6 Wochen
“Konntest Du schlafen oder hattest Du die Kleine die ganze Nacht auf dem Bauch?”
fragte der weltbeste Mann und Papa heute morgen.
“Ich hatte sie die ganze Nacht auf dem Bauch und konnte dennoch gut schlafen.
Oder gerade deswegen” :-)
Katharina ist heute 6 Wochen alt.
6 Wochen waren früher eine Ewigkeit.
Vor der Schwangerschaft und in der Schwangerschaft erst recht.
Und jetzt?
Jetzt sind 6 Wochen ein Wimpernschlag.
Wusch …. und vorbei.
Heute kam meine Hebamme und bekam große Augen beim Blick in
den Weidenkorb. “Boah ist die groß geworden”
Ja, das finden wir auch.
In den letzten Tagen fiel uns extrem auf das die kleine Püppi eine schon
etwas größere und schwerere Püppi geworden ist. Sie liegt ganz
anders im Arm und wirkt einfach auf einmal wie ein richtiges Baby.
Bis gestern sahen unsere Tage oft so aus, dass die Nächte sehr kurz waren und
ich von den frühen Morgenstunden an bis fast mittags nur am Stillen und Schuckeln
und Umhertragen und wieder und wieder Stillen war.
Ich kam zu gar nichts.
Das war im Grunde nicht schlimm, aber diese Vormittage schlauchten mich doch irgendwie.
Die vorletzte Nacht war dann schon irgendwie … angenehm.
Die Kleine kam regelmäßig alle zwei Stunden zum Trinken, aber dazwischen schliefen wir
beide recht gut.
Den gestrigen Besuch beim Frauenarzt (alles in Ordnung und ich bekam großes Lob für meinen
Beckenboden) und die Fahrt dorthin, meisterten wir auch mit Bravour.
Liebstes Kind auf Erden.
Die letzte Nacht war dann irgendwie total toll.
Nein, ich bin eigentlich kein Rückenschläfer und es fehlt mir, stundenlang auf einer Seite
zu schlafen, ohne einen Arm um ein Baby geschlungen zu haben und immer nur halb schlafend
auf der Hut das kleine Wesen nicht zu zerquetschen.
Aber die letzte Nacht war einfach schön. Die ganze Nacht lag ich auf dem Rücken mit meinem
Kind auf Brust und Bauch. Und wir schliefen wunderbar.
Einmal wurde ich sogar aus dem (anscheinend sehr tiefen) Schlaf geweckt, weil meine
Tochter gerade dabei war sich an meinem Dekolleté an verschiedenen Stellen festzusaugen und
es ordentlich einzusabbern.
Da hatte ich wohl das erste Wachwerden von ihr verpennt. :)
Nachdem der Papa aus dem Haus war, hielt sie ein kleines Nickerchen allein im Bett welches ich
zum Duschen und Anziehen nutzte.
Meine Laune war einfach wunderbar.
Dann wurde sie angezogen (mit zwei Versuchen, den einen Body bekamen wir nicht unten zu *räusper*)
und wir zogen ausnahmsweise mal mit dem Kinderwagen statt im Tragetuch los zum Einkaufen.
Babymädchen schlief ganz wunderbar.
Und so ging es bis eben weiter.
Zu Hause. Stillen, Wickeln, Stillen, schlafen. Während dieses Nickerchens kam meine Hebamme.
Dann wieder Stillen (ausgiebig) und jetzt schläft sie wieder wie ein (pupsendes) Engelchen in
ihrem Korb.
Und ich? Ich kam endlich mal dazu die Wohnung wenigstens grob aufzuräumen, eine liebe
Nachricht zu schreiben und jetzt zu bloggen.
Ein Traumtag.
Und irgendwie ist heute ein klitzekleiner Knoten bei mir geplatzt.
Ist ja nicht so, dass ich in letzter Zeit total angespannt gewesen wäre, aber irgendwie war ich
heute noch ruhiger und vor allem gelassener als sonst. Irgendwie seh ich jetzt alles nochmal
etwas klarer und fühle mich mit meiner Tochter noch mehr verbunden.
Was so ein Bißchen mehr Schlaf so ausmacht… ;)
6 Wochen.
Und ich bin angekommen im Mama-Sein.













