wmdedgt – 5. Januar 2021

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?
Fragt Frau Brüllen an jedem 5. des Monats, der da heute nun ist (das erste Mal 2021) und ich bin mal wieder dabei.

Dienstag, erster Arbeitstag für mich nach der Weihnachstpause. *seufz* Es fällt mir unheimlich schwer aus dem gemütlichen Bett, in dem mich von links der Mann und von rechts die zwei Söhne (die irgendwann wieder heimlich reingeschlichen sind) warm kuscheln, zu steigen und mich fertig zu machen. So früh am Morgen sind die Gedanken immer doof und alles ist dunkel und überhaupt. Bäh.

Ich fahre ins Büro, werde vom Inhalt des Emailpostfachs erschlagen und ignoriere dieses erst einmal. Ich seufze vor mich hin, antworte der Freundin, die schreibt, dass sie gut in Sambia angekommen sind und dann ruft die Potsdam-Freundin an und wir schnacken kurz übers Homeshooling unserer Kinder. (ihr Sohn hat seit gestern schon wieder Schule, meine haben noch Ferien und beginnen erst morgen mit dem Fernunterricht).

Dann raffe ich mich doch auf und fange an Emails abzuarbeiten. Ist dann gar nicht so viel wie es auf den ersten Blick aussah. Hauptsächlich Kalendererinnerungen und Weihnachtsgrüße.

Ich wurschtle so ein Bißchen rum.

Um 11 Uhr breche ich doch das Fasten mit einem Apfel. Kurz vorher hatte ich noch überlegt, vielleicht doch ca. 6 Tage durchzuhalten, aber ein plötzlicher Impuls wollte mich diesen Apfel essen lassen. Kein Hunger, kein Appetit; einfach nur so Lust. Auch gut.
Er schmeckte jedenfalls köstlich und ich hoffe, dass ich es schaffe die nächsten Mahlzeiten so zu gestalten, wie ich es mir vorstelle und nicht in alte Gewohnheiten zu verfallen.

Meinen mitgebrachten Götterquark esse ich später auch noch und er macht mit richtig satt.

Nach ein Bißchen Gebastle an der Firmenwebseite mache ich pünktlich um 12 Uhr Feierabend.

Zu Hause erwarten mich freudig die Kinder, der Mann ist beschäftigt aber die Stimmung ist entspannt.
Ich mache den ohne Bohnen-Kartoffel-Topf warm, den ich gestern Abend vorkochte und der mir aber das erste Mal total misslungen ist. Muss an den Kartoffeln gelegen haben, vermutlich waren es mehligkochende und sonst habe ich immer festkochende (ich achte da eigentlich nie drauf). Jedenfalls sind die Kartoffeln toal zerfallen und zerkocht. Es war eigentlich nur noch Matsch. Vielleicht waren sie auch beleidigt, weil ihre Kumpels, die Bohnen fehlten. Der Jüngste wünschte sich nämlich unseren, von allen geliebten, Bohnen-Kartoffel-Topf; aber bitte ohne Bohnen. Es schmeckte wohl trotzdem ganz gut. Da ich aber viel zu viel gekocht habe, mache ich den Rest in drei große Gläser ein. So richtig im Kochtopf einwecken. Hab ich noch nie gemacht; mal schauen ob das was wird.

Der Mann muss weiter arbeiten und verkrümelt sich ins Schlafzimmer.

Ich muss heute dringend mein Zimmer aufräumen. Der Sohn soll dort morgen mit dem Fernunterricht starten. Und es ist sowieso nötig. Wie gefühlt alle zwei Wochen. (dieser Raum zieht Chaos magisch an!!)

Ich prokastiniere (das Wort habe ich zum ersten Mal 2013 bei Twitter gehört; werd ich nie vergessen) und lese mich durch Twitter und Instagram, reiche Snacks, schlichte Streit, etc.

Wäsche von gestern wird aufgehangen und eine neue angemacht. Die Söhne rennen die ganze Zeit in meiner Nähe umher, toben, sind laut … dann tanzen sie. Der Mittlere elegant mit langem Stock. Es dauert nicht lang und der Jüngste hat ihn am Kopf. Tanzrunde vorbei.

 

Ich finde die vier Paar Stiefel in der Dusche die ich gestern nach unserem Spaziergang im Matschewetter eigentlich direkt abbrausen wollte und dann wohl doch vergessen habe. Naja, nun ist der Schlamm fest. Abduschen geht trotzdem noch ganz gut.

Um 14:31 Uhr stürmt die Tochter die Treppe hinunter. Ich hab ihr gesagt, dass ich 14:30 Uhr mit ihr losfahre.
Als sie den Bücherstapel den sie zu Weihnachten bekam ausgelesen hatte, reichte ich ihr noch ein Buch nach, dass ich noch im Schrank hatte. Das sollte ursprünglich der Sohn einer Freundin bekommen; ich entschied mich dann aber für ein anderes. Erst mochte sie es nicht anfangen und druckste herum (sie ist da oft wählerisch; wenn Cover und Klappentext nicht gefallen, mag sie es oft nicht mal anlesen) Höflich nahm sie es dann doch an umd 2 Stunden später mit heißen Wangen zu verkünden, dass sie mit dem Buch fertig sein, es total toll war und sie den nächsten Band gern hätte.

Ich bestellte zwei mal zwischen den Jahren einen Band nach, den sie ebenso verschlang. Die nächsten wollte sie selbst bezahlen. Deshalb bestellten wir im Nachbarort im Spielzeug-Schreibwaren-Buchladen vor und sie wartete geduldig bis heute endlich die Nachricht kam, dass die Bücher abholbereit wären. Wir fuhren also los und sehr gut organisiert konnten wir die Bücher im freien, am Nebeneingang des Geschäfts, annehmen.

Auf dem Rückweg, brachte ich mein Weihnachtsgeschenk auf den Weg zurück. :-( Der Jüngste schenkte mir, vööööölllig uneigennützig, eine Eismaschine. Leider stellte sich beim ersten Versuch (bei dem ich sehr euphorisch und vorfreudig war) heraus, dass sie defekt ist. Ich habe mich so geärgert und war echt traurig. Hoffen wir, dass mit der Retoure alles klappt, dann bestellen wir neu. ICH WILL EIS!

Dann konnte ich mich nicht mehr drücken und räumte mein Zimmer fertig auf. Herrje hab ich Krams. Aber ich liebe den auch sehr!

Später dann Abendessen für die Kinder, Küche aufräumen, abwaschen.
Die Kinder schauen mit dem Mann Logo.
Und dann machten wir es heute mal etwas anders und ich ging mit dem Mittleren zuerst ins Bette, während der Jüngste noch beim Mann unten blieb und spielte.
Ich las vor und kuschelte und der Mittlere quatschte mir ein Ohr ab. Aber es tat ihm gut, glaub ich.

Dann kam aber schon der Jüngste und wollte auch mit mir kuscheln und ich wechselte vom oberen ins untere Bett.
Es dauerte dann noch einen Moment, aber dann schliefen beide.

Ich bereitete noch Brotdosen für morgen vor. Auch wenn die Kinder Fernunterricht haben, haben sie so wie gewohnt das zweite Frühstück am Arbeitsplatz.
Für mich rührte ich noch einen Götterquark für morgen an und packte mir alles für die Arbeit zurecht.

Jetzt werde ich noch duschen gehen und dann same procedure as every evening seit einiger Zeit: mit dem Mann im Bett kuscheln und ein-zwei Folgen Vikings schauen. 3>

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