entweder oder

Wir haben ca. 170 qm Wohnfläche. (glaube ich)
Plus Dachboden.
1 riesiges Wohnzimmer, 1 Küche, Flure und Treppen, 3 Schlafzimmer, 2 Bäder, ein Treppenzimmer (wo es zum Dachboden rauf geht) mit Balkon.
Wir haben einen Wintergarten, 2 Terrassen und diverse Kellerräume (7, wenn man es ganz genau nimmt).
Und natürlich einen Garten. Und einen Vorgarten. Und ein Carport.

Und dann habe ich 3 Kinder. 2 davon sind Jungs im wildesten Alter.

Es ist schlichtweg unmöglich alles gleichermaßen in Ordnung zu halten. Ich mache mir da auch eigentlich gar nichts vor. Aber es gibt so Tage, da verzweifle ich doch ein wenig.

Wenn man sich heute nämlich dafür entscheidet nicht allzuviel Zeit im Haus und mit den täglichen Pflichten zu verbringen und gleichzeitig die Söhne das Wohnzimmer zu ihrem Spielbereich erklären, (vermutlich weil man im eigenen Zimmer nicht treten kann) dann sieht es am späten Nachmittag schon mal wüst aus.

Dafür ist der Keller wieder ordentlicher. Und das Carport. Und ich habe meine Gemüseplanung weiter voran getrieben. Mittagessen habe ich auch gemacht, ein Bananenbrot gebacken und gerade sind noch zwei Toastbrote im Ofen.  In meinem Zimmer habe ich auch etwas Luft geschaffen.

Aber ich habe mich nicht darum gekümmert, dass die Küche ordentlich bleibt.
Ich habe nicht den Jungs hinterher geräumt; deshalb kleben Saugnapfpfeile an den Scheiben, Legofiguren, Furzkissen, Edelsteine, von sich geworfene Klamotten und diverse Pappen und was weiß ich noch liegen kreuz und quer, sowie sämtliche Couch-Kissen sind nicht mehr an ihrem Platz.
Ich habe nicht den Flur gefegt nachdem sie mehrfach mit ihren Matschstiefeln durch gelaufen sind.
Ich habe mich keinen Deut um die Wäsche gekümmert, deshalb quillt der Schmutzwäschekorb über und saubere Wäsche hängt auf dem Ständer oder ist gefaltet im Karton, aber noch nicht verräumt.

Es geht niemals alles. Es geht immer nur entweder oder. Oder von allem nur ein Bißchen.

Das ist manchmal nervig, aber auch nicht schlimm.

Ich werde heute noch die Küche aufräumen. Die Jungs werden ihr Chaos halbwegs beseitigen müssen und die Wäsche ist spätestens am Montag dran.

So ist das eben.

Tagebuchbloggen, Dienstag, 23.2.2021

Dienstag ist mein Montag. Ich muss früh raus damit ich um sieben im Büro bin.
Ich tu mich wieder schwer, würde liebe bei meiner Familie zu Hause bleiben. Besonders, da der Mittlere heute seinen ersten Schultag seit Mitte Dezember hat. Im Wechselunterricht wird er mit seiner halben Klasse immer abwechselnd einen Tag zu Hause und einen in der Schule sein. Diese Woche Dienstag und Donnerstag, nächste dann Montag, Mittwoch, Freitag und immer so weiter…

Ich bin viel nervöser als er. Ich weiß auch nicht warum ich mich so verrückt mache. Er freut sich einfach nur. Nach abwägen der Situation haben wir uns entschieden, ihn vorerst hinzufahren und abzuholen, statt ihn mit dem Bus fahren zu lassen. Vielleicht ist das übertrieben, vielleicht auch nicht. Ich bin extrem unsicher.

Ich sitze also im Büro und warte darauf, dass der Mann mir mitteilt, dass er ihn heil an der Schule abgegeben hat.

Im Büro ist es gerade ruhig. Ich ändere etwas auf der Firmen-Webseite und stöbere nach passenden Oster-Werbegeschenken für die Kunden.

Ich mache etwas früher Feierabend um den Mittleren abzuholen. Kurz vorher fällt mir ein, dass ich ihm eine unglaubliche Freude machen würde, wenn ich ihm ein geliebtes Käse-Schinken-Croissant mitbringen würde. Die gibt es nur ganz ganz selten, weil es sie in unserem Supermarkt nicht (mehr) gibt; in der Nähe der Schule ist aber der Supermarkt in dem es die gibt und so hole ich schnell welche für uns. (ich liebe die nämlich auch) Da die Sonne so warm lacht, nehme ich auch noch eine Packung Eis mit. Ich habe wirklich ein schlechtes Gewissen nur wegen sowas extra in den Supermarkt zu gehen zur Zeit. Vermeiden wir es doch wo es nur geht und ich gehe nur einmal pro Woche. Aber heute mache ich das einfach mal.

Ich parke das Auto in der Nähe der Schule und stelle mich mit Maske an die Bushaltestelle. Kurz darauf kommt er auch schon mit der Buskindergruppe angelaufen. Völlig verschwitzt, weil zu heiß angezogen, aber strahlend. Er hatte einen tollen Tag. <3 Er freut sich diebisch über das Croissant, futtert es gleich im Auto und erzählt ausgiebig von seinem Tag.

Zu Hause warten der Mann und die Geschwister. Die Tochter ist noch im Unterricht, der Mann sehr vertieft in seine Arbeit. Die Jungs essen zuerst ein Eis auf der Terrasse.  Ich mache Mittag. Auf dem Speiseplan stehen Pellkartoffeln, ich koche aber nur halb so viele wie angedacht, denn es sind auch noch Nudeln von gestern da.

Wir essen und danach gibt es die zweite Runde Eis. Wir müssen die Hörnchen durchschneiden, damit es für alle nochmal reicht.

 

 

Ich gönne mir aber ein ganzes :-)

Es ist nicht so mein Tag heute. Viele Sorgen wegen der Pandemie, Sorgen um den Jüngsten. Ich tingle so umher. Die Kinder wollen gar nicht raus, nur am Tablet was spielen bzw. chattet die Tochter gerade täglich mit ihrer Freundin.

Später gehe ich doch eine kleine Runde durch den Garten. Ich entdecke den Rhabarber der schon aus der Erde lugt. Ich habe ihn letztes Jahr erst gepflanzt und freue mich darauf, dieses Jahr vielleicht ernten zu können.

Während der Mann unseren Kleiderschrank auf dem Dachboden weiter baut, schlumpere ich drinnen so vor mich hin, bemitleide mich selbst, finde alles doof und rassle ständig mit dem Jüngsten aneinander.

Nebenbei backe ich unser Lieblingsbrot. Mieses Foto, hübsch ist es auch nicht, aber es ist das leckerste Brot und bleibt so lange frisch und saftig! Es ist wirklich toll.

Ich schaue mal beim Mann vorbei was der Schrank macht..

bereite Abendessen zu und schaue mit den Kindern die logo-Nachrichten. Danach geht es mit den Jungs ins Bett, wir schauen noch ein-zwei Kinderlieder-Videos und ich lese etwas vor. Dann schlafen sie recht schnell ein und ich mit.

Ich gehe runter ins Wohnzimmer, das unangenehm kalt ist. Unser Feuerholz ist alle bzw. ist es grad tagsüber so warm draußen dass keiner ans Heizen denkt und abends ist es dann extrem kalt. Ich versuche mich auf die Couch zu kuscheln, aber es kommt keine Gemütlichkeit auf. Wir essen etwas Eis, die Tochter tingelt wie immer abends noch um uns rum. Wir gehen recht schnell hoch ins Bett, schauen noch ein Folge Malcolm in the middle und schlafen.

Manchmal läufts und manchmal eben nicht

Während ich an manchen Tagen überhaupt gar nichts auf die Reihe bekomme, das Haus vor Dreck steht, die Kinder nicht auszuhalten sind und ich alles, wirklich alles anzweifle (Ehe, Erziehung, Haushaltsfähigkeiten, Leistung im Lohnjob etc.) gibt es diese anderen Tage an denen einfach alles läuft. Da stehe ich früh auf, die Sonne scheint, der Haushalt geht leicht von der Hand, ich handle den Kindern gegenüber pädagogisch wertvoll und schaffe es sogar, ein spezielles Projekt anzugehen und überhaupt ist die ganze Welt konfettibunt und schön.

Warum das so ist?
Keine Ahnung. Ich kann keinerlei Zusammenhang feststellen.
Dass es so ist, habe ich vor einer Weile tatsächlich akzeptiert und deshalb komme ich durch die weniger schönen Tage ganz gut durch denn ich weiß, dass es auch wieder ganz anders sein kann. Vielleicht morgen schon.

Manchmal ist es sehr nervig ich zu sein.
Aber aussuchen kann ich mir das ja nun leider nicht…

Tagebuchbloggen, 20.2.2021

Der Tag startet wie immer damit, dass die Jungs (zuerst der Mittlere, dann der Jüngste) zu mir ins Bett gekrochen kommen. An Schlafen ist dann nicht mehr zu denken, ich döse nur ein Bißchen vor mich hin. Während der Jüngste nochmal einschläft, fängt der Mittlere an zu Zappeln und zu quatschen und ich stehe dann auch endlich auf.  Der Tag soll ja wunderbar frühlingshaft werden, ich will in den Garten!

Aber zuerst gibt es ein Pancake-Frühstück.


 

Als die Küche von den Frühstücksresten befreit ist, mache ich mir eine Kaffe und schlüpfe in meine heißbeliebten Wintergummistiefeln <3 Fertig für den Garten.

 

Ich sage den Schafen auf dem Nachbargrundstück Guten Morgen. Ich liebe den Anblick.

Der Mann ist heute auch direkt fleißig. Er hat die Säge aufgebaut und sägt und hobelt und schraubt den ganzen Tag. Er baut uns einen tollen Kleiderschrank auf den Dachboden, damit wir da schnellstmöglich einziehen können.

 

Ich bearbeite meine zwei Komposthaufe. Schichte um, siebe und bringe die Erde (da ist viel gekaufte vom letzten Mal dabei und leider sehr wenig entstandener Humus) zu den Hochbeeten und fülle eins damit auf.

In der Sonne ist es richtig warm. Das Arbeiten in dieser Frühlingsatmosphäre macht mich sehr glücklich.

Die Jungs spielen auch ein wenig draußen, was mich sehr freut, waren sie doch irgendwie monatelang nicht im Garten und sowieso viel zu wenig draußen. Ich hoffe, das kriegen wir wieder mal anders hin.

Leider hält das Spiel nicht lange an. Sie streiten zwar nicht so schlimm wie gestern als sie kurz draußen waren, finden aber kein gemeinsames Spiel, sind schnell gelangweilt und der Jüngste kriegt einen Anfall, weil der Mann sägt und es ihm zu laut ist. Er will wieder rein. Sie gehen also wieder an den Legotisch und bleiben dort den Rest des Tages… *seufz*

Aus Spätzle, viel Sahne und viel Käse, gibt es heute also ein ganz leichtes Mittagessen. Ich habe vorher noch nie Käsespätzle gemacht und diese Version aus dem Ofen funktioniert echt super easy. Ich hatte erst Angst, dass es für uns nicht reicht, aber durch den hohen Fettgehalt macht es unglaublich satt und reicht auch noch fürs Abendessen.

(genaues Rezept: 500 g trockene Spätzle in eine Auflaufform, 700ml Wasser dazu, 200 g geriebener Emmentaler und 200 g geriebener Bergkäse unterrühren (etwas Käse zurück behalten), etwas Salz und Pfeffer noch dazu und Röstzwiebeln, wenn man mag (die Tochter verabscheut Zwiebeln, deshalb ließ ich sie weg und stellte sie später nur auf den Tisch und jeder der mochte tat sie sich auf den Teller dazu) und dann den zurückgehaltenen Käse obendrüber streuen; mit Deckel ca. 35 Minuten in den Ofen, dann nochmal ca. 15 Minuten bzw. bis es lecker aussieht, überbacken)

Während die Käsespätzle im Ofen sind, tausche ich die weißen Vorhänge and der Haustür gegen die neuen mit Libellen. Ich wollte keinen neuen Stoff kaufen und hab welche aus dem passendsten genäht den ich hatte und der reicht. Sieht auch schön aus so. :-)

 

Nach dem Essen bleibe ich auch eine Weile drin und setze mich an meine Beetplanung. Das ist ja eine kleine Wissenschaft für sich, wenn man Fruchtfolge beachten will und welche Gemüsesorten zueinander passen.
Ich habe nun einen groben Plan und eigentlich viel zu wenig Platz und sowieso viel zu wenig Sonnenstunden in meinem Garten. Aber ich hoffe, es gibt dennoch eine schöne kleine Ernte. Es macht einfach solchen Spaß.

Nach der Planung gehts ans Praktische. Ich habe vor ein paar Tagen schon Möhrensamen in einem Glas etwas vorkeimen lassen und nun ins Hochbeet gesät. Ein paar Radieschensamen auch.

Es wird dann recht schnell auch kühl im Garten. Der Mann ist noch fleißig am Sägen und läuft ständig zwischen Keller, Garten und Dachboden hin und her. Schade, dass er keine Uhr mit Schrittzähler trägt, da ist heute ordentlich was zusammen gekommen. Bei mir waren es ja schon über 15.000 Schritte (endlich mal wieder, das habe ich letztes Jahr täglich mindestens geschafft, über die kühlen Monate aber überhaupt nicht mehr).

Ich räume noch so ein Bißchen von A nach B und irgendwann ist es Zeit für den Filmabend mit den Kindern.
Erst gibt es noch die Logo-Nachrichten und einen Snackteller (sonst gibt es am Filmabend immer Süßigkeiten und Chips, diese Woche war das alles schon leer und extra einkaufen dafür wollten wir nicht).

Der Mann ist weiter mit dem Schrank beschäftigt, deshalb schaue ich allein mit den Kindern. Erst habe ich gar keine Lust, aber der Film (Die Schlümpfe – das verlorene Dorf) ist wirklich unglaublich lustig, die Kinder lachen sich kaputt (und weinen auch am Ende ein wenig vor Rührung) und auch ich finde ihn richtig zum Lachen.

Nach dem Film leiern sie mir noch zwei Folgen einer Serie ab, danach geht es aber recht stressfrei ins Bett und sie schlafen schnell.

Der Mann beendet auch seine Arbeiten und wir gehen direkt hoch ins Bett. Wir schauen die letzte Folge unserer aktuellen Serie „How to get away with murder“! Sehr krasse Serie, teilweise zwar extrem unrealistisch aber wie liebten die Spannung und die falschen Fährten die immer für den Zuschauer gelegt wurden. Alles in allem eine tolle Serie, sehr modern aber leider kann man sie nicht unbedingt nochmal schauen, weil die Spannung ja dann weg ist. Wir hatten es tatsächlich geschafft uns überhaupt nicht vorher zu spoilern und alles war eine Überraschung.

Es wäre sehr viel beruhigender…

wenn es zwischen all dem Geschrei, dem Gestreite, dem Nicht-Gönnen, dem Ärgern, dem Kloppen, den arroganten Tönen, den Bevormundungen, den Beschuldigungen, dem Diskutieren, dem ErpressenDrohenBestechen, den ins Leere laufenden Ermahnungen, dem nicht Zuhören, dem nicht Einsehen, der Rücksichtslosigkeit, der fehlenden Empathie, der Planlosigkeit, den fehlenden Strukturen und noch all dem anderen Blöden was hier tagtäglich aufläuft,
viel mehr Momente geben würde in denen ich denke „Ach ja, die sind doch toll, wir machen schon alles richtig so und die werden zu großartigen Menschen heranwachsen“ gäbe.

Gibt es aber nicht. Diese Momente sind selten bis gar nicht vorhanden.

Und das schlaucht mich emotional wie nichts anderes und macht mich unendlich traurig.

 

Raus für heute.

#Terrassenkaffee am 19.2.2021

Den #Terrassenkaffe habe ich vor einiger Zeit drüben bei den Instant-Fotos angefangen und es gefällt mir sehr gut einen eigenen kleinen Hashtag zu haben. :-) Nun ja, ich stellte mittlerweile fest, dass auch andere einen Terrassenkaffee pflegen, aber das macht ja nichts.

Ich knippste also mein Foto.

Noch etwas frisch da draußen aber doch frühlingshaft. Es ist gleich halb elf und meine Leistungskurve beginnt schon wieder zu fallen. Ich bin so ein Morgenmensch! Obwohl ich gerade auch nicht sooo leichtfüßig aus dem Bett springe und gern bis sieben/halb acht noch schnuffle. Das Zeitfenster des Schaffens ist also recht knapp und wenn ich jetzt nicht aufpasse und weiter mache, wars das mit mir und dem Tag heute. Ein Bißchen Jammern auf hohem Niveau, ich weiß.

Ein Bißchen was war ja heute auch schon los:
Direkt nach dem Aufstehen habe ich schon die wilden Söhne angedonnert und getrennt, die Küche aufgeräumt (ich schaffe das abends einfach nicht) und mit dem Mittleren die heutigen Schulaufgaben angefangen. Das Schlimmste hatten wir schon geschafft bevor er um 9 Uhr seine Videostunde mit der Lehrerin hatte.
Der Mann verabschiedete sich zum Bürotag außer Haus, die Tochter schaffte es schon sich äußerst pubertär zu verhalten und mich anzugiften (ich komme damit wirklich sehr schwer zurecht gerade) und da ich a) Schokolade nicht im Haus habe und b) bis Ostern Alkohol faste und der auch vormittags um zehn nicht unbedingt passend ist, lenkte ich meine Frustenergie in die Vorbereitungen des Mittagessens.
In der letzten Gemüsekiste war ein Blumenkohl und zufällig stieß ich auf dieses Rezept und hoffe, dass er so gut schmeckt und auch von den Kindern gegessen wird. Die erste Kostprobe meinerseits entschied: noch zu unwürzig. Aber ansonsten ist das Prinzip schon mal nicht schlecht und lässt sich sicher auch auf anderes Gemüse anwenden.
Auf ein anderes Blech legte ich noch, äußerst ansehnliche, Rote Beete-Scheiben.
Ich mag Rote Beete tatsächlich sehr. Am Liebsten sogar roh. Diese hier bekrümelte ich noch mit reichlich Fetakäse und beträufelte sie mit Öl und schob sie auch in den Ofen.
Warum ich nun also schon vor elf Uhr das Mittagessen fertig habe, liegt eigentlich an dem Brot dass ebenfalls gebacken werden musste und ich den Ofen nicht dreimal anschmeißen wollte. Dieses ist es heute geworden. Vorgestern angefangen, gestern den Teig brav gehegt und gepflegt und gefaltet und gezogen und nach einem kühlen Schläfchen über Nacht wurde es gerade gebacken. Aussehen tut es schon mal sehr sehr gut.
Der Terrassenkaffee ist nun alle, in der Küche gibts grad nichts mehr zu brutzeln (dafür gäbe es genug zu fegen) und ich sollte mich nun intensiv noch dem Wohnzimmer widmen. Die Sonne scheint, was wunderbar ist, aber sie entlarvt jeden einzelnen Staubkorn, jede Spinnwebe und jede Schliere an den Fenstern. Ich weiß auch sehr gut ohne Sonne, dass die da sind, trotzdem. Ich schwinge nun also Besen, Staubwedel, Staubsauger und die Füße und bleibe hoffentlich von mies gelaunten Kindern (es gibt zwei Kandidaten die diese von morgens bis abends sehr gut praktizieren können) verschont und freue mich nachher über ein etwas weniger schmutziges Wohnzimmer. Und wenn ich ganz übermütig werde, dann nehme ich mir auch noch den Flur vor.

dies das Ananas

Würde ich regelmäßiger bloggen, gäbe es viel mehr kleine Einträge zu einem Thema.
Wenn die zeitlichen Abstände der Artikel aber so groß sind, werden es ja immer nur Schnipselgeschichten.
Irgendwie doof. Aber so richtig krieg ich das Geblogge nicht routiniert. Wie auch sonst nichts im Alltag.
Außer der Nudelmontag. Der ist fest und bleibt fest. Anker im Alltag. So wichtig, ne?

Draußen ist noch immer Pandemie. Deshalb lernt die Tochter noch immer fleißig am Tablet zu Hause von etwa 8 bis 13 Uhr. Das ändert sich auch in absehbarer Zeit noch nicht.

Der Sohn dagegen wird ab nächster Woche wieder Präsenzunterricht haben. Eine Wahl gibt es nicht. Er wird immer abwechselnd einen Tag zu Hause sein und einen Tag in der Schule. Mit der halben Klasse, Abstand und medizinischer Maske den ganzen Schultag. Ich hätte ihn lieber weiterhin zu Hause aber wie gesagt, eine Wahl gibt es nicht.

Der Jüngste bleibt mindestens so lange zu Hause wie auch nur eins der Schulkinder nicht täglich in die Schule fährt.

Heute und morgen sind hier Faschingsferien. Wir haben Luftschlangen gepustet, alberne Musik gehört und das Haus riecht nach Frittierfett, denn natürlich muss ich Kreppl-Pfannkuchen machen. Weil ich das so will. Es stinkt, es ist zu fettig und es ist einem schlecht danach. Das alles verdränge ich bis nächstes Jahr wieder und bin dann wieder voll euphorisch und traditionsfreudig.

Wetter haben wir auch. Die Minusgrade sind nicht mehr im zweistelligen Bereich wie noch letzte Woche aber es scheint auch nicht die Sonne und heute gab es fiesen Hagel-Eisregen. Heute ist der 15. Februar. Es darf jetzt von mir aus Frühling werden. Muss aber auch nicht. Zwei Wochen Winter sind auch noch völlig O.K. . Aber ab März dann, ja?

Die Gartenfinger jucken nämlich schon wieder ganz ganz doll. Ich stöbere mich durch Gartenvideos und –artikel und haben für ein halbes Vermögen Saatgut bestellt. Ich plane zwei weitere Beete anzulegen und den vergessenen Balkon und die Küchenterrasse mit einzubeziehen. Ich träume von reichen Ernten und vergesse die Rückschläge der letzten Jahre. Es stecken sogar schon ein paar Samen in Anziehtöpfchen. Ich freu mich wirklich aufs Gartenjahr. <3

Ansonsten nichts Neues von hier.  Der übliche Struggle mit den üblichen Themen. Nix wird besser, aber auch nicht schlimmer. Jedenfalls erstmal. Ändert sich ja immer alles wieder mal…

Genug Geschnippselt.

Liest hier eigentlich IRGENDJEMAND mit?

Dann gern mal ein kurzes Piep in den Kommentaren :-)