Frei wie der Wind

Naja fast.

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt Fahrrad gefahren bin. Es ist auf alle Fälle schon recht lange her, mindestens ein Jahr.

Und seit der Schwangerschaft mit dem Jüngsten hatte ich ja so ein schniekes Elektro-Fahrrad. Das war auch nötig dann später mit zwei Kindern im Anhänger.

Nun ist der Jüngste für den Hänger schon eine Weile viel zu groß, das selbst Fahrrad fahren klappt aber auch noch nicht so gut, dass man längere Strecken fahren könnte. Also laufen wir meist.

Ich sehnte mich in letzter Zeit aber öfter danach, einfach mal mit dem Rad ins Nachbarstädtchen zu düsen um schnell was einzukaufen. Leider waren alle verfügbaren Fahrräder defekt.

Aber nun spendierte der Mann mir für mein älteres, nicht elektrisches, Fahrrad einen Satz neuer Reifen plus Mäntel und so konnte ich heute Morgen direkt eine kleine Tour machen. Pflaumen waren das Objekt der Begierde; oder „Zwetsche“ wie das hier heißt; bzw. weiß ich, dass es da wohl schon einen botanischen Unterschied gibt, aber für mich waren die blauen Dinger seit meiner Kindeheit Pflaumen und vom Blech gabs Pflaumenkuchen; quadratmeterweise.

Jedenfalls düste ich los ins besagte Nachbarstädtchen. Huiiiiii wie war das toll. Fast die ganze Strecke einfach rollen lassen. Kurz Geld holen und ab zum netten Obst-Gemüse-Lädchen. Zum ersten Mal. Und während ich da so anstand, unterhielten sich die drei Damen vor mir und später kam noch ein Herr dazu und trotz Hitze waren alle so gut gelaunt und plauderten im hiesigen Dialekt (den ich ganz gern mag) über dies und jenes und es war irgendwie ein ganz schöner Moment und fühlte sich sehr heimelig an.

Im Lädchen brach mir zuerst der Henkel meines Einkaufskorbs ab *peinlich* und als ich die Zwetschen eingepackt hatte, stand ich noch etwas ratlos ob der Fülle des Angebots herum. Eigentlich brauchte ich nichts weiter, wollte aber auch nicht einfach wieder gehen. Ich packte noch zwei Gurken und sechs Eier dazu und verließ sehr beschwingt den Laden.

Im Supermarkt gab es dann noch diversen Süßkram, Eis und eine Wassermelone. Grandiose Idee, so ne Melone, wenn man mit dem Fahrrad da ist.

Der Rückweg war dann etwas beschwerlicher, was nur teilweise an der Melone lag, hauptsächlich, dass es zurück ins Dorf nun mal leicht aber stetig bergauf geht. Das merkt man dann schon gut in den Beinen. Ich sehe quasi meine Oberschenkelmuskeln wachsen.

Schön war das. So ein Ausflug per Rad. Will ich öfter machen. (Leider passiert es ja zu oft dass solche „will ich öfter machen“-Vorhaben im Sande verlaufen. Hoffen wir mal, dass es nicht so ist)

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