Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

So fragt Fr. Brüllen an jedem 5. eines Monats. Und obwohl ich mir eine Erinnerung gestellt hatte, habe ich es bis zum Nachmittag glatt vergessen. Deshalb gibt es auch genau ein Foto des Tages.

Montag ist mein lohnarbeitsfreier Tag. Das heißt, ich kann eine gute halbe Stunde länger im Bett bleiben und starte sowieso ziemlich entspannt in den Tag. Ich stehe als erste auf und fange an die Brotdosen der Kinder zu richten. (ansonsten mache ich das schon am Abend vorher). Die Tochter geht als erstes aus dem Haus, dann der mittlere Sohn. Der Mann konnte auch nicht mehr im Bett liegen und versabschiedet sich auch sehr früh zur Arbeit.

Gegen 8 Uhr machen der Jüngste und ich uns auf zum Kindergarten. Das Abgeben läuft problemlos, auch wenn er mir bei der Verabschiedungsumarmung ins Ohr flüstert, dass er doch auch gern zu Hause geblieben wäre. Mein Herz! Aber mit der Aussicht, dass ich ihm vom Einkaufen was mitbringe, düst er doch fröhlich davon. *uff*

Ich mache mich, wie jeden Montag, auf zu den zwei Supermärkten. Da ich diese Woche zur Abwechslung mal wieder sehr gut vorbereitet bin, weil ich einen Speiseplan aufgestellt und dementsprechend die Einkaufsliste geschrieben habe, bin ich ziemlich rasch durch und fahre nach Hause. Den Einkauf stelle ich vorerst nur in der Küche ab. Ich mache kurz Pause, werfe mich dann aber in die Sportklamotten und absolviere ein Ganzkörper-Workout. In den Satzpausen verräume ich immer mal wieder ein paar Lebensmittel.
Eine Stunde Workout, gut 20 Minuten Laufband. Fertig. Gutes Gefühl. Wenn es nicht immer vorher so schwer wäre sich aufzuraffen.

Nach der Dusche genieße ich einfach nur noch eine Weile das stille Haus. Couch und Netflix. Herrlich.
Ich schiebe einen Spaghettikürbis in den Ofen für mein Mittag- und des Mannes Abendessen später. Für die Kinder ist heute Nudeltag. Immer montags.

12:30 Uhr fahre ich zum Kindergarten und hole ein gut gelauntes Kind ab. Sie haben kleine Papierdrachen gebastelt, mit Schnüren an einen Ast gebunden und flitzen damit durch die Gegend und freuen sich, wie der Drache im Wind weht. Er hat solchen Spaß daran.

Zu Hause setze ich Nudelwasser auf und erwärme die Tomatensoße. Aus dem Kürbis entferne ich das Fruchtfleisch und brate es noch mit anderem Gemüse in der Pfanne an, fülle es wieder in die Kürbishälften und überbacke sie mit Schafskäse.

Der Mittlere kommt von der Schule (montags hat er immer eine Stunde länger), die Tochter kurz darauf und wir essen zusammen.

Die Tochter hat heute Küchendienst. Wir machen also die Küche zusammen tiptop und dann erbetteln sich die Kinder schon einen Teil ihrer Tabletzeit. Ich bin gut gelaunt und erlaube es, obwohl die Hausaufgaben noch nicht erledigt sind.

Ich verkrümle mich in mein Zimmer und versuche etwas aufzuräumen. Klappt nicht wirklich. Es herrscht schon wieder ein heilloses Chaos dort. (keine Ahnung wie das immer passiert) Hauptsächlich verdrücke ich eine ganze (kleine!) Wassermelone und schaue weiter ein wenig „The Chilling Adventures of Sabrina“. Ich bin nun schon am Ende von Staffel 2 und kann immer noch nicht ganz sagen, ob ich die Serie gut oder doof finde. Auf alle Fälle mag ich ein paar Charaktere sehr.

 

Der Mittlere kommt zum Hausaufgaben machen. Er setzt sich zu mir in die Küche, ich räume nebenher den Vorratsschrank auf. Das war auch mal wieder dringend nötig. Die Hausaufgaben sind heute leicht und er ist schnell fertig.
Die Tochter hat heute nur Vokabeln abzuschreiben und zu üben. Ich frage sie eine Weile ab. Es macht total Spaß mit ihr englisch zu lernen. Endlich mal was, was ich gut kann und ihr gut vermitteln kann. :-)

Der Mittlere erledigt seinen Wäschedienst (heute sehr leicht, nur Wäsche waschen und nichts abzunehmen oder zu falten) und der Jüngsten den Mülldienst. (die zwei großen Mülltonnen müssen auch an die Straße, das macht er super)

Die Kinder verbrauchen ihre verbleibende Tabletzeit und gefühlt, dauert das den ganzen restlichen Nachmittag. Zwischendurch gibt es immer wieder Streit der geschlichtet werden muss.

Ich heize den Ofen an. Das Feuer macht so eine schöne Wärme und das Haus kühlt immer so schnell aus. Oft ist es draußen wärmer als drinnen. Im Sommer toll, im Herbst und Winter doof.

Zum Abendessen gibt es die restlichen Nudeln vom Mittag. Nach dem Abendbrot, gehen die Jungs in die Badewanne und die Tochter und ich bekommen uns wegen Nichtigkeiten in die Haare und blubbern uns ziemlich an. Vorpubertät. Ich ertrage das manchmal nur schwer. Das wird noch lustig in den nächsten Jahren.

Der Mann kommt nach Hause, isst seine Kürbishälfte und wir erzählen uns vom Tag.

Nach der Badewanne (und als die Tochter und ich uns wieder ausgesprochen haben), schauen wir, wie jeden Abend, die Logo-Nachrichten (von gestern) und dann soll es für alle ab ins Bett gehen. Der Jüngste will unbedingt bei einer CD einschlafen statt vorgelesen zu bekommen. Ich weiß genau, dass das nicht klappt, mache den Jungs aber eine an und gehe runter. Natürlich höre ich dann von oben nur Gerumpel und sie stehen ständig auf usw. Der Mittlere kommt und möchte bitte doch lieber was vorgelesen bekommen.

Ich lege mich also zu ihnen und lese vor und kuschle dann in den Schlaf und nicke auch etwas weg.
Danach ist mir so schrecklich kalt, dass ich mich vor den Ofen setze. Der ist aber nicht mehr so warm und es hilft rein gar nichts.
Die Tochter kommt und möchte auch kuscheln. Ich lege mich zu ihr, wir reden über alles mögliche und sie macht ihre Englischlektion mit einer App auf meinem Telefon. Wie immer zwischen halb zehn und zehn schlafen alle drei.

Ich mache mir noch eine Wärmflasche und lege mich ins Bett. Am Tablet schaue ich weiter meine Serie. Der Mann telefoniert mit seinem Besten Freund. Bis er kommt, wärme ich seine Decke mit an. Ehegesetz. :-)

Um ca. 23 Uhr fallen mir die Augen zu.

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