Samstagsgeschnipsel

Seit dem letzten Jahr, sind ja alle Kinder aus dem Familienbett ausgezogen.
Das ist großartig und tat auch gar nicht weh.
Die Söhne kommen allerdings doch noch, mehr oder weniger regelmäßig, ins große Bett gekuschelt. Meist in den frühen Morgenstunden, manchmal schon kurz nach Mitternacht.
Und manchmal, da ist das etwas nervig, zu warm, zu unbequem (weil man muss ja in auf meinem Arm liegen) und ich schlafe schlechter. Aber wenn man dann früh morgens von so einem nicht-mehr-ganz-so-blonden Knirps ganz fest umarmt und angestrahlt wird, und einem versichert wird, dass man ja sooooo geliebt wird und gerade mit Liebe übersät wird (O-Ton), dann ist das schon ganz schön toll und macht ein warmes Gefühl im Bauch.

Der Sauber-Samstag lief ganz gut. Der Mann übernahm das Wohnzimmer. (und räumte auf, staubwischte, staubsaugte und entrümpelte mal wieder zwar viel länger, aber auch viel gründlicher als ich) Ich widmete mich dem kleinen Bad und die Kinder räumten, unter Androhung von schwindender Medienzeit, ihre Zimmer auf und saugten diese. Die Tochter moppte noch die Treppe und das große Bad wischte ich abends, als es eh unter Wasser stand nachdem zwei Söhne sich dort in der Badewanne eine Wasserschlacht lieferten.

Ich stemmte, abwechselnd mit Hammer und Meißel (was ich bevorzugte) und Bohrhammer (tschuldigung Nachbarn) endlich weiter den Putz von der Gartentreppenwand. Sehr mühsam war das und ich freue mich so sehr darauf, endlich die Fliesen von der Terrasse zu hebeln, das geht nämlich fast von selbst. Aber dieser Putz da ist echt harnäckig und nur der Gedanke daran, dass ich da ein nettes Mosaik hinzaubern darf (hab ich noch nie gemacht und keinen blassen Schimmer davon, nur die Vorstellung im Kopf), motiviert mich weiter zu hämmern.

Unter der Schutzbrille lief der Schweiß und ja, es ist Sommer. Hochsommer. Deutlich spürbar. Wir haben uns nicht von zu Hause weg bewegt und das war gut so. Auch wenn es verlockend war irgendwo in einen See zu springen.
Gewitter für die Nacht und morgen ist angesagt. Und deutliche Abkühlung. Herrlich. Hoffentlich regnet es reichlich, der Garten braucht es. Und vielleicht, werden dann auch meine Sauerteigbrote wieder was. Die letzten waren alle nur klitschig und gingen nicht auf. Ich schiebe es einfach mal aufs Wetter.

Die Tochter bekam vom Mann heute endlich, denn das Päckchen steht schon seit Wochen hier, lila Farbe in die Haare geschmiert. Wir verzichteten aufs Aufhellen und deshalb ist nur ein dezenter Schimmer im Licht zu erahnen. Ihr gefällts. Mir auch; und sie erinnert mich nun irgendwie an Tonks.  Und nun hab ich auch Lust mir Farbe in die Haare zu tun. Rot!

Mittags gabs nur Salat und abends dann dafür ein wirklich köstliches Zitronenhühnchen. Super-einfach, super-lecker. Für Nicht-Fleisch-Esser Teig mit Soße und Parmesan, dass ich als Pizza anpries. Alle wurden satt und glücklich.
Wie gern würde ich im Sommer ja mal auf der Terrasse Mahlzeiten einnehmen. Aber a) steht da dauerhaft noch kein großer Esstisch und b) (Hauptgrund) sind Mahlzeiten mit den Kindern leider noch weit davon entfern gemütlich und schön zu sein. Die Tochter mäkelt grundsätzlich und isst am Ende in 8 von 10 Fällen nur Butterbrot. Nach ein paar Bissen vermeldet sie satt zu sein und will aufstehen. Oft haben wir dann gerade mal zwei Bissen gegessen und wünschen uns, dass sie noch etwas da bleibt. Das wird mit Stöhnen, Augenrollen und halb auf dem Tisch liegen quittiert; so lange maulend, dass man sie freiwillig los schickt. Der Jüngste ist nur am Umherhampeln und Stehen und bei beiden Jungs landet sowieso noch die Hälfte der Mahlzeit auf dem Boden. Nettes Beisammensitzen, plaudern und dabei essen gibt es nicht und das ist sehr sehr schade. Ich setzte auf den Faktor Zeit und freu mich einfach drauf. Und ein Tisch fehlt ja eh noch.

Der Abend brachte gute Laune auf allen Seiten. Die Kinder durften endlich den aus der Bücherei geliehenen Film schauen (mit Chips!) und wir Eltern saßen im Wintergarten beisammen, aßen heimlich einen Schwedeneisbecher und sortierten Juli-Fotos.

Guter Samstag.

 

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