Ich gebe es zu

.. ich kann mich nicht an den Tag erinnern, als wir beim Jüngsten das erste kleine weiße Spitzchen eines Zahnes entdeckten.
Ebensowenig beim Mittleren.
Allein bei der Tochter habe ich da was im Hinterkopf. Wie jeder Pups damals, wurde das natürlich auch verbloggt. *g*

Etwas besser erinnere ich mich daran, wie der erste Zahn wieder verloren wurde. Bei der Tochter war es wohl direkt an ihrem 6. Geburtstag; pünktlich kurz vor der Einschulung.

Beim Mittleren war es ähnlich … oh oh… meine Erinnerung verlässt mich da doch gerade…. . Auf alle Fälle war er auch schon 6 Jahre alt und es war vor der Einschulung. :-)

Und nun ist da der Jüngste. In genau 2 Wochen wird er fünf und vorgestern, da kommt er plötzlich an: „Mama, ich hab einen Wackelzahn!“ Ich fühlte und erschrak ein wenig. Das war eine mega-Wackelzahn. Ein Wunder, dass ich ihn nicht direkt in der Hand hatte. Große Freude und Aufregung auf allen Seiten. :-)

Gestern Mittag dann, beim Essen sprach ich ihn drauf an, was denn der Wackelzahn mache. Kurzer Check: hups, gar nicht mehr da! Irgendwann verloren. Nachts und verschluckt? Oder schon am Vortag am See beim Baden oder Essen? Wir wissen es nicht und werden das Zähnchen vermutlich auch nie wieder finden. Schade.

Der Jüngste ist aber nicht betrübt, im Gegenteil. Die erste Zahnlücke (mein Babieeee!) wurde ausgiebig mit Eis gefeiert; die Aufregung und Freude ist noch größer geworden und er dachte, dass dann heute sein erster Schultag wäre.

Tja, da muss er noch ein Jahr warten. Auf die nächste Zahnlücke aber wohl nicht so lang, der Nachbarzahn wackelt nämlich auch schon etwas.

*Seufz* dieses Großwerden ist schon was. Und warum muss das gefühlt so rasend schnell gehen?

Seetag

„Komm Schatz, morgen fahren wir einfach den ganzen Tag an den See. Alles einpacken, früh los und dann ganz easy und entspannt“ So sprach der Mann gestern Abend, als es an die Planung des heutigen Tages ging. Wir haben uns nämlich so gedacht, dass wir in den Ferien abwechselnd einen Tag zu Hause verbringen und in Haus und Garten werkeln und einen Tag was unternehmen. Ging bisher auch ganz gut auf.

Mir entlockte diese Ansage erst mal nur ein muffliges Schnauben. Der ganze Tag war ja irgendwie schon bescheiden gewesen, von easy und entspannt war ich weit entfernt und auch die Aussicht auf den üblichen an-den-See-fahr-Stress entlockte mir irgendwie auch keine gute Laune. Da aber wieder irgendwas um die 34 Grad angesagt waren und ich keine bessere Ausflugsidee hatte, stimmte ich zu.

Es fing ganz gut an, dass ich es schaffte früh aufzustehen. Leider war mir das beste der Welt, ein Haus früh am Morgen ganz für mich allein, nicht gegönnt; der Jüngste bemerkte mein Verschwinden fast sofort und forderte noch eine Runde Mama-Kuscheln ein. Danach verkündete er so großen Hunger zu haben, dass er, sollte er nicht augenblicklich gefüttert werden, sofort verhungert umfallen würde. Das wollen wir ja nun auch nicht und deshalb begann ich wunschgemäß Pancaketeig anzurühren. Der Mittlere tappste dann auch schon die Treppe runter und der Tag begann so, wie er gestern endete: mit in Walkie-Talkies  gesprochene Kinder-Wichtigkeiten und vielen Rogers hintendran. Dazwischen immer wieder elektronisches Gedudel, wenn man den anderen „anfunken“ wollte. Ich dachte nämlich, es wäre eine gute Idee den Kindern Walkie-Talkies zu schenken. Die kamen gestern hier an und es war tatsächlich eigentlich eine gute Idee. Sie sind seit dem damit beschäftigt. Ich habe alles störende Gebimmel ausgeschaltet, nur eben dieses „Anklinkeln“ geht nicht abustellen und tönte heute morgen rund um sieben mehrfach durchs Haus. Der Mann, der gern mal länger schläft, war nicht sehr amused.

Pancake-Frühstück, Ansage was als nächstes passiert (Zähne putzen, anziehen, packen, los) und erstes von mir gewettertes „ach fahrt doch allein an den See“ , weil keiner der Herrschaften gewillt war mir zuzuhören.

Es dauerte dann noch gefühlte Stunden bis alle Badesachen, alles Essen und Spiele gepackt waren. Dazwischen mehrfach die Erinnerung sich endlich anzuziehen, Schuhe nicht zu vergessen und doch mal mit anzupacken. (augenrollende, eigentlich-noch-lange-nicht-Teenager sind so toll *heul* ).

Für alle noch ein Wassereis und los. Kurze Autofahrt, Fähre, kurze Autofahrt, Ankunft.
Dort alles Geraffel wieder auspacken, alles herrichten, ermahnen, doch mal mit anzupacken (das mit den fast-Teenagern wieder) und daaaaaann ging es endlich ans Wasser.

Und dann, war all der Stress vorher vergessen:

 

Das Wasser war perfekt warm und wie immer so herrlich weich und klar. Einfach einzutauchen und zu schwimmen war einfach nur wunderbar.

Abends um neun waren wir wieder zu Hause. Die Haare duften nach Seewasser, meine Schultern und die Kinderrücken sind noch etwas mehr gebräunt und wir fühlen uns einfach nur ganz herrlich sommerlich erschöpft.

Zunge verbrannt

am heißen Chai-Tee hier neben mir. *autsch*

Gestern sehr sehr schlecht gelaunt schlafen gegangen. Dann sehr schlecht geschlafen, da zwischen den Jungs auf der Couch im Wintergarten. Es war doch etwas eng. Schlecht geträumt. *grmpf* Allein der Anblick der von der Morgensonne beschienenen Kastanie machte ein paar schöne Gefühle.

Auf ein paar Minuten allein am Morgen gefreut, doch kaum war ich, nachdem ich behutsam alle Körperteile unter schlafenden Söhnen weg gezogen hatte, im Bad angekommen, schallte es schon „Maaamaaa, ich will mit Dir kuscheln!“

Nun denn. Jungs wuseln um mich rum, Scones kommen gleich in den Ofen, die Zunge bizzelt noch etwas.

Starten wir mal in den Tag. (absoluter Haushalt/Garten-Tag heute)

Beerenjagd

Wir alle lieben Brombeeren.
Am Besten frisch vom Strauch (Strauch? Hecke? Pflanze halt.) direkt in den Mund. Wenn man Pech hat, hält die dicke große Beere nicht was sie verspricht und ist trotz anscheinender Perfektheit sauer. Aber mit Glück, hat mein eine weiche, süße Beere im Mund und es schmeckt einfach wie purer Sommer.

Ebenso sehr lieben wir Brombeermarmelade. Und deshalb gibt es auf unserer Sommerferien-Liste den Punkt „Brombeeren pflücken“. Den können wir dann heute abhaken.

Denn heute Morgen Vormittag zogen wir mit kleinen Eimern los Richtung Radweg und grasten alle Brombeerstellen ab die wir kennen. Die Eimer waren fast gefüllt (und wären es noch mehr, wäre nicht jede vierte Beere im Mund gelandet) und am Ende hatten wir knapp 1,5 kg schwarze Schönheiten.

Der Mittlere hat heute Küchendienst und ist ja eh mein liebster Koch- und Backbegleiter und rührte, nachdem wir die Beeren etwas püriert hatten, den Gelierzucker ein.

 

Nachdem wir ewig auf die schlotzige Masse starrten und nicht viel passierte, kochte sie dann natürlich ganz plötzlich ziemlich wild und spritzte die nähere Umgebung voll. Zum Glück keine nackten Füße und Kinderarme.

 

Am Ende erhielten wir ein paar Gläschen köstlichster Marmelade. (dass das immer so einfach geht, fasziniert mich ja stets aufs Neue) Ein Glas möchte der Mittlere verschenken; das kleinste wurde schon wieder geöffnet und die Tochter sagte selbst, dass es so lecker sei, dass sie grad das ganze Glas auf einmal aufessen könnte. :-)

 

 

Ich hoffe dennoch, dass die Marmelade ein Weilchen reicht und wir im Winter vielleicht beim Sonntags-Frühstück sitzen und uns daran erinnern, wie wir im August die Beeren pflückten. (und ich dieses Mal nicht in den Schacht fiel und mir den Rock zerriss, weil ich nach den schönsten Beeren langte und nicht sah, dass es vor mir tief runter ging)

Das Dilemma mit Schuhen

Ich brauche Schuhe.

Wirklich.

Ich hatte ein paar sehr hübsche grüne Schuhe. Die kamen vor gut 4 Jahren mit der Post an und komplettierten mein Haus-Kauf-Outfit perfekt. Deshalb musste ich sie behalten. Als ich vor längerer Zeit schon das Riehmchen des einen Schuhs zumachte, stand ich unwissenderweise auf dem Riehmchen des anderen Schuhs. Als ich diesen dann mit Schwung hoch riss um ihn zu schließen, riss das Riehmchen leider ab. Vermutlich kann ein Schuhmacher das richten. Da die Schuhe recht teuer waren, würde sich das bestimmt sogar lohnen. Aber ach, dieses Anpacken von solchen Aktionen ist ja immer ein Kreuz. Man müsste mal…. aber tut es dann nicht. Also stehen sie hier noch kaputt.

Ich hatte noch ein paar rote Sandalen. Die half mir der Mann vor ca. 12 Jahren mal aussuchen. Hübsch. Trotzdem trug ich sie seit einigen Jahren gar nicht. Hatte sie irgendwie vergessen. Nun holte ich sie hervor um überhaupt irgendwelche luftigen Schuhe zu haben. Aber … die Sohle löst sich, ließ mich lustige Geräusche beim Laufen verursachen und dann brach das lose Stück auch noch ab. Das lässt sich vermutlich nicht mehr dauerhaft kleben. Schade.

Dann gabs da noch die sehr coolen Leder-Schlupf-Sandalen die mir vor 10 Jahren eine Freundin vermachte. Eigentlich waren sie mir auch schon damals eine Nummer zu groß. Aber weil ich die Freundin so sehr mochte und die Schuhe auch, nahm ich sie an und trug sie auch. Dann aber auch einige Jahre nicht und als ich sie jetzt wieder vorkramte merkte ich, dass diese eine Nummer zu groß eben doch sehr anstrengend ist. Ich schlüpfe immer raus und um das zu vermeiden, verkrampfe ich die Füße sehr und das Laufen in ihnen ist einfach sehr sehr anstrengend.

Dann gibt es da noch ein schwarzes Partysandalen-Paar. Ungeeignet und unbequem für den Alltag.

Oder die kniehohen Stiefel. Aber dafür waren die Temperaturen doch etwas zu hoch in letzter Zeit.

Also schlurfe ich seit Wochen, wenn ich nicht barfuß laufe, mit schwarzen, mindestens 7 Jahren alten Crogs durch die Gegend. Die Sohlen sind superdünn und können jeden Moment durchgescheuert sein. Schön ist es auch nicht.

Ich hasse Schuhe kaufen. In Läden gehe ich ja schon mal gar nicht gern (zur Zeit ja noch weniger). Es gibt nie die Schuhe die ich gerade brauche und gefallen tun mir in den örtlichen Läden eh fast nie welche. In die große Stadt zieht mich ja so gar nichts.

Onlineshopping ist ja meine Leidenschaft. Aber bei Schuhen ist sogar das einfach anstrengend. Und dann bestellt man einige Paare und am Ende passt im schlimmsten Fall nicht eins. Pffff. (für die Kinder shoppe ich übrigens gern online nach Schuhen und überhaupt allen Klamotten)

Nun war ich gerade auf einer Schuh-Discounter-Seite und sehr frustriert ob der Auswahl.

Und in den teureren Läden, da scheut es mich einfach so teure Schuhe zu bestellen.
Außerdem habe ich gerade den restlichen Schulkram und Geburtstagsgeschenke für den Jüngsten geordert.
Teurer Monat ist das. *seufz*

Aber am Ende, wird es wohl doch eins der teureren Paare; weil die einfach so hübsch sind.
Allerdings bräuchte ich nicht nur noch ein Sommerpaar, sondern wünsche ich mir schon lange halbhohe Schnürstiefel. Und ich habe in meinem Leben noch nie Chucks besessen und: sollte man das nicht?

Wo gibts den Goldesel?

 

Samstagsgeschnipsel

Seit dem letzten Jahr, sind ja alle Kinder aus dem Familienbett ausgezogen.
Das ist großartig und tat auch gar nicht weh.
Die Söhne kommen allerdings doch noch, mehr oder weniger regelmäßig, ins große Bett gekuschelt. Meist in den frühen Morgenstunden, manchmal schon kurz nach Mitternacht.
Und manchmal, da ist das etwas nervig, zu warm, zu unbequem (weil man muss ja in auf meinem Arm liegen) und ich schlafe schlechter. Aber wenn man dann früh morgens von so einem nicht-mehr-ganz-so-blonden Knirps ganz fest umarmt und angestrahlt wird, und einem versichert wird, dass man ja sooooo geliebt wird und gerade mit Liebe übersät wird (O-Ton), dann ist das schon ganz schön toll und macht ein warmes Gefühl im Bauch.

Der Sauber-Samstag lief ganz gut. Der Mann übernahm das Wohnzimmer. (und räumte auf, staubwischte, staubsaugte und entrümpelte mal wieder zwar viel länger, aber auch viel gründlicher als ich) Ich widmete mich dem kleinen Bad und die Kinder räumten, unter Androhung von schwindender Medienzeit, ihre Zimmer auf und saugten diese. Die Tochter moppte noch die Treppe und das große Bad wischte ich abends, als es eh unter Wasser stand nachdem zwei Söhne sich dort in der Badewanne eine Wasserschlacht lieferten.

Ich stemmte, abwechselnd mit Hammer und Meißel (was ich bevorzugte) und Bohrhammer (tschuldigung Nachbarn) endlich weiter den Putz von der Gartentreppenwand. Sehr mühsam war das und ich freue mich so sehr darauf, endlich die Fliesen von der Terrasse zu hebeln, das geht nämlich fast von selbst. Aber dieser Putz da ist echt harnäckig und nur der Gedanke daran, dass ich da ein nettes Mosaik hinzaubern darf (hab ich noch nie gemacht und keinen blassen Schimmer davon, nur die Vorstellung im Kopf), motiviert mich weiter zu hämmern.

Unter der Schutzbrille lief der Schweiß und ja, es ist Sommer. Hochsommer. Deutlich spürbar. Wir haben uns nicht von zu Hause weg bewegt und das war gut so. Auch wenn es verlockend war irgendwo in einen See zu springen.
Gewitter für die Nacht und morgen ist angesagt. Und deutliche Abkühlung. Herrlich. Hoffentlich regnet es reichlich, der Garten braucht es. Und vielleicht, werden dann auch meine Sauerteigbrote wieder was. Die letzten waren alle nur klitschig und gingen nicht auf. Ich schiebe es einfach mal aufs Wetter.

Die Tochter bekam vom Mann heute endlich, denn das Päckchen steht schon seit Wochen hier, lila Farbe in die Haare geschmiert. Wir verzichteten aufs Aufhellen und deshalb ist nur ein dezenter Schimmer im Licht zu erahnen. Ihr gefällts. Mir auch; und sie erinnert mich nun irgendwie an Tonks.  Und nun hab ich auch Lust mir Farbe in die Haare zu tun. Rot!

Mittags gabs nur Salat und abends dann dafür ein wirklich köstliches Zitronenhühnchen. Super-einfach, super-lecker. Für Nicht-Fleisch-Esser Teig mit Soße und Parmesan, dass ich als Pizza anpries. Alle wurden satt und glücklich.
Wie gern würde ich im Sommer ja mal auf der Terrasse Mahlzeiten einnehmen. Aber a) steht da dauerhaft noch kein großer Esstisch und b) (Hauptgrund) sind Mahlzeiten mit den Kindern leider noch weit davon entfern gemütlich und schön zu sein. Die Tochter mäkelt grundsätzlich und isst am Ende in 8 von 10 Fällen nur Butterbrot. Nach ein paar Bissen vermeldet sie satt zu sein und will aufstehen. Oft haben wir dann gerade mal zwei Bissen gegessen und wünschen uns, dass sie noch etwas da bleibt. Das wird mit Stöhnen, Augenrollen und halb auf dem Tisch liegen quittiert; so lange maulend, dass man sie freiwillig los schickt. Der Jüngste ist nur am Umherhampeln und Stehen und bei beiden Jungs landet sowieso noch die Hälfte der Mahlzeit auf dem Boden. Nettes Beisammensitzen, plaudern und dabei essen gibt es nicht und das ist sehr sehr schade. Ich setzte auf den Faktor Zeit und freu mich einfach drauf. Und ein Tisch fehlt ja eh noch.

Der Abend brachte gute Laune auf allen Seiten. Die Kinder durften endlich den aus der Bücherei geliehenen Film schauen (mit Chips!) und wir Eltern saßen im Wintergarten beisammen, aßen heimlich einen Schwedeneisbecher und sortierten Juli-Fotos.

Guter Samstag.

 

Hallo August

Im August:

– haben wir als Familie zusammen noch 2 Wochen Ferien
– werden wir hoffentlich noch viele schöne Ausflüge machen können
– kommen wir bei der Terrasse ein ganzes Stück weiter
– wird der Jüngste im Kindergarten ein Vorschulkind, der Mittlere kommt in die zweite Klasse und die Tochter kommt auf die weiterführende Schule, also in die 5. Klasse
– werden wir den 5. Geburtstag des Jüngsten feiern
– sehen wir die liebsten Freunde wieder
– will ich Pflaumenkuchen backen
– und vielleicht die erste Kürbissuppe kochen
– wird sich der Herbst ganz langsam anschleichen