Halli Hallo aus der Vorweihnachtszeit

Blog-Blockade oder Unlust oder keine Zeit oder was auch immer.

Halloween und somit der letzte Beitrag,  ist nun schon eine Weile her und der November verging ja irgendwie wie nix.

Eigentlich gehörte der November immer zu meinen weniger gemochten Monaten. Aber dieses Jahr, und das muss ich mir jetzt endlich mal merken damit es mir in den nächsten Jahren nicht mehr davor graut, habe ich gemerkt, dass ich den November eigentlich ziemlich klasse finde.

Denn dann verwandelt sich unser Haus in diese gemütliche Höhle die ich über alles liebe und am Liebsten gar nicht mehr verlassen möchte. Im Kamin brennt ein warmes Feuer und diese Wärme ist einfach um so vieles gemütlicher als sie von den Heizkörpern ausgeht (trotzdem immer froh, dass wir auch diese haben); überall brennen plötzlich Kerzen und auch meine Lichterketten-Leidenschaft kann ich wieder voll ausleben.
Schön war das, dieser Übergang zur Weihnachtszeit.

Und nun sind wir genau in dieser mittendrin und die Kinder und ich und sogar der kleine Grinch-Mann genießen es sehr.

Letzten Freitag erfüllte ich mir den jahrelangen Traum auch endlich einmal alle Plätzchendosen mit den verschiedensten Sorten zu befüllen.

Hat geklappt. Und was muss ich sagen, nach nicht mal einer Woche sind sie so gut wie leer. Die besten Sorten sind weg, nur ein paar Butterplätzchen sind noch da. Und nein, wir haben keine verschenkt. Parrallel zum Plätzchenschwund ist mein Hüftumfang gestiegen. O.K., mach ich mir nichts vor, daran sind nicht nur die Plätzchen der letzten Woche schuld, sondern all die Süßigkeiten seit dem Sommer und das ausgefallenen Sportprogramm. Ich möchte deshalb manchmal ein Bißchen heulen, weiß ja aber, dass nur ich daran schuld bin und auch nur ich es wieder ändern kann. Werde ich auch, wenn mir wieder danach ist. Grad nicht. :-)

Das Virus der die Welt in Atem hält tangiert unser Alltagsleben zum Glück nicht allzustark. Wir waren jetzt vorher auch nicht so die geselligste Familie. Die Kinder gehen in Schulen und Kindergarten (das macht mir auch noch immer Bauchschmerzen), ansonsten verlasse ich dreimal und der Mann zweimal pro Woche das Haus um ins Büro zu fahren, wo wir dann komplett allein sind. Und ein bis zweimal pro Woche gehe ich einkaufen, nur das Nötigste. Bumm. Ende. Wir kommen sehr gut damit zurecht. Die Tage vergehen sehr gut mit Hausaufgaben, spielen, basteln, viel essen und ab und zu kleinen Wanderungen in der Umgebung.

Der Mann und ich genießen es tatsächlich eher, dass es keine Veranstaltungen von all den Einrichtungen gibt. Ist auch mal schön.

Ich lese viel über das Virus und auch viel von Menschen, die damit zu tun haben. Erkrankte, Pflegepersonal, Lehrerinnen und Lehrer; ich höre unsere Bundeskanzlerin wie sie appeliert, ich lese von Leugnern und sehe Menschen, die sich einfach so treffen als wäre nichts. Es macht mir oft ziemlich Angst und ich verzweifle und frage mich, wie das alles nur weitergehen wird, warum manche Menschen so dumm, ignorant und unsozial sind und was noch alles passieren wird….

Wir mummeln uns in unserer Blase ein und lassen die Welt draußen.

nicht gebloggt

Hach, da bin ich ja völlig aus meinem Blog-Flow raus geschwuppst. Das tut mir tatsächlich leid.

So oft huschte der Gedanke durch den Kopf: das könntest Du jetzt schnell mal aufschreiben. Aber dann fehlte Zeit, Lust, Energie oder es war direkt wieder vergessen.

Was mir gerade so einfällt, worüber ich hätte erzählen können und was vermutlich gar keinen interessiert:

Das Terrassenprojekt krepelt so vor sich hin. Die Fliesen sind da, sind irgendwie kleiner als gedacht (aber wunderschön) und der Mann schwitzt am Laptop vor dem Entwurf. Er hat das Geländer abgeschliffen nur, damit wir ebenso grüne Farbe wieder auftragen können. Das schaffen wir vielleicht am kommenden Wochenende (Notiz an mich: Zeitfenster dafür einplanen). Dichtschlemme (ich liebe dieses Wort) und aller anderer Kram steht bereit. Wenn es dann noch eine Weile gutes Wetter gibt, sollten die Fliesen im nächsten Monat drauf sein. Für die Treppenwand haben wir uns ja was ganz Wildes ausgedacht, das schaffen wir aber wohl erst im Frühjahr.

Der Herbst ist volle Pulle da und ich liebe es. Nach einer sehr langen Trockenzeit, hat es nun endlich auch mal wieder ein wenig geregnet. Lange nicht genug, aber ein Anfang. Der Garten ist sehr vernachlässigt. Eine Zuchini haben wir ernten können, ein paar Minitomaten reifen tatsächlich noch ab und zu. Den Salat den ich noch gesät hatte und der schon sprießte (sproß? ) hat ein Tier des nachts umgegraben. :-( Die Kastanien liegen zu hunderten auf der Wiese. Die Kinder sind gerade nicht so enthusiastisch beim Sammeln wie noch im ersten Herbst den wir hier wohnten. In 10 Tagen haben wir hier mit Freunden eine Gartenaktion. Alles was geht wird runter geschnitten. Dazu Zwiebelkuchen, Federweißer, Apfelkuchen und Kürbisbrot.  Eine Woche darauf, wiederholen wir das dann bei den Freunden im Garten. Ich freue mich sehr.

Apropos die Freunde. Aus beruflichen Gründen werden sie ab Januar das Land für gut 2,5 Jahre verlassen und mein Herz tut ganz schön weh. Sie werden mir sehr fehlen. Hoch lebe die moderne Technologie und ein toller Urlaub ist für uns dann (hoffentlich, warten wir mal die Gesamtsituation ab) auch mal drin. Wir genießen also noch diese letzten Monate zusammen. Und als wir uns vor einer Weile trafen, da hatte ich ja doch ganz schön zu schlucken als die Freundin fragte, ob ich nicht sowas wie inoffizielle Patin des jüngsten Kindes werden wollte. ICH! Patin! Da ich keiner kirchlichen Institution angehöre, kann ich offiziell ja nie Patin werden. Sie lassen, anders als die beiden Geschwister, das jüngste Kind nun aber nicht taufen und deshalb darf ich dennoch diese Aufgabe übernehmen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich darüber mal so freuen und gerührt sein würde. Mein Herz ist ganz voll und ich freu mich so darauf jetzt als erstes eine Nicht-Tauf-Kerze gestalten zu dürfen.

Den Apfelkindern hier geht es gut. Einen leichten Infekt haben alle hinter sich. Die Schule ist herausfordernd, besonders bei der Tochter. Ich versuche das allerletzte Jahr im Kindergarten so intensiv wie möglich zu genießen und auszuleben. Schade, dass unsere Zeit dort vorbei sein wird. (der Jüngste schlug vor, doch noch schnell ein Geschwisterchen zu bekommen, tja…. eher nicht)

Ich bin gerade so muckelig-herbstlich eingestellt. Immer um dieses Zeit, schwelge ich in den Farben und will am liebsten täglich herbstlich kochen und backen. Dieses Jahr bin ich sogar ganz gut mit der Herbstdeko dabei. Der Vorgarten sieht schön aus.

 

Und bevor ich jetzt noch weiter sinnfrei stammle, beende ich die Schnipselei und bemühe mich, in Zukunft wieder knackigere Beiträge mit Fotos zu erstellen. Liest sich doch einfach angenehmer.

 

 

Mittwochgeschnipsel

Es ist eindeutig Herbst und ich liebe diese Zeit, genau jetzt, so sehr.
Morgens ist es ziemlich frisch und immer dunkler wenn ich an Lohnarbeitstagen das Haus verlasse.
Spätestens mittags scheint die Sonne dann aber schön warm. (manchmal aber sogar noch zu warm und ich schwitze weil falsch angezogen) Es ist so herrlich am Nachmittag draußen im Garten zu sein. Schönste Zeit.

Gestern habe ich mich selbst sehr glücklich gemacht und verschiedene Stoffe, Sprühfarben und Stempel geordert.
Stoffe ganz spontan, weil ich in den vier Jahren in denen wir hier wohnen das zweite Mal die Scheiben der Haustür putzte und entschied, dass dieses weiße Häkeldings das da als Sichtschutz hängt, endlich mal durch etwas netteres ersetzt werden könnte. Ich werde also demnächst hoffentlich etwas saisonal passendes nähen und dort aufhängen und hoffentlich sieht es dann auch gut aus. Ich berichte.

Die Lohnarbeit ist gerade völlig verrückt und stressig und wir machen alle drei Kreuze, wenn Ende September und somit das Schlimmste vorbei ist. Aber es kommen ja immer wieder verrückte Projekte….

Sport- und Ernährungsplan läuft noch nicht so wie gedacht. Ich arbeite an meiner Motivation und dem Schaffen von Zeitfenstern. Die Hausaufgabenbegleitung nimmt gerade viel Raum ein. Die Tochter hat jetzt in der fünften Klasse mehr Fächer und mehr sowie umfangreichere Hausaufgaben. Der Mittlere hat eine neue Lehrerin und die Aufgaben haben auch an Umfang zugenommen. (allgemein macht mir seine Klassensituation gerade etwas Bauchweh, das sich aber hoffentlich beim Elternabend nächste Woche in Luft auflöst) So sitze ich weitaus länger und intensiver mit den Kindern zusammen nach dem Mittagessen.

Das Terrassenprojekt geht langsam aber stetig voran. Und deshalb muss ich das Geschnipsle jetzt auch sein lassen und stattdessen den Spachtel schwingen.