Geseufze

Montag.
Ich seufze, weil die letzte Ferien- und Urlaubswoche angebrochen ist. In einer Woche ist der Mann wieder am Arbeiten (nicht, dass er in seinem Urlaub nicht doch am Rechner sitzen musste; ist halt kein anderer da der seinen Job machen kann während er weg ist), der Mittlere in der zweiten Klasse, der Jüngste im Kindergarten und die Große hat noch einen Tag Schonfrist.

Ich seufze, weil wir bis heute noch keine Info haben, wie der Schulalltag nächste Woche aussehen wird. Weder von der Grundschule, noch von der IGS. Ich aktualisiere täglich die Webseiten der Schulen und bin gespannt. Meine Vermutung: volle Klassenstärken, keine Abstandsregeln und Mundschutzpflicht. Ich werde meine Kinder dennoch weiterhin auf Abstand drillen und Masken mitnehmen und sie davon zu überzeugen versuchen, sie aufzusetzen.

Ich seufze, weil der Mann gerade auf einer Trauerfeier weilt. Einmal natürlich, weil das furchtbar traurig ist, zum Anderen, weil ihn das Vorbereiten und Mithelfen und das Grübeln schon einige Tage Arbeit, viele Telefonate, Zuhören und eine Nachtschicht gekostet hat. Er ist gerade nicht ganz bei uns, im übertragenen Sinne, und ich hoffe einfach, dass das nach heute wieder besser wird.

Ich seufze, weil erlösender Regen erst für Freitag angesagt ist und ich nicht mal daran glaube, dass da allzuviel Wasser vom Himmel fallen wird, so wie es nötig wäre.

Ich seufze, weil mein Zimmer schon wieder aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen. Wenn ich es mal pickobello aufgeräumt habe, dauert es nur wenige Tage bis es wieder aussieht wie vorher. Alles wird „nur mal schnell dort abgelegt“ und bleibt ewig liegen. (jaja, statt hier mitten im Chaos zu sitzen und zu bloggen, sollte ich wohl eher mal anfangen…)

Ich seufze, weil wir noch so viel in den Ferien tun wollten und doch nicht alles schaffen. Aber da will ich gar nicht zu viel seufzen, denn wir haben auch tatsächlich viel geschafft und gemacht und immerhin haben wir ja noch sieben Tage.

Ich seufze, weil die Hüften, die meinen, sich wieder gerundet haben, das Bäuchlein wieder über den Bund hängt und die Arbeitsjeans verdächtig kneift. Da seufze ich sehr laut. Aber, und da zucke ich dann mit den Schultern, was solls? Ich weiß woran es liegt und ich weiß, wie ich das wieder ändern kann. Nach den Ferien gehts wieder los mit regelmäßig Sport und ich schaue wieder was ich esse. Ich weiß wie es geht. Ich kann es. Und an Weihnachten hab ich dann wieder ein Sixpack. :-)

 

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