Na das sieht ja herbstlich aus bei Ihnen im Einkaufswagen.

Sprach die Fleischereifachverkäuferin im roten Supermarkt heute Morgen zu mir. Recht hatte sie.
Auf dem Weg bis zur Wurstthek waren schon ein großer Erika-Busch, ein Topf Herbstastern, ein Körbchen mit Zierkürbissen und ein großer Halloweenkürbis in meinen Korb gewandert. Die Zwetschgen rundeten das Bild perfekt ab.

Ich lachte und erwiderte, dass die Temperaturen allerdings heute nicht dazu passen.
Die Woche beginnt hier nämlich mit locker flockigen 31 Grad. So bleibt es bis Mittwoch und „kühlt“ dann auf 25 Grad ab. Herbstlich ist anders. Wobei, eigentlich ist es völlig normal. Ich erinnere mich an vor 9 oder 10 Jahren, dass wir Anfang Oktober in Potsdam noch in der Havel badeten. Und herbstlich ist es allemal. Die Blätter fallen nun nicht mehr vor Hitze von den Bäumen, sondern weil es einfach Zeit ist. Der Rasen ist übersät mit Kastanien und die Sonne steht sehr tief. Ich liebe diese Zeit so so sehr. Zu heiß ist mir trotzdem gerade. Wir gehen heut auch gar nicht raus.

Was aber auch daran liegt, dass 2 von 3 Kindern heute krank zu Hause blieben. Bei der Tocher war es heute Morgen zwar mehr Kopfsache (die Nase kribbelte aber auch und der Kopf schmerzte) doch der Mittlere hustete des nachts so sehr, dass völlig außer frage stand, ob er heute in die Schule geht.

Obwohl montags mein freier Tag ist, hatte ich vor heute ins Büro zu fahren. Zuviel zu tun diese Woche. Ich blieb nun aber daheim, brachte den Jüngsten in den Kindergarten und konnte endlich mal wieder montags einkaufen. Hallo alter Rhythmus, hab Dich vermisst. Große Kinder sind nämlich toll. Die lässt man auch mal 1-2 Stündchen allein zu Hause, auch mit Husten.

Ich ging also einkaufen und da kommen wir wieder dahin, warum ich eigentlich an der Fleisch- und Käsetheke stand, wo ich doch so gut wie nie dort etwas hole.

Wissenssendungen für Kinder sind toll. Meine schauen mit Begeisterung zum Beispiel „Checker Tobi“ (großartig) und jeden Abend kucken wir zusammen die Logo-Nachrichten. Und kürzlich sahen sie zum einen etwas über Zucker in Lebensmitteln und zum anderen einen Film über Mikroplastik. Das beschäftigte die drei sehr, besonders aber den Mittleren. Er bat mich, ob wir nicht beim Einkaufen ab jetzt etwas darauf achten können.

Natürlich weiß ich seit vielen Jahren wie man eigentlich ökologisch leben kann. Ich habe auch schon verdammt viele Dinge ausprobiert in der Richtung. So richtig etabliert hat sich leider nie etwas. Ich gebe zu: hauptsächlich aus Bequemlichkeit. Und auch wenn ich nach jedem Wocheneinkauf den Kopf schüttle und ein sehr schlechtes Gewissen habe wenn ich auf den ganzen Plastikmüll schaue aus dem ich eben mein Obst und Gemüse gepackt habe, hat es immer nicht dafür gereicht dauerhaft etwas zu ändern. Es ist halt bequem zum blauen Supermarkt zu fahren und für 5 Menschen für eine ganze Woche einzukaufen. Und industrielle Süßigkeiten sind nun mal einfach lecker.

Da der Sohn nun aber darauf achten möchte, habe ich heute mal versucht etwas bewusster einzukaufen.
Spoiler: es ist verdammt schwer. Im Standardsupermarkt gab es keine losen Äpfel, nur die große Plastiktüte. Dafür aus Deutschland. Die Möhren gab es lose, doch hatte ich versäumt ein Netz mit zu nehmen. Ich kaufte ein Obstnetz, traute mich aber nicht es schon auszupacken und zu benutzen. Beim nächsten Mal aber. Die Milch kaufte ich im Tetrapak. Glas gab es dort gar nicht. Wir fahren ab und zu ja zum Weidehof und zapfen Rohmilch. Die ist ja aber nicht so lang haltbar und alle zwei Tage dort hin zu fahren (mit dem Auto) ist auch einfach nicht drin. Grundnahrungsmittel Feta: in Plastik. Mein Magerquark: Plastik. Beim Salz griff ich statt zur Plastiktüte zum Karton. Ich kaufte spontan eine Packung Filzstifte. Die sind natürlich auch aus Plastik. Und und und….

Ich ging in den zweiten Supermarkt. Eben zu besagter Fleischtheke. Dort kaufte ich Käse und zwei Sorten Wurst. Ob die Verpackung dort nun weniger Plastik ist als der Aufschnitt aus dem Regal wage ich ja fast zu bezweifeln. Sieht natürlich erstmal voll gut aus, so eine Papiertüte. Ich weiß, dass manche ihre eigenen Behältnisse mitbringen. Wie das aber dort gehandhabt wird, besonders jetzt in Coronazeiten, habe ich mich aber nicht getraut zu fragen. Tomaten bekam ich dort im Pappkarton, ohne Folie. Die Zwetschgen waren auch im hübschen Kartonkörbchen. Bescheuerterweise nahm ich drei Packungen dieser vermaledeiten Wassereis mit, die die Kinder im Sommer so lieben. Da es ja die nächsten Tage so heiß wird. Mehr Plastik geht wohl nicht…..

Im Drogeriemarkt kaufte ich total öko 5 Bambuszahnbürsten in Pappverpackung. Und eingeschweißte Batterien. Auch die Trockenobsttüten sind nicht ohne Plastik.

Alles in allem war es tatsächlich sehr anstrengend, schwierig und teuer. Aber auf alle Fälle besser als sonst. Süßigkeiten habe ich auch nicht gekauft. Nur das Wassereis. Und eben getrocknete Mangostücke und Bananenchips. Vom Zuckergehalt können die locker mit Schokoriegeln mithalten. Fühlt sich trotzdem besser an.

Vielleicht schaffen wir es ja demnächst einmal pro Woche in einen Bioladen um loses Obst und Gemüse zu kaufen. Bei Fleisch und Fisch wollen wir eh  vom Discounter weg. Süßkram mehr selbst zu machen, zu backen. Sowas wie feste Seifen und Shampoos will ich mir auch noch mal anschauen.

Ich vermute, dass wir das auf Dauer nicht umsetzen können. Es ist halt tatsächlich auch eine finanzielle Frage.

Aber ich finde es gut, dass der Mittlere mich da mal wieder angeschubst hat und ein paar Dinge können wir vielleicht doch ändern und auf alle Fälle mit anderen Augen wieder einkaufen.

12 von 12 – September 2020

Bei #12von12 mache ich immer mal sporadisch, vor allem bei Instagram, mit. Das Projekt stammt von Draußen nur Kännchen und gibt es schon so einige Jahre. Dieses Mal schaffe ich es bei Instagram und hier :-)

 

Nun schon das vierte Jahr in Folge neben wir am „Rhine-cleanup“ teil. Eine Mitarbeiterin unseres Kindergartens hatte damals den Bürgermeister darauf aufmerksam gemacht und daraufhin nahm auch Oppenheim an der Aktion teil. Wir waren bisher in jedem Jahr mit dabei. Diesmal nur der Mittlere und ich. Wir liefen mit vielen anderen Helfern am Rhein entlang und sammelten allen Müll den wir fanden. Erfreulicherweise wurden unsere Müllbeutel dabei gar nicht so voll. Aber insgesamt war es schon eine große Menge Müll die da zusammen kam.

Danach Mittagessen zu Hause mit dem Rest der Familie, der auch nicht unttätig war und ohne uns den Sauber-Samstag absolviert hat. :-) Kurzes Kaffeepäuschen in meinem Chaos-Zimmer. Dort stapelt sich gerade Stoff und Papierkram und dieses und jenes und es stört mich aber gerade nicht so sehr, dass ich es dringend aufräumen muss. Der Moment kommt aber ganz sicher.

Danach ging es fleißig weiter. Das Projekt Küchenterrasse ist ja noch immer aktuell und noch lang nicht abgeschlossen. Heute haben wir die Treppenwand verputzt. Yeah! Mit Mörtel rum matschen. Ich lieb es ja. Ganz gerade ist sie noch immer nicht, da müssen wir noch nach bessern. Aber fürs erste ist es toll geworden.

Den alten Bollerwagen bekamen wir vor 2-3 Jahren von einem Nachbarn geschenkt der sein Haus entrümpelte. Er ist wunderschön, für den Gebrauch aber etwas sperrig und schwer. Nachdem er eine ganze Weil in der Garage einstaubte, habe ich ihn nun endlich wetterfest gestrichen, mit Folie ausgekleidet und mit Erde befüllt. Er steht und in einem Eckchen im Vorgarten und möchte noch herbstlich bepflanzt werden. Ich sehe saisonal wechselnde Deko vor mir und freu mich.

Im Hochbeet reifte nun doch noch endlich die ein oder andere Zuchini. Dieses Jahr habe ich wieder mal viel Aufwand für wenig Ernte betrieben. Das kann ich aber auf nichts anderes als meine schlampigen Gärtnerqualitäten schieben. Wieder viel gelernt und hoffentlich im nächsten Jahr wieder besser vorbereitet.

Der Blick ins Wohnzimmer Richtung Wintergarten macht mich ja immer sehr glücklich. Besonders im Herbst und Winter strahlt das alles so eine Gemütlichkeit aus, dass mir warm ums Herz wird. Zu Hause!

Die schöne Helena wird auch herbstlich geschmückt. (Ludwichtel-Hand im Bild :-) )


Nähen stand so gar nicht auf meinem Plan heute. Aber da waren die vor 2 Jahren aus Tetrapaks ausgeschnittenen und bemalten Wimpel die seit dem herumlagen und mir in die Hände fielen. Spontan die Nähmaschine aufgestellt, ein passendes Stück Schnur gefunden (das letzte) und die Wimpel dran genäht.

 

Und nun hängt die Wimpelkette am Carport und macht mich ganz schön glücklich. Ich hätte sie besser noch irgendwie lackieren sollen denn vermutlich übersteht sie den nächsten Regen nicht heil. Ich werde sie noch mal abhängen.
Eigentlich hatte ich dieses Jahr noch vor ein Buntstifttor vors Carport zu bauen. Wie bei Bine Brändle. :-) Ich habe sogar schon die Farben dafür hier. Aber die Terrasse ist gerade noch wichtiger und somit habe ich das Projekt auf den nächsten Frühling verschoben. Dann aber!

Der Jüngste und ich haben heute Küchendienst (gern erzähle ich mal was über unseren Haushaltsplan) und so waschen wir nach dem Abendbrot ab und bereiten die Snackschüsseln für den Filmabend vor.

Samstags schauen wir jetzt immer alle zusammen einen Film. Ziemlich lang haben die Kinder immer allein gekuckt, manchmal sogar getrennt, weil sie sich nicht einigen konnten. Nun haben wir aber eingeführt dass samstags Familienkino ist. Und so quetschen wir uns zu fünft auf ein Sofa und schauen Filme am Laptop. Heute war es der dritte Minions-Film. Wir lieben es!

Und nun Gute Nacht mit herbstlichem Stillleben auf Esstisch. :-)

Schulanmeldung die Dritte

Der Jüngste und ich waren heute in der Grundschule zur Anmeldung fürs nächste Schuljahr.
Wurde es sonst immer so gehandhabt, dass drei Tage zur Verfügung standen und man in einem bestimmten Zeitraum kommen konnte wann man wollte, wurden in diesem Jahr, vernünftigerweise, richtige Termine vergeben. Man wartete vor der Tür und wurde kurze vorm Termin abgeholt. Betreten des Schulgeländes und -gebäudes nur mit Maske, bis zum Schreibtisch, da stand dann eine Plexiglasscheibe. Hat alles wunderbar geklappt.

Wir waren dieses Mal beim Direktor höchst persönlich. (die Schulsekretärin und der stellvertretende Direktor bearbeiteten auch Anmeldungen) Der Direktor war sehr freundlich und redete fast ausschließlich mit meinem Sohn, der, für mich total überraschend, wohl wirklich aufgeregt und etwas wortkarg war. So hab ich ihn noch nie gesehen. Er beantwortete aber alle Fragen, manche auch ausschweifender als nötig, und taute am Ende schon wieder auf und fand es äußerst lustig mit der Faust gegen die Plexiglasscheibe zu donnern. Schnell weg. :-D

Danach gabs das versprochene süße Teilchen vom Bäcker.

In genau einem Jahr hat er dann seine erste Schulwoche. Wahnsinn. Saß ich nicht erst mit im Morgenkreis auf einem Baumstamm und begleitete ihn in den allerersten Kindergartentagen? Ist das tatsächlich schon wieder 2 Jahre her?
Und wird dieser kleine Kerl tatsächlich in einem Jahr mit einem großen Ranzen auf dem Rücken zum Schulbus laufen?

Ein Jahr noch, das unfassbar schnell vorbei gehen wird.

Mein Jüngster. Mein Besonderer. Mein Großartiger. Ach, das wird toll!

Draußen sein

Warum ich den September so liebe? Ebenso wie den April und Mai?
Weil meistens das Wetter einfach perfekt ist.
Sonnenschein, nicht zu heiß, manchmal eine leichte Brise.
Man kann eine lange Hose anziehen, ein kurzärmeliges Oberteil und offene Schuhe ohne Socken.
Ohne zu schwitzen oder zu frieren.

Es ist die perfekte Zeit um im Garten zu arbeiten. Man kommt nicht um in der Sonne, schwitzt nicht von der Schwüle und braucht keine dicken Klamotten um nicht zu frieren. Wird es doch mal im Schatten frisch, schlüpft man schnell in ein leichtes Jäckchen.

Es ist ebenfalls die beste Zeit um zu wandern.
Hier in den Weinbergen ist es jetzt herrlich. Davon abgesehen, dass die Trauben so gut wie reif sind und der Anblick dieser Fülle ganz wunderbar ist, ist es jetzt einfach am angenehmsten. Im Sommer, wenn die Sonne knallt, kriegt man mich nicht zwischen die Wingerte. Es gibt keinen Schatten und man geht einfach nur kaputt. Wir gehen auch im Winter spazieren, so richtig Spaß macht es aber nur im Frühling und Herbst.

Ich liebe liebe liebe diese Zeit.
Leider bin ich tatsächlich gerade viel zu wenig draußen.
Nach der Lohnarbeit, Hausaufgabenbetreuung und Sport denke ich stets „jetzt noch schnell die fertige Wäsche aufhängen und die trockene falten“ oder „oh, die Küche sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, die räum ich mal eben schnell auf“ oder „ach, schon wieder so spät, ich bereite schon mal das Abendessen vor“ und schwupps ist der Nachmittag schon wieder um und wir waren doch wieder nicht unterwegs oder ich habe was im Garten geschafft. Blöd.

Ich nehme mir jetzt ganz offziell vor, dass ich am Nachmittag zuerst im Garten etwas schaffe. Gut, Hausaufgaben und Sport müssen erst erledigt werden. Aber dann: raus! Haushalt bleibt liegen. So.

Hallo September

Ein Lieblingsmonat.

Im September…

…. werde ich mit dem Jüngsten zur Schulanmeldung gehen.
…. gibt es hoffentlich noch einige wunderbare Sonnentage.
…. kommen wir mit der Terrasse sicher ein ganzes Stück weiter.
…. werde ich das Haus herbstlich schmücken.
…. gibt es schon mal viele herbstliche Gerichte.
…. wird es ein kleines Gartenfest bei den Freunden geben.
…. trage ich zum ersten Mal wieder lange Hosen.
…. vielleicht auch schon wieder Socken.
…. will ich eine kleine Wanderung durch Nierstein machen.
…. können wir vielleicht ein letztes Mal im See baden?
…. hat der neue Alltag sich richtig eingependelt.
…. will ich mal wieder ein Buch lesen.
…. denke ich tatsächlich schon viel an Weihnachten. (am Wochenende gabs schon das erste gefüllte Lebkuchenherz)

Samstag 7 Uhr

Der seltene Fall ist eingetreten, dass ich vor allen Familienmitgliedern aufgestanden bin und nun allein in der unteren Etage sitze.

Draußen ist der Himmel noch blassblau und es ist ziemlich frisch. Der Herbst zeigt sich immer mehr.

Ich werde mich gleich mit einer großen Tasse Tee auf die Terrasse setzen und noch ein paar Minuten genießen, bis mindestens ein Unterhosenmatz die Treppe runter geschlurft kommt, mit verschlafenen Äuglein und darum bittet, doch noch einmal mit ins Bett zum Kuscheln zu kommen.

Samstag ist hier Haus und Garten Tag an dem gearbeitet wird. Jeder packt mit an.

Ich liebe es, wenn so ein Samstag noch früh und frisch vor mir liegt. Es ist unmöglich alles an diesem Tag zu schaffen, was in meinem Kopf umherschwirrt aber einige Dinge werden wir schon erledigt bekommen.

******Auftritt jüngstes Kind wie oben beschrieben********

Guten Morgen!

Ich würde gern mal … (Achtung, Jammern auf hohem Niveau)

Ich würde so gern mal

… einen ganzen Tag im Garten verbringen. Morgens direkt raus und erst abends wohlig erschöpft wieder rein.

… einen ganzen Tag (bzw. mehrere *hust*) einen Kellerraum nach dem anderen ausmisten und aufräumen.

… einen ganzen Tag mit nähen verbringen. In Ruhe auswählen, zuschneiden, nähen, freuen.

… einen ganzen Tag lesen. Mir irgendeins der gemütlichen Plätze im Haus suchen und einzweidrei Bücher einfach durchlesen. Zwischendurch nur mal Kaffee oder Tee und Kekse holen und sonst nichts.

… einen ganzen Tag im Bett liegen und Serien und Filme schauen. Und ne Pizza bestellen.

… einen ganzen Tag damit zubringen endlich endlich endlich die Fotoalben zu gestalten.

… einen ganzen Tag durch die Gegend wandern, die Nachbarörtchen und Weinberge erkunden.

 

Doch das geht nicht.
Ich wohne hier nicht allein. Oberste Priorität haben natürlich die Kinder. Hauptsächlich müssen sie mit Mahlzeiten versorgt werden und dann brauchen sie natürlich auch immer wieder ein Ohr, eine Hand, einen Arm von mir. Sehr oft.
Und Wäsche. Wäsche ist auch immer da. Sei es um gewaschen zu werden oder aufgehängt oder abgenommen oder gefaltet oder verteilt.

Ach und Lohnarbeit ist da ja auch noch der ich ein paar Stunden in der Woche nachgehe.
Und Sport. Dieser Zeitfresser Sport ist ja auch noch da!

An freien Tagen besteht mein Tag aber tatsächlich hauptsächlich aus Mahlzeiten zubereiten und Wäsche bearbeiten. Und dazwischen gibt es immer immer immer irgendetwas aufzuräumen. *seufz* Und natürlich haben die Kinder irgendwie ununterbrochen irgendwelche Anliegen.

Einen ganzen Tag für nur eine Sache zu haben …. das ist unmöglich. Es schieben sich immer die täglich anfallenden Arbeiten dazwischen.

Aber irgendwann, da kann ich das alles mal machen. Hoffe ich.
Bis dahin, fange ich tausende Projekte an und bringe nichts zu Ende. Oder schiebe Dinge teilweise jahrelang vor mir her.

*puh*

Jedenfalls den letzten Punkt, das Wandern, will ich mir im nächsten Monat vielleicht erfüllen.

Woche 2 im Alltag

Ja und jetzt ist es so richtig Alltag wieder. Und ich genieße und verfluche es.

Mein Montag war herrlich. Ein richtiger Montag. Alle Familienmitglieder in Büro/Schule/Kindergarten und ich hatte das Haus für mich allein. Es war so wunderbar! Ich liebe es sehr allein zu Hause zu sein.

Nach den ersten Schwierigkeiten mit dem Bus klappt der Schulalltag der Tochter ganz gut. Gestern war erster Elternabend und ich bin wirklich sehr glücklich mit unserer Schulwahl und denke, dass die Tochter dort tolle Jahre verbringen wird.

Der Mittlere besucht souverän die zweite Klasse und kriegt das alles ziemlich gut hin. Hausaufgaben sind nervig. Er hasst es zu schreiben (und hat dabei so eine hübsche Handschrift), rechnet super schnell und hasst aber auch da diese ganze Schreibarbeit. Muss er wohl durch. Ich auch wenn ich daneben sitze. Tue ich das nämlich nicht, lässt er sich vom kleinsten Staubkorn der vorbeifliegt ablenken.

Der Jüngste blieb am Freitag auch noch mit Fieber zu Hause. Mittlerweise denke ich zu wissen, woher dieses kam.
Am Samstag, seinem Geburtstag, war er aber topfit. 5 Jahre ist dises Super-Kind nun schon bei uns. Unglaublich. Unglaublich schön.
Wir feierten mit den liebsten Freunden im Garten, einem grandiosen Minionskuchen, einem Blech Pflaumenkuchen und Kürbissuppe. Die mag er nämlich sehr.

Der Geburtstag des Jüngsten läutet immer den Herbst ein. Und prompt ist diese Woche auch das Wetter dementsprechend. Es ist kühler, besonders morgens und abends ist es richtig frisch, es wird immer früher dunkel und heute stürmt es sogar.

Ich mag Herbst. Auch wenn es manchmal auf die Stimmung drück, das fehlende Licht und das ungemütliche Wetter. Aber da habe ich mir fest vorgenommen entgegenzuwirken dieses Jahr. September und Oktober sind ja noch wunderschöne Monate, auch wettermäßig. Der November wird kritisch, da muss man sich ganz viel Gemütlichkeit und Farbe und Licht ins Haus holen.

Aber jetzt genieße ich noch diese Spätsommertage.

Genug geschnipselt.

Alltag

Nö.
Diese Woche ist noch etwas turbulent und wir müssen uns alle noch reinfinden.

Die Tochter wurde am Dienstag in die weiterführende Schule eingeschult.
Nur ich durfte sie begleiten und trotz aller Auflagen und allem was nicht stattfinden konnte, war es eine nette kleine Zermonie.

Eltern und Schüler von zwei Klassen (die anderen beiden kamen dann eine Stunde später) saßen mit Abstand auf einer Wiese, der sympatische Direktor hielt eine Ansprache, die Tutoren wurden vorgestellt und dann alle Schüler aufgerufen.
Und wie mein kleines, großes Mädchen dann da nach vorne ging, sich mit aufstellte und später dann mit ihren neuen Klassenkameraden hinter den beiden Tutorinnen ins Schulgebäude lief, sich noch mal umdrehte und mir winkte, da war das schon so ein Mama-Glucken-Moment und exakt so wie am allerersten Schultag, damals, vor 4 Jahren.

Gestern Morgen brachte ich sie zum Bus. Sie muss jetzt eine halbe Stunde früher und an einer anderen Bushaltestelle abfahren. Es standen so viele Schüler dort, viel ältere und das mit den Wurzeln und Flügeln war eher so, das ich meine Flügel ganz fest über sie stülpen wollte. Sie kam aber sicher in der Schule an. Zurück gab es dann allerdings ein kleines Drama. Ein weinendes Häufchen Elend klingelte an der Tür. Sie war in den falschen Bus gestiegen, der Busfahrer war dennoch so freundlich gewesen, sie hier im Dorf abzusetzen. Nie wieder wolle sie Bus fahren. Ach ach… Das ist aber auch etwas schwierig muss ich sagen. Wegen einer Baustelle an der Schule fahren die Busse woanders als normalerweise ab, zwei Busse haben die selbe Nummer und sie war ganz allein und hatte niemanden mit dem sie zurück fahren konnte. Heute hole ich sie deshalb ab und wir schauen uns das mit den Bussen an der Schule mal genau an.

Der Mittlere ist heute den vierten Tag Zweitklässler. Die ersten Hausaufgaben sind ebenso anstrengend wie im ersten Schuljahr. Er lässt sich jede Sekunde ablenken, muss schauen was der Bruder macht, mir was spannendes erzählen oder dringend den Radiergummi anmalen. Konzentrationsspanne wie ein Toasbrot. Man muss wirklich neben ihm sitzen und zu jedem Buchstaben, jeder Rechenaufgabe animieren und erinnern. Er könnte in der Hälfte der Zeit fertig sein. *seufz*

Der Jüngste war drei Tage fröhlich im Kindergarten. Gestern nach dem Abholen kam es mir schon etwas spanisch vor, dass er so ruhig und entspannt war; tat was man ihm sagte. (Rucksack selbst tragen, Brotdose auspacken (sogar ohne Ansage) Hände waschen) Ja, das ist echt ungewöhnlich. Er klagte auch etwas über Kopfschmerzen.

Abends kam er direkt mit zu mir ins Bett und ich merkte, dass da ein kleines Glühwürmchen war. Gegen ein Uhr nachts musste er sich dann übergeben. Allerdings blieb es dabei, er trank dann noch sehr viel und schlief irgendwann zum Glück ein. Heute ist er wieder fit. Vielleicht wars ein kleiner Sonnenstich? Oder doch ein Virus? Wir beobachten das mal.

Ich war gestern im Büro den ganzen Tag äußert motzig und wollte so gern die Ferien zurück. Ich bekam auch höllische Kopfschmerzen und konnte zu Hause nur liegen und Frust-Kaubonbon essen. Solche Kopfschmerzen hatte ich tatsächlich noch nie. Blöd.

Heute nur ein kurzer Abstecher ins Büro. Dann löse ich den Mann zu Hause ab.

Wir sind noch weit von Alltag entfernt. Der Wochenplan steht noch nicht, da verschone ich die Kinder aber noch gern diese Woche.
Der Jüngste hat übermorgen Geburtstag. Geschenke sind zum Glück alle im Haus. Allerdings hat er sehr genaue Vorstellungen seines Kuchens und der Mann ist auch sehr ambitioniert diese zu erfüllen. Allerdings sollte er dann mal langsam mit der Planung beginnen.

Eingekauft müsste auch werdenn. Da sind wir völlig aus dem Rhytmus.

Wenn der Samstag geschafft ist, mach ich drei Kreuze. Ab nächste Woche hoffentlich alles entspannter und geregelter.

 

*uff*

 

Ferienende

Heute startet der Alltag wieder. Zumindest für alle männlichen Mitglieder der Familie.

Wir hatten wunderbare Sommerwochen. Haben viel am Haus geschafft, sind gewandert, haben Unmengen Eis gegessen, waren viel am See, sind brutzelbraun geworden und haben es einfach genossen alles zu können, aber nichts zu müssen.

Heute Morgen musste ich mich dann auch kurz sammeln. Alltag. Brotdosen, Kinder zum Anziehen, Zähne putzen, Losgehen animieren, den Jüngsten zum Kindergarten fahren, den Mann zur Arbeit verabschieden. Möp. Fand ich doof.

Nunja, so ist das wohl nach Ferien. Alles muss sich wieder einpendeln, ich muss wieder ein Gefühl dafür bekommen und vor allem, darf ich mich nicht stressen. Wir haben, auch mit Arbeit, Schule und Kindergarten, einen recht entspannten Alltag mit wenigen Terminen und Verpflichtungen.

Der Mittlere sitzt nun in der zweiten Klasse mit einer neuen Lehrerin und ich bin vermutlich aufgeregter als er. So neue Dinge machen mich, vor allem bei ihm, sehr nervös. Dabei meistert er das alles viel viel besser als ich es mir vorstelle. Jedes Mal. *atmen*

Der Jüngste ist nun Vorschulkind im Kindergarten. Unglaublich. Der spazierte souverän wie immer zum Bauwagen und ich bekam zum Abschied gerade mal einen Flugkuss.

Die Tochter hat heute noch einen ruhigen Tag. Morgen hat sie erst „Einschulung“ an der neuen Schule. Aufregend. Sehr.

Ich gebe mir selbst diese Woche noch zum Zurück-in-den-Alltag-finden. Zuviel Aufregung noch in den nächsten Tagen mit all dem Neuen und am Wochenende dem Geburtstag des Jüngsten.

Ab nächsten Montag, da läuft dann wieder alles „normal“ und rund. Hoffentlich.

Hach, Ferien sind toll. Ich freu mich auf die nächsten.
Aber Alltag hat auch was. Bestimmt.