vom sporteln und essen

Vor genau einem Jahr begann ich intensiv Sport zu machen und Diät zu halten.

Ich habe das in den letzten 25 schon sehr sehr oft versucht; nie mit großem oder ausauerdem Erfolg.

Dieses Mal, war etwas anders. Und ich hielt durch. Ich machte täglich Sport, ich zählte Kalorien. Und es tat sich was. Das erstaunlichste war: ich blieb dran. Ich hielt durch! Einen Monat, zwei Monate…. Im Herbst fing der Mann an mitzuziehen. Wir tauschten uns über das Thema aus, fachsimpelten über Trainingsmethoden und Eiweißbedarf.

Ich änderte mein Training, ließ Übungen weg, nahm neue dazu, trainierte mit höheren Gewichten, trainierte tageweise nur eine Muskelgruppe. Ganz wie es mir beliebte.

Ich bin kein Profi und ganz gewiss habe ich all das auch nicht so ganz richtig gemacht. Es musste immer halbwegs Spaß machen, wenigstens das Gefühl hinterher.

Im Dezember war ich vom Gewicht da, wo ich seit über 10 Jahren nicht gewesen war und, was wichtiger ist: ich war noch nie so trainiert; denn die Zahl auf der Waage sagt fast gar nichts über die Körperform.

Ich hatte immer wieder downs. Tage, an denen ich nicht trainiert habe. Krankheit, Weihnachten …. da kamen auch mal 2 Wochen ohne Training zusammen. Die Esssünden schlichen sich viel öfter ein.

Ich liebe Essen. Ich esse gern und ich esse gern viel und ich esse gern viel Ungesundes. Diät zu halten, ist für mich echte Folter. Ich weiß im Grunde sehr sehr genau wie gesunde Ernährung geht. Ich habe wirklich unfassbar viel gelernt in den letzten 2-3 Jahren.

Dennoch, kann ich es nicht gut einhalten. Ich kann nur ganz oder gar nicht. Superstreng Diät halten oder die jetzt-ist-eh-alles-egal-Mentalität an den Tag legen. Sicher schlummert in mir eine Art Essstörung. Keine Ahnung, ob ich da jemals anders mit umgehen kann.

Auf jeden Fall, habe ich in den letzten Wochen die Ernährung sehr arg schleifen lassen.
Der Dank sind wieder 10 Kilo mehr die sich leise eingeschlichen haben. Zum Glück, sind da auch noch ein paar Muskeln geblieben, die mich so im Großen und Ganzen gut und gesund aussehen lassen. Der Mann mag mich so. Ich mich nicht wirklich. Ich mochte mich sehr dünn, auch wenn das vielleicht tatsächlich schon einen Tick zu dünn war. Auf alle Fälle müssen aber so 5 Kilo wieder runter und deshalb starte ich heute wieder voll durch. Und da ich es jetzt aufgeschrieben habe, muss ich es auch durchhalten.

Jeden Abend jetzt ein Fazit des Tages.

Tschakkaaa!

Kindheitserinnerung

Woran ich gestern Abend am See denken musste:

Als ich Kind war, hatten wir einen Dauercampingplatz eine knappe halbe Stunde Fahrt von zu Hause weg. Wir hatten dort einen Wohnwagen, den „Hänger“ mit Vorzelt. Später gab es noch ein kleines Zelt daneben in dem wir Kinder schliefen. Wir standen dort zusammen mit meinen Großeltern und ich erinnere mich an viele tolle Wochenenden und Sommer die wir da verbrachten.

Und abends, vorm Schlafengehen, mussten wir immer, mit Schuhen und Handtuch in der Hand, noch einmal zur Badestelle laufen. Dort stellten wir uns dann ins flache Wasser der Havel und drehten uns auf den Füßen hin und her, bis diese versanken. Mehrmals. So wurde der Dreck des Tages von den Füßen geschrubbelt, denn auch ich habe, ähnlich meinen Kindern heute, im Sommer kaum Schuhe benutzt. Nur eben abends, nach dem „Füße waschen“. Abtrocknen, in die Schuhe schlüpfen und zurück zum Zelt.  So endete der Tag.

 

Beste Idee heute:

Abends an den See fahren, nur mit dem Nötigsten, und nur am Ufer sitzen, schwimmen, baden, aufs Wasser kucken, Butterbrote essen und wieder nach Hause fahren. (vorher noch Starthilfe eines Pachtnachbarn geben lassen, da irgendwer während unseres ganzen Besuchs die Zündung angelassen hatte)

Jetzt Kinderkino, Wein und trockene Wraps.

Schöner Samstag.

übrigens

ist auf der Liste der „wollen-wir-gern-haben“-Dinge die Eismaschine weit vor die Pastamaschine gerückt
Aus Gründen.

 

 

(und in ein paar Monaten kehrt es sich wieder um…. )

Was man nicht haben kann…

das begehrt man umso mehr. Oder so ähnlich.

Ich bin ja eher nicht soooo der gesellige Typ und die Coronazeit hat durchaus ihre Vorzüge für mich. Keine Menschen treffen, keine Pflichtveranstaltungen, kein Zu-nahe-kommen anderer. Und das alles mit berechtigter Begründung und nicht, weil wir verschroben sind.

Aber so langsam, so ganz langsam werde auch ich genervt und motzig und möchte mit dem Fuß aufstampfen.

Ich bilde mir ein Lust zu haben, durch Geschäfte zu bummeln, mit den Kindern ins Schwimmbad zu fahren, ins Kino zu gehen, ein Dorffest zu besuchen, mit einer Freundin einen Kaffee zu trinken, irgendwo essen zu gehen, mit anderen Familien zu treffen, zu picknicken und die Horde Kinder spielen zu lassen und und und

Plötzlich, will ich das alles und kann nicht; will nicht.

Ich will, dass dieses blöde Virus jetzt verschwindet, sofort.
Ich will nicht, dass noch mehr Menschen krank werden und sterben oder Beeinträchtigungen davon tragen, vielleicht für immer. Ich will nicht panisch vor Menschen flüchten müssen. Ich will kein Spießrutenlaufen im Supermarkt, ich will keine Kinder mit Masken sehen, so dass es mir das Herz bricht. Ich mag mich nicht mehr einschränken.

Natürlich tue ich es. Tun wir es. Wir meiden Menschen so weit es geht. Wir tragen MNS und halten Abstand.
Selbstverständlich.

Aber ich wünschte, es wäre nicht nötig.
Ich wünsche mir die Unbeschwertheit zurück und die Möglichkeiten auf alles.

 

 

Die Maus…

die ich gestern kurz erwähnte, hat sich übrigens bisher nicht wieder sehen oder hören lassen.

Den Film haben wir gesehen und ich fand ihn einfach großartig! Und habe an einigen Stellen Rotz und Wasser geheult.
Große Empfehlung, besonders für 9-12jährige.

Fliesen habe ich gestern nicht von der Terrasse entfernt.
Papierkram auch nicht abgeheftet.

Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich gestern geschafft habe.

 

Heute die gleiche Frage: Terrasse, Papierkram oder was ganz anderes?
Irgendwas streichen? Die Blätter zusammen harken? (unsere Linde spielt irgendwie Herbst)
Oder wie wäre es, ein Bißchen den Nähkram zu streicheln, zu sortieren und vielleicht wieder was aus dem Keller hoch zu holen? Ich hab da nämlich plötzlich wieder so eine Nählust, wo ich doch letztes Jahr alles mit dem Gedanken „Ich mach das sowieso nie nie nie wieder“ in den Keller verbannt hatte.

Launisches Ich. Schon immer.

Freitag Vormittag

Ich habe gerade 368 € für Schulbücher für zwei Kinder ausgegeben. Die EC-Karte jaulte und ich bekam bei der Rechnung erst einmal einen Schreck, weil auf meinem Schein nur 330 € standen. Ich hatte vergessen, dass ich auch das Einbinden mit bestellt hatte und das natürlich auch kostet. (früher hat meine Mutter meine Bücher immer mit nettem Papier eingeschlagen. Hübsch. Hielt nur leider nie sehr lang. Bei meinen Kindern fang ich das gar nicht erst an, wenn ich sehe, wie die mit ihren Sachen umgehen…)
Kurzes Zittern am Kartenzahlgerät und Erleichterung als das „Zahlung erfolgt“ im Display erschien. *puh*

Die Materialien wie Hefte und Stift usw muss bis nächsten Monat warten.

Nächstes Jahr sind es dann drei Sätze Bücher und ich fange wohl schon jetzt mal an zu sparen.

Noch schnell eine Melone und Schokolade besorgt und nun wieder zu Hause im vollen Haus. (was gäbe ich um ein paar Stunden allein zu Hause mal wieder)

Der Mann sportelt auf der Terrasse und fährt gleich ins Büro. Letzter Tag vor seinem Urlaub.
Die Kinder bauen noch immer begeistert mit der neuen Legokramkiste. Mitten im Wohnzimmer.

Der Jüngste hätte heute seinen letzten Kindergartentag vor den Ferien, wegen Rotznase muss ich ihn aber zu Hause lassen. Das ist O.K., traurig waren er und ich trotzdem. Letzter Tag. Und es wäre Rädchentag* gewesen! Und mit Wasser hätten sie auch gematscht!
(beim Rädchentag darf jeder ein Fahrgerät mitbringen und sie fahren Parcours auf dem Parkplatz, der ans Kindergartengelände grenzt; immer ein großer Spaß).

Jetzt sind also so richtig Ferien hier. Jedenfalls für 4/5 Familienmitgliedern. Ich geh noch eine Woche arbeiten.

 

Der Kaffee wird langsam zu kalt um Schokolade einzuditschen damit sie schmilzt. Deshalb jetzt mal irgendwas sinnvolles tun.

Ferienfeeling

Der Jüngste hat seit vorgestern eine Rotznase. Ein einfacher Infekt.

Gestern Nacht ging es ihm dann gar nicht gut, so dass wir spontan entschieden, dass ich heute zu Hause bleibe zum Betüddeln und der Mann ins Büro fährt. Der hat nämlich mal wichtige Dinge zu tun die sich in meinem Arbeitszimmer, welches mitten im Gewimmel liegt oder alternativ im stickig-heißen Dachzimmer, nicht so gut erledigen lassen.

Mir war es mehr als recht und so habe ich heute einen ganz wunderbaren Ferientag mit den Kindern.

Sie schliefen lang, weil sie gestern lange auf waren. Nach dem Aufstehen wurde sich direkt aufs neue Lego der Schwester getürzt und sie bauten und spielten ohne dass jemand nach Frühstück rief. (sehr sehr ungewöhnlich) Erst halb elf vermeldete der erste Hunger und wir frühstückten den Rest Regenbogentorte. *ürgs*

Jetzt sitzen sie wieder am Lego, und ich weiß gar nicht wohin mit mir.

Davor habe ich mit dem Jüngsten noch auf dem Fußboden der Terrasse in der Sonne Melone gegessen. DAS war so schön. 10 Minuten nur wir beide.

Jetzt muss Wäsche aufgehangen werden. Kochen muss ich zum Glück nicht, da gibts noch genug Reste. Eigentlich könnte ich nun anfangen die Fliesen von der Terrasse zu entfernen. Oder ich sortiere meinen Papierkram der hier sehr hässlich und mahnend auf der Arbeitsplatte steht. (Aber wie die Freundin kürzlich sagte „Das ist doch was für Regentage“)

Außerdem hatte ich den Kindern versprochen, die neue DVD mit ihnen zu schauen.

Ach, und dann ist da noch die süße kleine Maus die hier im Haus herum flitzt. Wir hörten und sahen sie in den Pflanzen im Wohnzimmer. Sie ließ sich erst ausgiebig beobachten, flitzte dann aber plötzlich blitzschnell unters Laufband und von dort wer weiß wohin, denn wir haben sie nirgends gefunden. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass sie den Weg nach draußen allein findet…..

Schlag auf Schlag werden die groß

Es reicht ja nicht, dass die Tochter gestern 10 Jahre alt wurde.

Zufällig, und gar nicht als Geburtstagsgeschenk gedacht, weil, muss ja eh sein; kam der neue Ranzen (oder ist das jetzt nur noch ein Rucksack?) für die weiterführende Schule an:

Sehr schick. Sehr groß. Sehr teuer. Himmel das wird so aufregend in 3 Wochen!

 

Krönung war dann aber noch, als dieser Brief im Briefkasten lag:

 

Der Jüngste! Der kommt in die Schule! In einem Jahr! Erfahrungsgemäß ist dieses eine Jahr schneller um, als ich Schultüte sagen kann.
Anfang September also zur Schulanmeldung. Puhhh.

 

Das sind doch alles noch Babys!!!

Geburtstagsschnipsel

– angeblich seit 4 Uhr wach gewesen (kein Wunder, wenn man sich am Abend vorher ungewöhnlich früh ins Bett legt, weil die Aufregung so groß ist und man ganz schnell schlafen will, damit morgen ist)
– von den Brüdern geknuddelt worden
– vom Geburtstagszug abgeholt worden (Tradition!!)
– 11 Kerzen ausgepustet und sich was gewünscht
– Geschenke ausgepackt und gefreut
– von den Eltern genötigt worden durch die Mittagshitze bis Nierstein zu wandern, am Rhein Pommes zu essen und wieder zurück zu wandern
– kurzes Verschnaufpäuschen
– die beste Freundin aus Wiesbaden das erste Mal seit Anfang März wieder gesehen
– Regenbogentorte gegessen
– Wasserbombenschlacht gemacht
– das gewünschte Chili-Con-Carne gefuttert
– viel mit der kleinen neuen Kamera geknipst
– viel gelacht
– den Wunschfilm geschaut und Jelly Beans gefuttert
– eine Rotznase bekommen
– einen tollen Geburtstag gehabt

Weiterlesen