Ganz so produktiv

war der Tag dann gestern doch nicht.

Als ich mit dem Backen des Geburtstagskuchens für die Tochter beginnen wollte, stellte ich fest, dass ich zu wenig Eier im Haus hatte. Ich überlegte erst, nur die Hälfte des Teigs zu machen, entschied mich dann aber dagegen. Da ich auch noch was gebraucht hätte, sagte ich den Kindern Bescheid, hüpfte schnell ins Auto und fuhr los. Im Auto fiel mir direkt ein, dass die Straße ja gesperrt ist (wie ruhig es gerade bei uns vorm Haus ist, so ohne rauschende Bundesstraße) und ich somit extreme Umwege hätte fahren müssen für ein paar Eier. Fahrrad war leider keine Option; da ist gerade keins fahrtauglich für mich (steht schon auf der To-Do-Liste). Wieder raus aus dem Auto und die Kinder zum Laufen motiviert.

 

Es war noch gerade so nicht zu heiß zum Laufen. Die Kinder waren das allererste Mal seit Anfang des Jahres in einem Supermarkt. Und auch nur, weil die Tochter sich auch etwas kaufen wollte, sonst hätte ich sie alle draußen warten lassen. Aber nur die Jungs allein lassen geht noch nicht. Also alle Masken auf, beide Jungs in den Einkaufswagen gequetscht, Tochter zum Süßigkeitenregal geschickt, Eier geschnappt und an die Kasse gestellt. Es war glücklicherweise sehr leer und so waren wir innerhalb keiner 5 Minuten wieder draußen. Uff.

Auf dem Rückweg, der dann schon etwas langsamer voran ging, wurde ich vom Jüngsten mit Blumen geschmückt.

Die ganze Aktion kostete jetzt natürlich ca. 2 Stunden aber so habe ich mein Schritte-Konto gefüllt (fürs Gewissen) die Kinder haben sich draußen bewegt (fürs Gewissen) und ich hatte Eier (für Kuchen).

Mit den Jungs habe ich dann auch direkt los gelegt und die Regenbogenböden gebacken. Danke liebe Pia für die ausführliche Anleitung.
Das sind kleine Böden und beim gut Wegpacken bis morgen merkte ich dann aber erst mal, wie hoch dieses Ding am Ende wird 0.0. Naja, ich wollte das immer schon mal machen und die Tochter hats abgenickt. Sie wünscht sich übrigens nur einen Rhabarberkuchen mit Baiser, ihr Lieblingskuchen und dafür haben wir vorsorglich im Frühling schon Rhabarber eingefroren.

Der Rest des Tages war dann eher nur so mittel. Der Jüngste machte nur Scheißelkram, der Mittlere ärgerte die Geschwister und wusste wohl irgendwie nicht wohin mit sich. Die Tochter tänzelte durchs Haus und quietschte alle halbe Stunde „Übermorgen hab ich Geburtstag! Ich bin so aufgeregt – ich halte es nicht aaaauuuus!!“

Beim Anblick meiner großen Tochter wurde ich dann auch direkt ein Bißchen sentimental. 10 Jahre ist sie schon da. ZEHN! Ich hab dann mal im Blog-Archiv gestöbert und ein paar Artikel gelesen die ich am Ende der Schwangerschaft schrieb. Ich konnte mich an das meiste gar nicht mehr erinnern. Wie kostbar so ein Tagebuch ist.

Morgen geht es also weiter mit Torte basteln, Kuchen und Brot backen, schmücken, Geschenke einpacken…. und ein bißchen kniepern, weil das doch alles gar nicht sein kann, dass die so schnell groß werden…

 

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