Es ist Sonntag, glaub ich

Ja doch. Der 27. Dezember. Aber wir sind in dieser Phase, in der wir doch erst einmal überlegen müssen, welcher Tag heute ist.

Ich glaube, ich habe seit Wochen keinen Hunger verspürt. Gefühlt wurde ununterbrochen gegessen. Also, von mir. Unschön für die Hüften, die
sich mehr und mehr runden, auch der Busen, was der Mann wiederum ganz nett findet.

Erst heute haben wir das „Festessen“ bestehend aus Fleisch, Kroketten und Rotkohl nachgeholt. Wir haben einfach drei Tage vom Raclette gegessen, so dass es unsinnig gewesen wäre am ersten Feiertag damit schon anzufangen.

Wir hatten herrliche, stressfreie Feiertage. Ich mag es ab und zu Gäste zu haben und alles dafür vorzubereiten; aber es ist eben auch extrem anstrengend und stressig vorher und hinterher, wenn auch das Treffen geliebter Menschen ganz schön ist. Da das dieses Jahr komplett ausfiel, schlumperten wir  eben die gesamten Feiertage hier zu Hause rum. Aßen, spielten, legten keinen Wert auf das Geschirr mit Goldrand meiner Omi oder nett gemalten Tischkärtchen. Das Wohnzimmer musste nicht aufgeräumt und das Bad nicht geputzt werden. HERRLICH!

Und nun ist diese Zeit zwischen den Jahren die ich eigentlich sehr mag.
Ich habe unfassbar viele Ideen für Projekte im Kopf, es kribbelt überall, wenn ich daran denke, was ich alles schaffen will.
Im Hinterkopf ist direkt das müde Lächeln und das Wissen, das natürlich nicht alles schaffbar ist und dass ich mal nicht übertreiben soll mit den Plänen.

Kenn ich ja. Aus jedem Jahr.
Egal. Pläne schmieden macht Spaß, von Projekten träumen ist toll und wenn auch nur ein Bruchteil davon klappt, bin ich doch froh.

 

Halli Hallo aus der Vorweihnachtszeit

Blog-Blockade oder Unlust oder keine Zeit oder was auch immer.

Halloween und somit der letzte Beitrag,  ist nun schon eine Weile her und der November verging ja irgendwie wie nix.

Eigentlich gehörte der November immer zu meinen weniger gemochten Monaten. Aber dieses Jahr, und das muss ich mir jetzt endlich mal merken damit es mir in den nächsten Jahren nicht mehr davor graut, habe ich gemerkt, dass ich den November eigentlich ziemlich klasse finde.

Denn dann verwandelt sich unser Haus in diese gemütliche Höhle die ich über alles liebe und am Liebsten gar nicht mehr verlassen möchte. Im Kamin brennt ein warmes Feuer und diese Wärme ist einfach um so vieles gemütlicher als sie von den Heizkörpern ausgeht (trotzdem immer froh, dass wir auch diese haben); überall brennen plötzlich Kerzen und auch meine Lichterketten-Leidenschaft kann ich wieder voll ausleben.
Schön war das, dieser Übergang zur Weihnachtszeit.

Und nun sind wir genau in dieser mittendrin und die Kinder und ich und sogar der kleine Grinch-Mann genießen es sehr.

Letzten Freitag erfüllte ich mir den jahrelangen Traum auch endlich einmal alle Plätzchendosen mit den verschiedensten Sorten zu befüllen.

Hat geklappt. Und was muss ich sagen, nach nicht mal einer Woche sind sie so gut wie leer. Die besten Sorten sind weg, nur ein paar Butterplätzchen sind noch da. Und nein, wir haben keine verschenkt. Parrallel zum Plätzchenschwund ist mein Hüftumfang gestiegen. O.K., mach ich mir nichts vor, daran sind nicht nur die Plätzchen der letzten Woche schuld, sondern all die Süßigkeiten seit dem Sommer und das ausgefallenen Sportprogramm. Ich möchte deshalb manchmal ein Bißchen heulen, weiß ja aber, dass nur ich daran schuld bin und auch nur ich es wieder ändern kann. Werde ich auch, wenn mir wieder danach ist. Grad nicht. :-)

Das Virus der die Welt in Atem hält tangiert unser Alltagsleben zum Glück nicht allzustark. Wir waren jetzt vorher auch nicht so die geselligste Familie. Die Kinder gehen in Schulen und Kindergarten (das macht mir auch noch immer Bauchschmerzen), ansonsten verlasse ich dreimal und der Mann zweimal pro Woche das Haus um ins Büro zu fahren, wo wir dann komplett allein sind. Und ein bis zweimal pro Woche gehe ich einkaufen, nur das Nötigste. Bumm. Ende. Wir kommen sehr gut damit zurecht. Die Tage vergehen sehr gut mit Hausaufgaben, spielen, basteln, viel essen und ab und zu kleinen Wanderungen in der Umgebung.

Der Mann und ich genießen es tatsächlich eher, dass es keine Veranstaltungen von all den Einrichtungen gibt. Ist auch mal schön.

Ich lese viel über das Virus und auch viel von Menschen, die damit zu tun haben. Erkrankte, Pflegepersonal, Lehrerinnen und Lehrer; ich höre unsere Bundeskanzlerin wie sie appeliert, ich lese von Leugnern und sehe Menschen, die sich einfach so treffen als wäre nichts. Es macht mir oft ziemlich Angst und ich verzweifle und frage mich, wie das alles nur weitergehen wird, warum manche Menschen so dumm, ignorant und unsozial sind und was noch alles passieren wird….

Wir mummeln uns in unserer Blase ein und lassen die Welt draußen.