Hätte

ich mir fürs neue Jahr vorgenommen täglich zu bloggen, hätte ich da ja schon kläglich versagt. Schließlich schreiben wir heute schon den 02. Januar 2021.
Dafür hab ich mir alles andere vorgenommen, was man sich eben so vornehmen kann. Mehr hiervon, weniger davon, endlich reich werden, die Kinder besser erziehen und das zu Hause noch schöner machen. Und ein neues Hobby fange ich natürlich auch noch nebenher an. Ach, und allem voran natürlich endlich ordentlicher, organisierter und verantwortungsvoller zu werden. Ha! Kinderspiel!

Das mit dem organisierter werden, daran arbeite ich seit zwei Tagen. Ich bin dabei sämtliche Fotos von 2020 vom Telefon auf den Laptop und von dort auf eine externe Festplatte zu ziehen. Klingt leichter als es ist. Die Technik hat so ihre Tücken und ich schwöre ich werde mich da jetzt monatlich ran setzen und das erledigen; denn Fotos sind für mich absolutes Heiligtum und deshalb möchte ich die gut gesichert und geordnet haben.

Wenn das geschafft ist, arbeite ich mich weiter durch mein Arbeitszimmer. Ich brauche da Ordnung und Platz um Projekte angehen zu können.

So nach und nach wird dann überall entrümpelt. Hoffe ich. Das habe ich nämlich ständig auf der Liste und schaffe es nie. Wir versinken ind Kinderklamotten und Schuhen und ich nehme mir nicht die Zeit sie zu verkaufen oder zu verschenken oder einfach weg zu werfen, wenn es gar nicht anders geht. (ein klein wenig spielt da natürlich auch die Wehmut mit rein; ich hänge sehr an Dingen und die Erinnerungen die da dran geknüpft sind)

Ich schweife schon wieder ab, eigentlich wollte ich nur erzählen, dass wir ganz langweilig ins neue Jahr gestartet sind. Es gab Filme und Snacks, wir schauten alle unsere Monatsvideos die der Mann immer aus den Fotos zusammenstellt. Der Jüngste schlief irgendwann ein, war aber pünktlich ein paar Minuten vor zwölf wieder wach. Die Stimmung war mittelprächtig, zum ausgelassenen Tanzen und Feiern reichte es irgendwie nicht in diesem Jahr. Highlight war ein ganz wunderbares Paket zum Jahresende, das ich mit den Kindern auspacken durfte. Soviel Liebe! <3

Bis Mitternacht hatte ich es nirgends auch nur einmal knallen hören. Dann stiegen eine Handvoll Raketen in die Luft und kurz darauf krähte draußen nur noch der Hahn. So sehr ich das Böllerverbot befürworte, es sorgte dafür, dass kein richtiges Silesterfeeling aufkam. Aber natürlich überwiegen die Vorteile enorm, deshalb kann es ruhig so bleiben.

Gestern schlonzten wir uns wieder so durch den Tag, ich verzweifelte an dem Fotogesichere, die Kinder sahen zuviel Quatsch und der Mann….. keine Ahnung was der so trieb :-) Am frühen Abend skypten wir mit den Freunden die morgen für drei Jahre ins Ausland gehen. Ein persönliches Treffen war ja leider nicht mehr möglich. Aber sie kommen in einigen Monaten schon wieder zu Besuch.

Heute waren wir dann allerdings ein paar Stunden produktiv. Wir fuhren zum See und harkten Laub und schnitten die Hecke. Und zum Abschluss, sprang ich todesmutig ins sehr sehr sehr kalte Wasser. Doofe Idee. Also, es ist sicher schrecklich gesund und hinterher fühlte man sich auch erstmal großartig aber es war einfach unfassbar kalt und ich brauchte zu Hause eine heiße Dusche und den Sessel am Kaminofen um wieder warm zu werden.

Meine Laune hangelt sich gerade so durch die Tage. Mal hoch, mal tief. Mal super glücklich, mal unzufrieden mit allem. Aber zum Glück macht mir das nichts mehr aus. Geht es mir gut, nehme ich das an und genieße es. Geht es mir nicht so gut, weiß ich, dass es gleich wieder anders aussehen kann und denke an all das Schöne das ich habe und dann halte ich die kurze schlechte Laune sehr gut aus. :-)

Ich verspüre heute das erste Mal seit Wochen (vielen Wochen) Magenknurren. Ich habe mir selbst auferlegt, heute auf feste Nahrung zu versichten. Morgen vielleicht auch noch mal. Mein Körper fühlte sich zuletzt völlig „zugemüllt“ an. Ich habe in allen Bereichen extrem gesündigt, im Dauerzustand. Das muss und soll jetzt ein Ende haben. Ich versuche geduldig mit mir zu sein, aber auch stark. Mal sehen, ob ich wieder zu meiner alten dieser einen Form zurück komme die ich so mochte.

Aber genug gelabert.

Ich wünsche eine Frohes neues Jahr! Auf dass es gefüllt sein wird mit wunderbaren Momenten, viel Lachen und Lieben, Freude, Spaß, Vertrautheit und allem was Euch wichtig ist.

 

 

Es ist Sonntag, glaub ich

Ja doch. Der 27. Dezember. Aber wir sind in dieser Phase, in der wir doch erst einmal überlegen müssen, welcher Tag heute ist.

Ich glaube, ich habe seit Wochen keinen Hunger verspürt. Gefühlt wurde ununterbrochen gegessen. Also, von mir. Unschön für die Hüften, die
sich mehr und mehr runden, auch der Busen, was der Mann wiederum ganz nett findet.

Erst heute haben wir das „Festessen“ bestehend aus Fleisch, Kroketten und Rotkohl nachgeholt. Wir haben einfach drei Tage vom Raclette gegessen, so dass es unsinnig gewesen wäre am ersten Feiertag damit schon anzufangen.

Wir hatten herrliche, stressfreie Feiertage. Ich mag es ab und zu Gäste zu haben und alles dafür vorzubereiten; aber es ist eben auch extrem anstrengend und stressig vorher und hinterher, wenn auch das Treffen geliebter Menschen ganz schön ist. Da das dieses Jahr komplett ausfiel, schlumperten wir  eben die gesamten Feiertage hier zu Hause rum. Aßen, spielten, legten keinen Wert auf das Geschirr mit Goldrand meiner Omi oder nett gemalten Tischkärtchen. Das Wohnzimmer musste nicht aufgeräumt und das Bad nicht geputzt werden. HERRLICH!

Und nun ist diese Zeit zwischen den Jahren die ich eigentlich sehr mag.
Ich habe unfassbar viele Ideen für Projekte im Kopf, es kribbelt überall, wenn ich daran denke, was ich alles schaffen will.
Im Hinterkopf ist direkt das müde Lächeln und das Wissen, das natürlich nicht alles schaffbar ist und dass ich mal nicht übertreiben soll mit den Plänen.

Kenn ich ja. Aus jedem Jahr.
Egal. Pläne schmieden macht Spaß, von Projekten träumen ist toll und wenn auch nur ein Bruchteil davon klappt, bin ich doch froh.

 

Halli Hallo aus der Vorweihnachtszeit

Blog-Blockade oder Unlust oder keine Zeit oder was auch immer.

Halloween und somit der letzte Beitrag,  ist nun schon eine Weile her und der November verging ja irgendwie wie nix.

Eigentlich gehörte der November immer zu meinen weniger gemochten Monaten. Aber dieses Jahr, und das muss ich mir jetzt endlich mal merken damit es mir in den nächsten Jahren nicht mehr davor graut, habe ich gemerkt, dass ich den November eigentlich ziemlich klasse finde.

Denn dann verwandelt sich unser Haus in diese gemütliche Höhle die ich über alles liebe und am Liebsten gar nicht mehr verlassen möchte. Im Kamin brennt ein warmes Feuer und diese Wärme ist einfach um so vieles gemütlicher als sie von den Heizkörpern ausgeht (trotzdem immer froh, dass wir auch diese haben); überall brennen plötzlich Kerzen und auch meine Lichterketten-Leidenschaft kann ich wieder voll ausleben.
Schön war das, dieser Übergang zur Weihnachtszeit.

Und nun sind wir genau in dieser mittendrin und die Kinder und ich und sogar der kleine Grinch-Mann genießen es sehr.

Letzten Freitag erfüllte ich mir den jahrelangen Traum auch endlich einmal alle Plätzchendosen mit den verschiedensten Sorten zu befüllen.

Hat geklappt. Und was muss ich sagen, nach nicht mal einer Woche sind sie so gut wie leer. Die besten Sorten sind weg, nur ein paar Butterplätzchen sind noch da. Und nein, wir haben keine verschenkt. Parrallel zum Plätzchenschwund ist mein Hüftumfang gestiegen. O.K., mach ich mir nichts vor, daran sind nicht nur die Plätzchen der letzten Woche schuld, sondern all die Süßigkeiten seit dem Sommer und das ausgefallenen Sportprogramm. Ich möchte deshalb manchmal ein Bißchen heulen, weiß ja aber, dass nur ich daran schuld bin und auch nur ich es wieder ändern kann. Werde ich auch, wenn mir wieder danach ist. Grad nicht. :-)

Das Virus der die Welt in Atem hält tangiert unser Alltagsleben zum Glück nicht allzustark. Wir waren jetzt vorher auch nicht so die geselligste Familie. Die Kinder gehen in Schulen und Kindergarten (das macht mir auch noch immer Bauchschmerzen), ansonsten verlasse ich dreimal und der Mann zweimal pro Woche das Haus um ins Büro zu fahren, wo wir dann komplett allein sind. Und ein bis zweimal pro Woche gehe ich einkaufen, nur das Nötigste. Bumm. Ende. Wir kommen sehr gut damit zurecht. Die Tage vergehen sehr gut mit Hausaufgaben, spielen, basteln, viel essen und ab und zu kleinen Wanderungen in der Umgebung.

Der Mann und ich genießen es tatsächlich eher, dass es keine Veranstaltungen von all den Einrichtungen gibt. Ist auch mal schön.

Ich lese viel über das Virus und auch viel von Menschen, die damit zu tun haben. Erkrankte, Pflegepersonal, Lehrerinnen und Lehrer; ich höre unsere Bundeskanzlerin wie sie appeliert, ich lese von Leugnern und sehe Menschen, die sich einfach so treffen als wäre nichts. Es macht mir oft ziemlich Angst und ich verzweifle und frage mich, wie das alles nur weitergehen wird, warum manche Menschen so dumm, ignorant und unsozial sind und was noch alles passieren wird….

Wir mummeln uns in unserer Blase ein und lassen die Welt draußen.

Halloween-Woche

Ich LIEBE Halloween. Oh ja.

Als nach der Wende all diese amerikanischen Fernsehserien und Filme kamen in denen Halloween gefeiert wurde, war ich von Anfang an fasziniert. Und von Jahr zu Jahr kam ja dann auch mehr „Halloween-Kram“ in die Supermärkte. Ich fand das immer so toll. Kürbisse! Kürbisse schnitzen, Kürbisgerichte kochen und backen, Gruselfilme schauen und überhaupt fand ich ja schon immer alles mit Hexen und Vampiren toll. *g*

Erst als ich von zu Hause ausgezogen war konnte ich das aber so richtig ausleben. Ich erinnere mich noch, wie ich meine erste Kürbissuppe kochte. Wie ich mir einen Hexenhut bestellte (und Halloweenklopapier *g*) und Gruselessen fabrizierte. Oder wie ich, mangels eines Kürbis, einen Apfel aushöhlte und mit dem typischen Gesicht versah. Da war ich Anfang zwanzig und niemand teilte irgendwie meine Leidenschaft. *seufz*

Jetzt hab ich ja Kinder und kann zum Glück all sowas ausleben. *hihi* Nicht nur Halloween, auch andere Feiertage zelebriere ich gern und meine Kinder zum Glück auch.

Dieses Jahr haben wir besonders viele Kürbisse im Vorgarten, jeden Tag fülle ich die Brotdosen mit Gruselkram und am Samsta, an Halloween, werden wir unsere kleine Party zu Hause feiern. Mit leckerem Essen, Kostümen, Filmen und Nebelmaschine.

 

Totholzhecke

Schon seit Längerem wollte ich eine Totholzhecke, auch Benjeshecke genannt, bei uns anlegen.

Unser Grundstück endet ja hinten an einem kleinen „Abhang“. Es geht also ein Stück runter bis zum Zaun des anliegenden Grundstücks, auf dem Schafe weiden <3. (Ein kleiner Traum wäre übrigens, wenn uns der Besitzer der Weide ein kleines Stück abzwacken würde. Dann könnten wir dort ein paar Gemüsebeete anlegen, eine Treppe dorthin bauen und hätte noch einen kleinen erweitereten Garten mit Sonne, in dem auch was wächst. Leider ließ sich der Besitzer auf Anfrage damals nicht drauf ein.)

Die Kinder spielen ab und zu dort unten. An einer Stelle kann man da nämlich wunderbar runterschliddern. :-) Im Abhangbereich herrst Wildnis. Efeu, Brombeeren, Ahorn- und Kastaniensprößlinge von den heruntergefallenen Früchten unserer Bäume, dazwischen noch ein kleiner Holunder und jede Menge Laub, totes Holz usw. Ich liebe sowas in Gärten. Unser Grundstück reicht aber rechtlich gar nicht bis zum Zaun unten, sondern nur bis etwa zur Hälfte mitten im Gefälle. Und irgendwie hatte ich den Wunsch, dort so eine Totholzhecke zu errichten.

Da wir von der Gartenaktion ja so viele große Äste übrig hatten, war jetzt ein guter Zeitpunkt damit anzufangen. Also los.
Heute, war herrliches Wetter und es schrie förmlich nach Gartenarbeit. Also ließ ich den Haushalt Haushalt sein, seufzte nur einmal tief beim Anblick meines Arbeitszimmers bzw. dem ganzen Chaos das ebendieses ausfüllt, und zog die Arbeitsschuhe an.

 

Aus den dicksten Ästen die wir hatten, machten wir die Stützen und rammten sie mit dem Vorschlaghammer in die Erde. Teilweise gar nicht so einfach und ich werde meine Schultern morgen sicher gut spüren.

Tja und dann schichteten wir einfach alles an Ästen und Zweigen dazwischen, was wir von der Gartenaktion noch rum zu liegen hatten.

 

Ich finde, sie ist richtig toll geworden. Momentan sind es nur etwa 3 Meter, aber wenn wir wieder „Material“ haben, erweitern wir sie immer mehr. Jetzt bietet sie hoffentlich erstmal schon einigen Tieren einen guten Unterschlupf für den Herbst und Winter und ich freue mich sehr darauf zu sehen, wie sie sich entwickelt und auch weiter wächst.

Gartenaktion Teil II

Am Wochenende drauf folgte der Gegenbesuch bei den Freunden im Garten um den ein wenig zu bearbeiten.
Man muss sagen, das Grundstück der Freunde ist etwa viermal so groß wie unseres und nicht minder bewachsen.
Wir hatten also ordentlich zu schnibbeln und zu sägen und zu jäten und zu harken und es wurden mehr und vollere Hängerladungen zum Grünschnittplatz gefahren.

Aber ich hatte unglaublich Lust und hätte noch ewig weiter machen können.
Mein Highlight war der Brennessel-Brombeeren-Gestrüpp-Teil hinterm Gewächshaus, der so groß ist, dass es für manche für einen eigenen Garten reichen würde. Ich habe den komplett bezwungen auch, wenn er im Frühjahr ganz schnell wieder bewachsen sein wird. Und das ist auch gut so. Viel kleines Leben kann sich dort ganz ungestört tummeln.

Der Großteil ist jetzt erledigt. Die Freunde gehen ja im Januar für 3 Jahre ins Ausland. In der Zeit werden Verwandte Haus und Garten übernehmen und dafür wollten sie wenigstens grob Ordnung schaffen.

Ich liebe den Garten und das Haus der Freunde. Und ich liebe diese Menschen. Sehr. Wir aßen mittags im Freien leckeren Gemüseeintopf mit allen Zutaten aus dem Garten, nachmittags den guten Apfelkuchen und abends Klöße und Rotkohl.

Es war ein fantastischer Tag und wir fuhren am Abend müde und herrlich ausgepowert und mit Frischluft betankt wieder nach Hause.

 

Wir haben den Garten vergrößert

So scheint es zumindest.

Vorgestern, am Samstag, fand die schon länger geplante Gartenaktion mit den liebsten Freunden statt. (außerhalb von Schule und Kindergarten, die einzigen Kontaktpersonen)

Ich stand von acht bis elf Uhr in der Küche und kippte gerade die zweite Packung Schmelzkäse in die Lauchsuppe als sie, gut mit Gartengerätschaften und in Arbeitsklamotten, hier eintrafen.

Wir fackelten gar nicht lang und begannen mit dem Sägen und Schneiden und schnibbeln und harken. Die Kinder helfen mehr oder weniger mit; alles in allem klappte es aber sehr gut und besser als von mir gedacht. Kaffeepause. Die Männer fahren den ersten proppevollen Anhäger (es werden insgesamt drei an diesem Tag) zum Wertstoffhof.

Danach gibt es die Käse-Lauch-Hackfleischsuppe mit frischem Brot. Es ist das Mischbrot vom Plötzblog und hat mich sehr begeistert. Ein einfaches, richtig gutes Brot. Es überlebte auch keine Stunde.

Wir arbeiteten uns weiter durch den Garten. Wahnsinn was für Mengen an Holz wir abschnitten und weg fuhren. Dazu haben wir auch noch jede Menge behalten um eine Totholzhecke anzulegen.

Am Nachmittag gab es umgedrehten Apfelkuchen und wirklich phänomenale Brownies. Ich habe schon viele in meinem Leben gebacken und es hatte nie so richtig Klick gemacht. Doch dieses Mal schon. Ich habe das perfekte Rezept gefunden.
Es ist das Brownie-Rezept von Frau Gold. Und ja, es sind die einen, die einzigen. Es ist jede Menge Schokolade, Butter und Zucker drin und deshalb schmecken die auch einfach so gut. Ich hab sie nicht richtig durch gebacken und das war absolut perfekt. In der Mitte, waren die Stücke eigentlich kein Kuchen mehr sondern fast eine Creme und einfach sündhaft gut. Macht diese Brownies!!!

Wir ackerten weiter, auch wenn die Lust langsam nachließ.

Gegen Abend machten die Kinder ein kleines Feuer und grillten Marshmallows. Wir Erwachsenen genossen Zwiebelkuchen (dieses Rezept wartete schon seit Jahren darauf von mir gemacht zu werden),  Federweißer und noch einen zweiten Laib Brot. Dieses Mal ein Dinkel-Kartoffelbrot. Auch sehr sehr gut. Ich mag Kartoffelbrote ja eh total gern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Freunde verabschiedeten sich zur langen Heimfahrt. Wir sind ihnen sehr zu Dank verpflichtet. Wir machten noch einen Filmabend bei dem wir Eltern ständig einnickten. War eben doch etwas anstrengend.

Der Garten ist jetzt „ganz schön verändert“, wie der Jüngste heute sagte. Man kann von der Straße nun das Haus sehen :-) Na wenigstens kommt meine Deko nun endlich zur Geldung. Zu den Nachbarn fühlt es sich jetzt etwas nackig an.  Der ganze Garten wirkt unfassbar groß und auch wenn ich immer traurig bin wenn wir etwas weg schneiden, weiß ich ja, dass es sein muss. Es wächst wieder. Und zwar ziemlich schnell. Im nächsten Herbst wird alles wieder dicht sein. Vielleicht hat ja jetzt der Rasen sogar wieder eine Chance im vorderen Bereich.

Ach, ich liebe diesen Garten und dieses Haus so sehr.

 

 

Herbstferien

Herbeigesehnt, redlich verdient und von Herzen gegönnt.

Die beiden Schulkinder haben einen richtig guten Job gemacht seit August. Und auch, wenn die Zeit seit dem Ende der Sommerferien gar nicht so lang war, so waren es doch für beide ganz schön anstrengende Wochen.

Die Tochter wegen der ganzen Umstellung zur weiterführenden Schule. Neue Schule, neue Klasse, neue Lehrer, neue Fächer. Jede Menge Input, Aufregung, Stress, Klassenarbeiten. Das war ein harter Job.

Der Sohn wegen der Gesamtsituation in seiner Klasse. Es ist nicht leicht und es ist nicht schön. Und trotzdem geht er jeden Tag froh zur Schule, findet es toll, macht gut mit und lernt etwas. Große Leistung.

Man konnte die Anspannung förmlich fallen hören als ich alle drei Kinder im Auto hatte und wir nach Hause fuhren.

Der Jüngste hat zwar keine Ferien, bleibt aber den ein oder andern Tag sicher auch zu Hause.
Geplant haben wir nichts. Nur süßes Rumlümmeln. (naja, wir Erwachsenen gehen eigentlich normal arbeiten).

 

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

So fragt Fr. Brüllen an jedem 5. eines Monats. Und obwohl ich mir eine Erinnerung gestellt hatte, habe ich es bis zum Nachmittag glatt vergessen. Deshalb gibt es auch genau ein Foto des Tages.

Montag ist mein lohnarbeitsfreier Tag. Das heißt, ich kann eine gute halbe Stunde länger im Bett bleiben und starte sowieso ziemlich entspannt in den Tag. Ich stehe als erste auf und fange an die Brotdosen der Kinder zu richten. (ansonsten mache ich das schon am Abend vorher). Die Tochter geht als erstes aus dem Haus, dann der mittlere Sohn. Der Mann konnte auch nicht mehr im Bett liegen und versabschiedet sich auch sehr früh zur Arbeit.

Gegen 8 Uhr machen der Jüngste und ich uns auf zum Kindergarten. Das Abgeben läuft problemlos, auch wenn er mir bei der Verabschiedungsumarmung ins Ohr flüstert, dass er doch auch gern zu Hause geblieben wäre. Mein Herz! Aber mit der Aussicht, dass ich ihm vom Einkaufen was mitbringe, düst er doch fröhlich davon. *uff*

Ich mache mich, wie jeden Montag, auf zu den zwei Supermärkten. Da ich diese Woche zur Abwechslung mal wieder sehr gut vorbereitet bin, weil ich einen Speiseplan aufgestellt und dementsprechend die Einkaufsliste geschrieben habe, bin ich ziemlich rasch durch und fahre nach Hause. Den Einkauf stelle ich vorerst nur in der Küche ab. Ich mache kurz Pause, werfe mich dann aber in die Sportklamotten und absolviere ein Ganzkörper-Workout. In den Satzpausen verräume ich immer mal wieder ein paar Lebensmittel.
Eine Stunde Workout, gut 20 Minuten Laufband. Fertig. Gutes Gefühl. Wenn es nicht immer vorher so schwer wäre sich aufzuraffen.

Nach der Dusche genieße ich einfach nur noch eine Weile das stille Haus. Couch und Netflix. Herrlich.
Ich schiebe einen Spaghettikürbis in den Ofen für mein Mittag- und des Mannes Abendessen später. Für die Kinder ist heute Nudeltag. Immer montags.

12:30 Uhr fahre ich zum Kindergarten und hole ein gut gelauntes Kind ab. Sie haben kleine Papierdrachen gebastelt, mit Schnüren an einen Ast gebunden und flitzen damit durch die Gegend und freuen sich, wie der Drache im Wind weht. Er hat solchen Spaß daran.

Zu Hause setze ich Nudelwasser auf und erwärme die Tomatensoße. Aus dem Kürbis entferne ich das Fruchtfleisch und brate es noch mit anderem Gemüse in der Pfanne an, fülle es wieder in die Kürbishälften und überbacke sie mit Schafskäse.

Der Mittlere kommt von der Schule (montags hat er immer eine Stunde länger), die Tochter kurz darauf und wir essen zusammen.

Die Tochter hat heute Küchendienst. Wir machen also die Küche zusammen tiptop und dann erbetteln sich die Kinder schon einen Teil ihrer Tabletzeit. Ich bin gut gelaunt und erlaube es, obwohl die Hausaufgaben noch nicht erledigt sind.

Ich verkrümle mich in mein Zimmer und versuche etwas aufzuräumen. Klappt nicht wirklich. Es herrscht schon wieder ein heilloses Chaos dort. (keine Ahnung wie das immer passiert) Hauptsächlich verdrücke ich eine ganze (kleine!) Wassermelone und schaue weiter ein wenig „The Chilling Adventures of Sabrina“. Ich bin nun schon am Ende von Staffel 2 und kann immer noch nicht ganz sagen, ob ich die Serie gut oder doof finde. Auf alle Fälle mag ich ein paar Charaktere sehr.

 

Der Mittlere kommt zum Hausaufgaben machen. Er setzt sich zu mir in die Küche, ich räume nebenher den Vorratsschrank auf. Das war auch mal wieder dringend nötig. Die Hausaufgaben sind heute leicht und er ist schnell fertig.
Die Tochter hat heute nur Vokabeln abzuschreiben und zu üben. Ich frage sie eine Weile ab. Es macht total Spaß mit ihr englisch zu lernen. Endlich mal was, was ich gut kann und ihr gut vermitteln kann. :-)

Der Mittlere erledigt seinen Wäschedienst (heute sehr leicht, nur Wäsche waschen und nichts abzunehmen oder zu falten) und der Jüngsten den Mülldienst. (die zwei großen Mülltonnen müssen auch an die Straße, das macht er super)

Die Kinder verbrauchen ihre verbleibende Tabletzeit und gefühlt, dauert das den ganzen restlichen Nachmittag. Zwischendurch gibt es immer wieder Streit der geschlichtet werden muss.

Ich heize den Ofen an. Das Feuer macht so eine schöne Wärme und das Haus kühlt immer so schnell aus. Oft ist es draußen wärmer als drinnen. Im Sommer toll, im Herbst und Winter doof.

Zum Abendessen gibt es die restlichen Nudeln vom Mittag. Nach dem Abendbrot, gehen die Jungs in die Badewanne und die Tochter und ich bekommen uns wegen Nichtigkeiten in die Haare und blubbern uns ziemlich an. Vorpubertät. Ich ertrage das manchmal nur schwer. Das wird noch lustig in den nächsten Jahren.

Der Mann kommt nach Hause, isst seine Kürbishälfte und wir erzählen uns vom Tag.

Nach der Badewanne (und als die Tochter und ich uns wieder ausgesprochen haben), schauen wir, wie jeden Abend, die Logo-Nachrichten (von gestern) und dann soll es für alle ab ins Bett gehen. Der Jüngste will unbedingt bei einer CD einschlafen statt vorgelesen zu bekommen. Ich weiß genau, dass das nicht klappt, mache den Jungs aber eine an und gehe runter. Natürlich höre ich dann von oben nur Gerumpel und sie stehen ständig auf usw. Der Mittlere kommt und möchte bitte doch lieber was vorgelesen bekommen.

Ich lege mich also zu ihnen und lese vor und kuschle dann in den Schlaf und nicke auch etwas weg.
Danach ist mir so schrecklich kalt, dass ich mich vor den Ofen setze. Der ist aber nicht mehr so warm und es hilft rein gar nichts.
Die Tochter kommt und möchte auch kuscheln. Ich lege mich zu ihr, wir reden über alles mögliche und sie macht ihre Englischlektion mit einer App auf meinem Telefon. Wie immer zwischen halb zehn und zehn schlafen alle drei.

Ich mache mir noch eine Wärmflasche und lege mich ins Bett. Am Tablet schaue ich weiter meine Serie. Der Mann telefoniert mit seinem Besten Freund. Bis er kommt, wärme ich seine Decke mit an. Ehegesetz. :-)

Um ca. 23 Uhr fallen mir die Augen zu.

Hallo Oktober

Noch so ein wunderbarer Monat.

Ich habe mir gerade meine „Hallo September“-Liste angeschaut und gemerkt, dass ich einige Dinge nicht gemacht habe.
Wir waren kein einziges Mal am See. Das Wetter wäre zwar dementsprechend gewesen, aber die Kinder kränkelten eine Weile.
Meine Wanderung habe ich auch noch nicht gemacht, ob ich das noch schaffe im Oktober?

Der Herbst ist jetzt auf alle Fälle nicht mehr weg zu reden. Ich habe viele herbstliche Wimpelketten genäht, Pflanzen in Herbstfarben gekauft und im Vorgarten stehen einige Kürbisse.

Im Oktober:

– werden wir mit den Freunden einen Rundumschlag im Garten machen
– wird es viele Gerichte mit Kürbis und Zimt und Äpfeln geben
– fangen wir bestimmt an die Fliesen auf der Terrasse zu verlegen
– haben die Schulkinder verdiente Herbstferien
– will ich unbedingt Pilze sammeln gehen
– feiern wir Halloween (ich bin großer Fan)
– kuscheln wir uns vors Ofenfeuer