Was man nicht haben kann…

das begehrt man umso mehr. Oder so ähnlich.

Ich bin ja eher nicht soooo der gesellige Typ und die Coronazeit hat durchaus ihre Vorzüge für mich. Keine Menschen treffen, keine Pflichtveranstaltungen, kein Zu-nahe-kommen anderer. Und das alles mit berechtigter Begründung und nicht, weil wir verschroben sind.

Aber so langsam, so ganz langsam werde auch ich genervt und motzig und möchte mit dem Fuß aufstampfen.

Ich bilde mir ein Lust zu haben, durch Geschäfte zu bummeln, mit den Kindern ins Schwimmbad zu fahren, ins Kino zu gehen, ein Dorffest zu besuchen, mit einer Freundin einen Kaffee zu trinken, irgendwo essen zu gehen, mit anderen Familien zu treffen, zu picknicken und die Horde Kinder spielen zu lassen und und und

Plötzlich, will ich das alles und kann nicht; will nicht.

Ich will, dass dieses blöde Virus jetzt verschwindet, sofort.
Ich will nicht, dass noch mehr Menschen krank werden und sterben oder Beeinträchtigungen davon tragen, vielleicht für immer. Ich will nicht panisch vor Menschen flüchten müssen. Ich will kein Spießrutenlaufen im Supermarkt, ich will keine Kinder mit Masken sehen, so dass es mir das Herz bricht. Ich mag mich nicht mehr einschränken.

Natürlich tue ich es. Tun wir es. Wir meiden Menschen so weit es geht. Wir tragen MNS und halten Abstand.
Selbstverständlich.

Aber ich wünschte, es wäre nicht nötig.
Ich wünsche mir die Unbeschwertheit zurück und die Möglichkeiten auf alles.

 

 

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