichten.

Da wir von der Gartenaktion ja so viele große Äste übrig hatten, war jetzt ein guter Zeitpunkt damit anzufangen. Also los.
Heute, war herrliches Wetter und es schrie förmlich nach Gartenarbeit. Also ließ ich den Haushalt Haushalt sein, seufzte nur einmal tief beim Anblick meines Arbeitszimmers bzw. dem ganzen Chaos das ebendieses ausfüllt, und zog die Arbeitsschuhe an.

 

Aus den dicksten Ästen die wir hatten, machten wir die Stützen und rammten sie mit dem Vorschlaghammer in die Erde. Teilweise gar nicht so einfach und ich werde meine Schultern morgen sicher gut spüren.

Tja und dann schichteten wir einfach alles an Ästen und Zweigen dazwischen, was wir von der Gartenaktion noch rum zu liegen hatten.

 

Ich finde, sie ist richtig toll geworden. Momentan sind es nur etwa 3 Meter, aber wenn wir wieder „Material“ haben, erweitern wir sie immer mehr. Jetzt bietet sie hoffentlich erstmal schon einigen Tieren einen guten Unterschlupf für den Herbst und Winter und ich freue mich sehr darauf zu sehen, wie sie sich entwickelt und auch weiter wächst.

Gartenaktion Teil II

Am Wochenende drauf folgte der Gegenbesuch bei den Freunden im Garten um den ein wenig zu bearbeiten.
Man muss sagen, das Grundstück der Freunde ist etwa viermal so groß wie unseres und nicht minder bewachsen.
Wir hatten also ordentlich zu schnibbeln und zu sägen und zu jäten und zu harken und es wurden mehr und vollere Hängerladungen zum Grünschnittplatz gefahren.

Aber ich hatte unglaublich Lust und hätte noch ewig weiter machen können.
Mein Highlight war der Brennessel-Brombeeren-Gestrüpp-Teil hinterm Gewächshaus, der so groß ist, dass es für manche für einen eigenen Garten reichen würde. Ich habe den komplett bezwungen auch, wenn er im Frühjahr ganz schnell wieder bewachsen sein wird. Und das ist auch gut so. Viel kleines Leben kann sich dort ganz ungestört tummeln.

Der Großteil ist jetzt erledigt. Die Freunde gehen ja im Januar für 3 Jahre ins Ausland. In der Zeit werden Verwandte Haus und Garten übernehmen und dafür wollten sie wenigstens grob Ordnung schaffen.

Ich liebe den Garten und das Haus der Freunde. Und ich liebe diese Menschen. Sehr. Wir aßen mittags im Freien leckeren Gemüseeintopf mit allen Zutaten aus dem Garten, nachmittags den guten Apfelkuchen und abends Klöße und Rotkohl.

Es war ein fantastischer Tag und wir fuhren am Abend müde und herrlich ausgepowert und mit Frischluft betankt wieder nach Hause.

 

Wir haben den Garten vergrößert

So scheint es zumindest.

Vorgestern, am Samstag, fand die schon länger geplante Gartenaktion mit den liebsten Freunden statt. (außerhalb von Schule und Kindergarten, die einzigen Kontaktpersonen)

Ich stand von acht bis elf Uhr in der Küche und kippte gerade die zweite Packung Schmelzkäse in die Lauchsuppe als sie, gut mit Gartengerätschaften und in Arbeitsklamotten, hier eintrafen.

Wir fackelten gar nicht lang und begannen mit dem Sägen und Schneiden und schnibbeln und harken. Die Kinder helfen mehr oder weniger mit; alles in allem klappte es aber sehr gut und besser als von mir gedacht. Kaffeepause. Die Männer fahren den ersten proppevollen Anhäger (es werden insgesamt drei an diesem Tag) zum Wertstoffhof.

Danach gibt es die Käse-Lauch-Hackfleischsuppe mit frischem Brot. Es ist das Mischbrot vom Plötzblog und hat mich sehr begeistert. Ein einfaches, richtig gutes Brot. Es überlebte auch keine Stunde.

Wir arbeiteten uns weiter durch den Garten. Wahnsinn was für Mengen an Holz wir abschnitten und weg fuhren. Dazu haben wir auch noch jede Menge behalten um eine Totholzhecke anzulegen.

Am Nachmittag gab es umgedrehten Apfelkuchen und wirklich phänomenale Brownies. Ich habe schon viele in meinem Leben gebacken und es hatte nie so richtig Klick gemacht. Doch dieses Mal schon. Ich habe das perfekte Rezept gefunden.
Es ist das Brownie-Rezept von Frau Gold. Und ja, es sind die einen, die einzigen. Es ist jede Menge Schokolade, Butter und Zucker drin und deshalb schmecken die auch einfach so gut. Ich hab sie nicht richtig durch gebacken und das war absolut perfekt. In der Mitte, waren die Stücke eigentlich kein Kuchen mehr sondern fast eine Creme und einfach sündhaft gut. Macht diese Brownies!!!

Wir ackerten weiter, auch wenn die Lust langsam nachließ.

Gegen Abend machten die Kinder ein kleines Feuer und grillten Marshmallows. Wir Erwachsenen genossen Zwiebelkuchen (dieses Rezept wartete schon seit Jahren darauf von mir gemacht zu werden),  Federweißer und noch einen zweiten Laib Brot. Dieses Mal ein Dinkel-Kartoffelbrot. Auch sehr sehr gut. Ich mag Kartoffelbrote ja eh total gern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Freunde verabschiedeten sich zur langen Heimfahrt. Wir sind ihnen sehr zu Dank verpflichtet. Wir machten noch einen Filmabend bei dem wir Eltern ständig einnickten. War eben doch etwas anstrengend.

Der Garten ist jetzt „ganz schön verändert“, wie der Jüngste heute sagte. Man kann von der Straße nun das Haus sehen :-) Na wenigstens kommt meine Deko nun endlich zur Geldung. Zu den Nachbarn fühlt es sich jetzt etwas nackig an.  Der ganze Garten wirkt unfassbar groß und auch wenn ich immer traurig bin wenn wir etwas weg schneiden, weiß ich ja, dass es sein muss. Es wächst wieder. Und zwar ziemlich schnell. Im nächsten Herbst wird alles wieder dicht sein. Vielleicht hat ja jetzt der Rasen sogar wieder eine Chance im vorderen Bereich.

Ach, ich liebe diesen Garten und dieses Haus so sehr.

 

 

Herbstferien

Herbeigesehnt, redlich verdient und von Herzen gegönnt.

Die beiden Schulkinder haben einen richtig guten Job gemacht seit August. Und auch, wenn die Zeit seit dem Ende der Sommerferien gar nicht so lang war, so waren es doch für beide ganz schön anstrengende Wochen.

Die Tochter wegen der ganzen Umstellung zur weiterführenden Schule. Neue Schule, neue Klasse, neue Lehrer, neue Fächer. Jede Menge Input, Aufregung, Stress, Klassenarbeiten. Das war ein harter Job.

Der Sohn wegen der Gesamtsituation in seiner Klasse. Es ist nicht leicht und es ist nicht schön. Und trotzdem geht er jeden Tag froh zur Schule, findet es toll, macht gut mit und lernt etwas. Große Leistung.

Man konnte die Anspannung förmlich fallen hören als ich alle drei Kinder im Auto hatte und wir nach Hause fuhren.

Der Jüngste hat zwar keine Ferien, bleibt aber den ein oder andern Tag sicher auch zu Hause.
Geplant haben wir nichts. Nur süßes Rumlümmeln. (naja, wir Erwachsenen gehen eigentlich normal arbeiten).

 

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

So fragt Fr. Brüllen an jedem 5. eines Monats. Und obwohl ich mir eine Erinnerung gestellt hatte, habe ich es bis zum Nachmittag glatt vergessen. Deshalb gibt es auch genau ein Foto des Tages.

Montag ist mein lohnarbeitsfreier Tag. Das heißt, ich kann eine gute halbe Stunde länger im Bett bleiben und starte sowieso ziemlich entspannt in den Tag. Ich stehe als erste auf und fange an die Brotdosen der Kinder zu richten. (ansonsten mache ich das schon am Abend vorher). Die Tochter geht als erstes aus dem Haus, dann der mittlere Sohn. Der Mann konnte auch nicht mehr im Bett liegen und versabschiedet sich auch sehr früh zur Arbeit.

Gegen 8 Uhr machen der Jüngste und ich uns auf zum Kindergarten. Das Abgeben läuft problemlos, auch wenn er mir bei der Verabschiedungsumarmung ins Ohr flüstert, dass er doch auch gern zu Hause geblieben wäre. Mein Herz! Aber mit der Aussicht, dass ich ihm vom Einkaufen was mitbringe, düst er doch fröhlich davon. *uff*

Ich mache mich, wie jeden Montag, auf zu den zwei Supermärkten. Da ich diese Woche zur Abwechslung mal wieder sehr gut vorbereitet bin, weil ich einen Speiseplan aufgestellt und dementsprechend die Einkaufsliste geschrieben habe, bin ich ziemlich rasch durch und fahre nach Hause. Den Einkauf stelle ich vorerst nur in der Küche ab. Ich mache kurz Pause, werfe mich dann aber in die Sportklamotten und absolviere ein Ganzkörper-Workout. In den Satzpausen verräume ich immer mal wieder ein paar Lebensmittel.
Eine Stunde Workout, gut 20 Minuten Laufband. Fertig. Gutes Gefühl. Wenn es nicht immer vorher so schwer wäre sich aufzuraffen.

Nach der Dusche genieße ich einfach nur noch eine Weile das stille Haus. Couch und Netflix. Herrlich.
Ich schiebe einen Spaghettikürbis in den Ofen für mein Mittag- und des Mannes Abendessen später. Für die Kinder ist heute Nudeltag. Immer montags.

12:30 Uhr fahre ich zum Kindergarten und hole ein gut gelauntes Kind ab. Sie haben kleine Papierdrachen gebastelt, mit Schnüren an einen Ast gebunden und flitzen damit durch die Gegend und freuen sich, wie der Drache im Wind weht. Er hat solchen Spaß daran.

Zu Hause setze ich Nudelwasser auf und erwärme die Tomatensoße. Aus dem Kürbis entferne ich das Fruchtfleisch und brate es noch mit anderem Gemüse in der Pfanne an, fülle es wieder in die Kürbishälften und überbacke sie mit Schafskäse.

Der Mittlere kommt von der Schule (montags hat er immer eine Stunde länger), die Tochter kurz darauf und wir essen zusammen.

Die Tochter hat heute Küchendienst. Wir machen also die Küche zusammen tiptop und dann erbetteln sich die Kinder schon einen Teil ihrer Tabletzeit. Ich bin gut gelaunt und erlaube es, obwohl die Hausaufgaben noch nicht erledigt sind.

Ich verkrümle mich in mein Zimmer und versuche etwas aufzuräumen. Klappt nicht wirklich. Es herrscht schon wieder ein heilloses Chaos dort. (keine Ahnung wie das immer passiert) Hauptsächlich verdrücke ich eine ganze (kleine!) Wassermelone und schaue weiter ein wenig „The Chilling Adventures of Sabrina“. Ich bin nun schon am Ende von Staffel 2 und kann immer noch nicht ganz sagen, ob ich die Serie gut oder doof finde. Auf alle Fälle mag ich ein paar Charaktere sehr.

 

Der Mittlere kommt zum Hausaufgaben machen. Er setzt sich zu mir in die Küche, ich räume nebenher den Vorratsschrank auf. Das war auch mal wieder dringend nötig. Die Hausaufgaben sind heute leicht und er ist schnell fertig.
Die Tochter hat heute nur Vokabeln abzuschreiben und zu üben. Ich frage sie eine Weile ab. Es macht total Spaß mit ihr englisch zu lernen. Endlich mal was, was ich gut kann und ihr gut vermitteln kann. :-)

Der Mittlere erledigt seinen Wäschedienst (heute sehr leicht, nur Wäsche waschen und nichts abzunehmen oder zu falten) und der Jüngsten den Mülldienst. (die zwei großen Mülltonnen müssen auch an die Straße, das macht er super)

Die Kinder verbrauchen ihre verbleibende Tabletzeit und gefühlt, dauert das den ganzen restlichen Nachmittag. Zwischendurch gibt es immer wieder Streit der geschlichtet werden muss.

Ich heize den Ofen an. Das Feuer macht so eine schöne Wärme und das Haus kühlt immer so schnell aus. Oft ist es draußen wärmer als drinnen. Im Sommer toll, im Herbst und Winter doof.

Zum Abendessen gibt es die restlichen Nudeln vom Mittag. Nach dem Abendbrot, gehen die Jungs in die Badewanne und die Tochter und ich bekommen uns wegen Nichtigkeiten in die Haare und blubbern uns ziemlich an. Vorpubertät. Ich ertrage das manchmal nur schwer. Das wird noch lustig in den nächsten Jahren.

Der Mann kommt nach Hause, isst seine Kürbishälfte und wir erzählen uns vom Tag.

Nach der Badewanne (und als die Tochter und ich uns wieder ausgesprochen haben), schauen wir, wie jeden Abend, die Logo-Nachrichten (von gestern) und dann soll es für alle ab ins Bett gehen. Der Jüngste will unbedingt bei einer CD einschlafen statt vorgelesen zu bekommen. Ich weiß genau, dass das nicht klappt, mache den Jungs aber eine an und gehe runter. Natürlich höre ich dann von oben nur Gerumpel und sie stehen ständig auf usw. Der Mittlere kommt und möchte bitte doch lieber was vorgelesen bekommen.

Ich lege mich also zu ihnen und lese vor und kuschle dann in den Schlaf und nicke auch etwas weg.
Danach ist mir so schrecklich kalt, dass ich mich vor den Ofen setze. Der ist aber nicht mehr so warm und es hilft rein gar nichts.
Die Tochter kommt und möchte auch kuscheln. Ich lege mich zu ihr, wir reden über alles mögliche und sie macht ihre Englischlektion mit einer App auf meinem Telefon. Wie immer zwischen halb zehn und zehn schlafen alle drei.

Ich mache mir noch eine Wärmflasche und lege mich ins Bett. Am Tablet schaue ich weiter meine Serie. Der Mann telefoniert mit seinem Besten Freund. Bis er kommt, wärme ich seine Decke mit an. Ehegesetz. :-)

Um ca. 23 Uhr fallen mir die Augen zu.

Hallo Oktober

Noch so ein wunderbarer Monat.

Ich habe mir gerade meine „Hallo September“-Liste angeschaut und gemerkt, dass ich einige Dinge nicht gemacht habe.
Wir waren kein einziges Mal am See. Das Wetter wäre zwar dementsprechend gewesen, aber die Kinder kränkelten eine Weile.
Meine Wanderung habe ich auch noch nicht gemacht, ob ich das noch schaffe im Oktober?

Der Herbst ist jetzt auf alle Fälle nicht mehr weg zu reden. Ich habe viele herbstliche Wimpelketten genäht, Pflanzen in Herbstfarben gekauft und im Vorgarten stehen einige Kürbisse.

Im Oktober:

– werden wir mit den Freunden einen Rundumschlag im Garten machen
– wird es viele Gerichte mit Kürbis und Zimt und Äpfeln geben
– fangen wir bestimmt an die Fliesen auf der Terrasse zu verlegen
– haben die Schulkinder verdiente Herbstferien
– will ich unbedingt Pilze sammeln gehen
– feiern wir Halloween (ich bin großer Fan)
– kuscheln wir uns vors Ofenfeuer

Na das sieht ja herbstlich aus bei Ihnen im Einkaufswagen.

Sprach die Fleischereifachverkäuferin im roten Supermarkt heute Morgen zu mir. Recht hatte sie.
Auf dem Weg bis zur Wurstthek waren schon ein großer Erika-Busch, ein Topf Herbstastern, ein Körbchen mit Zierkürbissen und ein großer Halloweenkürbis in meinen Korb gewandert. Die Zwetschgen rundeten das Bild perfekt ab.

Ich lachte und erwiderte, dass die Temperaturen allerdings heute nicht dazu passen.
Die Woche beginnt hier nämlich mit locker flockigen 31 Grad. So bleibt es bis Mittwoch und „kühlt“ dann auf 25 Grad ab. Herbstlich ist anders. Wobei, eigentlich ist es völlig normal. Ich erinnere mich an vor 9 oder 10 Jahren, dass wir Anfang Oktober in Potsdam noch in der Havel badeten. Und herbstlich ist es allemal. Die Blätter fallen nun nicht mehr vor Hitze von den Bäumen, sondern weil es einfach Zeit ist. Der Rasen ist übersät mit Kastanien und die Sonne steht sehr tief. Ich liebe diese Zeit so so sehr. Zu heiß ist mir trotzdem gerade. Wir gehen heut auch gar nicht raus.

Was aber auch daran liegt, dass 2 von 3 Kindern heute krank zu Hause blieben. Bei der Tocher war es heute Morgen zwar mehr Kopfsache (die Nase kribbelte aber auch und der Kopf schmerzte) doch der Mittlere hustete des nachts so sehr, dass völlig außer frage stand, ob er heute in die Schule geht.

Obwohl montags mein freier Tag ist, hatte ich vor heute ins Büro zu fahren. Zuviel zu tun diese Woche. Ich blieb nun aber daheim, brachte den Jüngsten in den Kindergarten und konnte endlich mal wieder montags einkaufen. Hallo alter Rhythmus, hab Dich vermisst. Große Kinder sind nämlich toll. Die lässt man auch mal 1-2 Stündchen allein zu Hause, auch mit Husten.

Ich ging also einkaufen und da kommen wir wieder dahin, warum ich eigentlich an der Fleisch- und Käsetheke stand, wo ich doch so gut wie nie dort etwas hole.

Wissenssendungen für Kinder sind toll. Meine schauen mit Begeisterung zum Beispiel „Checker Tobi“ (großartig) und jeden Abend kucken wir zusammen die Logo-Nachrichten. Und kürzlich sahen sie zum einen etwas über Zucker in Lebensmitteln und zum anderen einen Film über Mikroplastik. Das beschäftigte die drei sehr, besonders aber den Mittleren. Er bat mich, ob wir nicht beim Einkaufen ab jetzt etwas darauf achten können.

Natürlich weiß ich seit vielen Jahren wie man eigentlich ökologisch leben kann. Ich habe auch schon verdammt viele Dinge ausprobiert in der Richtung. So richtig etabliert hat sich leider nie etwas. Ich gebe zu: hauptsächlich aus Bequemlichkeit. Und auch wenn ich nach jedem Wocheneinkauf den Kopf schüttle und ein sehr schlechtes Gewissen habe wenn ich auf den ganzen Plastikmüll schaue aus dem ich eben mein Obst und Gemüse gepackt habe, hat es immer nicht dafür gereicht dauerhaft etwas zu ändern. Es ist halt bequem zum blauen Supermarkt zu fahren und für 5 Menschen für eine ganze Woche einzukaufen. Und industrielle Süßigkeiten sind nun mal einfach lecker.

Da der Sohn nun aber darauf achten möchte, habe ich heute mal versucht etwas bewusster einzukaufen.
Spoiler: es ist verdammt schwer. Im Standardsupermarkt gab es keine losen Äpfel, nur die große Plastiktüte. Dafür aus Deutschland. Die Möhren gab es lose, doch hatte ich versäumt ein Netz mit zu nehmen. Ich kaufte ein Obstnetz, traute mich aber nicht es schon auszupacken und zu benutzen. Beim nächsten Mal aber. Die Milch kaufte ich im Tetrapak. Glas gab es dort gar nicht. Wir fahren ab und zu ja zum Weidehof und zapfen Rohmilch. Die ist ja aber nicht so lang haltbar und alle zwei Tage dort hin zu fahren (mit dem Auto) ist auch einfach nicht drin. Grundnahrungsmittel Feta: in Plastik. Mein Magerquark: Plastik. Beim Salz griff ich statt zur Plastiktüte zum Karton. Ich kaufte spontan eine Packung Filzstifte. Die sind natürlich auch aus Plastik. Und und und….

Ich ging in den zweiten Supermarkt. Eben zu besagter Fleischtheke. Dort kaufte ich Käse und zwei Sorten Wurst. Ob die Verpackung dort nun weniger Plastik ist als der Aufschnitt aus dem Regal wage ich ja fast zu bezweifeln. Sieht natürlich erstmal voll gut aus, so eine Papiertüte. Ich weiß, dass manche ihre eigenen Behältnisse mitbringen. Wie das aber dort gehandhabt wird, besonders jetzt in Coronazeiten, habe ich mich aber nicht getraut zu fragen. Tomaten bekam ich dort im Pappkarton, ohne Folie. Die Zwetschgen waren auch im hübschen Kartonkörbchen. Bescheuerterweise nahm ich drei Packungen dieser vermaledeiten Wassereis mit, die die Kinder im Sommer so lieben. Da es ja die nächsten Tage so heiß wird. Mehr Plastik geht wohl nicht…..

Im Drogeriemarkt kaufte ich total öko 5 Bambuszahnbürsten in Pappverpackung. Und eingeschweißte Batterien. Auch die Trockenobsttüten sind nicht ohne Plastik.

Alles in allem war es tatsächlich sehr anstrengend, schwierig und teuer. Aber auf alle Fälle besser als sonst. Süßigkeiten habe ich auch nicht gekauft. Nur das Wassereis. Und eben getrocknete Mangostücke und Bananenchips. Vom Zuckergehalt können die locker mit Schokoriegeln mithalten. Fühlt sich trotzdem besser an.

Vielleicht schaffen wir es ja demnächst einmal pro Woche in einen Bioladen um loses Obst und Gemüse zu kaufen. Bei Fleisch und Fisch wollen wir eh  vom Discounter weg. Süßkram mehr selbst zu machen, zu backen. Sowas wie feste Seifen und Shampoos will ich mir auch noch mal anschauen.

Ich vermute, dass wir das auf Dauer nicht umsetzen können. Es ist halt tatsächlich auch eine finanzielle Frage.

Aber ich finde es gut, dass der Mittlere mich da mal wieder angeschubst hat und ein paar Dinge können wir vielleicht doch ändern und auf alle Fälle mit anderen Augen wieder einkaufen.

12 von 12 – September 2020

Bei #12von12 mache ich immer mal sporadisch, vor allem bei Instagram, mit. Das Projekt stammt von Draußen nur Kännchen und gibt es schon so einige Jahre. Dieses Mal schaffe ich es bei Instagram und hier :-)

 

Nun schon das vierte Jahr in Folge neben wir am „Rhine-cleanup“ teil. Eine Mitarbeiterin unseres Kindergartens hatte damals den Bürgermeister darauf aufmerksam gemacht und daraufhin nahm auch Oppenheim an der Aktion teil. Wir waren bisher in jedem Jahr mit dabei. Diesmal nur der Mittlere und ich. Wir liefen mit vielen anderen Helfern am Rhein entlang und sammelten allen Müll den wir fanden. Erfreulicherweise wurden unsere Müllbeutel dabei gar nicht so voll. Aber insgesamt war es schon eine große Menge Müll die da zusammen kam.

Danach Mittagessen zu Hause mit dem Rest der Familie, der auch nicht unttätig war und ohne uns den Sauber-Samstag absolviert hat. :-) Kurzes Kaffeepäuschen in meinem Chaos-Zimmer. Dort stapelt sich gerade Stoff und Papierkram und dieses und jenes und es stört mich aber gerade nicht so sehr, dass ich es dringend aufräumen muss. Der Moment kommt aber ganz sicher.

Danach ging es fleißig weiter. Das Projekt Küchenterrasse ist ja noch immer aktuell und noch lang nicht abgeschlossen. Heute haben wir die Treppenwand verputzt. Yeah! Mit Mörtel rum matschen. Ich lieb es ja. Ganz gerade ist sie noch immer nicht, da müssen wir noch nach bessern. Aber fürs erste ist es toll geworden.

Den alten Bollerwagen bekamen wir vor 2-3 Jahren von einem Nachbarn geschenkt der sein Haus entrümpelte. Er ist wunderschön, für den Gebrauch aber etwas sperrig und schwer. Nachdem er eine ganze Weil in der Garage einstaubte, habe ich ihn nun endlich wetterfest gestrichen, mit Folie ausgekleidet und mit Erde befüllt. Er steht und in einem Eckchen im Vorgarten und möchte noch herbstlich bepflanzt werden. Ich sehe saisonal wechselnde Deko vor mir und freu mich.

Im Hochbeet reifte nun doch noch endlich die ein oder andere Zuchini. Dieses Jahr habe ich wieder mal viel Aufwand für wenig Ernte betrieben. Das kann ich aber auf nichts anderes als meine schlampigen Gärtnerqualitäten schieben. Wieder viel gelernt und hoffentlich im nächsten Jahr wieder besser vorbereitet.

Der Blick ins Wohnzimmer Richtung Wintergarten macht mich ja immer sehr glücklich. Besonders im Herbst und Winter strahlt das alles so eine Gemütlichkeit aus, dass mir warm ums Herz wird. Zu Hause!

Die schöne Helena wird auch herbstlich geschmückt. (Ludwichtel-Hand im Bild :-) )


Nähen stand so gar nicht auf meinem Plan heute. Aber da waren die vor 2 Jahren aus Tetrapaks ausgeschnittenen und bemalten Wimpel die seit dem herumlagen und mir in die Hände fielen. Spontan die Nähmaschine aufgestellt, ein passendes Stück Schnur gefunden (das letzte) und die Wimpel dran genäht.

 

Und nun hängt die Wimpelkette am Carport und macht mich ganz schön glücklich. Ich hätte sie besser noch irgendwie lackieren sollen denn vermutlich übersteht sie den nächsten Regen nicht heil. Ich werde sie noch mal abhängen.
Eigentlich hatte ich dieses Jahr noch vor ein Buntstifttor vors Carport zu bauen. Wie bei Bine Brändle. :-) Ich habe sogar schon die Farben dafür hier. Aber die Terrasse ist gerade noch wichtiger und somit habe ich das Projekt auf den nächsten Frühling verschoben. Dann aber!

Der Jüngste und ich haben heute Küchendienst (gern erzähle ich mal was über unseren Haushaltsplan) und so waschen wir nach dem Abendbrot ab und bereiten die Snackschüsseln für den Filmabend vor.

Samstags schauen wir jetzt immer alle zusammen einen Film. Ziemlich lang haben die Kinder immer allein gekuckt, manchmal sogar getrennt, weil sie sich nicht einigen konnten. Nun haben wir aber eingeführt dass samstags Familienkino ist. Und so quetschen wir uns zu fünft auf ein Sofa und schauen Filme am Laptop. Heute war es der dritte Minions-Film. Wir lieben es!

Und nun Gute Nacht mit herbstlichem Stillleben auf Esstisch. :-)

Schulanmeldung die Dritte

Der Jüngste und ich waren heute in der Grundschule zur Anmeldung fürs nächste Schuljahr.
Wurde es sonst immer so gehandhabt, dass drei Tage zur Verfügung standen und man in einem bestimmten Zeitraum kommen konnte wann man wollte, wurden in diesem Jahr, vernünftigerweise, richtige Termine vergeben. Man wartete vor der Tür und wurde kurze vorm Termin abgeholt. Betreten des Schulgeländes und -gebäudes nur mit Maske, bis zum Schreibtisch, da stand dann eine Plexiglasscheibe. Hat alles wunderbar geklappt.

Wir waren dieses Mal beim Direktor höchst persönlich. (die Schulsekretärin und der stellvertretende Direktor bearbeiteten auch Anmeldungen) Der Direktor war sehr freundlich und redete fast ausschließlich mit meinem Sohn, der, für mich total überraschend, wohl wirklich aufgeregt und etwas wortkarg war. So hab ich ihn noch nie gesehen. Er beantwortete aber alle Fragen, manche auch ausschweifender als nötig, und taute am Ende schon wieder auf und fand es äußerst lustig mit der Faust gegen die Plexiglasscheibe zu donnern. Schnell weg. :-D

Danach gabs das versprochene süße Teilchen vom Bäcker.

In genau einem Jahr hat er dann seine erste Schulwoche. Wahnsinn. Saß ich nicht erst mit im Morgenkreis auf einem Baumstamm und begleitete ihn in den allerersten Kindergartentagen? Ist das tatsächlich schon wieder 2 Jahre her?
Und wird dieser kleine Kerl tatsächlich in einem Jahr mit einem großen Ranzen auf dem Rücken zum Schulbus laufen?

Ein Jahr noch, das unfassbar schnell vorbei gehen wird.

Mein Jüngster. Mein Besonderer. Mein Großartiger. Ach, das wird toll!