trotz

Posted by Tina Pappnase on Jul 18, 2010 in ... Tina, ... das Äpfelchen |

Trotz dem schlimmen, vor allem nächtlichen, Sodbrennen was mich seit
kurzem heimsucht; trotz der schmerzenden Fingerknöchel und Handgelenke,
trotzdem ich mich nachts nur noch mit Mühe von einer Seite auf die andere
drehen kann und dabei immer hellwach werde, trotz der Kurzatmigkeit

trotzdem denke ich gerade daran wie es wohl sein wird nicht mehr schwanger
zu sein und kann es mir nicht vorstellen.

Ich kann mir nicht vorstellen wie es ist an mir hinunter, und in den Spiegel zu
schauen ohne diesen Kugelbauch zu sehen; wie es sein wird die Rumpelina nicht
mehr von innen zu spüren und, da ihre Tritte und Bewegungen in keinster Weise
schmerzhaft sind, dabei zu lächeln; wie es sein wird wieder allein in meinem Körper
zu sein und nicht mehr in jeder Sekunde zu wissen, dass da jemand ist der ganz, ganz
nah bei mir ist und mit dem ich immer reden kann.

Seltsam fühlt sich das an wenn ich jetzt nur daran denke.
Und, total verrückt, vermisse ich es jetzt schon.

Aber dabei weiß ich genau, dass ja etwas ganz Wundervolles dann hier draußen
sein wird. Unser Babymädchen wir in unseren Armen liegen, wir können sie sehen
und fühlen und riechen und hören und einfach genießen.
Vermutlich wird dieser wundervolle Zustand das Vermissen des Babybauches verdrängen.
Da bin ich mir fast sicher.
Sie wird da sein.
Wie wundervoll.

Aber jetzt, schwanger in der 37. Woche, ist die Vorstellung nicht mehr schwanger zu sein
für mich etwas befremdlich.

Ist es doch die schönste Zeit bisher in meinem Leben.
Und diese klitzekleinen Wehwehchen sind eigentlich gar nichts und stören mich kaum.

Zwischenzeiten sind das gerade.
Seltsame Tage voller Gedanken.
Ein Bißchen Wehmut dass die Schwangerschaft bald vorbei ist.
Aber auch und vor allem Vorfreude auf das Neue. Ganz große.

15 Comments

M.
Jul 18, 2010 at 23:16

*seufz*


 
Iris
Jul 19, 2010 at 06:12

Die Zeit danach ist wunderschön!! *schnief*


 
Mairlynd
Jul 19, 2010 at 07:18

Oh, daran kann ich mich auch noch genau erinnern! Die Vorstellung, nicht mehr schwanger zu sein, gab es einfach nicht. Es kann doch nicht sein, dass man sich einfach so bewegen kann wie man möchte? Dass man nicht mehr kurzatmig ist? Dass man seine Oberschenkel wieder sehen kann? In manchen verrückten Momenten war ich mir sicher, für immer schwanger zu bleiben.

Dann kam unsere Tochter zur Welt, und wie sie aufwuchs so verblasste auch die Erinnerung an die Schwangerschaft. Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, jemals schwanger gewesen zu sein. Bewegungen von innen spüren? Einen riesigen Bauch vor sich her tragen? Nur noch langsam durch die Gegend wogen zu können? Das alles war unheimlich weit weg…

Und heute bin ich in so einer Zwischenwelt. Wieder schwanger, aber körperlich noch nicht so unheimlich verändert wie in den letzten Wochen. Noch relativ fit und kaum eingeschränkt. Und ich habe einerseits die Erinnerung an die letzte Schwangerschaft und weiß genau, was meinen Körper in den nächsten Wochen noch so erwarten wird, andererseits bin ich eben auch noch so herrlich beweglich.

Und ich habe das Wissen um diese unheimliche Vergesslichkeit, die einen befällt, sobald sich der momentane Zustand ändert. Deshalb, vielleicht, genieße ich es diesesmal viel bewusster, ganz anders als beim letzten Mal.

Schon verrückt alles, oder?


 
mona
Jul 19, 2010 at 07:55

ich kann dich gut verstehen. und es ist in der tat die ersten tage nach der geburt ganz merkwürdig, nicht mehr schwanger zu sein. nach mattis geburt habe ich noch einige zeit lang ganz oft die hände auf den bauch gelegt, so selbstverständlich war es für mich mittlerweile, dass da jemand drin ist. und wehmütig war mir ums herz. aber wenn man dann dieses kleine babygesicht betrachtet ist alles wieder gut… etwas wunderbares geht zu ende und etwas noch wunderbareres beginnt.


 
bauchherzklopfen
Jul 19, 2010 at 08:29

Wenn ich heute die Fotos von meinem Babybauch sehe, staune ich. Aber ich vermisse ihn kein bisschen. Mein kleines wundervolles Mädchen ist hier bei mir, immer da. Sie riecht so toll, hat ganz weiche Haut, flauschige Haarfusselchen und jeder Blick von ihr trifft mitten ins Herz. Sie schläft so gern an mich gekuschelt oder auf meinem Bauch liegend und wenn ich sie ins Tragetuch packe, dann ist das auch ein ganzkleinwenig wie Babybauch haben. Sie ist so nah, ich hör sie atmen, spüre ihre Bewegngen, kann an ihrem Köpfchen riechen und sie kusseln.
Ich will dir nur sagen, dass du dich ruhig voll und ganz in deine Vorfreude stürzen darfst, es kommt nun die Zeit deines Lebens, die magischste, wunderschönste, allerbeste…

PS: Und wenn ich jetzt die ganzen Schwangeren sehe mit ihren schicken Bäuchen (so wie deinem!!) sehe, noch nicht einmal dann sehne ich mich nach meinem Bauch. Ich bin nur ein bisschen wehmütig, dass ich nie mit Kleidchen hochschwanger sein durfte ;) (allerdings kenn ich auch dieses Wasser in den Beinen und schmerzende Gelenke nicht).


 
Stadtmoewe
Jul 19, 2010 at 08:40

Hier genau so. GENAU SO.

Du nimmst mir eigentlich fast die Worte aus dem Mund .. ich verstehe jedes deiner Worte total.

*mitseufz*


 
aleXXblume
Jul 19, 2010 at 09:03

Ganz genauso ging es mir auch jedes Mal… wunderschön geschrieben und festgehalten, dieses Gefühlsgeschwurbel in den Wochen vor der Geburt! :)
Und ich muss sagen, dass es zum einen bei mir so ist, dass das neue Wesen das “Fehlen” im Bauch mehr als wett macht, zum anderen trotzdem immer die Sehnsucht bleibt nach dieser unfassbar schönen Einheit, dieser engsten Zweisamkeit der Welt. Auch heute noch, obwohl unsere Kinderplanung nun abgeschlossen ist. Sehnsucht bleibt. Wohl für immer….


 
Katrin
Jul 19, 2010 at 10:01

Dieses Gefühl kenne ich (noch ?) nicht. Für mich war immer klar, daß wir nicht nur ein Kind haben werden und von daher wusste ich, daß ich auf jeden Fall nochmal eine Schwangerschaft erleben werde.
Im Gegenteil, ich war eher total ungeduldig in den letzten 3 Wochen …
Vielleicht wird es mir aber in dieser Schwangerschaft so gehen am Ende. Denn ein viertes Kind kann ich mir derzeit nicht vorstellen …
Die erste Zeit mit Baby ist aber so wunderbar, da hat man gar keine Zeit und Lust mehr, an die Zeit vorher zu denken :-)


 
Toschka
Jul 19, 2010 at 14:07

Alles hat seine Zeit – jetzt der Babybauch, bald Euer Baby, bei Euch. Und das ist doch wunderbar. :-)


 
eva
Jul 19, 2010 at 18:38

…seufz, das war eine zeit mit den bäuchen! einerseits wunderschön, einerseits höllenanstrengend. jetzt beneide ich grad keine schwangere. ich beneide immer nur die schwangeren, die mit elfenknochen leichtbekleidet eine tolle figur machen und sich nicht mit ödemen und zig kleinkindern im schlepptau durch die hitze schleppen ;)
aber das witzige ist, auch wenn man sich es nicht vorstellen kann, jemals ohne den bauch zu sein, so kann man es in dem moment, wenn man sein baby im arm hält, sich überhaupt nicht mehr vorstellen, dass dieses wesen jemals in einem gewohnt hat. auch, wenn man so überlegt: wie wird es wohl MIT baby sein? ist es augenblicklich ab dem zeitpunkt der geburt so, als wäre es nie anders gewesen.
verrückt-unvorstellbar.
lg eva


 

[...] Tage, einer nach dem anderen – wieder mal viel zu schnell. Mir geht es wie Tina, es sind so Zwischenzeiten. Die Zeit zwischen nochmal alles genießen und die Zeit, die man kaum erwarten kann; die Zeit mit [...]


 
Frau Bluemel
Jul 19, 2010 at 21:31

Wenn jemand seine Schwangerschaft mit allen Sinnen (und Einschränkungen, Sodbrennen, entzündeten Gelenken) genossen hat, dann ich! Dieses Gefühl, den kleinen Menschen da drinnen zu spüren, dieses ganz dicke Band, das war einfach wunderbar. Ich hätte noch sehr lange weiter schwanger sein können/wollen, obwohl es die letzte Woche schon arg beschwerlich wurde. Ich hätte immer gedacht, dass ich es sehr vermissen würde, aber es war überhaupt nicht so. Von dem Moment an, wo der kleine Mann auf der Welt war, war die Lage eine andere und akzeptiert und nur noch der kleine Mensch zählte. Ich war nicht wehmütig, ich schwelgte nicht in Erinnerungen, ich war einfach im hier und jetzt – bin gespannt, wie es dir dann ergeht.

Aus aktuellem Anlass (bei mir) möchte ich dir noch einen ungefragten Rat geben. Ich habe in der Schwangerschaft sehr wenig gelesen, ich bin davon ausgegangen, dass ich ganz ganz viel aus dem Bauch heraus machen würde und im Grossen und Ganzen war das auch richtig so. Zu zwei Themen aber hätte ich mich ruhig vorher noch etwas schlauer machen können: zum Thema Stillen und /MilchstauKinderkrankheiten bzw. einer kleinen Notapotheke. Ich habe glücklicherweise 2 hervorragende Babyberaterinnen, die mir beim 2. Punkt immer sofort kompetent zur Seite standen, aber mit meinem heutigen Wissen hätte beim Stillen einiges anders und besser laufen können. Ich wünsche dir – und bin mir sicher – dass deine Hausgeburt und das Stillen problemlos laufen werden, aber wie ich gelernt habe (und wir grad leider bei Frau Schokoperle sehen mussten), hat das Universum manchmal andere Pläne und dann ist es gut, vorbereitet zu sein.

Ich hoffe, das klang jetzt nicht allzu klugscheisserisch. Wenn du dich in den nächsten Tagen, wo ja schon alles fertig vorbereitet ist, vielleicht ein klein wenig langweilst, schau dir vielleicht einfach mal ein Buch zum Stillen an – schad ja nix. Sich vorsichtshalber auch schlau zu machen, was die ersten Anzeichen für einen Milchstau sind, wie man dann an die Sache rangeht und dem Mann schon mal einen Wirsingkohl zu zeigen, schad sicher nix. Wenn du Infos dazu brauchst, meld dich.

Alles Gute für dich!
Herzlichst, Frau Blümel


 
Tina Pappnase
Jul 20, 2010 at 07:01

Liebe Frau Blümel,
vielen Dank für die lieben Worte. :-)

Ungefragte, gute Ratschläge nehme ich immer sehr gern an. *heftignick*

Zum Thema Stillen: da hab ich gerade von der weltbesten Schwägerin den Klassiker, das Stillbuch, bekommen. Zusätzlich les ich mich ja sowieso quer durchs Internet und im Geburtsvorbereitungskurs wird das Thema auch behandelt.
Danke fürs Stichwort Notfallapotheke… da muss ich mich echt nochmal auf den Hosenboden setzen. Was brauch ich? Was nicht? Was ist mit einer Globuli-Grundausstattung? *uff*
Also Apfelina, bitte bleib diese Woche noch mindestens drin. Bitte.


 
lisa
Jul 20, 2010 at 10:16

liebe frau pappnase,
ich lese diesen schönen blog schon eine weile mit und möchte mich nun gerne mal zu wort melden :-) das haben sie wirklich sehr schön beschrieben, schnüff… mir ging es kurz nach der geburt auch so, dass ich mir zum einen gar nicht mehr vorstellen konnte wie dieses süße baby bis vor kurzen noch in meinem bauch gewesen sein sollte, zum anderen war es auch erstmal ungewohnt keine bewegungen mehr im bauch zu spüren… ich habe mir auch so manches mal noch unbewusst über den bauch gestreichelt. ein ganz merkwürdiges erlebnis hatte ich ein paar stunden nach der geburt. ich lag im krankenhaus bett, mein sohn neben mir und ich war ganz in gedanken versunken, habe ihn bewundert und bestaunt, als ich aufeinmal einen “tritt” im bauch spührte. ich dachte erst ich hätte es mir eingebildet, aber als ich später die hebamme drauf ansprach meinte sie dass es sich teilweise noch so anfühle, da der darm wieder seinen urspünglichen platz einnimmt und wenn man sehr drauf achten kann man es spüren. das war sehr suspekt :-) ich wünsche eine wunderschöne restschwangerschaft und eine tolle geburt!!
PS: wegen dem sodbrennen noch ein tipp: mich hat es auch immer sehr geplagt und das einzige was bei mir half war RENNY. es ist das einzige mittel gegen sodbrennen was in der schwangerschaft zugelassen ist und so konnte ich die nächte überstehen. versuchen sie mal beim einschlafen den kopf etwas höher zu lagern und sich auf die linke seite zu legen. auf dieser seite ist die magenklappe so gelagert, dass die magensäure nicht so leicht zurück fließen kann.


 
Frau Bluemel
Jul 20, 2010 at 20:18

Ich schreib mal spontan und unsortiert auf, was mir zu kurz vor knapp noch einfällt, ja?

(Renny ist übrigens nicht das einzige. Ich hatte so Saft, der war ganz gut, aber irgendwann half halt nur noch entbinden… *gg*)

1. Stillen lesen – tust du. Auch wenn du es nicht hören willst: auch Kapitel Stillen nach KS etc. lesen. Besser vorbereitet und es tritt nicht ein als umgekehrt.

2. Notfallapotheke: es gibt in homöopathischen Apo’s Notfallsets, aber ich fürchte, nen Grossteil braucht man nicht. Für die Anfangszeit am Allerwichtigsten: was gegen Blähungen. Windsalbe, ne gute Creme fürn wunden Po (hier mit Panthenol-Creme von… öh… parfümfrei die besten Erfahrungen gemacht). Bilde dir eine Meinung zu Sab Simplex, Lefax & Co (viele sagen, das wäre nur für die Mamas, Wirksamkeit = 0). Schau dir an, wie man Bäuchleinmassage macht, wie man vorsichtig das kleine Becken kreisen lässt und Fahrrad fährt, um das Kindelein zu erleichtern. Bei euch vllt. alles nicht nötig, aber siehe oben (besser zu gut vorbereitet als…). Basisinfos zu Fieber bei Neugeborenen, wann gibt man evt. ein Zäpfchen und welches? Was ist mit Nasentropfen? Wichtig bei Erkältungen, da die Minis sonst nicht mehr trinken können. Besorgst du dir NaCl? Als 1x-Ampulle oder ziehst du es einfach mit Kanüle auf eine kleine Spritze auf, damit du damit vorsichtig Nasenspülungen machen/die kleine Nase befeuchten kannst? Später sind Arnica Globuli nicht verkehrt. Von Anfang an, auch bei Unruhe/Schreiattacken kann man Osanit/Chamomilla geben.

3. Hast du eine Meinung zu Vitamin K nach der Geburt? Zu den Augentropfen? (dürfte bei Hausgeburt vllt. anders aussehen…)

4. Hast du eine Kinderärztin? Ich gehe davon aus, schon für die U-Untersuchungen.

5. Bist du ggf. über Milchstaus blah informiert? Hast du eine Brustwarzensalbe bzw. eine ausgeqkt, die der Mann dann besorgen kann? Falls es wider Erwarten mit dem Stillen nicht klappt: woher kriegt ihr Fläschchen, PRE-Nahrung und welche Marke? (den Mann instruieren bzw. Fotos und Anweisungen irgendwo aufm Rechner lagern).

6. Hast du dir ein Dankeschön für die Hebamme überlegt, so du das magst?

7. Schnullerthema?

8. Fluorgabe nach der Entbindung? In Kombination mit Vitamin D oder lässt du dir Vigantol-Öl vom KiA aufschreiben?

Soviel aus der Hüfte. Den Grossteil davon wirst du eh erledigt haben und fühlst dich vielleicht bevormundet, dann sorry dafür. Wenn mir noch was einfällt, piepe ich nochmal. (Ansonsten kannst du auch gern nochmal nachlesen, womit wir uns die ersten Wochen so rumgeschlagen haben ;)

Viele Grüsse!


 

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