Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? – Tagebuchbloggen 5. September 2020

#wmdedgt fragt seit über sieben Jahren Frau Brüllen.

Und ich antworte heute wieder.

Der Tag beginnt wie immer früh und mit Kindern im Bett, die plötzlich immer dort auftauchen. :-) So gern ich am Wochenende auch mal lang allein im Bett kuscheln und selbst entscheiden wann ich aufstehen würde, so sehr genieße ich es doch auch, meine Jungs im Arm zu haben. Ganz bald kommen sie nicht mehr.

Ich frühstücke Schokolade und auch nur deshalb Kaffee, um ebendiese da hinein tunken zu können.

Kurz vor acht schnappe ich mir die Tochter für eine Einkaufsrunde. Da mein freier Freitag gestern wegfiel, musste das heute geschehen. Da wir aber so früh dran waren, hielten sich die Menschenmengen im Rahmen.

Wir fuhren zuerst in den Ramschladen die Fundgrube im Nachbarort. Ich brauchte Blumenerde, fand noch einen herrlich blühenden Gartensalbei und das perfekte elastische Band fürs MNS-Nähen.

Nächster Halt war kurz und knackig der Supermarkt im anderen Nachbarstädtchen, den ich normalerweise meide. Aber es gab dort auf DVD die Dragons-Trilogie und da meine Kinder große Fans der Filme, der Serie und den Figuren sind und es den dritten Teil noch nicht in unserer Bücherei oder auf Fletnix gibt und wir sowieso gern alle drei Teile hätten, freuten wir uns, als wir tatsächlich fündig wurden und direkt wieder raus marschierten. Filmabend gerettet.

Nur 100 m weiter der nächste Stopp im Standard-Supermarkt. Weshalb ich eigentlich unbedingt hin wollte, war leider schon ausverkauft.  *hmpf* Wir kauften also nur ein paar Lebensmittel ein, denn der Kühlschrank zu Hause war leer. Leider etwas planlos. Ich hasse das. Ich bin von den Sommerferien noch immer völlig aus dem Rhytmus. Normalerweise schreibe ich sonntags einen Speiseplan für die kommende Woche, dafür den Einkaufszettel plus die Dinge die ich mir die Woche über notiert habe die wir brauchen. Montags, an meinem freien Tag, gehe ich dann einkaufen für die ganze Woche. Das haut alles gerade überhaupt nicht hin. Auch, weil ich in letzter Zeit auf meine freien Tage verzichten musste. *nochmalhmpf* Nunja, wir verhungern gewiss nicht.

Noch ein Stopp im wieder anderen Supermarkt (ich hasse solche Odysseen und vermeide sie stets wo es geht) weil es nur dort den Teig fürs Börekt gibt, das wir heute noch machen wollten.

Nach anderthalb Stunden kamen wir wieder zu Hause an, wo irgendwie schlechte Stimmung herrschte, die den Rest des Tages anhielt.

Der Mann werkelte an der Terrasse, ich lackierte meine Blumentöpfe, räumte mein Zimmer auf, machte Börek und nähte zwischendurch noch für jedes Kind eine neue Maske. (nach Elfenkind-Berlin)

Kurz vor 16 Uhr machten die Tochter und ich uns mit dem Fahrrad auf dem Weg zum örtlichen Spielplatz, wo das Abschlussgrillen der vierten Klasse nachgeholt wurde. Ich war von vornherein ja nicht so begeistert davon. Allein das Treffen von so vielen Menschen und dann hab ich es in vier Jahren auch nicht wirklich geschafft mich dort zu integrieren. Deshalb stand ich dann auch etwas planlos herum, stellte mich mit Abstand zu den Grüppchen, meist die, die sich gerade um die ehelemalige Klassenlehrerin bildeten und nippte an meinem Wasserbecher.

Die Tochter sah ich die ganze Zeit nicht ,sie spielte die ganze Zeit mit ihren ehemaligen Klassenkameraden, und besonders mit ihrer einen lieben Freundin. Die Kinder tobten über den Platz und kamen nur ab und an verschwitzt angerannt um einen Schluss zu trinken oder von einem Muffin abzubeißen. Anschluss fand ich gegen Ende dann doch noch bei einem Elternpaar, die mir eh ganz sympatisch sind und die noch mehr damit punkteten, dass sie sich einen Campingtisch und -stühle mitbrachten um mit ausreichend Abstand sitzen zu können. Ich durfte mich mit meinem Teller, gefüllt mit Cous-Cous-Salat, Cous-Cous-Salat und Cous-Cous-Salat dazu setzen und wir hielten noch ein paar angeregte Pläuschchen.

Ein Einheimischer hatte traditionell sein Hako mitgebracht und chauffierte die Kinder in Gruppen eine Runde durch Dorf und Weinberge.

Die Jungs riefen aus Sehnsucht an, die Tochter, die fünf Minuten vorher noch lange nicht gehen wollte, fiel in ein müde-kalt-Tief und ich fröstelte eh schon von anbeginn und so fuhren wir gegen sieben Uhr wieder nach Hause.

Dort ließen wir den Abend mit dem zweiten Dragons-Film, Chips und Gummibärchen gemütlich auf der Couch ausklingen.

Nach Filmende kippte die Stimmung, die Tochter verschwand in ihrem Zimmer, die Jungs schliefen tatsächlich alleine ein bevor ich mit Zähneputzen fertig war.

Der Mann und ich schafften nur eine halbe Folge von The Big Bang Theory bevor uns beiden die Augen zufielen.

 

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