Sehr viel

Ich habe heute sehr viele Kalorien in Form von sehr viel Schokolade zu mir genommen.

Ich habe heute sehr viel geschwitzt sobald ich mich bewegt habe.

Ich habe heute sehr viele Stoffe gefaltet und ordentlich verstaut.

Ich habe heute sehr viel mit dem Mann geknutscht und gelacht.

Ich habe heute sehr viel mit den Kindern am Tablet gedaddelt.

Ich habe mir heute sehr viel rote Tönung in die Haare schmieren lassen.

Ich habe heute sehr viel nicht gemacht, was ich eigentlich machen wollte.
Aber das ist gar nicht schlimm. :-)

Ich habe sehr gelacht

Seit Montag aktualisierte ich stündlich die Webseiten der Schulen der Kinder um zu erfahren, wie es denn nächste Woche weiter geht. Besonders für die Tochter, die neu auf die weiterführende Schule kommt, ist das ja doch sehr spannend.

Die Grundschule hatte am Montag schon Infos, die IGS dann endlich gestern Mittag.

Dort war dann sehr schön ausführlich zu lesen, wie die Einschulungsfeier der neuen fünften Klassen ablaufen wird.
Klasse 5a und 5b zuerst, dann 5b und 5c. Es ging dann noch weiter im Text über Maskenpflicht und dass nur ein Elternteil mitkommen darf usw und ich fragte mich die ganze Zeit nur, woher ich denn aber wissen soll, in welcher Klasse mein Kind sein wird. Darüber gab es nämlich bisher noch keinerlei Information.

Dann, ganz unten im Text, als P.S.:

„Liebe Schülerinnen und Schüler,

mit der Post von deiner Patin / deinem Paten, welche du vor den Sommerferien erhalten hast, hast du erfahren, in welche Klasse du kommst. Die Farbe des Umschlages steht für die Klasseneinteilung: rot = 5a, grün = 5b, gelb = 5c, blau = 5d“

Ich wette, die Schule bekommt in den nächsten Tagen sehr viele Anrufe.

 

P.S. ;-)
WIR wissen welche Farbe der Umschlag hatte. Ich habe ihn sogar aufgehoben. Aber ich kann mir vorstellen, nicht alle Familien haben dem Umschlag solche Beachtung geschenkt. Hätte man das denn wirklich nicht anders schon vorab vermerken können? Oder einen Hinweis im Brief geben, dass der Umschlag und seine Farbe noch wichtig sein werden?

Ich musste 39,5 Jahre alt werden

.. um das erste Mal unter freiem Himmel zu schlafen.

O.K., ich korrigiere, um das erste Mal eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Denn meine Mutter hat mich als Baby, dick eingemummelt im Kinderwagen, im Winter gern nach draußen gestellt; wo ich dann selig an der kalten Winterluft schlummerte und rote Bäckchen bekam. Aber das zählt ja nicht wirklich.

Auch wenn ich ein Zeltkind bin, unter richtig freiem Himmel hab ich nie geschlafen. Bis letzte Nacht.

Vorletzte Nacht hab ich die Hitze nämlich nicht ausgehalten im Schlafzimmer. Die obere Etage wird doch sehr heiß bei uns (und mir fällt wieder ein, warum wir nicht jetzt schon auf den Dachboden ziehen, obwohl das sehr verlockend ist, da ist es einfach nicht richtig gedämmt und NOCH heißer)

Ich beschloss also letzte Nacht auf der Terrasse zu schlafen.

Nach See, Filmabend und Jungs ins Bett kuscheln, machte ich mir also ein Lager.

Es war schon dunkel, ich ließ die Lichterkette im Wintergarten an. Es war dennoch etwas unheimlich.
Viele Geräusche gibt es da. Die Grillen zirpen, ab und zu blökt ein Schaf von der Wiese hinter unserem Garten, die Hühner des Nachbarn gackern und irgendwas raschelt immer im Garten umher.

Ich sah Sterne am Himmel, aber leider keine Sternschnuppe.

Irgendwann schlief ich wohl ein. Erwachte gegen halb zwei, zog den Stecker aus der Lichterkette und schaute wieder ein Weilchen in den Sternenhimmel. Wieder keine Sternschnuppe.

Ein Tier machte ziemlich nah, ziemlich laute Geräusche. Ich habe keine Ahnung was das war. Ein Eichhörnchen? Sind die nachtaktiv? Ein Marder, Siebenschläfer … ? Es „fauchte“ und „keckerte“ so seltsam. Und es huschte über das Schuppendach des Nachbarn. Ich vertraute darauf, dass es vermutlich vor mir viel mehr Angst hatte als ich, dass es plötzlich auf meine Bettdecke springt und dämmerte wieder weg.

Ich wachte wieder gegen fünf Uhr auf. Da war der Berufsverkehr auf der Bundesstraße schon in vollem Gange. Es wurde hell und die Hähne des Dorfes lieferte sich das übliche Wettkrähen. Ich döste noch etwas und huschte dann kurz vor sechs Uhr zum Mann ins Schlafzimmer. Ich genoss, dass der Straßenlärm dort nicht zu hören war und bedauerte aber, dass die Temperaturen und Luftbewegungen dort dafür umso mehr zu wünschen übrig ließen.

Kurz darauf schlüpfte der Jüngste zu mir.
Schlafen konnte ich eh nicht mehr und da der Mann mir zu brummelte, dass er bis vier Uhr am Laptop gearbeitet hatte, ließ ich ihn schlafen und stand, mit mittlerweile beiden Jungs, auf.

Fazit: Es war herrlich frisch und weitaus besser auszuhalten als im überhitzten Obergeschoss des Hauses. Keine einzige Mücke hat mich behelligt. Dafür halt jede Menge tierische Geräusche und vor allem die Bundesstraße am frühen Morgen.

Ich werde das wiederholen, vielleicht aber nicht heute Nacht. Es sei denn, ich halte es vor Hitze wieder nicht aus.

 

Geseufze

Montag.
Ich seufze, weil die letzte Ferien- und Urlaubswoche angebrochen ist. In einer Woche ist der Mann wieder am Arbeiten (nicht, dass er in seinem Urlaub nicht doch am Rechner sitzen musste; ist halt kein anderer da der seinen Job machen kann während er weg ist), der Mittlere in der zweiten Klasse, der Jüngste im Kindergarten und die Große hat noch einen Tag Schonfrist.

Ich seufze, weil wir bis heute noch keine Info haben, wie der Schulalltag nächste Woche aussehen wird. Weder von der Grundschule, noch von der IGS. Ich aktualisiere täglich die Webseiten der Schulen und bin gespannt. Meine Vermutung: volle Klassenstärken, keine Abstandsregeln und Mundschutzpflicht. Ich werde meine Kinder dennoch weiterhin auf Abstand drillen und Masken mitnehmen und sie davon zu überzeugen versuchen, sie aufzusetzen.

Ich seufze, weil der Mann gerade auf einer Trauerfeier weilt. Einmal natürlich, weil das furchtbar traurig ist, zum Anderen, weil ihn das Vorbereiten und Mithelfen und das Grübeln schon einige Tage Arbeit, viele Telefonate, Zuhören und eine Nachtschicht gekostet hat. Er ist gerade nicht ganz bei uns, im übertragenen Sinne, und ich hoffe einfach, dass das nach heute wieder besser wird.

Ich seufze, weil erlösender Regen erst für Freitag angesagt ist und ich nicht mal daran glaube, dass da allzuviel Wasser vom Himmel fallen wird, so wie es nötig wäre.

Ich seufze, weil mein Zimmer schon wieder aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen. Wenn ich es mal pickobello aufgeräumt habe, dauert es nur wenige Tage bis es wieder aussieht wie vorher. Alles wird „nur mal schnell dort abgelegt“ und bleibt ewig liegen. (jaja, statt hier mitten im Chaos zu sitzen und zu bloggen, sollte ich wohl eher mal anfangen…)

Ich seufze, weil wir noch so viel in den Ferien tun wollten und doch nicht alles schaffen. Aber da will ich gar nicht zu viel seufzen, denn wir haben auch tatsächlich viel geschafft und gemacht und immerhin haben wir ja noch sieben Tage.

Ich seufze, weil die Hüften, die meinen, sich wieder gerundet haben, das Bäuchlein wieder über den Bund hängt und die Arbeitsjeans verdächtig kneift. Da seufze ich sehr laut. Aber, und da zucke ich dann mit den Schultern, was solls? Ich weiß woran es liegt und ich weiß, wie ich das wieder ändern kann. Nach den Ferien gehts wieder los mit regelmäßig Sport und ich schaue wieder was ich esse. Ich weiß wie es geht. Ich kann es. Und an Weihnachten hab ich dann wieder ein Sixpack. :-)

 

es.ist.heiß.

Nunja, im Sommer eigentlich nicht ungewöhnlich. (Oder doch?)

Ich erinnere mich an Zeiten, bevor ich Kinder hatte. Bevor ich überhaupt den Mann kannte.
Damals lebte ich in einer netten Wohnung (ohne Renovierungsbedarf) mit Balkon. Ich war eine zeitlang arbeitslos und ich weiß noch, wie ich Unmengen von diesem Instant-Pfirsich-Eistee trank. In einem großen gelben Plastikbecher. Mit Eiswürfeln. Und so lang ich auf dem Balkon im Schatten und tat nichts. Vermutlich las ich viel, denn Smartphones gab es noch nicht und einen Laptop besaß ich nicht.

Ich erinnere mich auch an die Schwangerschaft mit der Tochter. In Potsdam. Ich war, dank Überstunden, schon lange vor dem offiziellen Mutterschutz zu Hause. Ich riss morgens alle Fenster der Wohnung auf, setzte mich in meinen Sessel, legte die Füße hoch, den Laptop auf dem Schoß und stand nur zum Pipimachen auf oder um mir irgendwas zu essen zu holen. (vornehmlich in einer Schüssel, die ich dann auf dem mächtigen Babybauch balancieren konnte) Es wehte eine frische Brise durch die Wohnung und ich fröhnte dem Onlineshopping und kaufte alles, was man für ein Baby braucht und ganz viel, was man überhaupt nicht braucht. Erstes Kind halt.

Jedenfalls ist es sehr toll wenn es draußen sommerlich heiß ist, man aber wegen nichts auf der Welt das Haus verlassen und sich nicht einmal zwingend bewegen muss. Nur für das Nötigste.

Mit Kindern ist das dann natürlich alles anders. Die sind nun mal da, egal ob Minus zehn oder plus 38 Grad. Meistens macht ihnen große Hitze auch gar nichts aus und sie sind so aktiv wie eh und je und wollen Action. Und außerdem Eis. Sehr viel Eis. Aber dagegen habe ich gar nichts. :-)

Sie wollen auch bei 30 Grad kuscheln und essen wollen sie auch. Und Melone oder Salat oder einfach nur ein Rohkostteller werden da auch nicht als Hauptmahlzeit akzeptiert. Spaghetti, Pizza und Kartoffelbrei werden wie eh und je gefordert. Und Kuchen dürfte ich auch jeden Tag backen.

Auch wenn es schon heißer war und ich sogar hochschwanger solche Phasen ganz gut ausgehalten habe, macht mich die Hitze seit gestern etwas fertig. Im Haus steht die Luft, der Garten ist größtenteils zum Glück schattig, dennoch ist es auch da heiß und jede Bewegung ist anstrengend. Nichts macht Spaß.

Die letzte Nach war auch schlimm. Es  kühlte überhaupt nicht ab. Jeder Fetzen Stoff auf der Haut war zuviel und die zwischendurch eingelegten kalten Beinduschen halfen auch nur kurzzeitig.

Den Entschluss gefasst, heute Nacht draußen zu schlafen. Vielleicht ist das ja ganz angenehm. Im Keller wäre es vermutlich am Besten, aber da eignet sich momentan kein Raum. (Notiz: wenigstens einen Raum mal richtig aufräumen und putzen)

Und jetzt flüchten wir an den See. Der Packstress vorher ist zwar jedes Mal die Hölle, aber die Aussicht ins kühle Nass zu tauchen macht das alles wett.

Vorher heize ich die Küche aber noch um ein paar Grad auf, indem ich ein Blech Pflaumenkuchen Zwetschgenkuchen. Weils so Spaß macht.

Frei wie der Wind

Naja fast.

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt Fahrrad gefahren bin. Es ist auf alle Fälle schon recht lange her, mindestens ein Jahr.

Und seit der Schwangerschaft mit dem Jüngsten hatte ich ja so ein schniekes Elektro-Fahrrad. Das war auch nötig dann später mit zwei Kindern im Anhänger.

Nun ist der Jüngste für den Hänger schon eine Weile viel zu groß, das selbst Fahrrad fahren klappt aber auch noch nicht so gut, dass man längere Strecken fahren könnte. Also laufen wir meist.

Ich sehnte mich in letzter Zeit aber öfter danach, einfach mal mit dem Rad ins Nachbarstädtchen zu düsen um schnell was einzukaufen. Leider waren alle verfügbaren Fahrräder defekt.

Aber nun spendierte der Mann mir für mein älteres, nicht elektrisches, Fahrrad einen Satz neuer Reifen plus Mäntel und so konnte ich heute Morgen direkt eine kleine Tour machen. Pflaumen waren das Objekt der Begierde; oder „Zwetsche“ wie das hier heißt; bzw. weiß ich, dass es da wohl schon einen botanischen Unterschied gibt, aber für mich waren die blauen Dinger seit meiner Kindeheit Pflaumen und vom Blech gabs Pflaumenkuchen; quadratmeterweise.

Jedenfalls düste ich los ins besagte Nachbarstädtchen. Huiiiiii wie war das toll. Fast die ganze Strecke einfach rollen lassen. Kurz Geld holen und ab zum netten Obst-Gemüse-Lädchen. Zum ersten Mal. Und während ich da so anstand, unterhielten sich die drei Damen vor mir und später kam noch ein Herr dazu und trotz Hitze waren alle so gut gelaunt und plauderten im hiesigen Dialekt (den ich ganz gern mag) über dies und jenes und es war irgendwie ein ganz schöner Moment und fühlte sich sehr heimelig an.

Im Lädchen brach mir zuerst der Henkel meines Einkaufskorbs ab *peinlich* und als ich die Zwetschen eingepackt hatte, stand ich noch etwas ratlos ob der Fülle des Angebots herum. Eigentlich brauchte ich nichts weiter, wollte aber auch nicht einfach wieder gehen. Ich packte noch zwei Gurken und sechs Eier dazu und verließ sehr beschwingt den Laden.

Im Supermarkt gab es dann noch diversen Süßkram, Eis und eine Wassermelone. Grandiose Idee, so ne Melone, wenn man mit dem Fahrrad da ist.

Der Rückweg war dann etwas beschwerlicher, was nur teilweise an der Melone lag, hauptsächlich, dass es zurück ins Dorf nun mal leicht aber stetig bergauf geht. Das merkt man dann schon gut in den Beinen. Ich sehe quasi meine Oberschenkelmuskeln wachsen.

Schön war das. So ein Ausflug per Rad. Will ich öfter machen. (Leider passiert es ja zu oft dass solche „will ich öfter machen“-Vorhaben im Sande verlaufen. Hoffen wir mal, dass es nicht so ist)

Ich gebe es zu

.. ich kann mich nicht an den Tag erinnern, als wir beim Jüngsten das erste kleine weiße Spitzchen eines Zahnes entdeckten.
Ebensowenig beim Mittleren.
Allein bei der Tochter habe ich da was im Hinterkopf. Wie jeder Pups damals, wurde das natürlich auch verbloggt. *g*

Etwas besser erinnere ich mich daran, wie der erste Zahn wieder verloren wurde. Bei der Tochter war es wohl direkt an ihrem 6. Geburtstag; pünktlich kurz vor der Einschulung.

Beim Mittleren war es ähnlich … oh oh… meine Erinnerung verlässt mich da doch gerade…. . Auf alle Fälle war er auch schon 6 Jahre alt und es war vor der Einschulung. :-)

Und nun ist da der Jüngste. In genau 2 Wochen wird er fünf und vorgestern, da kommt er plötzlich an: „Mama, ich hab einen Wackelzahn!“ Ich fühlte und erschrak ein wenig. Das war eine mega-Wackelzahn. Ein Wunder, dass ich ihn nicht direkt in der Hand hatte. Große Freude und Aufregung auf allen Seiten. :-)

Gestern Mittag dann, beim Essen sprach ich ihn drauf an, was denn der Wackelzahn mache. Kurzer Check: hups, gar nicht mehr da! Irgendwann verloren. Nachts und verschluckt? Oder schon am Vortag am See beim Baden oder Essen? Wir wissen es nicht und werden das Zähnchen vermutlich auch nie wieder finden. Schade.

Der Jüngste ist aber nicht betrübt, im Gegenteil. Die erste Zahnlücke (mein Babieeee!) wurde ausgiebig mit Eis gefeiert; die Aufregung und Freude ist noch größer geworden und er dachte, dass dann heute sein erster Schultag wäre.

Tja, da muss er noch ein Jahr warten. Auf die nächste Zahnlücke aber wohl nicht so lang, der Nachbarzahn wackelt nämlich auch schon etwas.

*Seufz* dieses Großwerden ist schon was. Und warum muss das gefühlt so rasend schnell gehen?

Seetag

„Komm Schatz, morgen fahren wir einfach den ganzen Tag an den See. Alles einpacken, früh los und dann ganz easy und entspannt“ So sprach der Mann gestern Abend, als es an die Planung des heutigen Tages ging. Wir haben uns nämlich so gedacht, dass wir in den Ferien abwechselnd einen Tag zu Hause verbringen und in Haus und Garten werkeln und einen Tag was unternehmen. Ging bisher auch ganz gut auf.

Mir entlockte diese Ansage erst mal nur ein muffliges Schnauben. Der ganze Tag war ja irgendwie schon bescheiden gewesen, von easy und entspannt war ich weit entfernt und auch die Aussicht auf den üblichen an-den-See-fahr-Stress entlockte mir irgendwie auch keine gute Laune. Da aber wieder irgendwas um die 34 Grad angesagt waren und ich keine bessere Ausflugsidee hatte, stimmte ich zu.

Es fing ganz gut an, dass ich es schaffte früh aufzustehen. Leider war mir das beste der Welt, ein Haus früh am Morgen ganz für mich allein, nicht gegönnt; der Jüngste bemerkte mein Verschwinden fast sofort und forderte noch eine Runde Mama-Kuscheln ein. Danach verkündete er so großen Hunger zu haben, dass er, sollte er nicht augenblicklich gefüttert werden, sofort verhungert umfallen würde. Das wollen wir ja nun auch nicht und deshalb begann ich wunschgemäß Pancaketeig anzurühren. Der Mittlere tappste dann auch schon die Treppe runter und der Tag begann so, wie er gestern endete: mit in Walkie-Talkies  gesprochene Kinder-Wichtigkeiten und vielen Rogers hintendran. Dazwischen immer wieder elektronisches Gedudel, wenn man den anderen „anfunken“ wollte. Ich dachte nämlich, es wäre eine gute Idee den Kindern Walkie-Talkies zu schenken. Die kamen gestern hier an und es war tatsächlich eigentlich eine gute Idee. Sie sind seit dem damit beschäftigt. Ich habe alles störende Gebimmel ausgeschaltet, nur eben dieses „Anklinkeln“ geht nicht abustellen und tönte heute morgen rund um sieben mehrfach durchs Haus. Der Mann, der gern mal länger schläft, war nicht sehr amused.

Pancake-Frühstück, Ansage was als nächstes passiert (Zähne putzen, anziehen, packen, los) und erstes von mir gewettertes „ach fahrt doch allein an den See“ , weil keiner der Herrschaften gewillt war mir zuzuhören.

Es dauerte dann noch gefühlte Stunden bis alle Badesachen, alles Essen und Spiele gepackt waren. Dazwischen mehrfach die Erinnerung sich endlich anzuziehen, Schuhe nicht zu vergessen und doch mal mit anzupacken. (augenrollende, eigentlich-noch-lange-nicht-Teenager sind so toll *heul* ).

Für alle noch ein Wassereis und los. Kurze Autofahrt, Fähre, kurze Autofahrt, Ankunft.
Dort alles Geraffel wieder auspacken, alles herrichten, ermahnen, doch mal mit anzupacken (das mit den fast-Teenagern wieder) und daaaaaann ging es endlich ans Wasser.

Und dann, war all der Stress vorher vergessen:

 

Das Wasser war perfekt warm und wie immer so herrlich weich und klar. Einfach einzutauchen und zu schwimmen war einfach nur wunderbar.

Abends um neun waren wir wieder zu Hause. Die Haare duften nach Seewasser, meine Schultern und die Kinderrücken sind noch etwas mehr gebräunt und wir fühlen uns einfach nur ganz herrlich sommerlich erschöpft.

Zunge verbrannt

am heißen Chai-Tee hier neben mir. *autsch*

Gestern sehr sehr schlecht gelaunt schlafen gegangen. Dann sehr schlecht geschlafen, da zwischen den Jungs auf der Couch im Wintergarten. Es war doch etwas eng. Schlecht geträumt. *grmpf* Allein der Anblick der von der Morgensonne beschienenen Kastanie machte ein paar schöne Gefühle.

Auf ein paar Minuten allein am Morgen gefreut, doch kaum war ich, nachdem ich behutsam alle Körperteile unter schlafenden Söhnen weg gezogen hatte, im Bad angekommen, schallte es schon „Maaamaaa, ich will mit Dir kuscheln!“

Nun denn. Jungs wuseln um mich rum, Scones kommen gleich in den Ofen, die Zunge bizzelt noch etwas.

Starten wir mal in den Tag. (absoluter Haushalt/Garten-Tag heute)