Pflaumenkuchen vom Blech

In meinem Elternhaus wurde Pflaumenkuchen sehr geliebt. Mein Vater wünschte sich, sobald die Saison los ging, immer „einen Quadratmeter Pflaumenkuchen“ und bekam ihn auch.

Ich konnte dem gar nicht so viel abgewinnen. Ich mochte als Kind und Jugendliche Hefegebäck nicht so sehr; keine Ahnung warum. Heute mag ich es.

Ich glaube es ist zwei Jahre her, dass ich meinen ersten Pflaumenkuchen gebacken habe. Ich weiß nicht mehr nach welchem Rezept und ob er gut war.

In den letzten Tagen bekam ich wieder Lust darauf. Vielleicht tat auch das ein Dutzend mal Lesen von „Lieselotte versteckt sich“  einen nicht unerheblichen Teil dazu bei.

Nachdem ich am Freitag also die Pflaumen Zwetschgen kaufte, heizte ich gestern Vormittag die Küche extra noch ordentlich ein und buk ein Blech Pflaumenkuchen. Den nahmen wir mit an den See und verspeisten ihn fast ganz am Nachmittag. Zusammen mit einer kompletten Flasche Sprühsahne. 0.0

Er war köstlich. Und weil er so gut geworden ist, wird das nun mein Standard-Pflaumenkuchen-Rezept. Und deshalb möchte ich es auch gern teilen:

Man nehme:

Teig:
500 g Mehl

1 Würfel Hefe (42 g)

70 g Zucker

250 ml lauwarme Milch

8 EL Öl

1 Prise Salz

die abgeriebene Schale einer Zitrone (optional)

Belag:
ca. 1.200 g Pflaumen oder Zwetschgen

Zum Bestreichen:
100 g Zucker
6 EL Wasser

 

–  Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde hineindrücken, die Hefe reinbröckeln, etwas Zucker und die Hälfte der lauwarmen Milch dazugeben

– alles mit etwas Mehl vom Rand verrühren

– den Vorteig an einem warmen Ort gehen lassen

– nun die restliche Milch, den restlichen Zucker, Öl, Salz und Zitronenschale* und das restliche Mehl unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht

Anmerkung: ich denke, man kann auch einfach alles direkt zu einem schönen Teig verkneten und dann gehen lassen, ohne den Schritt des Vorteigs

– Teig nochmals gehen lassen, bis er sich ordentlich vermehrt hat

– den Teig ausrollen und auf eine gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen

– mit Paniermehl bestreuen (ich habs gemacht, kenne aber den Grund dahinter nicht, geht bestimmt auch ohne) und mehrmals mit einer Gabel einstechen

– die Pflaumen oder Zwetschgen aufschneiden, dass die Hälften noch zusammenhängen, den Kern entfernen
– mit der aufgeschnittenen Seite nach oben gleichmäßig in den Teig drücken

– nochmals eine Weile gehen lassen

– in der Zeit den Backofen auf Umluft 180 Grad aufheizen

– Blech in den Ofen schieben und ca. 35-40 Minuten backen lassen

– Zucker und Wasser aufkochen und rühren bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat

– nach dem Backen direkt den kompletten Kuchen, Teigrand und Pflaumen, damit bepinseln (gibt Süße und einen schönen Glanz)

*ich habe mal Zitronenschale abgerieben und in einem Glas mit Zucker gemischt, davon habe ich einen Esslöffel in den Teig gegeben, dafür habe ich von vornherein weniger Zucker genommen, im Originalrezept sind es nämlich 80 g

 

Er war so so lecker. Der Teigrand schön fluffig und leicht und der Kuchen schön durchgesuppt. :-) Kann ich mir auch sehr gut mit Aprikosen vorstellen.

Ich mag übrigens keine Streusel. Deshalb gibt es bei mir Obstkuchen nie mit Streuseln. Ich ess auch Streußelkuchen, wird aber nie meine erste Wahl sein.

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