Gewandert

Gestern, Donnerstag, war der noch einzig geeignete Tag für einen längeren Ausflug in den Ferien. Heute war das Auto des Mannes beim TÜV bei der Hauptuntersuchung, morgen bin ich mit den beiden Großen unterwegs und Sonntag, letzter Tag vor Schulbeginn, wollen wir es gemütlich angehen lassen.

Wir schauten erst gestern Morgen spontan nach einer Wanderstrecke und fanden die Burg Breuberg. Sah ganz gut aus. Burg, Wald; das reicht.

Ich bereitete reichlich Proviant vor, verteilte ihn auf die Rucksäcke, packte (zum Glück) noch Regensachen für die Kinder dazu und los ging die Fahrt für 1h 15 Minuten.

Wir parkten dort:


 

und waren direkt am Parkplatz dann erst einmal von der Steilwand begeistert:

 

Viele Ösen in den Wänden zeigten, dass dort auch richtig geklettert wird und ich bin gespannt ob wir die großen Töne die wir spuckten wahr machen und in ein paar Jahren das mit dem Klettern auch einmal versuchen.

Nur ein paar Minuten nach Ankunft fing es leise an zu donnern und zu regnen. Und der Regen hörte dann eine ganze ganze Weile nicht auf. Die Kinder hatten Regensachen dabei, der Mann auch; nur ich stapfte im Trägershirt weiter und wurde durchfeuchtet. Das fand ich aber gar nicht so schlimm, denn der Regen war warm :-) Recht schnell waren allerdings unser aller Schuhe durchnässt und auf meine zu-kaufen-Liste fügte ich Wanderschuhe hinzu.

 

Der Laune tat der Regen aber keinen Abbruch. Der Sommerregen gab dem Wald eine ganz besondere Stimmung und einen wunderbaren Duft nach Herbst. Ganz typisch Wald einfach.

Wir hatten uns leider keine konkrete Strecke raus gesucht und so mussten wir ein Stückchen ganz blöd an der Straße entlang.

Aber wirklich nur kurz und es kamen kaum Autos.

 

Aussicht auf die Burg. Dahinten, da wollten wir hin.

 

Ich kann leider nicht wirklich die Strecke wiedergeben. Wir suchten uns halt Wege durch den Wald und peilten dabei grob die Burg an die immer wieder in unserem Blickfeld auftauchte.

Wir machten Rast am Waldrand. Dort waren ganz viele „Bäume des Jahres“ mit entsprechender Beschilderung zu finden. Wir fanden den Baum jedes Geburtsjahres der Kinder und hielten das natürlich fotografisch fest. :-)

 

 

Wunderschöne Käfer fanden wir, dieser war leider schon tot.

 

Der Mittlere wurde ganz fies von einer Wespe am Fuß gestochen und einige Meter brauchte es einen Wanderstock und Mamas Hand.

 

Kurz darauf ging das aber selbst mit dem Klettern schon wieder ganz gut:

Dann waren wir endlich auf der Burg. Tolle Aussicht, eindrucksvoller Bau. Für die Kinder gabs ein Eis im dortigen Café und für uns einen Kaffee.

Am tollsten fanden die Kinder allerdings den Sperrmüllhaufen auf dem Burghof. Sperrmüll! Von einer Burg!!!

Wir fragten im Café nach ob wir uns was nehmen durften. Die Kinder waren im Himmel und suchten sich allerlei Klimbim aus. Da waren wirklich tolle Sachen dabei und ich hätte auch noch zwanzig Dinge mitnehmen können, hätten wir eben nicht noch die ganze Strecke zurück wandern müssen. So wurde es nur ein Beutel voll.

Der Rückweg war dann noch etwas planloser als der Hinweg. Wir konnten uns nicht ganz so gut orientieren und sicher hätte es einen besseren Weg gegeben. Wir streunten durch Wald und Wiesen. Aßen wilde Äpfel und jede Menge Brombeeren vom Wegrand. Wir sahen einen kleine Schlange und fanden ein Hufeisen. Die Tochter fing das Motzen und Jammern an und hörte bis zum Auto gar nicht mehr auf. Der Jüngste war schrecklich müde und hat zum Glück zwei große Geschwister und Eltern

 

Auf dem letzten Stück zum Auto, fanden wir auch noch ein paar Zaunlatten die wir unbedingt mitnehmen mussten. *g*

Auf der Rückfahrt verwandelte sich das Auto in eine Art Pumakäfig, die Kinder waren von oben bis unten dreckig und hatten schon die Schuhe aus. Der Jüngste schlief direkt ein und wachte erst heute Morgen, nach über 12 Stunden Schlaf, wieder auf. Die Großen scheuchte ich zu Hause unter die Dusche und sie genossen dann ihre Tabletzeit.

Wir waren 6 Stunden unterwegs. Dabei waren es insgesamt keine 10 Kilometer.
Ich mag diese Familienwanderungen. Ich hoffe, wenn die Kinder älter werden, können auch die Strecken länger und anspruchsvoller werden. Wir werden sehen. Auf alle Fälle macht es großen Spaß die Heimat so zu erkunden.

 

Das ist übrigens unsere Sperrmüllausbeute. Plus ein grüner Lampenschirm und die Tochter hat noch so ein Dings. (Mehr ging einfach nicht mit, dabei gab es da noch einen alten Schlitten und einen Dreschflegel und und und)

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