wmdedgt – 5. Januar 2021

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?
Fragt Frau Brüllen an jedem 5. des Monats, der da heute nun ist (das erste Mal 2021) und ich bin mal wieder dabei.

Dienstag, erster Arbeitstag für mich nach der Weihnachstpause. *seufz* Es fällt mir unheimlich schwer aus dem gemütlichen Bett, in dem mich von links der Mann und von rechts die zwei Söhne (die irgendwann wieder heimlich reingeschlichen sind) warm kuscheln, zu steigen und mich fertig zu machen. So früh am Morgen sind die Gedanken immer doof und alles ist dunkel und überhaupt. Bäh.

Ich fahre ins Büro, werde vom Inhalt des Emailpostfachs erschlagen und ignoriere dieses erst einmal. Ich seufze vor mich hin, antworte der Freundin, die schreibt, dass sie gut in Sambia angekommen sind und dann ruft die Potsdam-Freundin an und wir schnacken kurz übers Homeshooling unserer Kinder. (ihr Sohn hat seit gestern schon wieder Schule, meine haben noch Ferien und beginnen erst morgen mit dem Fernunterricht).

Dann raffe ich mich doch auf und fange an Emails abzuarbeiten. Ist dann gar nicht so viel wie es auf den ersten Blick aussah. Hauptsächlich Kalendererinnerungen und Weihnachtsgrüße.

Ich wurschtle so ein Bißchen rum.

Um 11 Uhr breche ich doch das Fasten mit einem Apfel. Kurz vorher hatte ich noch überlegt, vielleicht doch ca. 6 Tage durchzuhalten, aber ein plötzlicher Impuls wollte mich diesen Apfel essen lassen. Kein Hunger, kein Appetit; einfach nur so Lust. Auch gut.
Er schmeckte jedenfalls köstlich und ich hoffe, dass ich es schaffe die nächsten Mahlzeiten so zu gestalten, wie ich es mir vorstelle und nicht in alte Gewohnheiten zu verfallen.

Meinen mitgebrachten Götterquark esse ich später auch noch und er macht mit richtig satt.

Nach ein Bißchen Gebastle an der Firmenwebseite mache ich pünktlich um 12 Uhr Feierabend.

Zu Hause erwarten mich freudig die Kinder, der Mann ist beschäftigt aber die Stimmung ist entspannt.
Ich mache den ohne Bohnen-Kartoffel-Topf warm, den ich gestern Abend vorkochte und der mir aber das erste Mal total misslungen ist. Muss an den Kartoffeln gelegen haben, vermutlich waren es mehligkochende und sonst habe ich immer festkochende (ich achte da eigentlich nie drauf). Jedenfalls sind die Kartoffeln toal zerfallen und zerkocht. Es war eigentlich nur noch Matsch. Vielleicht waren sie auch beleidigt, weil ihre Kumpels, die Bohnen fehlten. Der Jüngste wünschte sich nämlich unseren, von allen geliebten, Bohnen-Kartoffel-Topf; aber bitte ohne Bohnen. Es schmeckte wohl trotzdem ganz gut. Da ich aber viel zu viel gekocht habe, mache ich den Rest in drei große Gläser ein. So richtig im Kochtopf einwecken. Hab ich noch nie gemacht; mal schauen ob das was wird.

Der Mann muss weiter arbeiten und verkrümelt sich ins Schlafzimmer.

Ich muss heute dringend mein Zimmer aufräumen. Der Sohn soll dort morgen mit dem Fernunterricht starten. Und es ist sowieso nötig. Wie gefühlt alle zwei Wochen. (dieser Raum zieht Chaos magisch an!!)

Ich prokastiniere (das Wort habe ich zum ersten Mal 2013 bei Twitter gehört; werd ich nie vergessen) und lese mich durch Twitter und Instagram, reiche Snacks, schlichte Streit, etc.

Wäsche von gestern wird aufgehangen und eine neue angemacht. Die Söhne rennen die ganze Zeit in meiner Nähe umher, toben, sind laut … dann tanzen sie. Der Mittlere elegant mit langem Stock. Es dauert nicht lang und der Jüngste hat ihn am Kopf. Tanzrunde vorbei.

 

Ich finde die vier Paar Stiefel in der Dusche die ich gestern nach unserem Spaziergang im Matschewetter eigentlich direkt abbrausen wollte und dann wohl doch vergessen habe. Naja, nun ist der Schlamm fest. Abduschen geht trotzdem noch ganz gut.

Um 14:31 Uhr stürmt die Tochter die Treppe hinunter. Ich hab ihr gesagt, dass ich 14:30 Uhr mit ihr losfahre.
Als sie den Bücherstapel den sie zu Weihnachten bekam ausgelesen hatte, reichte ich ihr noch ein Buch nach, dass ich noch im Schrank hatte. Das sollte ursprünglich der Sohn einer Freundin bekommen; ich entschied mich dann aber für ein anderes. Erst mochte sie es nicht anfangen und druckste herum (sie ist da oft wählerisch; wenn Cover und Klappentext nicht gefallen, mag sie es oft nicht mal anlesen) Höflich nahm sie es dann doch an umd 2 Stunden später mit heißen Wangen zu verkünden, dass sie mit dem Buch fertig sein, es total toll war und sie den nächsten Band gern hätte.

Ich bestellte zwei mal zwischen den Jahren einen Band nach, den sie ebenso verschlang. Die nächsten wollte sie selbst bezahlen. Deshalb bestellten wir im Nachbarort im Spielzeug-Schreibwaren-Buchladen vor und sie wartete geduldig bis heute endlich die Nachricht kam, dass die Bücher abholbereit wären. Wir fuhren also los und sehr gut organisiert konnten wir die Bücher im freien, am Nebeneingang des Geschäfts, annehmen.

Auf dem Rückweg, brachte ich mein Weihnachtsgeschenk auf den Weg zurück. :-( Der Jüngste schenkte mir, vööööölllig uneigennützig, eine Eismaschine. Leider stellte sich beim ersten Versuch (bei dem ich sehr euphorisch und vorfreudig war) heraus, dass sie defekt ist. Ich habe mich so geärgert und war echt traurig. Hoffen wir, dass mit der Retoure alles klappt, dann bestellen wir neu. ICH WILL EIS!

Dann konnte ich mich nicht mehr drücken und räumte mein Zimmer fertig auf. Herrje hab ich Krams. Aber ich liebe den auch sehr!

Später dann Abendessen für die Kinder, Küche aufräumen, abwaschen.
Die Kinder schauen mit dem Mann Logo.
Und dann machten wir es heute mal etwas anders und ich ging mit dem Mittleren zuerst ins Bette, während der Jüngste noch beim Mann unten blieb und spielte.
Ich las vor und kuschelte und der Mittlere quatschte mir ein Ohr ab. Aber es tat ihm gut, glaub ich.

Dann kam aber schon der Jüngste und wollte auch mit mir kuscheln und ich wechselte vom oberen ins untere Bett.
Es dauerte dann noch einen Moment, aber dann schliefen beide.

Ich bereitete noch Brotdosen für morgen vor. Auch wenn die Kinder Fernunterricht haben, haben sie so wie gewohnt das zweite Frühstück am Arbeitsplatz.
Für mich rührte ich noch einen Götterquark für morgen an und packte mir alles für die Arbeit zurecht.

Jetzt werde ich noch duschen gehen und dann same procedure as every evening seit einiger Zeit: mit dem Mann im Bett kuscheln und ein-zwei Folgen Vikings schauen. 3>

Fastentag 4 ?

Eigentlich, wollte ich nur einen oder höchstens zwei Tage auf feste Nahrung verzichten.

Am Samstag, 2. Januar, fing ich also an, entledigte mich sämtlicher Inhalte und hatte absolut kein Problem damit, an diesem Tag nichts zu essen, war ich doch einfach irgendwie froh nach der ganzen Völlerei der letzten vielen Wochen.

Tag 2 war doof. Ich erwachte mit Kopfschmerzen, die den ganzen Tag über nicht so recht verschwanden, hatte unheimlich Appetit (der Mann machte Lasagne und ich später für die Kinder Waffeln; das war Folter) und überhaupt war alles doof. Ich freute mich darauf, am nächsten Tag wieder was zu essen.

Und dann erwachte ich gestern, Montag, an Tag 3 und fühlte mich absolut großartig! Kein Hungergefühl, totale Energie und Motivation und alles war toll. Deshalb beschloss ich, mit an diesem Tag auch nur von Tee und Tomatensaft zu ernähren.

Heute ist also Tag 4, an dem ich eigentlich auf alle Fälle wieder essen wollte, auch meinen Apfel und meine Frühstücksmahlzeit dabei habe, aber irgendwie gar keine Lust zum Essen habe und erstmal nur Tee trinke.
Mmmhh, mal sehen. Ich fühle mich auf alle Fälle sehr gut, auch wenn ich mich darauf freue wieder essen.

Papierkram

Ich liebe Kalender. Besonders am Jahresanfang, wenn sie noch ganz frisch und leer sind, ist es doch ein unglaublich tolles Gefühl in ihnen zu blättern und im Geiste schon an die Dinge zu denken, die in den nächsten Monaten so … Weiterlesen

Hätte

ich mir fürs neue Jahr vorgenommen täglich zu bloggen, hätte ich da ja schon kläglich versagt. Schließlich schreiben wir heute schon den 02. Januar 2021.
Dafür hab ich mir alles andere vorgenommen, was man sich eben so vornehmen kann. Mehr hiervon, weniger davon, endlich reich werden, die Kinder besser erziehen und das zu Hause noch schöner machen. Und ein neues Hobby fange ich natürlich auch noch nebenher an. Ach, und allem voran natürlich endlich ordentlicher, organisierter und verantwortungsvoller zu werden. Ha! Kinderspiel!

Das mit dem organisierter werden, daran arbeite ich seit zwei Tagen. Ich bin dabei sämtliche Fotos von 2020 vom Telefon auf den Laptop und von dort auf eine externe Festplatte zu ziehen. Klingt leichter als es ist. Die Technik hat so ihre Tücken und ich schwöre ich werde mich da jetzt monatlich ran setzen und das erledigen; denn Fotos sind für mich absolutes Heiligtum und deshalb möchte ich die gut gesichert und geordnet haben.

Wenn das geschafft ist, arbeite ich mich weiter durch mein Arbeitszimmer. Ich brauche da Ordnung und Platz um Projekte angehen zu können.

So nach und nach wird dann überall entrümpelt. Hoffe ich. Das habe ich nämlich ständig auf der Liste und schaffe es nie. Wir versinken ind Kinderklamotten und Schuhen und ich nehme mir nicht die Zeit sie zu verkaufen oder zu verschenken oder einfach weg zu werfen, wenn es gar nicht anders geht. (ein klein wenig spielt da natürlich auch die Wehmut mit rein; ich hänge sehr an Dingen und die Erinnerungen die da dran geknüpft sind)

Ich schweife schon wieder ab, eigentlich wollte ich nur erzählen, dass wir ganz langweilig ins neue Jahr gestartet sind. Es gab Filme und Snacks, wir schauten alle unsere Monatsvideos die der Mann immer aus den Fotos zusammenstellt. Der Jüngste schlief irgendwann ein, war aber pünktlich ein paar Minuten vor zwölf wieder wach. Die Stimmung war mittelprächtig, zum ausgelassenen Tanzen und Feiern reichte es irgendwie nicht in diesem Jahr. Highlight war ein ganz wunderbares Paket zum Jahresende, das ich mit den Kindern auspacken durfte. Soviel Liebe! <3

Bis Mitternacht hatte ich es nirgends auch nur einmal knallen hören. Dann stiegen eine Handvoll Raketen in die Luft und kurz darauf krähte draußen nur noch der Hahn. So sehr ich das Böllerverbot befürworte, es sorgte dafür, dass kein richtiges Silesterfeeling aufkam. Aber natürlich überwiegen die Vorteile enorm, deshalb kann es ruhig so bleiben.

Gestern schlonzten wir uns wieder so durch den Tag, ich verzweifelte an dem Fotogesichere, die Kinder sahen zuviel Quatsch und der Mann….. keine Ahnung was der so trieb :-) Am frühen Abend skypten wir mit den Freunden die morgen für drei Jahre ins Ausland gehen. Ein persönliches Treffen war ja leider nicht mehr möglich. Aber sie kommen in einigen Monaten schon wieder zu Besuch.

Heute waren wir dann allerdings ein paar Stunden produktiv. Wir fuhren zum See und harkten Laub und schnitten die Hecke. Und zum Abschluss, sprang ich todesmutig ins sehr sehr sehr kalte Wasser. Doofe Idee. Also, es ist sicher schrecklich gesund und hinterher fühlte man sich auch erstmal großartig aber es war einfach unfassbar kalt und ich brauchte zu Hause eine heiße Dusche und den Sessel am Kaminofen um wieder warm zu werden.

Meine Laune hangelt sich gerade so durch die Tage. Mal hoch, mal tief. Mal super glücklich, mal unzufrieden mit allem. Aber zum Glück macht mir das nichts mehr aus. Geht es mir gut, nehme ich das an und genieße es. Geht es mir nicht so gut, weiß ich, dass es gleich wieder anders aussehen kann und denke an all das Schöne das ich habe und dann halte ich die kurze schlechte Laune sehr gut aus. :-)

Ich verspüre heute das erste Mal seit Wochen (vielen Wochen) Magenknurren. Ich habe mir selbst auferlegt, heute auf feste Nahrung zu versichten. Morgen vielleicht auch noch mal. Mein Körper fühlte sich zuletzt völlig „zugemüllt“ an. Ich habe in allen Bereichen extrem gesündigt, im Dauerzustand. Das muss und soll jetzt ein Ende haben. Ich versuche geduldig mit mir zu sein, aber auch stark. Mal sehen, ob ich wieder zu meiner alten dieser einen Form zurück komme die ich so mochte.

Aber genug gelabert.

Ich wünsche eine Frohes neues Jahr! Auf dass es gefüllt sein wird mit wunderbaren Momenten, viel Lachen und Lieben, Freude, Spaß, Vertrautheit und allem was Euch wichtig ist.

 

 

Es ist Sonntag, glaub ich

Ja doch. Der 27. Dezember. Aber wir sind in dieser Phase, in der wir doch erst einmal überlegen müssen, welcher Tag heute ist.

Ich glaube, ich habe seit Wochen keinen Hunger verspürt. Gefühlt wurde ununterbrochen gegessen. Also, von mir. Unschön für die Hüften, die
sich mehr und mehr runden, auch der Busen, was der Mann wiederum ganz nett findet.

Erst heute haben wir das „Festessen“ bestehend aus Fleisch, Kroketten und Rotkohl nachgeholt. Wir haben einfach drei Tage vom Raclette gegessen, so dass es unsinnig gewesen wäre am ersten Feiertag damit schon anzufangen.

Wir hatten herrliche, stressfreie Feiertage. Ich mag es ab und zu Gäste zu haben und alles dafür vorzubereiten; aber es ist eben auch extrem anstrengend und stressig vorher und hinterher, wenn auch das Treffen geliebter Menschen ganz schön ist. Da das dieses Jahr komplett ausfiel, schlumperten wir  eben die gesamten Feiertage hier zu Hause rum. Aßen, spielten, legten keinen Wert auf das Geschirr mit Goldrand meiner Omi oder nett gemalten Tischkärtchen. Das Wohnzimmer musste nicht aufgeräumt und das Bad nicht geputzt werden. HERRLICH!

Und nun ist diese Zeit zwischen den Jahren die ich eigentlich sehr mag.
Ich habe unfassbar viele Ideen für Projekte im Kopf, es kribbelt überall, wenn ich daran denke, was ich alles schaffen will.
Im Hinterkopf ist direkt das müde Lächeln und das Wissen, das natürlich nicht alles schaffbar ist und dass ich mal nicht übertreiben soll mit den Plänen.

Kenn ich ja. Aus jedem Jahr.
Egal. Pläne schmieden macht Spaß, von Projekten träumen ist toll und wenn auch nur ein Bruchteil davon klappt, bin ich doch froh.

 

Halloween-Woche

Ich LIEBE Halloween. Oh ja.

Als nach der Wende all diese amerikanischen Fernsehserien und Filme kamen in denen Halloween gefeiert wurde, war ich von Anfang an fasziniert. Und von Jahr zu Jahr kam ja dann auch mehr „Halloween-Kram“ in die Supermärkte. Ich fand das immer so toll. Kürbisse! Kürbisse schnitzen, Kürbisgerichte kochen und backen, Gruselfilme schauen und überhaupt fand ich ja schon immer alles mit Hexen und Vampiren toll. *g*

Erst als ich von zu Hause ausgezogen war konnte ich das aber so richtig ausleben. Ich erinnere mich noch, wie ich meine erste Kürbissuppe kochte. Wie ich mir einen Hexenhut bestellte (und Halloweenklopapier *g*) und Gruselessen fabrizierte. Oder wie ich, mangels eines Kürbis, einen Apfel aushöhlte und mit dem typischen Gesicht versah. Da war ich Anfang zwanzig und niemand teilte irgendwie meine Leidenschaft. *seufz*

Jetzt hab ich ja Kinder und kann zum Glück all sowas ausleben. *hihi* Nicht nur Halloween, auch andere Feiertage zelebriere ich gern und meine Kinder zum Glück auch.

Dieses Jahr haben wir besonders viele Kürbisse im Vorgarten, jeden Tag fülle ich die Brotdosen mit Gruselkram und am Samsta, an Halloween, werden wir unsere kleine Party zu Hause feiern. Mit leckerem Essen, Kostümen, Filmen und Nebelmaschine.

 

Totholzhecke

Schon seit Längerem wollte ich eine Totholzhecke, auch Benjeshecke genannt, bei uns anlegen.

Unser Grundstück endet ja hinten an einem kleinen „Abhang“. Es geht also ein Stück runter bis zum Zaun des anliegenden Grundstücks, auf dem Schafe weiden <3. (Ein kleiner Traum wäre übrigens, wenn uns der Besitzer der Weide ein kleines Stück abzwacken würde. Dann könnten wir dort ein paar Gemüsebeete anlegen, eine Treppe dorthin bauen und hätte noch einen kleinen erweitereten Garten mit Sonne, in dem auch was wächst. Leider ließ sich der Besitzer auf Anfrage damals nicht drauf ein.)

Die Kinder spielen ab und zu dort unten. An einer Stelle kann man da nämlich wunderbar runterschliddern. :-) Im Abhangbereich herrst Wildnis. Efeu, Brombeeren, Ahorn- und Kastaniensprößlinge von den heruntergefallenen Früchten unserer Bäume, dazwischen noch ein kleiner Holunder und jede Menge Laub, totes Holz usw. Ich liebe sowas in Gärten. Unser Grundstück reicht aber rechtlich gar nicht bis zum Zaun unten, sondern nur bis etwa zur Hälfte mitten im Gefälle. Und irgendwie hatte ich den Wunsch, dort so eine Totholzhecke zu errichten.

Da wir von der Gartenaktion ja so viele große Äste übrig hatten, war jetzt ein guter Zeitpunkt damit anzufangen. Also los.
Heute, war herrliches Wetter und es schrie förmlich nach Gartenarbeit. Also ließ ich den Haushalt Haushalt sein, seufzte nur einmal tief beim Anblick meines Arbeitszimmers bzw. dem ganzen Chaos das ebendieses ausfüllt, und zog die Arbeitsschuhe an.

 

Aus den dicksten Ästen die wir hatten, machten wir die Stützen und rammten sie mit dem Vorschlaghammer in die Erde. Teilweise gar nicht so einfach und ich werde meine Schultern morgen sicher gut spüren.

Tja und dann schichteten wir einfach alles an Ästen und Zweigen dazwischen, was wir von der Gartenaktion noch rum zu liegen hatten.

 

Ich finde, sie ist richtig toll geworden. Momentan sind es nur etwa 3 Meter, aber wenn wir wieder „Material“ haben, erweitern wir sie immer mehr. Jetzt bietet sie hoffentlich erstmal schon einigen Tieren einen guten Unterschlupf für den Herbst und Winter und ich freue mich sehr darauf zu sehen, wie sie sich entwickelt und auch weiter wächst.

Gartenaktion Teil II

Am Wochenende drauf folgte der Gegenbesuch bei den Freunden im Garten um den ein wenig zu bearbeiten.
Man muss sagen, das Grundstück der Freunde ist etwa viermal so groß wie unseres und nicht minder bewachsen.
Wir hatten also ordentlich zu schnibbeln und zu sägen und zu jäten und zu harken und es wurden mehr und vollere Hängerladungen zum Grünschnittplatz gefahren.

Aber ich hatte unglaublich Lust und hätte noch ewig weiter machen können.
Mein Highlight war der Brennessel-Brombeeren-Gestrüpp-Teil hinterm Gewächshaus, der so groß ist, dass es für manche für einen eigenen Garten reichen würde. Ich habe den komplett bezwungen auch, wenn er im Frühjahr ganz schnell wieder bewachsen sein wird. Und das ist auch gut so. Viel kleines Leben kann sich dort ganz ungestört tummeln.

Der Großteil ist jetzt erledigt. Die Freunde gehen ja im Januar für 3 Jahre ins Ausland. In der Zeit werden Verwandte Haus und Garten übernehmen und dafür wollten sie wenigstens grob Ordnung schaffen.

Ich liebe den Garten und das Haus der Freunde. Und ich liebe diese Menschen. Sehr. Wir aßen mittags im Freien leckeren Gemüseeintopf mit allen Zutaten aus dem Garten, nachmittags den guten Apfelkuchen und abends Klöße und Rotkohl.

Es war ein fantastischer Tag und wir fuhren am Abend müde und herrlich ausgepowert und mit Frischluft betankt wieder nach Hause.

 

Wir haben den Garten vergrößert

So scheint es zumindest.

Vorgestern, am Samstag, fand die schon länger geplante Gartenaktion mit den liebsten Freunden statt. (außerhalb von Schule und Kindergarten, die einzigen Kontaktpersonen)

Ich stand von acht bis elf Uhr in der Küche und kippte gerade die zweite Packung Schmelzkäse in die Lauchsuppe als sie, gut mit Gartengerätschaften und in Arbeitsklamotten, hier eintrafen.

Wir fackelten gar nicht lang und begannen mit dem Sägen und Schneiden und schnibbeln und harken. Die Kinder helfen mehr oder weniger mit; alles in allem klappte es aber sehr gut und besser als von mir gedacht. Kaffeepause. Die Männer fahren den ersten proppevollen Anhäger (es werden insgesamt drei an diesem Tag) zum Wertstoffhof.

Danach gibt es die Käse-Lauch-Hackfleischsuppe mit frischem Brot. Es ist das Mischbrot vom Plötzblog und hat mich sehr begeistert. Ein einfaches, richtig gutes Brot. Es überlebte auch keine Stunde.

Wir arbeiteten uns weiter durch den Garten. Wahnsinn was für Mengen an Holz wir abschnitten und weg fuhren. Dazu haben wir auch noch jede Menge behalten um eine Totholzhecke anzulegen.

Am Nachmittag gab es umgedrehten Apfelkuchen und wirklich phänomenale Brownies. Ich habe schon viele in meinem Leben gebacken und es hatte nie so richtig Klick gemacht. Doch dieses Mal schon. Ich habe das perfekte Rezept gefunden.
Es ist das Brownie-Rezept von Frau Gold. Und ja, es sind die einen, die einzigen. Es ist jede Menge Schokolade, Butter und Zucker drin und deshalb schmecken die auch einfach so gut. Ich hab sie nicht richtig durch gebacken und das war absolut perfekt. In der Mitte, waren die Stücke eigentlich kein Kuchen mehr sondern fast eine Creme und einfach sündhaft gut. Macht diese Brownies!!!

Wir ackerten weiter, auch wenn die Lust langsam nachließ.

Gegen Abend machten die Kinder ein kleines Feuer und grillten Marshmallows. Wir Erwachsenen genossen Zwiebelkuchen (dieses Rezept wartete schon seit Jahren darauf von mir gemacht zu werden),  Federweißer und noch einen zweiten Laib Brot. Dieses Mal ein Dinkel-Kartoffelbrot. Auch sehr sehr gut. Ich mag Kartoffelbrote ja eh total gern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Freunde verabschiedeten sich zur langen Heimfahrt. Wir sind ihnen sehr zu Dank verpflichtet. Wir machten noch einen Filmabend bei dem wir Eltern ständig einnickten. War eben doch etwas anstrengend.

Der Garten ist jetzt „ganz schön verändert“, wie der Jüngste heute sagte. Man kann von der Straße nun das Haus sehen :-) Na wenigstens kommt meine Deko nun endlich zur Geldung. Zu den Nachbarn fühlt es sich jetzt etwas nackig an.  Der ganze Garten wirkt unfassbar groß und auch wenn ich immer traurig bin wenn wir etwas weg schneiden, weiß ich ja, dass es sein muss. Es wächst wieder. Und zwar ziemlich schnell. Im nächsten Herbst wird alles wieder dicht sein. Vielleicht hat ja jetzt der Rasen sogar wieder eine Chance im vorderen Bereich.

Ach, ich liebe diesen Garten und dieses Haus so sehr.

 

 

Herbstferien

Herbeigesehnt, redlich verdient und von Herzen gegönnt.

Die beiden Schulkinder haben einen richtig guten Job gemacht seit August. Und auch, wenn die Zeit seit dem Ende der Sommerferien gar nicht so lang war, so waren es doch für beide ganz schön anstrengende Wochen.

Die Tochter wegen der ganzen Umstellung zur weiterführenden Schule. Neue Schule, neue Klasse, neue Lehrer, neue Fächer. Jede Menge Input, Aufregung, Stress, Klassenarbeiten. Das war ein harter Job.

Der Sohn wegen der Gesamtsituation in seiner Klasse. Es ist nicht leicht und es ist nicht schön. Und trotzdem geht er jeden Tag froh zur Schule, findet es toll, macht gut mit und lernt etwas. Große Leistung.

Man konnte die Anspannung förmlich fallen hören als ich alle drei Kinder im Auto hatte und wir nach Hause fuhren.

Der Jüngste hat zwar keine Ferien, bleibt aber den ein oder andern Tag sicher auch zu Hause.
Geplant haben wir nichts. Nur süßes Rumlümmeln. (naja, wir Erwachsenen gehen eigentlich normal arbeiten).