Tagebuchbloggen, 20.2.2021

Der Tag startet wie immer damit, dass die Jungs (zuerst der Mittlere, dann der Jüngste) zu mir ins Bett gekrochen kommen. An Schlafen ist dann nicht mehr zu denken, ich döse nur ein Bißchen vor mich hin. Während der Jüngste nochmal einschläft, fängt der Mittlere an zu Zappeln und zu quatschen und ich stehe dann auch endlich auf.  Der Tag soll ja wunderbar frühlingshaft werden, ich will in den Garten!

Aber zuerst gibt es ein Pancake-Frühstück.


 

Als die Küche von den Frühstücksresten befreit ist, mache ich mir eine Kaffe und schlüpfe in meine heißbeliebten Wintergummistiefeln <3 Fertig für den Garten.

 

Ich sage den Schafen auf dem Nachbargrundstück Guten Morgen. Ich liebe den Anblick.

Der Mann ist heute auch direkt fleißig. Er hat die Säge aufgebaut und sägt und hobelt und schraubt den ganzen Tag. Er baut uns einen tollen Kleiderschrank auf den Dachboden, damit wir da schnellstmöglich einziehen können.

 

Ich bearbeite meine zwei Komposthaufe. Schichte um, siebe und bringe die Erde (da ist viel gekaufte vom letzten Mal dabei und leider sehr wenig entstandener Humus) zu den Hochbeeten und fülle eins damit auf.

In der Sonne ist es richtig warm. Das Arbeiten in dieser Frühlingsatmosphäre macht mich sehr glücklich.

Die Jungs spielen auch ein wenig draußen, was mich sehr freut, waren sie doch irgendwie monatelang nicht im Garten und sowieso viel zu wenig draußen. Ich hoffe, das kriegen wir wieder mal anders hin.

Leider hält das Spiel nicht lange an. Sie streiten zwar nicht so schlimm wie gestern als sie kurz draußen waren, finden aber kein gemeinsames Spiel, sind schnell gelangweilt und der Jüngste kriegt einen Anfall, weil der Mann sägt und es ihm zu laut ist. Er will wieder rein. Sie gehen also wieder an den Legotisch und bleiben dort den Rest des Tages… *seufz*

Aus Spätzle, viel Sahne und viel Käse, gibt es heute also ein ganz leichtes Mittagessen. Ich habe vorher noch nie Käsespätzle gemacht und diese Version aus dem Ofen funktioniert echt super easy. Ich hatte erst Angst, dass es für uns nicht reicht, aber durch den hohen Fettgehalt macht es unglaublich satt und reicht auch noch fürs Abendessen.

(genaues Rezept: 500 g trockene Spätzle in eine Auflaufform, 700ml Wasser dazu, 200 g geriebener Emmentaler und 200 g geriebener Bergkäse unterrühren (etwas Käse zurück behalten), etwas Salz und Pfeffer noch dazu und Röstzwiebeln, wenn man mag (die Tochter verabscheut Zwiebeln, deshalb ließ ich sie weg und stellte sie später nur auf den Tisch und jeder der mochte tat sie sich auf den Teller dazu) und dann den zurückgehaltenen Käse obendrüber streuen; mit Deckel ca. 35 Minuten in den Ofen, dann nochmal ca. 15 Minuten bzw. bis es lecker aussieht, überbacken)

Während die Käsespätzle im Ofen sind, tausche ich die weißen Vorhänge and der Haustür gegen die neuen mit Libellen. Ich wollte keinen neuen Stoff kaufen und hab welche aus dem passendsten genäht den ich hatte und der reicht. Sieht auch schön aus so. :-)

 

Nach dem Essen bleibe ich auch eine Weile drin und setze mich an meine Beetplanung. Das ist ja eine kleine Wissenschaft für sich, wenn man Fruchtfolge beachten will und welche Gemüsesorten zueinander passen.
Ich habe nun einen groben Plan und eigentlich viel zu wenig Platz und sowieso viel zu wenig Sonnenstunden in meinem Garten. Aber ich hoffe, es gibt dennoch eine schöne kleine Ernte. Es macht einfach solchen Spaß.

Nach der Planung gehts ans Praktische. Ich habe vor ein paar Tagen schon Möhrensamen in einem Glas etwas vorkeimen lassen und nun ins Hochbeet gesät. Ein paar Radieschensamen auch.

Es wird dann recht schnell auch kühl im Garten. Der Mann ist noch fleißig am Sägen und läuft ständig zwischen Keller, Garten und Dachboden hin und her. Schade, dass er keine Uhr mit Schrittzähler trägt, da ist heute ordentlich was zusammen gekommen. Bei mir waren es ja schon über 15.000 Schritte (endlich mal wieder, das habe ich letztes Jahr täglich mindestens geschafft, über die kühlen Monate aber überhaupt nicht mehr).

Ich räume noch so ein Bißchen von A nach B und irgendwann ist es Zeit für den Filmabend mit den Kindern.
Erst gibt es noch die Logo-Nachrichten und einen Snackteller (sonst gibt es am Filmabend immer Süßigkeiten und Chips, diese Woche war das alles schon leer und extra einkaufen dafür wollten wir nicht).

Der Mann ist weiter mit dem Schrank beschäftigt, deshalb schaue ich allein mit den Kindern. Erst habe ich gar keine Lust, aber der Film (Die Schlümpfe – das verlorene Dorf) ist wirklich unglaublich lustig, die Kinder lachen sich kaputt (und weinen auch am Ende ein wenig vor Rührung) und auch ich finde ihn richtig zum Lachen.

Nach dem Film leiern sie mir noch zwei Folgen einer Serie ab, danach geht es aber recht stressfrei ins Bett und sie schlafen schnell.

Der Mann beendet auch seine Arbeiten und wir gehen direkt hoch ins Bett. Wir schauen die letzte Folge unserer aktuellen Serie „How to get away with murder“! Sehr krasse Serie, teilweise zwar extrem unrealistisch aber wie liebten die Spannung und die falschen Fährten die immer für den Zuschauer gelegt wurden. Alles in allem eine tolle Serie, sehr modern aber leider kann man sie nicht unbedingt nochmal schauen, weil die Spannung ja dann weg ist. Wir hatten es tatsächlich geschafft uns überhaupt nicht vorher zu spoilern und alles war eine Überraschung.

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