Tagebuchbloggen – 7. Januar 2021

Donnerstag

Ich schleiche mich morgens im stockdunkeln wieder raus und fahre ins Büro. Einerseits ist es herrlich dort ein paar Stunden
ganz allein zu sein, andererseits wäre ich viel lieber zu Hause und würde da all die tausend Dinge erledigen, die ich auf meiner Liste habe.

Die Tochter videotelefoniert mich zwischendurch an um etwas zu fragen. Heute läuft es viel besser mit dem Unterricht. Das freut mich.

Pünktlich um zwölf mache ich Feierabend.
Die Stimmung ist gut zu Hause, der Sohn hat viel geschafft und ich komme gerade rechtzeitig um der Tochter bei etwas zu helfen und dann ist sie auch schon fertig.

Ich habe gestern nicht vorgekocht und stelle mich jetzt hin und bereite Ofengemüse zu. Das dauert etwas, deshalb dürfen die Jungs schon ihre Tabletspielzeit nutzen.

Neben dem Gemüse, bearbeite ich die zwei Brotteige von gestern weiter und stelle sie zum gehen beiseite.

Endlich können wir essen. Es ist ein ziemlicher Mix. Fächerkartoffeln, gebackener Romanesco, gedünsteter Brokkoloi, ein paar Tomaten, ein winziges Stück Rinderfilet, Algennudeln und ein Rest Suppe von gestern.

Alle werden satt, stellen ihre Teller in die Spülmaschine und ich räume den Rest in der Küche auf. Der Mann geht wieder an die Arbeit, die großen erledigen die letzten Schulaufgaben und der Jüngste geht Lego bauen.

Als ich fertig bin, will ich mit den Kindern wieder auf eine Spazierrunde raus. Der Jüngste ist noch immer im Schlafanzug und so vertieft ins Lego und will auch gar nicht mit. Da es viel stressiger wäre ihn jetzt zum Anziehen und Mitkommen zu bewegen, gehe ich nur mit den beiden Großen eine Runde. Eine gute Stunde sind wir unterwegs, es ist matschig, kalt und nieselt. Am Ende friere ich sehr und bin froh, als wir wieder zu Hause sind.

Da die Süßigkeiten vom Wocheneinkauf leer sind, hab ich den Kindern versprochen, selbst Schokolade zu machen. Wir schmelzen Kuvertüre, die sich noch im Backschrank fand, und etwas dunkle Schokolade, gießen sie auf ein Backpapier und die Kinder toben sich dann mit der Streuselkiste aus. Wir stellen die Schokolade in den Wintergarten zum Abkühlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischendurch sind auch meine Brote im Ofen. Eine kleine Ladung Wäsche haben wir abgenommen und gefaltet und der Mann hat die neue aufgehangen.

Die Weißbrote sehen toll aus. Leider fällt mir beim Anschneiden auf, dass ich das Salz vergessen habe. Ich merke dann, dass der Ausdruck des Rezepts so doof war und ich es schlicht überlesen habe. Es lässt sich trotzdem gut mit Aufstrich oder Belag essen und ich werde es nochmal backen. Dann mit Salz.

Das Roggenbrot ist wieder richtig toll geworden. Ich war vom Ersten schon so begeistert, weil es einfach tagelang frisch und weich blieb und einfach gut schmeckte. So ein

Brot wollte ich immer.  Die Hälfte vom Roggenbrot und einen Laib der Weißbrote friere ich ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kinder essen zwischendurch getrennt jeder schnell ein Brot zum Abendbrot. Der Mann nascht sich an den Resten vom Mittagessen durch den Abend. Für mich fällt Abendbrot zur Zeit aus :-)

Die Tochter macht noch ihre letzte kleine Englisch-Hausaufgabe. Wir helfen ihr ein klein wenig. Es macht sehr viel Spaß mit ihr Englisch zu lernen und sie ist auch interessiert.

Wir schauen Logo-Nachrichten. Der Mittlere bleibt heute beim Papa unten und spielt mit ihm eine Partie Schach. Ich gehe mit dem Jüngsten hoch und er entscheidet sich für ein Pferde-Sachbuch zum Vorlesen.

Der Mittlere kommt zu uns und will auch mit beim Bruder im Bett schlafen. Wir liegen da also ziemlich gequetscht zu dritt und es dauert aber nicht lang, bis die Jungs schlafen.

Da ist es 21:00 Uhr.

Ich bringe die Küche in Ordung. Etwas, was ich mir verstärkt angewöhnen will. Normalerweise bin ich nach der Einschlafbegleitung platt und müde und fasse nichts mehr an. Die Küche bleibt dann immer ein Schlachtfeld bis morgens, wo ich mich dann ärgere. Seit ein paar Tagen bemühe ich mich und raffe mich auf, abends noch Ordnung zu schaffen. Und dieses Gefühl am Morgen, in eine aufgeräumte, saubere Küche zu kommen,  ist schon toll. Ich hoffe, ich kann mir diese Routine richtig angewöhnen.

Der Mann und ich treffen uns dann auf der Couch und sehr wehmütig starten wir die letzten beiden Folgen „Vikings“.
Auch wenn die Serie ab der vierten Staffel etwas komisch und einfach „anders“ wurde und ich die ersten drei Staffeln viel besser fand; gefällt uns das Ende der Serie eigentlich ganz gut. Das ist schon alles klasse gedreht. Die Serie hat mich allgemein ziemlich stark beeindruckt und mir ganz viel zu denken gegeben und beeinflusst. Wirklich wirklich krass. Besonders zum Thema Glauben habe ich ziemliche Erkenntnis erlangt. Spannend. Ich würde nun am Liebsten wieder von vorn anfangen. :-) Aber mal sehen, ob wir eine andere schöne Serie finden. Jemand eine Empfehlung?

Danach ist es halb zwölf und wir kuscheln uns ins Bett. Ich war so schlau, mir vorher eine Wärmflasche hinein gelegt zu haben. Ich friere nachts immer erbärmlich und trage schon richtig viele Klamotten. Meine Decke ist einfach zu dünn.

Ich schlafe gut, die Jungs liegen irgendwann wieder rechts und links in meinem Arm und kuscheln. :-)

 

 

 

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