Urlaubstag 1

Der gestrige Tag endete mit sehr dünnen Nerven und ich war so unfassbar froh, als er endlich um war. Kurzzeitig überlegt, heute doch noch mal ins Büro zu fahren, weil: da ist es erholsamer für mich.

Aber heute sieht die Welt grad schon wieder anders aus. Ich bin frisch fromm fröhlich frei und voller Tatendrang.
Dieser zeigt sich momentan, wie ich mit einem Kaffee, Schokolade und sehr viel Wassermelone am Rechner sitze. öhöm.

Die Tochter und ich waren schon im Discounter im Nachbarort. Schulkrams gab es dort im Angebot und wir nahmen einiges mit. Ich erinnere mich an vor vier Jahren. Einschulung erstes Kind. Als es noch Hefte aus handgeschöpftem und bei Vollmond getrocknetem Papier und von Wichteln, aus Zauberweide geschnitzte Stifte sein mussten.
Das habe ich sehr schnell aufgegeben. Denn so schnell wie sich Bleistifte in winzige, abgenagte Stummel verwandeln, Radiergummis nur noch Krümel und die Hefte verknickt sind, kann ich gar nicht nachkaufen. Und mit Klebestiften fang ich gar nicht erst an. Da kann ich jedem Grundschulerstlingselter direkt ein Hunderterpack fürs Schuljahr empfehlen. (wobei da die etwas teureren tatsächlich besser sind, ich habe schon sehr billige gekauft, die absolut für die Tonne waren)

Eine Wassermelone von geschätzten 7-8 Kilo nahmen wir auch noch mit und die Jungs wünschten sich Schokolade.

Jetzt also kleine Pause zum Sammeln und überlegen, was ich sinnvolles tun könnte.

Ich habe furchtbare Angst, dass ich in diesem Urlaub nichts schaffen werde. Das ist vielleicht paradox, Urlaub ist zum Erholen und rumschlumpern da, aber für mich ist es tatsächlich am befriedigendsten, wenn ich etwas abarbeite. Ich habe mehr als genug Pausen und Erholung, wirklich. Es macht mich glücklicher, Projekte zu beenden.

Ich habe auch furchtbare Angst davor, dass wir zu wenig mit den Kindern machen und sie keine schöne Erinnerungen an diese Ferien haben. Ein paar Ausflugsideen und Aktivitäten zu Hause gibt es. Ich hoffe es lässt sich alles umsetzen und wir bleiben dabei alle entspannt und haben Spaß.

Kaffee leer, Melone auch.

 

Am späten Nachmittag geht es an den See, dafür kann ich schon mal packen und Essen vorbereiten.

Ferien

 

Zu sehen, eine Frau Pappnase die jetzt Urlaub hat. Ferien. Zwei Wochen lang. Bis zum Ende der Kinder-Ferien.

Ich freu mich.
Und ich hoffe, es gibt nicht zu viel Streit und Langeweile und Chaos und Muffligkeit sondern ganz viel Spaß, Erlebnisse, Erinnerungsdinge und Glück. Ist ja manchmal ein wenig schwierig mit uns. ;-)

 

 

Morgens halb sieben

Die große Bundesstraße die knapp bei uns vorbeiführt bekommt gerade einen neuen Belag und ist gesperrt.
Das Ergebnis ist ganz ungewohnte Ruhe und lustige Spaziergänge mitten auf der Fahrbahn.

Und man muss eine Umleitung fahren um in den Nachbarort und auf die B9 zu kommen, die mich zur Arbeit führt.

Ich finde das aber gar nicht schlimm. Im Gegenteil.

Wenn ich ganz früh morgens die Strecke fahre, fühle ich so ein ganz warmes Gefühl im Bauch.
Wir haben es so schön hier.

Die Sonne steht noch tief und wirft ein tolles Licht auf die Weinberge mit den in sattem Grün stehenden Weinstöcke unter dem schon die Trauben verheißungsvoll vorblitzen.

Die Kornfelder wurden schon gemäht und liegen stoppelig links und rechts der Straße, gepunktet mit eckigen oder Runden Strohballen.
Ich blicke auf die Dörfer und Stadtteilchen aus denen die Kirchturmspitzen herausragen.

Schön sieht das alles aus und ich fühle mich wohl.
Wenn ich dann auch noch an dieser einen Stelle auf der Straße bin, da wo man besonders schöne auf den Rhein schauen kann, dann hüpft mein Herz tatsächlich ein Bißchen und ich bin dankbar und froh hier leben zu dürfen.

Dienstagsschnipselei

Ich hatte einen wunderbar motivierten Tag im Büro. Ich habe Dinge erledigt und war schon ganz ferienfiebrig.

Der Mann hatte einen weniger entspannten Vormittag. Die Pläne mit den Kindern gingen nicht auf, alles ging schief und hatte sich gegen ihn verschworen und er war leicht gereizt.

Der Nachmittag war dann auch irgendwie unentspannt. Der Jüngste fabrizierte Scheißelkram für drei Wochen und brachte alle auf die Palme. Ich konnte dem Süßappetit nicht widerstehen und später zog der Mittlere sich noch 2 Wespenstiche zu.

Doofer Tag.

 

Gegessen: Wassermelone, Pfirsiche, Sorbet und über den Rest Hülle ich den Mantel des Schweigens
Bewegt: kein Sport gemacht *grummel*, der Abendspaziergang war aufgrund der Wespenstiche nach nur zwei Straßenecken vorbei und allgemein schlurfte ich nur so ein Bißchen umher
Schritte:  13.166, Tagesziel also nicht erricht.

Fazit: doof

Diät-Tag 2

Gegessen: Protein-Porridge, Mix-Pfanne aus etwas Reis, Tomaten, vegetarische Hähnchenstücke (dieses Mal sehr lecker), roten Zwiebeln und das alles auf Eisbergsalt, Wassermelone, Pfirsich, Aprikose und vom Wegrand ein-zwei Pflaumen und ein paar Brombeeren.

Bewegt: vormittags sehr wenig, da Büro, 20 Minuten Laufband, 40 Minuten Krafttraining (Arme + Schultern), Abendspaziergang mit dem Mittleren

Schritte: 17.379

Gefühl: Mit fast leerem Magen und großem Appetit einkaufen zu gehen ist doch immer eine Qual. War aber sehr stolz auf mich, dass ich keine zwei Schinken-Käse-Croissants mitgenommen haben, ebensowenig wie die Tüte Lakritz und Schokolade oder Chips. Für die Kinder landeten Süß- und Knabberkram im Wagen und das bricht mir auch ganz oft das Genick; ist es im Haus, will ich es essen. *hachseufz* An vielen Tagen macht mir das gar nichts aus. An nicht ganz so vielen, jede Menge…. Heute gehts noch gut. Wie gestern, in einer Stresssituation das unbändige Verlangen gehabt, ein Milchbrötchen in Nuss-Nougat-Creme zu tränken. Nicht nachgegeben. yeah

„Halloooo? Ich hab Ferien“

bekam der Mann heute von der Tochter zu hören, als er sie um ihre Hilfe bei irgendwas im Haushalt bat.

Ich glaub, das hat heute endgültig das Fass zum Überlaufen gebracht, denn er war schon lange mit der Situation unzufrieden, wenn es um die Kinder und das Mithelfen zu Hause geht. Außerdem ging uns das leidige Thema Medien-Zeit tierisch auf die Nerven. Wir fanden keine konkreten Regeln, alles war so wischiwaschi und ständig anders und und und. Eindeutig Fehler von uns, den Eltern.

Also hat sich der Mann heute hin gesetzt und einen Plan ausgearbeitet. Erst einmal, für die nächsten drei Ferien-Wochen bzw. ganz konkret erst einmal für diese Woche.

Er hat sich das ziemlich gut ausgedacht und ich bin schwer beeindruckt. Wir haben das Whiteboard, dass schon letztes Jahr als Kinder-Plan-Tafel diente, wieder aktiviert und alles aufgeschrieben und dann den Kindern erklärt. Sie trugen es mit Fassung.

Ein Plan! Wir haben einen Plan!
Jedes Kind hat seine Aufgabe. Es ist gar nicht viel und sehr gut zu schaffen. Medienzeit ist auch geregelt. (allein, das Süßigkeitenthema muss ich noch einmal durchdenken) Nach den Ferien, wird das System dann überarbeitet.

Ich bin gespannt wie es läuft und freu mich drauf.

Diät Tag 1

Gegessen: Quark mit Protein und Pfirsichen (die weg mussten), Mixteller aus Salat, angebratenen Tomaten, geraspelten Möhren, Hüttenkäse und sehr ekligen Fleischersatzspießen (die auch weg mussten), 3 Wassereis

Bewegt: 35 Minuten Laufband, Haushalt, Spaziergang zur Bücherei
Nicht so viel bewegt wie möglich. Viel am Schreibtisch gesessen und Papierkram erledigt

Schritte: 16.072 (22:30 Uhr) Tagesziel also grad erreicht

Gefühl: durchwachsen; am späten Nachmittag waren meine Nerven dünn und die Kinder fast unerträglich; das riesengroße Bedürfnis gehabt, die Nerven mit Schokolade zu besänftigen, viel Schokolade (sehr dumme Angewohnheit und ich hab selbst darüber gestaunt und mich geärgert, wie verankert das ist: Stress = essen wollen); zum Glück keine im Haus gehabt und das Tief überwunden

So wird das nie was mit der Dorfintegration

.Vermutlich, war er noch drei Dörfer weiter zu hören, der Feueralarm.

Ausgelöst vom Jüngsten. Der rote Knopf an der Wand des Rathauses war zu verlockend.

Ich hätte jetzt gern Schnaps. Und noch viel lieber: eine 300 g -Tafel Schokolade. Sorte egal.

 

Ach, und vielleicht sollten wir umziehen.

Spätsommer

Gestern, als ich mit Mann und Söhnen abends noch auf Wanderschaft ging (die Tochter ging mit Halsschmerzen nach einem Kilometer zurück um zu Hause Tee zu trinken), da lag ganz eindeutig der Spätsommer schon in der Luft; ein Herbstahnen fast.

Es war warm, doch die Sonne stand schon tief. Ganz andere Pflanzen als noch vor einigen Wochen waren am Wegrand zu finden. Die Brombeeren sind reif, ich sah Hagebutten (noch grün), die Trauben hängen voll und prall an den Rebstöcken und brauchen gar nicht mehr so viele Sonnentage.

Eigentlich ist doch noch Hochsommer. Im August kann es unglaublich heiß werden. Wir werden noch sehr viel Eis und Melone essen, baden und barfuß laufen.

Und doch weiß ich, wenn der Jüngste Ende August Geburtstag hat, dass damit der Herbst eingeläutet wird. Und bis dahin, ist es gar nicht mehr lang.

Ich möchte sie noch ein wenig festhalten, die schöne Sommerzeit. Mit Ihren Früchten, den wunderbaren Morgen, den langen warmen Nächten.

Ich freue mich sehr auf September und Oktober. Das sind ganz wundervolle Monate.

Doch die Sommerzeit, die ist auch herrlich und muss ausgekostet werden.
Noch 3 Wochen Ferien für die Kinder.
Ab jetzt 3 Wochen Urlaub für den Mann.
Für mich noch eine Woche arbeiten und dann auch 2 Wochen Urlaub.

So lang ist noch Sommer. Mindestens.